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Wijk aan Zee: Schachmekka an der Nordsee

 

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Am 15. Januar begann das Tata Steel Schachfestival in Wijk aan Zee, das erste Weltklasseturnier des Jahres. Wijk aan Zee liegt an der Nordsee in Holland, hat etwa 2.400 Einwohner und lebt von Stahlindustrie und Tourismus. International bekannt gemacht hat den Ort jedoch das Schach.

1938 feierte das Turnier Premiere, seitdem spielt man jedes Jahr, nur 1945 gab es wegen des Zweiten Weltkriegs ein Jahr Pause. Nur wenige Turniere haben eine so lange Tradition und nur wenige Turniere wirken so jung und frisch. Wer in der Schachwelt etwas ist oder werden will, der freut sich, wenn er im Winter an die Nordsee fahren darf.

16 Weltmeister zählt die Schachgeschichte, elf davon waren schon einmal in Wijk dabei. Die meisten Siege gelangen dem Ex-Weltmeister Vishy Anand: Er gewann das Turnier fünf Mal. Magnus Carlsen, Anands Nachfolger auf dem Weltmeisterthron, hat vier Mal gewonnen und will den Rekord seines Vorgängers dieses Jahr natürlich brechen.

Ein Spaziergang wird das nicht, denn Wijk ist nicht nur das Turnier der Weltmeister, sondern auch das Turnier der Talente und Weltmeisterkandidaten. Dazu zählen Anish Giri aus Holland, Wesley So und Fabiano Caruana, die beide für die USA spielen, und der Chinese Ding Liren. Alle vier sind jünger als Carlsen, alle vier gehören zu den zwölf Besten der Welt.

Nicht zu vergessen Sergey Karjakin aus Russland, der 2002 im Alter von zwölf Jahren und sieben Monaten jüngster Schachgroßmeister aller Zeiten wurde. Oder der Chinese Wei Yi, 16 Jahre jung und schon Nummer 37 der Welt. Aus China stammt auch Hou Yifan, die beste Frau der Welt, die zeigen will, dass sie auch bei den Männern mithalten kann.

14 Teilnehmer spielen im Masters, das führt jede Runde zu sieben Partien, da kommt bei den Zuschauern vor Ort und im Internet keine Langeweile auf. Außerdem gibt es noch das Challengers Turnier, auch das geht über 13 Runden. Wer hier gewinnt, darf 2017 im Masters spielen und schreibt Schachgeschichte. 2006 gewann Magnus Carlsen, sieben Jahre später war er Weltmeister.

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