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Pizza mit Spargel, Kartoffeln und Ziegenkäse

 

Spargel-Pizza

Zum Beginn der diesjährigen Spargelzeit mal wieder eine Rezeptidee ohne Sauce Hollandaise.

 

Zutaten für zwei Personen:
250 g Mehl (Typ 405)
250 g grüner Spargel
150 g ganz kleine Kartoffeln
100 g Ziegenfrischkäse
1 Mozzarella
3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehen
50 g Parmesan
1/3 Hefewürfel
Wasser
Salz

 

010414250 g Mehl in eine große Schüssel leeren und mit einem Kochlöffel aus dem Mehlberg einen Mehlvulkan formen, das heißt in der Mitte ein Loch freischaufeln. Da rein kommt dann ein Drittel eines Hefewürfels in ganz kleinen Stückchen, zwei EL lauwarmes Wasser plus eine Prise Zucker. Diese drei Zutaten werden jetzt zu einem sogenannten Vorteig verrührt, und falls etwas Mehl vom Vulkankrater mit reinpurzelt ist das auch nicht so schlimm.
Dieser Vorteig darf für kurze Zeit mal alleine bleiben, die Hefe wacht dabei aus ihrem Tiefschlaf auf und fängt an, Bläschen zu produzieren.

Der Vorteig wird jetzt mit einem halben Glas Wasser und zwei Prisen Salz zirka fünf bis zehn Minuten zu einem geschmeidigen Pizzateig geknetet, der eher nass sein soll. Ein gutes Indiz ist, wenn er so grade an den Händen kleben bleibt.

Die Teigschüssel kommt dann für eine Stunde in den Ofen, der aber noch ausgeschaltet bleibt. Die optimale Gärtemperatur von Hefe ist übrigens gar nicht so lauwarm wie man immer denkt, ganz normale Zimmertemperatur ist prima. Nur Hauptsache, der Hefeteig steht nicht in der Zugluft, deshalb der geschlossene Ofen.

Parallel dazu eine Knoblauchzehe in eine kleine Schüssel pressen und mit zwei EL Olivenöl verrühren.

150 g ganz kleine Kartoffeln in einer Pfanne und ordentlich Salzwasser zirka zwölf bis 15 Minuten fast gar kochen. In der Zwischenzeit das hintere Drittel von 250 g grünem Spargel abschälen, quer halbieren, und für die letzten fünf Minuten mit ins kochende Salzwasser geben. Dann alles abgießen und kalt abschrecken.

Die Kartoffeln halbieren und schälen, wenn die Schale nicht sehr jung und dünn ist. Die Spargelstangen längs halbieren.

Die Frühlingszwiebeln abwaschen, wieder trockenschütteln, oben und unten etwas abkappen, und den Rest in feine Ringe schneiden.

Sobald die Hefe den Teig verdoppelt hat, wird der Ofen inklusive Backblech auf Maximalstärke Oberunterhitze vorgeheizt. Die Teigkugel mit einem Nudelholz auf einer gut bemehlten Fläche zu einer großen Backblechpizza mit gewünschter Teigstärke auswargeln. Den Fladen mit etwas Mehl bestäuben und auf einem sauberen Küchentuch nochmals gehen lassen.

Wenn der Ofen vorgeheizt ist, das heisse Backblech rausnehmen und sehr dünn mit etwas Mehl bestreuen. Den Pizzafladen dann aufs Blech transferieren und zuallererst mit dem Knoblauchöl bestreichen. Dann mit zwei Dritteln der Frühlingszwiebelringen bestreuen, darauf dann den Mozzarella in kleinen Stücken verteilen. Zum Rand etwas mehr Platz als sonst lassen, weil sich der Belag später in der Hitze noch ausdehnt.

Dann die Kartoffeln verteilen, anschließend mit einem kleinen Löffel Ziegenfrischkäsehäufchen setzen und danach darauf kreuz und quer die Spargelstangen. Am Schluss noch salzen, wenig pfeffern, den Parmesan drüberreiben und alles in den Ofen schieben.

Auf mittlerer Schiene bis zur gewünschten Bräunung backen, das dauert je nach Gusto und Ofenleistung zwischen sieben und zwölf Minuten.

Vorm Servieren mit den restlichen Frühlingszwiebelringen bestreuen.

 

Alle unsere Rezepte in Listenform von a bis z und schön übersichtlich gibt’s hinter diesem Link.

 

11 Kommentare

  1.   Tobias

    Verflucht lecker! Wir haben es gleich gestern nachgekocht. Allerdings breitet sich der Belag mitnichten aus, man muss die Pizza schon bis zum Rand belegen.

    Tobi

  2.   hugox

    lecker, Thorsten..
    so und ähnlich mache ich das auch immer – ejal wat druf kütt..
    L.G.

  3.   simulator

    Das mit dem Ausdehnen versteh ich nicht so ganz.
    Klar dehnen sich Sachen aus, wenn sie erwärmt werden. Das passiert aber eher im Promille-Bereich. Bei diesem Pizzabelag wird das durch flüssigkeitsverlustbedingtes Schrumpfen eher überkompensiert.
    Und was ein mögliches randverkleinerdes Zerlaufen angeht, da ist auch gerade bei den hier genommenen Zutaten nicht viel zu befürchten. 😉
    Der deshalb verbleibende trockene Rand ist Geschmackssache, aber immerhin gut anzufassen.

  4.   REZEPThORsten

    Das mehr oder weniger Ausdehnen liegt vielleicht am verwendeten Käse?

    Und mein Lieblings-Pizzabackblech verzieht sich im enorm heißen Ofen auch immer …

    Verziehung und viel Spaß beim Nachkochen von REZEPThORsten

  5.   simulator

    Ne Thorsten, so einfach wollen wir es mal nicht auf die Zutaten schieben.
    Was ist denn von Bild 8 zu 9 bei von eurer Pizza zum Rand hin zerlaufen oder hat sich ausgedehnt? Fast nichts. Und das ist bei Spargel, Kartoffeln, Frischkäse und Mozarelle + Parmesan in Maßen auch ganz normal. Da braucht man nicht unbedingt eine Auslaufzone einrichten.

  6.   REZEPThORsten

    Okee,

    dann geb ich mich geschlagen und beende damit die Erbsenzählerei.
    Also bitte beim Nachkochen nur einen „normal“ breiten Rand freilassen, es zerläuft nichts.

    Viele Grüße von REZEPThORsten


  7. Einen extrabreiten Rand gibt’s bei „Cornish Pasties“, geschlossenen, fleischgefüllten Pastete, die die Bergleute in den Bleiminen zur Brotzeit nur an diesem Rand festhielten, damit sie das an den Händen haftende Schwermetall nicht auch noch mitessen mußten; die Ränder dienten dann als kammerjägerisch wirksame Nagetiernahrung …

  8.   Michael

    Ich hätte es auch nicht geglaubt, aber neulich hatte ich einen Mozzarella, der erstaunliche Wegstrecken auf dem Pizzateig hinter sich gebracht hat. Daher kann ich nur Kommentar 4 unterstützen.

  9.   Gutwein

    …und es gibt keine Weinempfehlung dazu?!

    Das wäre doch das Tüpfelchen auf’s „Pizzablech“

  10.   Lena

    Das sieht köstlich aus. Die Pizza muss ich unbedingt mal kochen, sobald meine neue Küche eingebaut ist. Bekomm ein Meisterstück, sieht ähnlich aus wie das zweite Foto: http://www.zacasa.de/magazin/6-tolle-kuechen-mit-essbereich-die-das-esszimmer-zum-herd-bringen/
    Das wird dann wieder viel Freude in meiner Küche bringen.