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Wie versprochen: zerschredderte Penisse

 

Charlotte Roche und Christoph Maria Herbst lesen eine Doktorarbeit über Verletzungen bei Masturbationsversuchen mit Staubsaugern. (MP3, ca. 3,8 MB.) Für Zartbesaitete vielleicht nicht unbedingt auf nüchternen Magen zu genießen.

Die Pausen werden übrigens gern mal durch Bilder der damaligen Unfallopfer verursacht, die während der Lesung gezeigt werden. Ähm, nein, keine Portraitaufnahmen …

Dies ist ein Ausschnitt aus einer Lesung vom Mai 2004 – und wenn ich das sagen darf: Die beiden sind mittlerweile noch viel besser geworden. (Oder das mitternächtliche Hamburger Publikum war an dem Abend, an dem wir waren, entfesselt.)

Wie auch immer: Sobald die Zwei in Ihrer Nähe sind – hingehen! Termine stehen hier.

26 Kommentare

  1.   Helene Cixous

    Mein Gott was für ein Ende: Der Mythos vom starken Geschlecht –
    in einem Staubsauger zerschreddert!
    Sollte das der Grund sein, weshalb Hausarbeit von Männern so ungern verrichtet wird? Die Angst vorm Stolpern?
    Kleiner Tip für die Designer von Rowenta&Co:
    Staubsauger mit Männersicherung 🙂
    Da fällt mir noch eine Geschichte ein, die in meinem Wohnort
    kursiert: Die Polizei fand einen ohnmächtigen Mann in einem
    Batmankostüm vor. Seine Gefährtin war mit Handschellen ans Bett gefesselt. Er war auf dem Weg zur Geliebten vom Schrank gegen den Bettpfosten gesprungen…

  2.   Korben Dallas

    Das ist bezeichnend fuer Menschen (Ausnahme: Mediziner), die sowas sowohl selbstverliebt-belustigt vortragen, wie sabbernd-schadenfreudig anhoeren. d00fes v0lk.

  3.   Hannes

    Ich verstehe absolut nicht, was daran unterhaltsam, geschweige denn lustig sein soll. Ich finde das ehrlich gesagt eine ganz abscheuliche Form von Voyeurismus. Haben die Zuschauer mal daüber nachgedacht, worüber sie da eigentlich lachen?


  4. ja, da habe ich auch schon von gehört, würde ich mir gern mal ansehen, auch wenn ich nicht sicher bin ob ich das durchstehe. ich wäre eh nie auf die idee gekommen mein genital in ein staubsaugerrohr zu stecken, aber seitich weiß, dass in machen modellen heksler drin sind, denke ich nichtmal mehr darüber nach…

  5.   Sigrid Neudecker

    Es geht ja nicht um StaubsaugerROHRE! Das hätte ich sogar noch logisch gefunden! Es geht darum, dass die das Rohr abgenommen und bei einem Kobold (das sind die, wo nach dem Loch für den Schlauch gleich sehr sichtbar der Motor montiert ist) dann ihren Schniedel da reingesteckt haben! Und darum, dass das nicht ein Einzelfall ist, sondern allein in dieser Doktorarbeit 16 Fälle (wenn ich mich richtig erinnere) geschildert werden, die alle auf die gleiche Schnapsidee gekommen sind.
    In solchen Fällen ist wohl ein wenig verminderter Mitleidsanspruch angebracht.

  6.   professorbunsen

    Schnapsidee hin oder her – ich finde die Fälle nicht minder tragisch, nur weil über 16 Männer so dämlich waren! Schadenfreude hat sich bei mir jedenfalls nicht breit gemacht.

    Unterhaltsam fand ich vor allem den Kontrast zwischen den blutigen Splatterszenen und dem ungelenken Stil dieser Promotion. (Die zudem wissenschaftlich gesehen erbärmlich schlecht ist. Unglaublich, wofür man als Arzt einen Doktor bekommt)

    Charlotte Roach hat über die verstümmelten Opfer übrigens gesagt: „Diese Männer sind Abenteurer, Helden der Lust!“

  7.   Brathahn

    Bin mir nicht sicher, aber ich meine „Penen“ ist der korrekte Plural von Penis… 🙂

  8.   Sigrid Neudecker

    Duden, 21. Auflage:
    Penis, der; -, Plur. -se u. Penes (lat.) (männl. Glied);

  9.   Sam

    „Haben die Zuschauer mal daüber nachgedacht, worüber sie da eigentlich lachen?“

    Nein, Hannes, solche Reflexion ist bei dieser Art von Raab-Humor („eindringen, höhö“) wohl nicht zu erwarten.

    Frau Neudeckers Begeisterung für zerschredderte Penisse liefert allerdings eine aufschlussreiche Ergänzung zu der jüngst von Tania Singer und Kollegen publizierten Studie bezüglich Empathie und Schadenfreude. Die gesteigerte Aktivität weiblicher Belohnungszentren beim Anbilck eines verstümmelten männlichen Genitales verliehe freilich dem Freud’schen Konzept vom Penisneid einen ganz neuen Aspekt.

  10.   Sigrid Neudecker

    Hey, ich habe gar nicht gemerkt, wie Sie bei der Lesung neben mir gesessen und mich währenddessen in einen Hirnscanner geschoben haben!

    Wie kommen Sie eigentlich zu solch idiotischen Schlussfolgerungen? Was für ein armer, verfolgter, geknechteter Mann müssen Sie sein, dass Sie sich überall nur von schwanzabschneidende Frauen umzingelt sehen?

    Also, damit es auch MÄNNER (ha!) wie Sie verstehen: Ich glaube, kein einziger im Publikum hatte auch nur einen Funken Schadenfreude in sich. Hui, nein, nicht einmal ich, die ich in Ihrer xxxxx Vorstellung offensichtlich allen Männern die Fäule an den Pimmel wünsche!

    Stellen Sie sich einfach vor, hier wäre von Frauen die Rede, die sich die Brüste so weit aufblasen lassen, dass sie ständig vornüber kippen. Oder im Flieger explodieren, von mir aus. Oder nicht mehr durch die Tür kommen. Also Motto: selber schuld.

    Aber bitte lassen Sie mich endlich in Ruhe mit diesem fast schon krankhaften Männerverfolgungswahn. Wenn Sie unbedingt Kraut und Rüben durcheinanderschmeißen wollen, dann machen Sie das doch in Ihrem Tagebuch. Da muss sich dann auch niemand wegen Ihrer kruden Hobbyfreud-Schlussfolgerungen wundern.

    PS: In der Lesung saßen übrigens ca. genauso viele Männer wie Frauen. Die alle an den selben Stellen gelacht und sich an den selben Stellen schmerzhaft gekrümmt haben. Und ich habe keine 50-jährigen Frauen mit Henna-Mähne und in selbstgestrickten Lammwollpullovern gesehen – die Sie sich bei so etwas sicher gern vorstellen würden.

 

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