‹ Alle Einträge

And the winner is …

 

Die Jury konnte endlich zusammentreten (auf deutsch: Sie musste erst noch Milch für den Kaffee besorgen) und über viele wunderbare Vorschläge abstimmen, die auf die Frage eingelangt waren, was man mit diesem Zeug hier anfangen kann.

Die Gewinner hiervon sind:

Ex aequo Mathias für:
„Na wozu sollte man künstliches Sperma schon verwenden? Natürlich zur künstlichen Befruchtung.“

und

Margot für:
„damit verzieren lesben ihre bettwäsche wenn mutter zu besuch kommt und wieder nach hinweisen auf einen zukünftigen schwiegersohn sucht. wird gemeinsam mit einer zahnbürste im used-look, einem paar getragen aussehender männersocken und einer getragen aussehenden männerunterhose als fake-package verkauft.“

Eine zusätzliche lobende Erwähnung für besondere kriminelle Energie erhält d_bolle:
„Das füllt man in ein Kondom und legts der großen Schwester nebens Bett, sodass es Mama findet. Die nächsten Wochenenden ist das Auto dann sicher 
(funktioniert natürlich nur bei unentspannten Eltern)“

Und das Philosophen-Sternchen am Glibberband geht an Nequam:
„Das ist doch endlich mal die Lösung für das lang diskutierte Problem:
 ,Dürfen Vegetarier eigentlich Sperma schlucken?‘ 
Nicht nur dort wurde darüber schon eifrig diskutiert:
http://vegan.de/foren/read.php?150,299416,299416#msg-299416

Einfach kurz vor/nach dem Höhepunkt einen Löffel davon nehmen und das Gewissen bleibt rein!“

Wobei es vermutlich korrekterweise um Veganer geht, oder?

Die Bücher werden in den nächsten Tagen zur Post gebracht (ich muss vorher nur noch schnell Milch für den Kaffee besorgen …).

Vielen Dank an alle für die kreativen Ergüsse!

13 Kommentare

  1.   Consigliere

    Kreative _Ergüsse_ 😀 *hysterisch kicher*

  2.   magnus

    Wie kann denn bitte so eine sexistische Antwort, die von Margot, eine Auszeichnung erhalten!
    Ich ekel mich direkt vor ihnen Frau Neudecker, dass sie auf so eine dumpf-blöde Antwort nicht empörter reagieren.

  3.   Sigrid Neudecker

    Was ist an der Antwort sexistisch?

  4.   Rosevita

    Die Behauptung, daß die Sexualität von Homosexuellen etwas ist, wofür sie sich innerhalb ihrer Familie schämen und rechtfertigen müssen. Ich finde das auch ziemlich daneben.

  5.   abeillle

    Sexistisch ist in der Tat nicht das richtige Wort, aber ich kann Magnus‘ Unbehagen schon nachvollziehen. Aus irgendeinem Grund ging auch mir Margots Kommentar que(e)r ( 😉 ) runter… vielleicht, weil ihr Vorschlag zwar vermutlich höchst ironisch gemeint war, mensch aber mit Bedauern feststellen muss, dass Homosexualität für viele Eltern immer noch so ein Schreckgespenst ist, dass das vorgestellte „Notfall-Set“ bei der lesbischen und ihr-Coming-Out-noch-nicht-gewagt-habenden Tochter durchaus Anklang finden könnte… Für die Ankündigung eines romantischen Aufenthalts im Familien-Landhaus meiner Ex-Freundin, die dafür sorgen wollte, dass ihre Eltern nicht plötzlich auch aufkreuzen, wurde ich damals auch kurzerhand zum „Freund“ anstatt „Freundin“ umfunktioniert – eine Ablehnung meiner echten Identität, die ich ihr nie verziehen habe. Denn warum wäre ich als Schwanzträger in den Augen ihrer Eltern berechtigt, ein Wochenende im Bett ihrer Tochter zu verbringen, als Frau jedoch nicht?

    Also, wie gesagt, irgendwas störte auch mich. Aber egal 😉

  6.   Sigrid Neudecker

    @ Rosevita
    In Margots Antwort stand nirgends, dass sich Homosexuelle für ihre Sexualität schämen _müssen_. Das ist eine interessante Überinterpretation Ihrerseits.

    @ abeillle
    Sie bestätigen, dass es für viele/manche Lesben immer noch einfacher/angenehmer/unnerviger ist, einen Freund vorzutäuschen, als sich die ewigen Fragen ihrer Eltern anzutun. Und genau darauf zielte Margots Antwort ab. Natürlich ist es für uns aufgeschlossene Heteros und Out-and-proud-Homos heutzutage geradezu unverständlich, wieso man seinen Eltern immer noch Märchen vorspielt.

    Aber ich glaube, wir dürfen da nicht in eine Art Überheblichkeit stolpern. Es gibt einfach nach wie vor viele homosexuelle Frauen und Männer, denen es nicht leicht fällt, ihre Umgebung aufzuklären. Und auch das muss man respektieren.

  7.   abeillle

    @ Sigrid Neudecker wg. rosevita

    Hmm, so überinterpretiert finde ich rosevitas Aussage nicht. Denn ein offensichtlicher und häufiger Grund, weshalb Schwule oder Lesben ihre Sexualität vor ihren Eltern geheim halten und/oder sogar hetero spielen, ist in der Tat Scham/Angst vor Ablehnung.

    Ein Coming-Out ist nicht immer einfach, klar, und die Entscheidung hierzu bleibt in jedem Fall der jeweils betroffenen Person überlassen. Dennoch kann ich – ganz ohne Überheblichkeit – das Verhalten nicht gutheißen, per Lüge aus persönlicher Bequemlichkeit „Normalität“ (im Sinne der ewig gestrigen, heterokratischen Gesellschaft) vorgaukeln zu wollen und so das Vorurteil der „Anomalie“ von Homosexuellen zu zementieren.
    Töchterchen will sich nicht outen? Schön und gut, braucht sie ja nicht, wenn sie nicht will. Aber dann sollte sie doch lieber ehrlich bleiben und anworten „Nein, ich hab immer noch keinen Mann an meiner Seite, Mama/Papa“, anstatt aktiv die den ewig gestrigen Heteros schmeichelnde Scheinheiligkeit zu fördern und gleichzeitig indirekt ihre eigene Community zu torpedieren. Nach meinem Dafürhalten besteht einfach ein ethisch-moralischer Unterschied zwischen Verschweigen einer Tatsache oder Leugnen derselben…

    Aber diese Diskussion geht jetzt im Grunde viel zu tief mit Blick auf den eigentlich ja nur humorvoll gemeinten Kommentar von Margot 🙂

  8.   machotom

    Jesses, „denk ich an doitschland…“, e witzle ev. auf Kosten eines Teils (sicher des größeren) der Minderheit Gleichgeschlechtlich Liebende die sich wie in anderen Bereichen der Allltagsbourgoisie auch lieber hinter einer vermeintlichen „Normalität“ verstecken und schon gibt Geschnatter…Da setzt ich doch gerne einen drauf als Möchte-gern-Schwuler:Die ganze Debatte ist total tuntig!

  9.   annabell

    @abeillle
    „Schwanzträger“ ist aber auch mal ein selten dämliches Wort.Und so unnötig abwertend – wenn wir schon mal dabei sind.

  10.   Samjam

    Wer Wörter wie „Schwanzträger“ benutzt, braucht sich nicht wundern, wenn er nicht gleichberechtigt behandelt wird.

 

Kommentare sind geschlossen.