für Lehrer, Schüler, Eltern und Bildungs-Optimisten

Lehrer feuern, wenn die Schüler schlecht sind?

Von 1. März 2010 um 13:52 Uhr

Im ersten Moment schockiert die Meldung, dann hakt man sie schnell ab unter “verrückte Ami-Idee”: An einer High School in den USA hat die Schulbehörde alle Lehrer gefeuert, weil  die Hälfte der Schüler den Abschluss nicht schaffte.

Hierzulande wäre das nicht möglich, und das ist auch gut so.

Aber auch bei uns gibt es einzelne Schulen, an denen die Schüler so gut wie gar nichts lernen. Das kann an der schwierigen sozialen oder ethnischen Zusammensetzung der Schülerschaft liegen, verstärkt durch die Kapitulation der Lehrer vor dem Problem. In solchen Fällen sollten auch die deutschen Schulbehörden einmal über radikalere Schritte nachdenken: die Schließung der Schulen (und die Verteilung der Schüler auf andere Lehranstalten) oder das Auswechseln des Lehrkörpers.

Den betroffenen Pädagogen sollte dann die Chance gegeben werden, sich an einer anderen Schule zu beweisen.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Einer muss ja mal den Anfang machen. Ich trage den ersten Kommentar bei und will mein Lob ausdrücken, dass Ihr das Thema Schule kompetent mit einem Blog besetzt. Bei der Zeit hat man das Gefühl, dass klassische Medien noch nicht vollends verloren sind und es dann doch einige schaffen werden, sich in der transformierten Medienwelt neu zu definieren. Wie wäre es, wenn Ihr für das Blog auch eine Fanseite auf Facebook eröffnen würdet?.
    Jetzt habe ich zwar keinen Kommentar zum Blogpost abgegeben, dürfte aber trotzdem okay sein, oder? ;-)

    Antworten

    • 1. März 2010 um 18:03 Uhr
    • clip
  2. 2.

    Lob geht immer :) Thomas Kerstan, der sich aber auch gern streitet. Über die Fanseite muss ich demnächst einmal mit meinen Beratern reden.

    Antworten

    • 1. März 2010 um 18:14 Uhr
    • Thomas Kerstan
  3. 3.

    Als Lehrerin war meine erste Reaktion Empörung. Wiedermal sind die Lehrer Schuld, wenn die Schüler schlecht sind! Eine so monokausale Erklärung trifft zwangsläufig nicht den Kern des Problems. Natürlich wäre es aber wünschenswert, wenn Schulen manche Lehrer schneller ‘loswerden’ könnten. Allerdings muss man dann auch fragen, warum die Kollegen sich innerlich so von ihren Beruf distanziert haben, dass sie kein Interesse mehr an den Schülern und ihrem Lernerfolg haben.
    Ich halte die amerikanische Antwort auf das Problem für Augenwischerei – die Schüler und ihre Probleme sind immer noch dieselben, ebenso die administrativen Probleme der amerikanischen Schulen. Wer auch immer die Schüler in der Zukunft unterrichten wird, ich bezweifele, dass er mehr Erfolg haben wird.

    LOB: Super Idee, dieses Blog! Ich freue mich auf interessante Posts und lebhafte Diskussionen!

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    • 1. März 2010 um 18:42 Uhr
    • Teach
  4. 4.

    Danke; Sie haben natürlich einen Punkt. Mir geht es nur darum (wenn die Empörung abgeklungen ist), auch einmal über neue Schritte nachzudenken. Nicht immer, aber manchmal hilft zum Beispiel im Fußball ein Trainerwechsel, auch wenn der alte Trainer gar nicht schlecht war und bald wieder von einem anderen Verein unter Vertrag genommen wird. Ja, ja, die Vergleiche …

    Antworten

    • 1. März 2010 um 19:05 Uhr
    • Thomas Kerstan
  5. 5.

    @ Teach
    Ich stimme Ihnen zu, denn ich vermisse einerseits die alten Lernmethoden, neue Ideen und Flexibilität.
    Statt die Führung eines Vokabelheftes werden nur Kopien ausgegeben.
    Mit dem Medium Computer und Internet kann man mitunter einfacher lernen. Ich selbst benutze einen Vokabeltrainer für Englisch, weil es für mich selbst spielerischer ist, als stur die Kärtchen zu “sortieren”.
    Und, was die Flexibilität anbelangt:
    Ich hatte eine Deutsch-Russin in der Lernhilfe, die mußte am Russischunterricht teilnehmen. Dort schlief sie ein. Als ich, auf bitten der Mutter, beim Elterngespräch dabei war, gab ich den Tip, dem Mädel Aufgaben für Deutsch zu geben, um einen Lerneffekt zu haben. Die Klassenlehrerin sah mich etwas irritiert an.

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    • 1. März 2010 um 19:27 Uhr
    • Kerridis
  6. 6.

    Tut mir leid, aber die Idee ist so neu wie die Auswechslung des Fussballtrainers – natürlich werden auch hier in Deutschland Lehrer aus Klassen herausgenommen, wenn es zwischen Schülern und Lehrern absolut nicht mehr funktioniert. Das ist ja auch richtig so und zu beidseitigem Nutzen. Nur gefeuert werden sie natürlich nicht, da die meisten Lehrer ja Beamte sind. Strafversetzungen sind möglich, aber meiner Kenntnis nach sehr selten. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, die Schüler zu feuern, wenn sie sich als schulunwillig erweisen… ;-)

    Antworten

    • 1. März 2010 um 20:30 Uhr
    • Teach
  7. 7.

    Auch ich freue mich über einen Blog zum Thema Schule. Denn darüber können wir alle wunderbar schimpfen. Was oder wer aber an der Bildungsmisere schuld sein soll, scheint viel komplizierter zu sein als ein einfacher Wechsel der Lehrkräfte an einer Schule.
    Allerdings glauben auch McKinsey & Co, dass die Lehrerinnen und Lehrer der wichtigste Faktor für die guten Ergebnisse an guten Schulen sind. Nur, wo finden wir die besten Leute für den Lehrberuf? Und wie sollen sie ausgebildet werden, wie werden sie bei der Stange gehalten und bleiben sie über Jahrzehnte hinweg motiviert und auf dem neuesten Stand der Forschung? Wo liegt da die Verantwortung: bei den Behörden, beim System, ….

    Antworten

    • 1. März 2010 um 20:33 Uhr
    • Lili
  8. 8.

    @ teach:
    Nette Idee, aber die Schulpflicht gilt bis zur 18. Lebensjahr. Glaube kaum, daß er Gesetzgeber davon abweicht.

    Antworten

    • 1. März 2010 um 22:08 Uhr
    • Kerridis
  9. 9.

    Es gibt durchaus schlechte Lehrer, deren Rausschmiss wirklich sinnvoll wäre. Beispiel von einer Grundschule in Berlin-Pankow: Lehrerin, 1. und 2. Klasse, lässt Radio im Unterricht laufen, schreit nur, benutzt keine Hefte (sinnvoll am Anfang), lässt Division aus, fragt Kinder dauern nach Privatem aus, beleidigt sie. Gleichzeitig beratungsresistent, Schulleiterin hilfos. Warum sollen solche Lehrerinnen weiter unterrichten? Inzwischen ist die gute Dame nach Marzahn versetzt, auf dass sie dort jene unterrichte, deren Eltern sich ohnehin häufig um nichts kümmern. TOLL.

    Antworten

    • 2. März 2010 um 09:46 Uhr
    • V. Csizi
  10. 10.

    als ehemalige Schülerin und Lehramtstudentin finde ich dieses Gesetzte ienersiets gut, aber genau so beängstigend.
    Ich hatte selbst Lehrer, bei denen einen ganze klasse komischerwise nur in diesem Fach eine gesamte Note Schlechter war als in allen andreren Fächern. Leider lehmen das Fachschaftskollegen oder Klassenlehrer nur vermindert war und stellen sich schnell auf die Seite ihrer Kollegen, ganz besonders in Mathematik. Das ist fatal für die Schüler und auch für das Schüler-Lehrerverhältniss.
    Aber das Lehrer dann gleich gefeuert werden sollen ist so eine ” wir denken nich drüber nach Aktion”. Man sollte sich eher aktiv mit Schülern & Lehrern und wenn nötig Mediatoren zusammensetzten und das Problem klären, denn oft trauen sich auch schüler nicht, zu sagen das es am Lehrer liegt sondern schieben die Schuld erstmal grundätzlich auf sich selber und ihr versagen. Das dann ein Teufelskreislauf beginnt, der sich auch in anderen Fächern zu Tage kommt ist klar.

    Antworten

    • 2. März 2010 um 10:52 Uhr
    • Flora Scheffler
  11. 11.

    @ Flora,
    das mag eine gute Idee sein, aber letztlich sitzt der Schüler am kürzeren Hebel.
    Ich war mehrmals kurz davor meine Leistungsnachweise von einem anderen Fachlehrer kontrollieren zu lassen, aber im Ergebnis hätte ich keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen.

    Antworten

    • 2. März 2010 um 16:17 Uhr
    • Kerridis
  12. 12.

    Interessanter Ansatz, den es so in Deutschland zum Glück nicht geben wird (ÖD sei dank). In Sachsen gab es jüngst die Androhung des Finanzministers, unwillige Lehrer loswerden zu wollen. Aber nicht etwa die, die nicht arbeiten, sondern die, die Vollzeit arbeiten wollen. Kann man auch Finanz- und Kultusminister bei Versagen im Bildungssystem rauswerfen?

    Antworten

  13. 13.

    Sind Sie wirklich Lehramtsstudentin?
    Bevor Sie weiter studieren: Überprüfen Sie bitte Ihre Rechtschreib-Kompetenzen!

    Antworten

    • 3. März 2010 um 14:56 Uhr
    • khage
  14. 14.

    Rechtschreib-Kompetenz würde reichen, denke ich. Aber das könnte man doch auch charmanter ausdrücken und weniger rechthaberisch, oder?

    Antworten

    • 3. März 2010 um 20:02 Uhr
    • Thomas Kerstan
  15. 15.

    Erstmal die Situation an den Schulen verbessern
    (30 pupertierende Schüler in einer Klasse Gesamtschule, 80% Migrationshintergrund und nochmal 4 davon hyperaktiv).
    Wer von ihnen möchte die bitteschön, auch nur annähernd in den Griff bekommen ?
    Aber dann mit Skandinavien vergleichen wo in der klasse gerademal 12 Schüler auf einen Lehrer + Sozialpädagogen kommen.

    Ist doch lächerlich diese Diskussion

    Antworten

    • 4. März 2010 um 19:21 Uhr
    • Flender
  16. 16.

    @Flora

    nein, das geht gar nicht und macht mir Angst.
    Mit so einer Rechtschreibschwäche darf man nicht unterrichten. Meine armen Kinder! Ich erlebe oft, wie meine Kinder mit der Dummheit der Unterrichtenden zu kämpfen haben. Mehr Anerkennung für Lehrer lässt auch besser Qualifizierte den Beruf ergreifen.
    Bitte Flora, beschäftigen Sie sich mit s,ss und ß

    Antworten

    • 4. März 2010 um 19:51 Uhr
    • carla
  17. 17.

    Wie groß ist der Anteil eines Lehrers am Schulerfolg eines Schülers? Zu dieser Frage empfehle ich die folgende Studie aus 2007: Teachers Make a Difference. What is the research evidence? von John Hattie, University of Auckland. Bitte zuerst lesen, dann posten. Kurzfassung: Durchschnittlich 30 Prozent des unterrichtlichen Lernerfolgs der SchülerInnen und Schüler werden durch die Qualität des Unterrichts und die Professionalität des Lehrerhandelns herbeigeführt. Jetzt sind hier einige sprachlos, gelle?
    Erreichbar ist die Studie hier: http://www.acer.edu.au/documents/RC2003_Hattie_TeachersMakeADifference.pdf

    Antworten

    • 6. März 2010 um 10:45 Uhr
    • Franki
  18. 18.

    Das ist richtig, und wichtig: Das bedeutet nämlich, dass bloße Schulstrukturreformen nichts bringen, wenn die Schüler weiterhin von unterschiedlich gut ausgebildeten Lehrern unterrichtet werden. Gymnasiallehrer sind (wurde in der “Coaktiv”-Studie von Max-Planck-Forschern für das Fach Mathematik herausgefunden) besser als ihre Haupt- und Realschulkollegen, weil ihr Mehr an Fachwissen auch den Unterricht verbessert.

    Antworten

    • 6. März 2010 um 11:31 Uhr
    • Thomas Kerstan
  19. 19.

    Das ist wahr. Solche schulische Fragen müssen wirklich Mal diskutiert werden. Die Frage danach, ob man bei schlechter Leistung der Schüler die Lehrer feuern sollte, haben bspw meine Eltern intensiv auch öffentlich diskutiert, als ich ein Kind noch war.

    Antworten

    • 6. März 2010 um 12:31 Uhr
    • joG
  20. 20.

    lol – irgendwie riecht das stark nach dem Trainer Prinzip. Verliert die Mannschaft – fliegt der Trainer. Dabei liegt es nicht immer am Fachpersonal. Nicht immer (heisst aber auch nicht, dass es immer an den Schülern liegt). Ist wohl eine Sache der Fall Unterscheidung!

    Antworten

    • 6. März 2010 um 18:11 Uhr
    • Seba
  21. 21.

    Es wäre schön wenn wenn die Lösung so einfach wäre. Inzwischen wissen wir doch alle, dass es viele Aspekte gibt, die zu schlechten Lernleistungen führen:
    fehlende Spachkenntnisse
    pupertierende Schüler/innen
    desinteressierte Eltern
    überforderte Lehrer/innen
    zu große Klassen
    (bestimmt nicht vollständig).

    “Reförmchen”, die nun landauf und landab iniziiert werden, werden nicht zum Erfolg führen, da sie zu kurz greifen.
    Ich glaube, dass wir eine Bildungspartei brauchen, die, ähnlich wie die Grünen in den siebziger und achziger Jahren im Umweltbereich sehr viel angestoßen haben. Heute haben (fast) alle Parteien “grüne” Grundsätze in ihren Programmen und diese werden wie selbstverständlich auch durchgesetzt.

    Um es ganz deutlich zu sagen: ja, Lehrer sollten gefeuert werden können, aber nur wenn es ganz deutlich ist, dass er/sie tatsächlich das einzige Problem darstellt, um in einer Klasse den Leistungsstand wieder zu heben (z.B. Kommentar V. Csizi).

    Antworten

    • 7. März 2010 um 08:42 Uhr
    • Jupiter
  22. 22.

    @ Herr Kersten: ein Mehr an Fachwissen ist aber nicht mit höherer Unterrichtsqualität gleichzusetzen. Schüler am Gymnasium sind ja auch an einem Mehr an Fachwissen interessiert; würde man diese Lehrer ins Berufsvorbereitungsjahr stecken (Schüler, die keine Hauptschulabschluss geschafft haben, aber noch berufsschulpflichtig sind), hätten sie vermutlich trotz ihres Fachwissens Probleme, denn diese Art von Schülern brauchen andere Dinge als Fachwissen. Classroom management des Lehrers ist, soweit ich weiß, einer der entscheidenden Faktoren für den Unterrichtserfolg. Und das hängt nicht von der fachlichen Ausbildung sondern von der pädagogischen ab.

    Antworten

    • 7. März 2010 um 16:48 Uhr
    • Teach
  23. 23.

    Sorry, ich habe Ihren Namen falsch geschrieben, Herr Kerstan…

    Antworten

    • 7. März 2010 um 16:49 Uhr
    • Teach
  24. 24.

    Das Problem ist natürlich vielschichtig. Lange Zeit wurde aber die Bedeutung des Fachwissens von Lehrern für die Vermittlung etwa der Mathematik unterschätzt. Nun haben neue Studien ergeben, dass Gymnasiallehrer die Mathematik auch besser vermitteln können, weil sie selber während ihrer Ausbildung ein tieferes Verständnis der Mathematik vermittelt bekommen. Auch bei Schülern darf das Fachwissen nicht unterschätzt werden, wenn (wie die Pisa-Studie gezeigt hat), jeder vierte oder fünfte 15-Jährige nicht richtig lesen und rechnen kann, dann ist das ein Problem. Sicher brauchen die Schüler, von denen Sie schreiben, a u c h andere Dinge als Fachwissen; aber sie brauchen eben auch Fachwissen. Nichts gegen soft skills, aber ohne hard skills nützen die auch nichts.

    Antworten

    • 7. März 2010 um 17:25 Uhr
    • Thomas Kerstan
  25. 25.

    @Teach
    Kein Problem :)

    Antworten

    • 7. März 2010 um 17:29 Uhr
    • Thomas Kerstan
  26. 26.

    ja, genau! so wie eltern und kinder auch gegenseitig “feuern”, wenn sie “schlecht” sind.

    solange angeordnetes konkurrenzlernen und notenleistung, schulzwang und fremdbewertung, selektion und sitzenbleiben, lehrer als beherrschte und herrschende wissensvermittler und schüler als entrechtete das schulbildungssystem ausmachen, kann man sich mit dieser frage gegenseitig zerfleischen.
    so “naturgegeben” z.b. die notwendigkeit der fremdbewertung im rahmen der schule erscheint (obwohl x studien und alle erfahrungen das gegenteil belegen), so unhinterfragt bleibt auch der kapitalistische hintergrund und der nutzen der schule in diesem sinne.
    was in amerika geht, ist nur konsequent im sinne des kapitals. so wird das hier in ein paar jahren auch gehen. es ging noch nie wirklich um den menschen und seine möglichkeiten, sondern immer um ausbildung, die sich national-wirtschaftlichen und politischen interessen unterordnet.

    na ja, bevor sich da was ändert, haben wir den gau an anderer stelle.

    Antworten

    • 8. März 2010 um 11:48 Uhr
    • minderleister
  27. 27.

    Ich hab einen guten Rat an alle Lehramtsstudenten: Wechseln Sie in einen anderen Studiengang oder wandern Sie aus.
    Ein Freund von mir ist Lehrer an einer Schule in Südchina. Er sagt, das Unterrichten gehe problemlos. Disziplinschwierigkeiten gebe es so gut wie gar nicht. Einmal innerhalb von fünf Berufsjahren habe er mal einen Störer aus der Klasse geworfen. In Deutschland, wo er vorher tätig war, sei normaler Unterricht nicht möglich gewesen. Nicht eine Minute. Mein Freund hat sich dann krank gemeldet und eben in China beworben.
    Am deutschen Schulwesen wird sich, so lange Sie leben, nichts ändern. Dazu sind die Auseinandersetzungen darüber zu festgefahren. Das sehen wir auch in diesem Diskussionsstrang.
    Über Erziehungsmethoden in deutschen Familien zu reden, ist ebenfalls zwecklos. Alle Seiten behalten ihren Dickkopf.
    Lassen Sie doch die Leute ihre Suppen alleine auslöffeln!

    Antworten

  28. 28.

    Nun – das Amerikabeispiel ist etwas makaber. Nur gibt es in den USA verbindliche Leistungstest, in denen es gilt, das möglichst viele Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt einen gewissen Leistungstandard haben. Alleine diese Denke fehlt hier. Hier zählt nur, ob auch einige Kinder das Ziel Gymnasium schaffen – das man auch die Schwächeren so fördert, dass möglichst viele von ihnen den Stoff beherrschen, fehlt. Gerade auf den Grundschulen müsste das aber – vor dem Ausleseprozess – der Kernpunkt des Unterrichtes sein!

    Antworten

  29. 29.

    Was ist denn daran makaber, wenn jemand, der die Arbeit, für die er bezahlt wird, nicht erledigt, entlassen wird?

    Im RL ist das, zur Recht, die Regel.

    Antworten

    • 10. März 2010 um 15:28 Uhr
    • 6bb6
  30. 30.

    @Spitzbub:
    Könnte das wohl daher kommen, dass China ein autoritäres diktatorisches Regime hat, das weder Meinungsfreiheit noch Individualität zuläßt? Kein Wunder, dass die Kinder kuschen. Nee danke.

    Antworten

    • 11. März 2010 um 21:00 Uhr
    • Teach
  31. 31.

    Die Diskussion führt irgendwie nicht wirklich weiter!?

    Ich möchte die Situation aus meiner Sicht beleuchten (Gymnasiallehrer aus Niedersachsen; noch nicht gefeuert, ;-) :
    Es gibt schwarze Schafe in unserer Branche! Das ist schlecht!
    Nicht an jeder Schule laufen solche Horrorszenarien wie beschrieben ab.
    Die Schuld an der “Misere” bei den Lehrern, Schülern oder Eltern zu suchen, ist zu einfach! Leider!

    Ich sehe es eher als ein gesamtgesellschaftliches Problem.

    Hier ein paar Fragen zur Anregung:
    Was können wir von den Kindern verlangen, wenn:
    - es i.A. als schick gilt, mit möglichst wenig Anstrengung möglichst viel zu erreichen?
    - trickreiche Steuersünder insgeheim neidvoll bewundert werden?
    - in unserer Gesellschaft wirklich alles “fun” machen muss?
    - sie im Unterricht von “verhaltensauffälligen” Kindern permanent am Lernprozess gestört werden und der Lehrer gesetzlich keinerlei Handhabe hat?
    - es für 1000e Schüler genau einen Schulpsychologen gibt?
    - die Wähler und ihre Kinder glauben, dass durch das Zentralabitur eine absolute Objektivität garantiert wird?
    - sie in einem Land leben, wo Schulmensa-Essen mit 19% und Fast Food mit 7% besteuert wird?
    - für das Abitur nach 12 Jahren wie selbstverständlich Lerninhalte in untere Klassen heruntergeschoben werden, als ob es die Jahrzehnte lernpsychologischer Erkenntnisse nie gegeben hat?
    - eine Europäisierung der Schulabschlüsse angestrebt wird und dabei vergessen wird, dass die Lerninhalte der ersten Studiensemester innerhalb Europas (z.B. für Mathematik) um etwa zwei Jahre differieren?
    - gewollte “Kuschelpädagogik” mit ausschließlich intrinsischer Motivation als lex prima auf knallharte abfragbare Items in zentralen Überprüfungen trifft?
    - die Kinder vor lauter gut gemeinten Unterrichtsverpflichtungen keine Zeit mehr für Sport, Musik, Hobbies, … zum Lernen haben?
    - jede neue Regierung die Bildung zum einfachen Drehmomentschlüssel für unmittelbar wahrnehmbare Politik macht? (Wer will noch ‘n Orden?)
    - …

    Gute Nacht!

    Antworten

    • 15. März 2010 um 22:51 Uhr
    • Pauker
  32. 32.

    Natürlich kann man nicht pauschal behaupten, dass die Lehrer schuld, wenn die Schüler schlecht sind. Sollte es jedoch den Großteil einer Klasse betreffen, könnte man vermuten, dass der Lehrer seine Methodik ändern muss. Es ist nun mal so, dass die Schüler dem Lehrer und dem Lehrstoff folgen müssen und nicht umgekehrt. Der Lehrer besitzt demnach eine sehr große Verantwortung und darüber sind sich leider noch nicht alle im Klaren.

    Antworten

  33. 33.

    Guten Tag!
    Ich bin Mutter a 2 Kinder und so die Erfahrung mit der Schule auch gemacht.
    Leider nicht immer POZITIV.
    Auch die Lehrer/-ihnen sind auch Menschen und haben auch Fehler.
    Nur die sind Erwachsen und müssen besser mit persönliche Meinungen aufpassen.
    Mann kann die Benotung nicht beurteilen nach Lust und Laune, sonder wie es gehört, nach können.
    Und noch die größte Problem sint die Nachhilfestunde!
    Sind nicht nur teuer sonder sind gezielt vom viele Professoren gewünscht.
    So können viele auch sehr gut dazu verdienen eine zweit Einkommen.
    Ob das in Ordnung ist???
    Zum Beispiel meine Kinder wollen die Hausaufgabe erledigen und muss ich oft feststellen das zu wenig Infos. in der Schule bekommen.
    Und auch die Winterzeit ist nicht ohne.
    Die Stundenplan wird nicht respektiert, viele Stunden fallen aus weil trotz Weihnachtsferien, müssen auch in der Schulzeit, Skiwochen unternommen.
    Das kostet Zeit und die richtige Unterricht bleibt auf die Strecke.
    Dann wird schnell, schnell durch den Stoff, schnell auch zwei Schularbeiten und so steht die Noten und das wirkliche WISSEN und die Zukunft unserem Kinder ??????????
    Ich bin der Meinung dass die Lehrkraft auch Konsequenzen tragen müssen, und kontrollieren werden müssen…..

    PS.Bitte entschuldigen mögliche sprach/Grammatik Fehler.
    Die Deutsch Sprache und Schreiben habe mir selbe bei gebracht.
    In meine Heimat bin gelernte Chemie Laborantin in Lebensmittel Industrie
    PG
    aus Österreich

    Antworten

    • 24. März 2010 um 08:17 Uhr
    • Laura
  34. 34.

    Bravo!
    Nur, w e r stellt die Fragen den Verantwortlichen für Reformen?

    Antworten

    • 12. April 2010 um 16:04 Uhr
    • Spiegelberg
  35. 35.

    khage, spielen Sie hier nicht den oberlehrer, vielleicht hat die autorin nur mal eben ganz schnell zwischendurch was tippen wollen, da geht jedem mal was schief, auch Ihnen…

    MFG

    Antworten

    • 12. April 2010 um 16:45 Uhr
    • ulschmitz
  36. 36.

    Alle Lehrer pauschal rauszuschmeißen ist natürlich nicht richtig.
    Allerdings besitzen die Lehrer in den USA keine solch immense Immunität wie in Deutschland,was ich auch richtig finde.Ich weis aus eigener Erfahrung auf welch gigantischem Ross so manch Lehrer sitzt,wissend,dass ihm fast niemand etwas anhaben kann.Es werden Schüler beleidigt,angepöbelt und Leistungen häufig sehr subjektiv bewertet.
    Und wenn 28 von 30 Schülern eine mangelhafte oder unausreichende Leistung erzielen sind natürlich die faulen Schüler schuld!
    Zu behaupten die schlechten Leistungen in PISA wären zurückzuführen auf zu hohe stundendefizite sowie ein mangelndes Interesse der Schüler halte ich für eine unhaltbare Annahme.Ein respektvoller Umgang auch von Seiten der Lehrer sollte eine Grundvoraussetzung sein,allerdings scheitert es schon daran…Das erste was in Deutschland geschehen sollte ist eine privatisierung des Lehrer-jobs.
    So traurig es klingt,an vielen Schulen sind “schlechte” Lehrer bereits bekannt,sowohl in Kollegenkreisen als auch im Direktorat,allerdings kann dort niemand etwas unternehmen.
    Es ist doch wohl auch etwas naiv anzunehmen jeder Lehrer mache seinen Job so gut wie möglich.Schlechte Leistung,auch Seitens der Lehrer sollten keinesfalls belohnt werden und im Notfall auch zu einer Suspension führen.

    Antworten

    • 15. April 2010 um 13:43 Uhr
    • Hans
  37. 37.

    Um kurz auf die Kündigung der Schüler einzugehen, gibt es dies und es wird immer schon praktiziert. Die Schüler enden als Schulverweigerer mit schlechten Abschlüßen und schlechten Perspektiven. Eine Kündigung von Lehrern oder einen Dienstleistungsgedanken gibt es im Schulwesen nicht. Das Lehrer als Beamte arbeiten und damit unkündbar sind, erschwert die Situation. Schlechte Ausbildung, unzureichende Einstellungen und vor allem wenig Felxibilität zeichnen die Lehrer aus.
    In Norwegen ist das Auswahlrverfahren für Lehrer deutlich strenger und die Grundeinstellung ist eine komplett andere. Hier gilt jedes Kind als wichtig und jedes Kind muss maximal gefördert werden, damit es der Gesellschaft nutzen kann. In Deutschland werden Kinder gefördert, die sich maximal anpassen und Leistung ohne zu murren erledigen. Kinder die hier aus dem Rahmen fallen, sind bereits gefährdet und werden nicht selten auf Förderschulen abgeschoben. Wen wunderts da wenn es später im Berufsleben an Leuten mit Ideen fehlt, wenn wir bereits in der Grundschule eine homogene Anpassungsgesellschaft heranziehen.
    Eine mögliche Kündigung eines Lehrers, halte ich für absolut wichtig und sinnvoll, nichts ist schwerer zu bewegen als einen Beamten der sich seines Job sicher ist.
    Darüber hinaus ist unser Schulsystem extrem reformbedürftig. Wer geht das Thema an?

    Antworten

    • 24. April 2010 um 05:26 Uhr
    • hg
  38. 38.

    “Eine Kündigung von Lehrern oder einen Dienstleistungsgedanken gibt es im Schulwesen nicht. Das Lehrer als Beamte arbeiten und damit unkündbar sind, erschwert die Situation. Schlechte Ausbildung, unzureichende Einstellungen und vor allem wenig Felxibilität zeichnen die Lehrer aus.”

    Lieber hg,
    ich bin mal wieder begeistert von der Pauschalverurteilung der Lehrer, die Sie hier vorbringen. Ich geben Ihnen in sofern Recht, dass das Beamtentum – auf das ich allerdings auf keinen Fall grundsätzlich für Lehrer verzichten würde – zu wenig Druckmittel bietet, um faule, unfähige oder sonstwie nicht geeignete Lehrer auf einen anderen Posten zu versetzen oder gar ganz loszuwerden. Bei den anderen Punkte möchte ich Ihnen aber energisch widersprechen. Und über die mangelnde Flexibilität musste ich ein wenig schmunzeln. Mit Verlaub, so ein Quatsch…
    Ich sehe das Bild umgekehrt wie Sie. Was bei Ihnen die Regel ist, ist für mich aus meiner Erfahrung heraus die Ausnahme. Probleme und Dinge, die anders besser laufen würden, gibt es immer, keine Frage. Ich denke aber, dass man Lehrern genauso wie jedem anderen Berufsstand soviel Respekt entgegenbringen sollte, sie nicht pauschal zu beschimpfen und zu verunglimpfen.
    Mfg Teach

    Antworten

    • 30. April 2010 um 17:00 Uhr
    • Teach
  39. 39.

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  40. 40.

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  43. 43.

    Ich halte die amerikanische Antwort auf das Problem für Augenwischerei – die Schüler und ihre Probleme sind immer noch dieselben, ebenso die administrativen Probleme der amerikanischen Schulen. Wer auch immer die Schüler in der Zukunft unterrichten wird, ich bezweifele, dass er mehr Erfolg haben wird.

    Antworten

  44. 44.

    Diese Diskussion hat sich in den neuen Bundesländern zum Teil erledigt und wird wohl in den nächsten Jahren auch in allen anderen gegenstandslos werden. Bei sinkenden Schülerzahlen entscheidet plötzlich das Anwahlverhalten der Eltern darüber, ob eine Schule Bestand hat und das ….verändert Schulen gewaltig.

    Antworten

    • 6. Oktober 2010 um 18:27 Uhr
    • Müller
  45. 45.

    hallo,

    eigentlich stellt sich hier die Frage, warum Lehrer beamtet sein müssen – auf Privatschulen werden oft bessere Lernerfolge erzielt und die Pädagogen werden nach Leistung und nicht nach Anzahl ihrer Dienstjahre beurteilt. Mein Wunsch daher – ab sofort keine beamtung mehr bei Lehrern. Am besten man schafft das Beamtentum ganz ab, wie in der Schweiz. Dann müssen diese Herrschaften auch mal etwas leisten.

    Antworten

    • 15. Oktober 2010 um 01:02 Uhr
    • herbert
  46. 46.

    Ich denke es ist das Zusammenspiel zwieschen sozialer Kompetenz und Erziehung und dem Schulsystem. Private kosten leider doch immer ein wenig mehr. Die Lehrer dort können aber auch gestrandete “Beamtenanwärter” sein. Ich denke da gibt es solche und solche. Auf meiner letzten AIDA Reise hatte ich ein Lehrerpaar kennengelernt. Diese würden niemals den Status Beamter aufgeben. Als Doppelverdiener geht es nicht besser und die sozialen Absicherungen sind enorm.

    Antworten

    • 9. November 2010 um 15:37 Uhr
    • AIDA
  47. 47.

    Boah man, immer geht es gegen die Lehrer… und keiner sieht was die für einen Stress haben! Und wenn die Schüler faul und doof sind ist natürlich der Lehrer Schuld. oh man…

    Antworten

  48. 48.

    Ich finde alle sollte mal ein bisschen mehr Respekt vor den Lehrern heutzutage haben. Das ist wirklich nicht einfach für die…

    Antworten

    • 25. Januar 2011 um 10:07 Uhr
    • Poldi
  49. Kommentar zum Thema

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