Ein Jahrzehnt PISA: Der Aufwand hat sich gelohnt
Jubelschreie sind vielleicht übertrieben, aber eine tiefe Genugtuung mag sich bei Bildungspolitikern und empirischen Bildungsforschern eingestellt haben, als sie die neuesten PISA-Ergebnisse präsentiert bekamen. Die vielen bildungspolitischen Reformen der letzten Jahre haben nicht etwa zum Untergang des Abendlandes oder zu einem Verfall schulischer Leistungen geführt, sondern einen Schub gegeben, der in deutschen Schulen angekommen ist. Legt man die neuen Daten aus PISA-2009 neben die Befunde früherer PISA-Erhebungen, so lässt sich konstatieren.
- Deutschland gehört zu einer Hand voll OECD-Ländern, die ihre Leistungen in allen drei getesteten Kompetenzbereichen seit 2000 kontinuierlich gesteigert haben.
- In Mathematik und in den Naturwissenschaften liegen die Leistungen deutscher Schülerinnen und Schüler signifikant über dem OECD-Mittelwert, im Lesen gehören wir zu den Nationen, die sich nicht signifikant vom OECD-Mittelwert unterscheiden.
- Vor allem die Gruppe der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler schneidet in PISA 2009 deutlich besser ab, als dies noch 2000 der Fall war. Insgesamt hat sich so auch die Leistungsheterogenität der Schülerschaft in Deutschland reduziert.
- Horror-Quoten von 25 Prozent der 15jährigen, die der so genannten Risikogruppe angehören sind zurückgegangen, in Mathematik und im Lesen liegen die Quoten jetzt bei 18 Prozent, in den Naturwissenschaften bei 15 Prozent.
- Die sozialen Ungleichheiten bei den Kompetenzständen und bei der Gymnasialbeteiligung sind zwar nicht verschwunden, haben sich aber in den letzten 10 Jahren reduziert.
- Verzögerten Schulkarrieren sind gegenüber 2000 ebenfalls substanziell gesunken. 15jährige, die 2009 getestet wurden, befanden sich im Durchschnitt einen Monat länger im Schulsystem, als dies noch 2000 der Fall war.
Man darf gespannt sein, welche Ursachen für den deutschen PISA-Erfolg in den kommenden Tagen öffentlich diskutiert werden. Aus der Sicht der Bildungsforschung lassen sich folgende Kandidaten an den Start bringen:
- Seit Ende der 1990er Jahre hat sich mit dem BLK-Modellprogramm SINUS ein deutlicher Wandel im professionellen Handeln von Mathematik- und Naturwissenschaftslehrkräften vollzogen. SINUS war die Konsequenz aus dem schwachen Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in TIMSS. Die Philosophie in SINUS und den Folgeprojekten war von Beginn an, einen Unterricht zu initiieren, der Schülerinnen und Schüler kognitiv aktiviert und ihre Kompetenzen fördert.
- Nach PISA 2000 sind in allen 16 Ländern große Anstrengungen im Bereich der Sprachförderung unternommen worden.
- Ganztagesprogramme haben die Zahl der Unterstützungsmaßnahmen für benachteiligte Schülerinnen und Schüler erhöht.
- Mit der Verabschiedung der länderübergreifenden Bildungsstandards in den Jahren 2003 und 2004 haben die Länder generell auf die Kompetenzorientierung umgestellt und sich auf einen breiten Katalog qualitätssichernder Maßnahmen geeinigt.
Manch einer wird argumentieren, dass wir jetzt, wo im deutschen Bildungssystem alles wieder in Ordnung ist, auf PISA und all diese Testungen verzichten können. Manch anderer wird für die Schulen reklamieren, dass man sie endlich in Ruhe arbeiten lässt. Hiergegen ist einzuwenden:
- Rund 18 Prozent der 15jährigen in den „Risikogruppen Lesen und Mathematik“ bedeutet in absoluten Zahlen, dass über 100.000 15jährige im Grunde genommen nicht lesen und rechnen können. Solche Zahlen müssen alarmieren, wenn man an die unzureichende Ausbildungsfähigkeit dieser Jugendlichen denkt.
- Die soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem ist keineswegs verschwunden. Es bleibt die Aufgabe aller, hier Fördermaßnahmen zu initiieren oder fortzuführen und von Zeit zu Zeit zu testen, ob sich diese Missstände reduziert haben.
- Lesen ist nach wie vor der Problembereich der 15jährigen Jungen, die eine halbe Kompetenzstufe unter den Mädchen liegen.
Vermutlich ist es konstruktiver, wenn die neuen Ergebnisse uns alle motivieren, den eingeschlagenen Weg der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung im Bildungssystem fortzuführen.
[...] weiter in der originalen Nachricht bei Das Schulblog Blogroll Allgemein, Schul-Alltag, Schul-Forschung, Schul-Politik [...]
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Ach ja, zehn Jahre hat es gedauert, bis wir uns mit wenig Ingenuitaet und schwindendem Aufwand in Mathe ein wenig in der Statistik nach oben getrickst haben, damit wir endlich wieder den geringen Aufwand abstellen und ruhiger schlafen koennen. Gut so. Nix mehr tun muessen. Yippie.
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[...] Die neue Pisa Studie liegt vor: Die Schülerleistungen in Deutschland scheinen sich langsam zu verbessern. Eine Zusammenfassung und Bewertung der PISA-Ergebnisse liefert der Bildungsforscher Professor Dr. Olaf Köller: [...]
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Reformen ???
Wer diesen Artikel geschrieben hat, hat offensichtlich keine Kinder im schulpflichigen Alter. Das klingt ja alles ganz toll, sieht in der Praxis aber ganz anders aus. Hier werden Sparmaßnahmen und Aktionen aus blindem Aktionismus als Reformen verkauft.
Unsere Kinder (und die Lehrer) dürfen dies dann Ausbaden.
Ein paar Beispiele:
Jahrgangsübergreifenden Unterricht: (1.+2.Schuljahr zusammen) muß man mal erlebt haben, ruhiger wird es dadurch sicher nicht…
Integrativer Unterricht, d.h. auch verhaltensgestörte, agressive Kinder etc. kommen in normale Klassen: Das spart zwar teure Sonderschulen, aber die wenigen Wochenstunden, die eine Sonderpädagogin zur Unterstützung kommt, reichen sicher nicht um normalen Unterricht zu ermöglichen. Wie die restlichen Schüler darunter leiden, kann man sich vorstellen.
Ganztagsprogramme? Es wurden die Horte abgeschafft und die offenen Ganztagsschule (OGS) eingerichtet. Klingt toll, bedeutet in der Praxis aber das die Kinder statt in Kleingruppen von einer pädagogischen Fachkraft (Hort!) jetzt in Gruppen in Klassenstärke von größtenteils Aushilfskräften betreut werden. Auch das spart Personalkosten, wird aber als Reform verkauft…
Qualitätssicherung ?
Hier bei uns wurden bereits an zwei Schulen der Rektur als Qualitätsprüfer zur Bezirksregierung abgezogen – und nicht ersetzt. Die Verwaltung der Schule und die Sekretärin brechen nahezu zusammen, da sie die gesamte Verwaltungsarbeit übernehmen müssen.
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Der Zeitartikel entstellt die Realität. Er ist geradezu reißerisch!
Dieser Artikel erscheint mir deutlich klarer:
http://www.ftd.de/wissen/leben/:10-jahre-nach-dem-schuldebakel-pisa-2010-versetzung-fuer-deutschland-gefaehrdet/50201319.html
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Das ist ja alles gut und schön – aber wann fragt endlich mal ein Bildungsforscher zum Beispiel nach der “Kompetenz”, Literatur zu verstehen, komplexe Texte nicht nur zu rastern, sondern wirklich zu LESEN, und solche womöglich auch zu mal selbst zu schreiben? Und hat eigentlich, bei aller Reformfreude, irgendjemand von Ihnen mal versucht, 16-, teilweise erst 15-jährigen (wenn sie überspringen, ist das nämlich Oberstufeneingangsalter!) Schillers Idee von der Schaubühne oder Helmut Schmidts Gedanken zur Verantwortung der Wissenschaft nahe zu bringen (keine verrückte Idee von mir, sondern Inhalt des Curriculums in Niedersachsen) nahe zu bringen?!
PISA mag wichtig sein, aber es ist nur eine Teil-Baustelle des deutschen Bildungssystems, und es wäre schön, wenn auch über die anderen mal gesprochen würde, z.B. die völlige zeitliche und stoffliche Überlastung der Schulen, die mangelnde Begegnung der Schüler mit sprachlicher Komplexität im Alltag außerhalb des Unterrichts (siehe Chats und Facebook) und die Frage persönlicher und intellektueller Reife von demnächst 17-jährigen Abiturienten.
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Der Berg kreißte und gebar?
Was? Eine real messbare Verbesserung der Sprachunfähigkeit der Rundfunksprecher des DLF und des D-Radios?
Oder gebar der Berg doch wieder nur so eine agitatorisch-propagandistische Statistikmeldung, deren praktischer Inhalt einer Grenzwertberechnung gegen Null entspricht, statt einer, die gegen minus unendlich tendiert?
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Zwei weitere Erklärungsansätze:
1. Viele Bundesländer haben inzwischen G8 an Gymnasien. Das bedeutet, dass die jetzt 15-Jährigen einfach im Unterrichtsstoff ca. ein halbes Jahr weiter sind.
2. Einige Lehrpläne und -bücher wurden in Mathematik an die Aufgabenkultur von TIMMS/PISA angepasst. D.h., PISA-typische Aufgaben werden jetzt auch verstärkt im Unterricht geübt.
Das soll das Erreichte natürlich nicht schmälern, überragende Bedeutung hat meines Erachtens der Ausbau von Ganztagsangeboten.
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Nur noch 100.000 bzw. jede(r) fünfte deutsche Schüler kann nach 9 Jahren Schule in Deutschland nicht rechnen, lesen und schreiben?
Die Partei nennt das Fortschritt. Der Autor schreibt vom Aufwand, der sich gelohnt habe.
Mag sein, daß ich unbescheiden bin. Ich finde diese Zustände unerträglich und werte sie als weiteren Beweis der These, daß Probleme nicht von Ihrer Ursache gelöst werden können
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“Deutschland gehört zu einer Hand voll OECD-Ländern, die ihre Leistungen in allen drei getesteten Kompetenzbereichen seit 2000 kontinuierlich gesteigert haben.”
Das ist etwa so viel wert wie die Aussage, dass ein Unfallopfer mit mehrfachen Beinbrüchen es innerhalb der Gruppe der Gesunden geschafft hat, die eigene Mobilität im Vergleich zu den Gesunden mehr zu steigern.
Ganz toll, das Unfallopfer kann wieder wie ein durchschnittlicher Mensch gehen.
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Es klippert in 13 von 16 Bundesländern.
Wenn mein Sohn aus der Grundschule kommt, weiss er, mit wem er in der Gruppenarbeit war, aber um was es dabei ging, ist völlig nebensächlich.
Sein Hauptjammer ist: ich will nicht in die Schule, dort lernt man überhaupt nix.
Individuelle Förderung stärkerer Schüler scheint nicht zu gelingen. Was gelingt, ist, den Kindern Ellenbogenkompetenzen zu vermitteln.
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Aus der Praxis gesehen, sieht es, wie Christian P. zu Recht schreibt, alles Andere als ermutigend aus.
Denn Fakt ist, dass die “echte” Bildungspolitik, wie sie in den Schulen ankommt, reine Sparpolitik ist. Ergebnis: völlig überlastete Kollegen, die – so die Position der Schulbürokratie – AUSKÖMMLICH arbeiten müssen. Das heißt, konkret, zum Pfuschen angehalten werden. Die Schüler – bestimmt nicht dümmer als die anderen Schülergeneration können FAKTISCH keine Texte verstehen, wie sie als Quellen in den Geschichtsbüchern angeboten werden. Allerdings sind die Ergebnisse besser, wenn visuelle Medien eingesetzt werden: diese Generation versteht einfach Youtube-Videos besser als die geschriebebe Sprache.
Ich scheide bald aus dem Schuldienst aus und bin froh darüber, weil ich nicht mehr in der Lage bin, diesen Schülern jene Kompetenzen zu vermitteln, die sie beherrschen sollten.
Meine Tochter, junge Lehrerin, erzählt mir täglich von den katastrophalen Zuständen und hanebüchenen Erlebnissen (Thema Oberstufe HH: Großstadt. Vorgeführt: Metropolis. Kommentar Schüler: “MÜSSEN wir uns das ‘reinziehen? Ist doch ne Zumutung…”
Sie bezweifelt, dass sie Lehrerin bleiben wird.
Macht Euch auf Lehrermangel gefasst! Macht nichts: jeder, wirklich jeder wird als Ersatz- oder Pseudolehrer eingestellt. Teilweise auf der Basis von 10 € pro Stunde…
Ich glaube nicht an die Ergebnisse der PISA-Studie. Denn auch ich muss vor einer Arbeit oft zwei Übungsarbeiten stundenlang durchnehmen, damit ich “angemessene” Ergebnisse bei der “echten” – eigentlich gleichen – Arbeit bekommen. So machen es auch die Mathelehrer, die inzwischen genug “Übungsmaterial” zur Verfügung haben. Wie sagte Waigel schon: “Es muss ‘was geschehen, aber es darf nichts passieren.” Das ist deutsche Bildungspolitik.
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Ich bin Bildungsoptimist. Offensichtlich weniger, als der kommentierende Bildungsexperte. Das Bildungssystem “knarrt und quietscht” an allen Ecken und Enden und hier wird ein “Erfolg” verkauft. Weiß Prof. Köller, wieviel 100.000 Kinder/Jugendliche sind? Weiß der Bildungsexperte, wie krass das Bildungsgefälle in Deutschland ist? Ich staune, wer hier kommentieren “darf”.
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[...] Bildungsforscher Prof. Dr. Olaf Köller hat bereits gestern im Rahmen des Schulblogs auf ZEIT online Stellung zu den Gründen für die den kleinen PISA-Erfolg bezogen: Man darf gespannt sein, welche [...]
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Wozu soll man sich anstrengen, bei Pisa gut abzuschneiden. Wichtiger ist doch, dass man über den Stoff nachdenkt der unterrichtet wird.
Der Stoff hat sich in den letzten Hundert Jahren kaum verändert, obwohl sich die Welt sehr verändert hat. Unsere Gymnasiasten werden immer noch mit Latein und Mathemaik gequält und viele intelligente Kinder scheitern daran. Latein ist ein Relikt aus dem Mittelalter und heute, außer für Historiker, völlig überflüssig. Auch Geistliche und Ärzte brauchen das nicht. Wer die Bibel im Orginal lesen will, soll doch bitte Altgriechisch und Hebräisch lernen und in der
medizinischen Wissenschaft werden die Aufsätze sowieso auf Englisch geschrieben. Dass man leichter romanische Sprachen lernt, wenn man Latein kann, stimmt zwar, aber Italienisch, Französisch und Spanisch
sind dazu genauso gut geeignet und man kann die Sprachen verwenden. Dass der Mathematikunterricht bei 80% der Schüler nichts
fruchtet kann man bei “Wer wird Millionär” sehen. Die Leute verzweifeln an den einfachsten Aufgaben. Es reicht völlig, wenn die zukünftigen Ingenieure und Mathematiker die höhere Mathematik lernen, und die machen das freiwillig, weil es ihnen Spaß macht. Gerade an den bayerischen Schulen wird sehr viel unnützes Wissen auswendig gelernt, wie Geschichtsdaten, die Namen von ausländischen
Flüssen, jede Menge Gedichte. Die Zeiten, wo die Bildungsbürger sich gegeseitig mit diesem Wissen beeindruckten sind lange vorbei.
Heute braucht man dieses Wissen nicht, und wen man es ausnahmsweise einmal brauchen sollte, findet man die Information in wenigen Sekunden im Internet. Auswendig gelerntes Wissen wird sowieso wieder vergessen, wenn es nicht gebraucht wird, oft direkt nach der Klassenarbeit, wo es abgefragt wird. Die Schüler wissen das und lernen nur für die Noten.
Der Stoff der Gymnasien stammt aus einer Zeit, als die Schüler im späteren Leben jede Menge Dienstboten hatten. Heute müssen die Schüler später alles selbst machen. Was man dabei wirklich im Leben braucht und was unsere Gesellschaft braucht, lernt man nicht im Gymnasium: Autofahren, gesund kochen, Kindererziehung, der Umgang mit dem PC, Zehnfingertippen und Microsoft Office. Es ist ein Gerücht, dass Jugendliche den Umgang mit dem PC von allein lernen. Sie können zwar die Webseiten ihrer sozialen Netzwerke bedienen, aber was Sicherheit angeht oder die Organisation eines Projekts, da sieht es mau aus. Jugendliche speichern ihre z.B. Daten wild dahin, wo das aktuelle Programm es gerade vorschlägt und finden die Daten dann nicht wieder. Die meisten 18-Jährigen Wähler wissen nicht, was der Unterschied zwischen einer Erst- und einer Zweitstimme ist. Das wäre aber wichtig für unsere Gesellschaft. Statt zum mündigen, kritischen Bürgern, werden die Kinder zu Duckmäusern erzogen, weil sie die Erfahrung machen, dass Kritik schlechte Noten nach sich zieht, der Lehrer immer recht hat und der Direktor sich immer auf die Seite der Lehrer stellt. Wo bitte sind die neutralen Schiedsstellen
wenn ein Schüler oder die Klasse sich ungerecht behandelt fühlt?
Wesentlich ist auch, dass die Kinder gern lernen. Das erreicht man aber mit auswendig lernen und Stoff, für den die Kinder kein Talent haben, nicht.
Ich war entsetzt, dass bei der Zeitumfrage zum Schulsystem nicht eine Frage das Wohl der Schüler betraf. Wenn man von klein auf nur auf gute Noten getrimmt wird, ist man später anfälliger für Leistungsdruck, was bereits ernste gesundheitliche Probleme in unserer Gesellschaft verursacht, sowie die finanziellen Probleme des Gesundheitssystems, wenn etwa viele Leute wegen Burn-Out drei Monate krank sind. Man muss endlich mal darüber nachdenken was für die Kinder und unsere Geselschaft gut ist, als selbst dem Leistungsdruck zu verfallen und bei Pisa gut punkten zu wollen.
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[...] Ein Jahrzehnt PISA (Zeit) [...]
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Der Aufwand hat sich zwar gelohnt. Es ist aber noch eine Menge zu tun.
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ad Beitrag Nr. 4 – Christian P.
Eine Ergänzung schulischen Wahnsinns in NRW:
Geplant ist und durchgeführt werden soll in unmittelbarer Zukunft in NRW die Beschulung von Schülerinnen und Schülern, die in welcher Weise auch immer behindert sind, an normalen Schulen.
“Durch die Inklusionspauschale können Kinder
und Jugendliche mit Behinderungen, die nicht an Förderschulen
des Landschaftsverbandes unterrichtet werden, an einer Schule vor
Ort die erforderlichen Unterstützungsleistungen bekommen.” (Schulministerin Löhrmann)
http://www.schulministerium.nrw.de/BP/_Rubriken/Initiativen/Inklusion.pdf
Sowohl behinderten Schülern als auch den nichtbehinderten Schülern wird man wohl kaum so gerecht werden. Der Spargedanke ist offensichtlich die ‘causa movens’. An den Förderschulen werden/wurden diese Schüler von speziell geschultem, darum gehaltsmäßig anders/besser eingestuftem, Lehrpersonal unterrichtet und betreut.
Diese Verschlechterung der Unterrichtsqualität für alle, sowohl behinderte wie nichtbehinderte, Schüler in NRW wird in pädagogischer und altruistischer ‘Newspeak’ gegenüber der Öffentlichkeit verbrämt (siehe die schulministerielle Rede).
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Wurden nicht dem ‘reformunwilligen’ Lehrer immer wieder Leuchttürme pädagogischen Schaffens vorgehalten, wie die Helene-Lange-Schule Wiesbaden.
Hielten ihm Pädagogen, inzwischen als Päderasten geoutet oder zu derem Unterstützerfeld gehörig, seine Unwilligkeit zu Reformen, wie sie sie verstanden, vor (Gerold Becker, Hartmut von Hentig)?
Das Ganze ins Unermessliche verstärkt durch die Bertelsmann-Stiftung?
Durfte nicht die ebenfalls zu genanntem ‘Schweigekreis’ zu zählende (inzwischen ehemalige) Schulleiterin Enja Riegel über nahezu alle Medienkanäle sich über diese verachtenswerte Lehrer-Spezies der Fortschritt- und Bildungsverhinderer ausbreiten?
Trieben nicht die einzelnen Landesinstitute, z.B. das Hessische Institut für Lehrerfortbildung, die von genannten Pädagogen und Bertelsmann-Stiftung gewünschten “Reformen” voran?
Wes Geistes Kind waren die dort Tätigen überhaupt?
“Die Sonne bringt es an den Tag” heißt es 1827 in der Ballade des Dichters Adelbert von Chamisso:
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E69845756CC2E477BAF2B64C0FC038AB7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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