Mahlzeit!
Oh Schande, wie geht man das hier an?
“Millionen Frauen können nicht irren!”
oder
“In Zeiten wie diesen kann man nicht genug sparen!”
oder
“Schon ein Weihnachtsgeschenk für Mama?”
Na gut, Augen zu und durch:
Yep, Kochen mit Sperma. Und yep, ich fürchte, die meinen das ernst. Man kann sich nämlich bei lulu.com (wer nennt bloß seine Webseite so?!) nicht nur ein paar Seiten ansehen (die können auch getürkt sein), sondern das Buch auch tatsächlich bestellen.
Und siehe da – Austern von Menschenhand (Männerhand, wohl eher) sind plötzlich erschwinglich!
Selbstverständlich kann man das jetzt inkonsequent nennen. Schließlich … Millionen von Frauen, wir wissen ja. Aber sein Sashimi in eine Spermasauce zu dippen, für die man sich oder dem Gatten einmal morgens (der Menge wegen) und einmal kurz vorm Servieren einen von der Palme schüttelt – nein. Bei aller Liebe, nein.
Oder liegt das nur daran, dass ich gerade gegessen habe.
Gefunden – wieder einmal – bei The Truth.

Jeden Morgen frisch “produziertes” Sperma einfrieren, also hamstern und einen Vorrat anlegen. SUPER!!!!
Ich biete in diesem Zuge die Möglichkeit einer Sammelbestellung an!! Bitte bei mir melden.
=)
http://www.menagea3.net/d/20081030.html
Ich mag das Zeug nur frisch gezapft.
Also sooo toll schmeckt das Zeug ja jetzt auch nicht, dass man damit unbedingt kochen müsste… und selbst wenn: Wer soll das dann essen? Eigentlich ja nur die Partnerin (oder der Partner), denn mir sind keine (erwachsenen) Männer bekannt, die freiwillig ihr eigenes Sperma trinken oder essen (was ich gut verstehen kann), und den Kindern oder Gästen sollte man sowas ja nun wirklich nicht vorsetzen… außer, man will sich rächen.
Igitt, na toll, jetzt kann ich nie wieder unbefangen bei Freunden essen.
Mir ist schon ganz schlecht.
Uhuäks…
Was soll das denn mit Sex zu tun haben? (Die Frage ist keine Kritik an dem Posten des Beitrags!) Und: Muss man jetzt alles kochen, was der Körper an Sekreten so hergibt, weil einem schon die sonstigen Ekeleien (Frittierte Taranteln oder von Pilz befallene Maiskolben) ein Gähnen entlocken?
Ernsthaft. Gibt es Leute, die es in irgendeiner Weise sexuell erregend finden Pudding aus ihrem eigenen (oder fremdem) Sperma zu kochen?
Und wozu das Kochbuch? Reicht es nicht, einfach in einen herkömmlichen Puddingteig etwas Sperma zu tun? Tun die dann auch Nasensekret in den Rosinenkuchen für ihre Liebste? Oder würzen ihre Tomatensuppe mit monatlichem Damensekret (also vornehmer konnte ich das jetzt nicht ausdrücken)? Oder sind das so Leute, die im Krankenhaus nach der Entbindung die Placenta kulinarisch verarbeiten müssen??
WER kauft sowas?
Erklärt es mir.
Lulu ist ein Print-on-Demand-Anbieter, und ein ziemlich billiger noch dazu. Was es da als Buch gibt und was nicht, hat nicht unbedingt etwas zu bedeuten…
In dem Zusammenhang sollte dann
bitte aber auch der Mutterkuchen nicht
unter den Tisch fallen gelassen werden!
Ohje, das hatte meine Vorposterin ja schon abgefrühstückt..
Örks, sorry!