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Erdbeer-Quark-Knödel

Von 27. Juni 2013 um 14:03 Uhr

040613

Diese Süßspeise aus Österreich wird eigentlich mit Marillen gefüllt.
Für die Erdbeersaison bei uns eine kleine und vielversprechende Variante.

 

Für zwei Personen:
10 mittelgroße Erdbeeren
1 steinhartes, altes Brötchen
1 Ei
50 g Quark
30 g Zucker
17,5 g Butter
Rum
Vanillezucker
Biozitronenschale
Puderzucker
Salz

040613Das steinharte und alte Brötchen mittels einer Reibe zu sehr feinen Semmelbröseln reiben.
17,5 g zimmertemperierte Butter mit 30 g Zucker in einer Rührschüssel schön schaumig schlagen.
Ein Ei teilen, das Eiklar in das Gefäß geben, mit dem man sonst auch immer Eischnee schlägt, das Eigelb zur Butter-Zucker-Masse geben. Genau wie zwei Prisen Vanillezucker sowie ein Schlückchen Rum. Wer hat auch noch etwas Schale von Biozitrone und alles zusammen mit einem Schneebesen gut aufschlagen.

Das Eiklar mit einer Prise Salz, etwas Zucker und dem Elektroquirl sehr steif schlagen.

Dann 50 g Quark, den Eischnee und dann zirka 50 g Semmelbrösel unterheben, und den Teig dann zugedeckt etwa eine Stunde stehen lassen, so quellen die Brösel gut auf.

60 Minuten später einen großen Topf mit Salzwasser zum Siedepunkt erhitzen, es sollten keine Blasen aufsteigen.

Jetzt ein kleines Stück vom sehr lockeren Teig nehmen, auf eine leicht angefeuchtete Hand legen und den Teigklumpen platt drücken. Dann eine gewaschene und entstrunkte Erdbeere drauf platzieren und den Teig um die Beere schieben. Das Ding zwischen jetzt zwei leicht angefeuchteten Händen zu einem runden Knödel abdrehen, der Teig drumrum sollte nicht zu dick sein, vielleicht so zwischen fünf und zehn Millimetern.

Aus dem Teig und den Erdbeeren dann ganz viele kleine Knödel drehen und diese im siedenden Salzwasser garen. Wer die Erdbeeren noch richtig frisch und knackig haben möchte, nimmt sie nach fünf Minuten schon raus, wer eine heiße, weiche Erdbeere mit viel Saft mag, wartet 20 Minuten.

Die garen Knödel dann in einer 50:50-Mischung aus Semmelbröseln und Puderzucker wenden und mit heißer Butter oder Vanillesauce servieren. Ein Minzblatt tut dem Ganzen nicht nur optisch gut.

Alle unsere Rezepte schön übersichtlich und von A-Z gibt‘s unter diesem Link.

Kategorien: Dessert Storm
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Fingerschonende Methode: Das harte Brötchen in ein Trockentuch einschlagen und mit dem Hammer in moulinettengängige Trümmer schlagen. Diese in der Moulinette zu Semmelbröseln beliebigen Mahlgrads verarbeiten. Sinnvollerweise beläßt man es nicht bei einem Brötchen, sondern legt einen Vorrat von “Semmelmehl” in einem luftdicht schließenen Glas an. Jedesmal neu anzufangen oder sich blutige Finger zu reiben, wenn für ein Rezept “chapelure” gebraucht wird, ist nicht unbedingt zielführend.

  2. 2.

    Ist jetzt nicht als Kritik oder Klugscheißerei gemeint, sondern als echtes Wundern:

    Wenn die Zutaten so exakt bemessen sind wie “mittelgroße Erdbeeren”, “1 Ei” (S, M, L?), “zwei Prisen Vanillezucker”, “ein Schlückchen Rum”, “zirka 50 g Semmelbrösel”, ist es dann bei der Butter tatsächlich entscheidend, dass auf 0,5 g genau gemessen wird?

    • 28. Juni 2013 um 13:30 Uhr
    • Marco
  3. 3.

    @Marco: Nein, ist es nicht. Es würde auch 17 oder 18 Gramm funktionieren.

    • 28. Juni 2013 um 14:43 Uhr
    • REZEPThORsten
  4. 4.

    @marco: Pssst… das ist wurscht. Das Urpsrungsrezept war für 4 Personen ;-)

    Da stand dann auch etwas von einem TL Vanillezucker, der dann kreativ zu zwei Prisen wurde…

    Nur der Siedepunkt bleibt der Siedepunkt!

  5. 5.

    apropos vanillezucker,
    ich habe mal verglichen: ein tüchtchen aus dem supermarkt mit selbst gemachtem (eine kernentleerte schote in 50 g zucker 3 Wochen ruhen lassen, alle tage mal schütteln). ein unterschied wie zwischen tag und nacht,
    gemischt mit 17,5 gramm butter?,
    na ja, ein typisches thorsten lange rezept.

    • 1. Juli 2013 um 20:53 Uhr
    • habe8
  6. 6.

    @ Thorsten und alle Anderen….
    H I L F E…das hat zwar nichts mit dem vorstehenden Rezept zu tun – meine wunderbaren, uralten Erdbeerpflanzen kann ich ausreichend abernten und die Früchte zeitnah vertilgen – aber der Rukula im Garten nimmt Überhand. Langsam kann ich ihn auf dem Teller nicht mehr sehen. Und so ein richtiger PestoFreund bin ich auch nicht. Hat jemand eine Idee für eine andere interessante Verwendung oder ein wirklich gutes PestoRezept?
    Lieben Dank und Gruß

    • 1. Juli 2013 um 21:13 Uhr
    • hugox
  7. 7.

    @Hugox:
    Das Pesto mal mit Sardellen und Kapernbeimischung versuchen. Gedrittelt Basilikum und Petersilie.

    Und abseits davon ein sehr leckeres Rezept, bei dem man auch mal 300 g auf einen Wumms weg bekommt: Griechische Wildkräuterpastete
    http://goccus.com/rezept.php?id=2175
    Möglichst mit Wildfenchelsamen. Kann man als große Pastete machen oder als Füllung für kleine Taschen oder Röllchen nehmen. Durchaus also Rezeptortauglich.

  8. 8.

    @ roland_s
    vielen dank! die bankrott-pastete scheint einen versuch wert zu sein…

    • 1. Juli 2013 um 22:03 Uhr
    • hugox
  9. Kommentar zum Thema

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