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Kurzgebratene Lammkeule mit Granatapfel

 

Lamm-kurzgebraten-Rezept

Einfach in der Zubereitung aber komplex im Geschmack – ein schönes Pfannengericht für einen Abend mit Freunden.
Zutaten für zwei Personen:
400 g Lammkeule oder -hüfte
1/2 Granatapfel
1 kleine rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
3 EL griechischer Joghurt
10 Pistazien
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Koriandersaat
1 Prise Paprikapulver
Olivenöl
Rotweinessig
frische Minze und/oder Koriander
Salz
Pfeffer
120 g Basmatireis

030314400 g Lammkeule oder -hüfte aus der Kühlung nehmen und quer zur Faser in dünne und mundgerechte Scheibchen schneiden.

Ein TL Kreuzkümmel sowie ein TL Koriandersaat in einer leeren und mittelheißen Pfanne kurz anrösten und anschließend in einen Mörser leeren. Dazu kommt eine geschälte Knoblauchzehe und zwei, drei Prisen Salz. Alles nicht zu fein mörsern und mit einer Prise Paprikapulver, Pfeffer, einem Spritzer Rotweinessig und etwas Olivenöl zu einer Marinade verrühren. Die kommt nun zusammen mit dem Lammfleisch in einen Gefrierbeutel, worin beides gut durchgeknetet wird. Dann zuknoten und bei Zimmertemperatur mindestens eine halbe Stunde marinieren lassen, besser sind ein paar Stunden, dann aber im Kühlschrank.

120 g Basmatireis nach Packungsaufschrift oder seiner Lieblingsmethode zubereiten.

Dann den Ofen auf 80 Grad Oberunterhitze vorheizen.
Zehn Pistazien schälen und grob hacken.
Den Granatapfel öffnen und von einer Hälfte mit einem Teelöffel oder Ähnlichem die Kerne rausoperieren.
Eine kleine rote Zwiebel schälen, den Strunk dranlassen, längs halbieren und dann achteln. Der Strunk hält die Keile unten zusammen.
Drei EL griechischen Joghurt mit etwas Salz verrühren. Sollte er zu fest sein, kann man teelöffelweise Wasser unterheben.

Die Pfanne von vorhin inklusive einem EL Olivenöl auf mittlere bis Dreiviertel Hitze bringen. Das marinierte Lamm darin anbraten, und zwar schön langsam, ohne viel Rührerei, bis eine schöne Bräunung entstanden ist; das dauert zirka fünf Minuten.
Wer für Viele kocht oder nicht alles so in die Pfanne bekommt, dass jedes Fleischstück seinen eigenen Platz am heißen Boden bekommt, arbeitet etappenweise.

Das gebratene Fleisch parkt und entspannt dann im Ofen, stattdessen kommen die roten Zwiebeln ins heiße Bratfett. Wenn auch die braun und weich(er) sind, alles mit einem kleinen Schluck Wasser ablöschen, die Bratrückstände mit einem Holzlöffel in die Flüssigkeit kratzen und komplett verkochen lassen. Dann das Lammfleisch wieder in die Pfanne geben und gut mit den Zwiebeln verrühren.

Vielleicht fehlt jetzt noch etwas Salz, wahrscheinlich auch Pfeffer, und schon kann angerichtet werden:

Auf einem Reisbett das Fleisch verteilen, darauf Pistazien und Granatapfelkerne, dann einen Klacks Joghurt auf jeden Teller geben und am Schluss noch Minz- oder Korianderblätter drüber streuen.

Wer statt Lammkeule lieber Lammhüfte nimmt, brät heißer aber dafür kürzer an.

 

Alle unsere Rezepte übersichtlich von a bis z gibt’s hinter diesem Link.

19 Kommentare


  1. Klingt gut – bis auf das Ablöschen mit Wasser. Wenn man so was kocht, hat man doch mindestens einen Côtes du Rhône aufm Büffee stehen, oder?
    Also ich koch ausgesprochen gern mit Wein. Und manchmal tu‘ davon auch was ans Essen.
    Gut, daß der Türkensupermarkt am Weg liegt; die haben so leckeres Lamm …


  2. @#1: Das habe ich auch gedacht. Mit Wasser ablöschen… tststs. Klingt ansonsten wunderbar, ist bereits mental abgespeichert!


  3. Schließ mich #1 und #2 an. Fluffiger Basmati geht ganz einfach; man braucht nur 1 bisschen Geduld (für 3 bis 4 Personen):
    Ein Viertelliterglas Basmati n ein großes Sieb kippen und darin so lange fließendem Kaltwasser ausspülen, bis unter eher klares Waser rauskommt.
    Eineinhalb Gläser Wasser in einen Topf, etwas Salz dazu denn den Reis rein, verteilen und offen aufkochen. Noch ein letztes mal umrühren; Deckel drauf und Hitze auf kleinstmöglich drehen. Acht Minuten ziehen lassen, dann Feuer aus! Deckel drauflassen(!) und beherrschen(!!) Nach 30 Minuten (Minimum!!!) ist der Reis anfangsfertig. Mit jeder Minute, die man mehr Geduld hat, wird er duftiger.

  4.   Anja66

    „einem kleinen Schluck Wasser“ kann man schon mal nehmen, der kocht doch wieder raus.
    Normalerweise würde ich auch mit Wein ablöschen, aber ich denke, das würde den Charakter des Gerichts verändern, was ich in diesem Fall vermeiden würde.

    Übrigens klingt mir das alles relativ „arabisch“ wohl auch darum kein Wein, vermute ich.


  5. Ich würde ja auch kein Wasser nehmen, habe noch Lammfond im Gefrierschrank, das passt viel besser und ist am Ende dann viel leckerer…

  6.   berezina

    @1+2

    Ist mir ebenfalls aufgefallen. Zumindest önnte man mit Brühe oder Geflügelfond
    ablöschen.

    Abgespeichert habe ich es aber auf alle Fälle.


  7. @ alle: Selbstgemachter Lammfond kommt natürlich auch in Frage! 🙂


  8. Und was ist mit selbstgemachter Fasan-Kaninchen-Perlhuhn-Demi-Glace? 😉


  9. @#8 Woah, Sie legens aber drauf an, was? Jetzt läuft mir natürlich das Wasser im Munde zusammen… aber wo bekomme ich jetzt auf die Schnelle einen Fasan her?


  10. @9 – Bei mir im Gefrierschrank sitzen noch vier Stück. Unser Lebensmittelmarkt hatte sich fürs Weihnachtsgeschäft verkalkuliert und vor ein paar Wochen wunderbare französische Perlhühner und Jagdfasane für je um die vier Euro geradezu verramscht. Und da ich ohnehin einen zweiten Gefrierschrank anschaffen wollte … – ist ausgezeichnete Ware. So was kommt so schnell nicht wieder.