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Paella

 

Paella_Rezept

Dieses Rezept eignet sich hervorragend auch für wenige Esser, und man braucht nicht unbedingt eine spezielle riesige Paella-Pfanne plus Gasflasche dazu. Obwohl das natürlich – grade wenn man für Gäste kocht – viel besser aussieht.

 


Zutaten für zwei Personen:
1 Hühnerschenkel
500 g Miesmuscheln
2 große Gambas
125 g Paella- oder Risottoreis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
75 g Erbsen (TK)
400 ml Fisch- oder Hühnerfond
1 Schluck Weißwein
4 Zitronenspalten
8 Safranfäden
Rosmarin
2 Stängel Petersilie
Paprikapulver
Olivenöl
Salz
Pfeffer

010114Eine Paella ist ja ein eher entspanntes Essen, darum sollte auch beim Kochen keinerlei Stress aufkommen. Wir bereiten also alles wie folgt vor: Den Hühnerschenkel mit einem scharfen Messer am Gelenk in zwei Hälften teilen. Eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen und erstere etwas gröber, zweitere etwas feiner würfeln. Wer mit frischen Erbsen kocht, muss die jetzt erst mal aus den Schoten pulen.

Dann in einer großen Pfanne etwas Olivenöl auf mittlere Betriebstemperatur bringen und die Hühnchenteile darin langsam und beidseitig braun braten. Das dauert zirka acht bis zehn Minuten, dann rausnehmen und irgendwo parken. Im heißen Hühnchenbratfett werden nun stattdessen erst nur die Zwiebel-, nach zwei Minuten auch die Knoblauchwürfel glasig angeschwitzt. Es dürfen ganz leichte hellbraune Stellen auftreten, dann sofort mit ein, zwei Schluck Weißwein ablöschen.
Und alles so lange einkochen lassen, bis die Flüssigkeit wieder komplett verdampft ist.

Jetzt 125 g Paella-Reis dazugeben und ebenfalls etwas glasig werden lassen, dann 400 ml Fisch- oder Hühnerfond angießen und auf kleiner Hitze sich selbst überlassen. Mit einer sehr kleinen Prise Zimt, zwei Prisen Paprikapulver, einem TL kleinstgehacktem Rosmarin, acht Safranfäden, Salz und Pfeffer würzen, umrühren, und die geparkten Hühnchenteile wieder mit dazugeben.
Sobald der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, ist die Paella fertig. Das dauert ab jetzt ungefähr 20 bis 25 Minuten.

In der Zwischenzeit das halbe Kilo Miesmuscheln – wenn nötig – waschen, entbarten und kaputte oder offene Exemplare entsorgen. Den Rest acht Minuten vorm Servieren in die Paella geben, dann unbedingt Deckel drauf und die Hitze davor schon hochfahren, damit die Muscheln wenigstens einen schnellen Tod erfahren. Nach einigen Minuten können auch 75 g TK-Erbsen mit in denTopf und die beiden großen Gambas werden oben drauf gelegt oder noch schnell in einer zweiten Pfanne gebraten.

Bis alles fertig gegart und durchgezogen ist, noch die Petersilienblätter grob hacken und die Biozitrone längs halbieren und in Spalten schneiden.

Die fertige Paella dann adrett auf vorgewärmte Teller verteilen und mit Petersilie bestreut und Zitronenspalten garniert servieren.

 

Alle unsere Rezepte schön übersichtlich und von a bis z gibt‘s hinter diesem Link.

16 Kommentare

  1.   mipi

    Danke! Ein pragmatisches, unaufwendiges Paella-Rezept zu sein. Damit werde ich mich an diesen spanischen Klassiker auch mal heranwagen.

  2.   scotch maier

    schönes rezept


  3. Klingt sehr interessant. Werde sie aber wahrscheinlich ohne Miesmuscheln ausprobieren.

  4.   porph

    Schade, dass hier eine Variante der Paella beschrieben wird, die nicht wirklich etwas mit dem spanischen Originalrezept zu tun hat und sich eher in Touristengegenden findet. In die „originale“ Paella Valenciana gehört auf jeden Fall Kaninchen, Meeresfrüchte aber eher nicht…


  5. Liebe(r) porph,
    es gefällt, was schmeckt!
    Ich erlaube mir also, Ihren Kommentar zu kommentieren als das, was er ist:
    Klugscheisserei!

  6.   Frank Christoffers

    Liebe/r virago09
    Es gefällt, was schmeckt, durchaus.
    Aber ein Hinweis auf die originale Paella Valenciana mit den anderen wichtigen Zutaten ist einfach ein guter Hinweis. Danke porph


  7. Bis auf den Safran, alles etwas unterwürzt? Bei all den Zutaten „mit einer sehr kleinen Prise Zimt, zwei Prisen Paprikapulver, einem TL kleinstgehacktem Rosmarin, acht Safranfäden, Salz und Pfeffer würzen, “ Und nur 1 Knoblauchzehe, angebraten? Klingt nicht sehr spanisch.


  8. @ #7 vasudeva: Es bleibt Ihnen ja unbenommen, das Gericht mehr zu würzen als im Rezept angegeben. Schließlich haben wir (noch) keine Rezeptebefolgungspflicht, auch wenn einige Rezeptkommentatoren dieses augenscheinlich glauben.

  9.   oettermann

    Als Safranproduzent stehe ich der Verwendung des Safrans in diesem Rezept mehr als skeptisch gegenüber. Safran – zumindest ein nicht luftgetrockneter – sollte niemals gekocht werden. Safran sollte mehrere Stunden vor Kochbeginn ( am besten 24 – 48 Std) in eine lauwarme Flüssigkeit eingelegt werden. Die Art (Wasser, Sahne, Essig… ) und Menge ist unerheblich und steht nur in Bezug zum Rezept. Diese Flüssigkeit, wie der Safran überhaupt, sollte so wenig wie möglich dem Licht ausgesetzt werden und wird erst am des Kochvorgangs untergemischt, umrühren – fertig. Wird Safran über 56° erhitzt, zerstört sich das Safranal, eines seiner charakteristischen ätherischen öle. Nebenbei gesagt, braucht man dann um den selben Effekt zu erzielen, erheblich viel mehr Safran und dann wird Kochen mit Safran leider oft zu einer recht teuren Angelegenheit, was eigentlich bei korrekter Verwendung des Safrans nicht der Fall sein muss.
    Luftgetrocknete Safrane stammen meistens aus den Ländern südlich der Pyrenäen und der Alpen (Iran, Marokko, Spanien) und haben ganz andere Qualitäten als Safrane aus dem europäischen Norden (Frankreich, Schweiz, Deutschland)wo die Safranfäden in speziellen öfen getrocknet werden.

  10.   Annemarie Siefert

    An den Verwalter dieser Kommentare:

    Es mag wohl „so aussehen“, als hätte ich „schon einmal“ um das Rezept der Zitronentorte gebeten, doch stimmt das nicht. Es ist mein erster Versuch und überhaupt mein erstes Einloggen auf den ZEIT-Magazin- Rezeptseiten.

    Können Sie mir das Rezept zusenden? Ich wäre sehr dankbar! MfG Annemarie