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Petersilienwurzelsuppe

Von 28. März 2013 um 15:49 Uhr

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Passend zum Karfreitag gibt’s heute “nur” Suppe. Die schmeckt aber so gut, dass man hier fast schon nicht mehr von Fasten sprechen kann. ;-)


Für zwei Personen:
250 g Petersilienwurzeln
1 kleine Kartoffel
1 Zitrone
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300 ml Brühe
100 ml Sahne
Olivenöl
Worcestershiresauce
Salz
Pfeffer

040313250 g Petersilienwurzeln, die kleine Kartoffel, eine Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und in feine Würfel schneiden, eine halbe Petersilienwurzel erstmal ganz lassen.
Zwei EL Olivenöl in einem großen Topf auf mittlere Hitze bringen und das Gemüse darin rührend anschwitzen. Sobald die erste Bräunung auftritt, alles mit 200 ml Brühe ablöschen. Wer keine selbstgemachte auf dem Herd oder eingefroren hat, kann natürlich auch mit Fond aus dem Supermarkt oder – für die Alltagsküche ausreichend – mit Brühwürfeln arbeiten.
Die Suppe mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt auf kleiner Flamme eine halbe Stunde sich selbst überlassen.

Anschließend 100 ml Sahne angießen und mit einem Mixer alles homogenisieren. Dann noch mal kurz aufkochen lassen und je nach Geschmack die Suppe mit plusminus 100 ml Brühe auf die gewünschte Konsistenz bringen. Mutig mit Worchesterchiresauce und Zitronensaft abschmecken und warm stellen.

Die geparkte halbe Petersilienwurzel quer in hauchdünne Scheibchen schneiden. Diese in einer dreiviertelheiß temperierten Pfanne und einem EL Olivenöl beidseitig zu knusprigen, goldbraunen Chips braten, dann auf Küchenrolle kurz abtropfen lassen.

Die fertige Suppe auf tiefe Teller verteilen und mit den Petersilienwurzelchips und grünen Petersilieblättern garniert servieren.

Alle unsere Rezepte übersichtlich von A-Z gibt’s hier.

Kategorien: Suppenküche
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Eliminier doch bitte mal einer die zwei chs im vorvorletzten Abschnitt. Oben steht es richtig: Worcestershire.

  2. 2.

    Klingt sehr lecker, werd ich mal probieren. Dazu könnte man ein Brot mit Nüssen reichen – Nüsse und Petersilienwurzel vertragen sich ausgezeichnet.

  3. 3.

    Man kann sogar die Sahne weglassen – schmeckt immer noch extrem lecker – und das Ganze ist vegan. Das mit dem Nüsschenbrot finde ich eine gute Idee, ich kenne die Suppe mit den erwähnten Parsnip-Chips und gerösteten Walnüssen. Petersilienwurzel ist sowieso unterschätzt, ein sehr tolles Gemüse.

    Eine Lanze brechen möchte ich aber noch für das klassisch-bairische Gründonnerstagssüppchen: Kerbelsuppe.
    Leider ist das Verhältnis zum Kerbel in allen anderen Landesteilen distant.

    Man nehme: pro Nase 50g Kerbel, 1 Schalotte, bißchen Knoblauch, etwas Butter (einen Teil davon zum Montieren in die Tiefkühle) einen Schluck Sahne und Brühe.

    Die Hälfte der Butter in den Topf (mittlere Hitze) Schalotte und Knoblauch fein hacken und glasig werden lassen, den gehackten Kerbel dazu, bißchen rühren, mit heißer Brühe aufgießen, das Ganze einmal aufwallen lassen, Schluck Sahne dazu, noch mal aufwallen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen, die restliche eiskalte Butter mit Mixer oder Stabmixer einmontieren – fertig, lecker, hübsch anzusehen.

  4. 4.

    So is(s)t’s meistens. Weniger ist mehr :-)

  5. 5.

    @dame.von.welt

    Ganz korrekt ist das nicht mit dem “vegan”, denn Worcestershiresauce ist traditionell nicht mal vegetarisch. Natürlich gibt es mittlerweile viele Nachmacher, die dann zum Teil ohne Sardellen, dafür oft mit künstlichen Aromen daherkommen, die verkauft man dann aber als Worcestersauce – das “Shire” trägt meines Wissens nach nur das Original im Namen.

    Dass die Beziehung zum Kerbel hier im Nordwesten der Republik eher unterkühlt bis nicht vorhanden ist, kann ich persönlich nicht nachvollziehen, und danke herzlich für das Rezept (das ich leider erst am Karfreitag entdeckt habe).

    • 29. März 2013 um 13:31 Uhr
    • Don John
  6. 6.

    Meiner Petersiliewurzelsuppe mache ich immer mit Schmand. Das Gemüse wird püriert, wenn es weich ist, Muskat hinzugefügt. Am Schluß verpasse ich jedem Teller einen schönen Kringel Kürbiskernöl und streue geröstete Kürbiskerne drüber. Das ist der Kick, paßt sehr gut zusammen!

    • 29. März 2013 um 17:22 Uhr
    • Hotakka
  7. 7.

    @Don John
    Oops, tut mir sehr leid, das mit den Sardellen in der Worcestersauce wußte ich gar nicht – danke für Ihre Korrektur. Vermutlich kann man mit selbstgepimpter Sojasauce (mit Knoblauch + Tamarindenmark) einen Geschmack wenigstens in die Richtung hinkriegen.

    Es gäbe zum obigen Kerbelsuppe-Rezept noch eine Variante, nämlich statt mit Brühe mit Buttermilch aufzugießen, mit sehr gutem Brüheextrakt oder mehr Salz zu würzen – die Montagebutter kann man sich sparen. Das ist dann quasi eine bairisch-russische Vermählung (und schmeckt aber auch mit anderen oder ganz ohne Kräuter, dafür aber mit (vorher eingeweichtem) Kümmel).
    Und selbstmurmelnd nicht nur am Gründonnerstag…;-)…
    Die Buttermilchsuppe muß etwas länger köcheln, weswegen der Kerbel oder anderes Kraut, z.B. Sauerampfer oder Bärlauch, erst später dazu kommt.

  8. 8.

    Das “Grünzeug” sollte ohnehin immer erst kurz vor’m servieren untergemixt werden.
    Meine Peterwurzelsuppe schmecke ich mit frisch geriebenem Ingwer ab.

    Das Gemüse in schöne kleine Würfel zu schneiden zum Suppekochen ist eine schöne Fingerübung. Oder Zeitverschwendung, je nach Sichtweise… ;-)

  9. Kommentar zum Thema

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