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Der erste männliche Prostituierte packt sein Werkzeug wieder ein

 

Sie erinnern sich an die große Aufregung, als in den USA der erste männliche Prostituierte die Zulassung bekam, in einem Bordell zu arbeiten?

Nun, wie die Huffington Post schreibt, war’s das auch schon wieder für ihn. Markus habe, laut Post, in zwei Monaten weniger als zehn Kundinnen gehabt.

Was jetzt natürlich nicht meine Vermutung, dass Frauen einfach nicht so gern/häufig zu Callboys gehen, nicht bestätigt, aber immerhin bestärkt.

Immerhin haben die Bordellbetreiber bereits einen Nachfolger engagiert, der unter dem interessanten Namen Y. Not („Why not“) agiert.

8 Kommentare


  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von König Ingo und ZEIT ONLINE (all), Sam Vimes erwähnt. Sam Vimes sagte: Der erste männliche Prostituierte packt sein Werkzeug wieder ein: Sie erinnern sich an die große Aufregung, als in… http://bit.ly/bh02hv […]

  2.   Barbara

    Sehr geehrte Frau Neudecker,

    ich komme auf den Artikel in EMMA. Sie würden gerne mal sehen, dass heute eine Frau sagt: „Ich habe keine Lust.“ Diese Frauen gibt es, aber das Problem ist, dass sie sich das nicht öffentlich zu sagen trauen. Denn die sind noch untergebutterter als die vielen gehorsamen Weibchen, über die Sie schreiben. Gerade ich finde diese Entwicklung, alles unhinterfragt mitzumachen, sehr enttäuschend und erschreckend.

    Ich bin behindert, da versuchen ja die Leute besonders stark, einen zu beeinflussen. Ich kann gar nicht zählen, wieviele Leute schon versucht haben, mir was „aufzuschwatzen“, was ich gar nicht wollte. Ich soll mich doch mal schminken, mir die Haare schön machen, dann käme ich auch besser an. Ich solle mich weiblicher geben (was gegen meine expressive, lebhafte Art und meinen starken Willen gemünzt ist), mich weiblicher kleiden (obwohl bei mir Sachen schnell dreckig werden, außerdem fehlt mir dazu das Geld), mich zurücknehmen, ruhig ein paar Pfunde abnehmen, mich eklig anstarren lassen (das sollte ich als Ehre ansehen), zu allem Überfluss mich sexy bewegen – das alles nur, um mir einen Mann anzulachen. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass man eine Behinderung durch sexy Verhalten verstellen kann oder einen „besonderen“ Gesichtsausdruck mit Frisur und Schminke überdecken. Wahrscheinlich wäre das eher noch eine perverse Verhöhnung meiner Schwierigkeiten, die ich auch so schon reichlich habe.

    Es hat mich lange schockiert, für wie blöd mich die Leute halten. Ich sehe nicht ein, irgendwelchen Männern (oder zweifelhaften Tratschweibern) zu gefallen. Schließlich sehe ich doch, wie sie mich sonst behandeln. So als wäre ich nichts wert. Und in Notsituationen, wo ich echten Rat und Hilfe gebraucht hätte, hat mir noch keiner von denen gern geholfen. Soviel zu „mehr Weiblichkeit wagen.“ Diese Weibsen können sich gern selbst verarschen, aber sollen aufhören, andere Frauen zu dem Scheiß zu animieren. Dabei hat das doch heutzutage keine mehr nötig. Übrigens: ich bin nicht einsam, ich habe ein paar richtig gute Freunde und Freundinnen. So wie z.B. der Bekannte, der mich auf seinem PC schreiben lässt und auch nichts gegen Frauenthemen hat.

    Viele Grüße, Barbara

  3.   Sigrid Neudecker

    Liebe Barbara,

    ich glaube, die wohlmeinenden Freundinnen geben auch nur das weiter, was sie den ganzen Tag eingeredet bekommen. Irgendwie kommt mir das Verhalten zwischen Männern und Frauen langsam wie ein Teufelskreis vor, der einmal flächendeckend durchbrochen werden müsste. Männer und Frauen sind größtenteils ja doch normale Menschen, die sich nicht gegenseitig irgendwie außergewöhnlich oder „verstellt“ behandeln müssen. Wenn Männer gern zum Fußball gehen, muss man das genausowenig wie ein Beziehungsproblem behandeln wie die Shoppinglust von Frauen. Und ich glaube, sich für irgendjemanden „weiblicher“ stylen oder so einen Blödsinn, hat auch nur in seichten Romanen und Hollywoodfilmen zum Erfolg geführt.

  4.   Wannabe

    Wow. Da erzählt eine Frau, dass sie das Verhalten von anderen Frauen ihr gegenüber schlecht findet, und dann kommen Sie und sagen, dass wurde den Frauen ganz bestimmt von irgendwelchen Männern eingeredet? Fantastische EMMA-Logik.
    Ich denke, dass viele feministische Themen ihre Ursache nicht ausschließlich im Verhältnis zwischen Mann und Frau, sondern im Verhältnis der Frauen untereinander, insb. Mütter zu Töchtern haben. Dort mit der Logik von Frau Schwarzer nach dem Mann zu suchen, der ganz bestimmt die eigentliche Ursache wäre ist sicher nicht zielführend. (Auch) Frauen versuchen anderen Frauen ein aus feministischer Sicht schlechtes Rollenbild zu implantieren. Punkt. Eine Verbesserung der Beziehung zwischen Männern und Frauen wird daran so schnell nichts ändern.

  5.   Sigrid Neudecker

    Vielleicht möchten Sie meine Antwort einfach noch einmal lesen.

  6.   Lutetium

    Stimmt. Frauen gehen nicht so gern zu Callboys (ins Bordell). Sie lassen sie lieber kommen. (Daher ja auch die Bezeichnung „Callboy“. 🙂


  7. Ja am „Callboy“ könnte was dran sein, am Einkommensunterschied auch. Außerdem vielleicht daran, daß Bordelle nun mal Häuser sind, in die, sehr lange bereits, Männer gehen um Frauen aufzusuchen.
    Traditionen bekommt man nicht leicht wieder weg.


  8. Forschung: Welche Frauen machen Gebrauch von den Diensten von Callboys?

    Ein Callboy anrufen oder mailen ist für eine Frau mit einem Tabu belegt. Im Allgemeinen hat die Frau zuerst einige Male Mailkontakt mit dem Callboy, bevor ein Termin vereinbart wird. Durch den Mailkontakt bekommt der Callboy einen Eindruck in Bezug auf die Wünsche und Erfahrung einer Frau.

    Zirka 75% der Termine findet statt im Haus der Frau; den Rest in einem Hotel.

    Man kann die Termine in 4 Gruppen unterteilen, jede Gruppe ist ungefähr genau so groß. .

    1. Unverheiratete Frauen zwischen 20 und 50 Jahre alt.
    Sie möchten mehr Erfahrung im erotischen Bereich sammeln und finden es Aufregend um einen Termin zu machen um sich verwöhnen zu lassen.

    2. (Heterosexuelle) Paare.
    Es betrifft moderne Paare die einen Dreier ausprobieren möchten als “icing on the cake”.
    Es betrifft aber auch Paare wobei der Mann es Aufregend findet, dass seine Frau sich mit einem anderen Mann liebt und die Frau es Aufregend findet, dass ihr Mann zuseht.

    3. Geschiedene Frauen.
    Die Mehrzahl ist rezent geschieden und hat kleine Kinder.
    Die zweite Gruppe ist geschieden und hat große Kinder.

    4. Geheiratete Frauen.
    Die Mehrzahl befindet sich in einer unglücklichen Beziehung, wobei die Erotik ziemlich zu wünschen übrig lässt.
    Die zweite Gruppe hat einen Mann mit einem anstrengenden Job und sucht Spannung.

    Bei den Paaren ist die Beziehung zwischen Mann und Frau im Allgemeinen gut (die Frau ist sexuell aktiv) wodurch diese Termine von Anfang an meistens aktiv verbracht werden.

    Unverheiratete Frauen brauchen im Allgemeinen mehr Zeit. 55+ Frauen machen im Allgemeinen fast keinen Gebrauch von Callboys.
    Manner konnen vom Beruf „Callboy“ nicht leben.

 

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