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	<title>Das Sex-Blog</title>
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	<description>Man muss ja nicht immer reden</description>
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		<title>Alles hat ein Ende … [In eigener Sache]</title>
		<link>http://blog.zeit.de/sex/2010/06/30/alles-hat-ein-ende-%e2%80%a6-in-eigener-sache/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 08:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Man muss ja nicht immer reden]]></category>
		<category><![CDATA[abschied]]></category>
		<category><![CDATA[sexblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 14. November 2005 erschien an dieser Stelle das erste Posting. 745 weitere sollten folgen. Das Ziel war, inmitten aller TV-Barbusigkeit und Swingerclubreportagen, mit denen das Thema Sex verunglimpft wurde und wird, eine kleine Insel der Seriosität (hoffentlich), Unverkrampftheit (na hoffentlich!) und Ernsthaftigkeit (jedenfalls meistens) zu schaffen. Ob dieses Ziel erreicht wurde, müssen die User [...]]]></description>
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<p>Am 14. November 2005 erschien an dieser Stelle <a href="http://blog.zeit.de/sex/2005/11/14/mal-was-lockeres-zum-warmwerden/">das erste Posting</a>. 745 weitere sollten folgen. </p>
<p>Das Ziel war, inmitten aller TV-Barbusigkeit und Swingerclubreportagen, mit denen das Thema Sex verunglimpft wurde und wird, eine kleine Insel der Seriosität (hoffentlich), Unverkrampftheit (na hoffentlich!) und Ernsthaftigkeit (jedenfalls meistens) zu schaffen.</p>
<p>Ob dieses Ziel erreicht wurde, müssen die User entscheiden, aber die Diskussionen, die sich hier entsponnen haben, lassen mich vage hoffen.</p>
<p>Nach viereinhalb Jahren ist es Zeit und notwendig, Platz für Neues zu machen. Man will ja nicht <a href="http://blog.zeit.de/sex/2010/04/21/tschuss-satc-schon-wars-mit-uns-beiden/">so</a> enden. Was das Neue wird, das sei noch nicht verraten, aber bleiben Sie dran und Sie erfahren es hier zuerst.</p>
<p>Ich danke für über 7000 Kommentare – die lustigen, die intelligenten und die kritischen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)">Allen anderen</a> mögen möglichst bald Hilfe finden. Und ich danke den vielen Tippgebern, denen dieses Blog eine Ausrede verschafft hat, auf den kuriosesten Seiten des Netzes Unglaublichstes aufzustöbern.</p>
<p>Wenn ich mir nach diesen viereinhalb Jahren etwas wünschen darf: </p>
<p>Lassen Sie sich (nach wie vor) nicht von anderen in Ihr höchstpersönlichstes Sexleben reinreden. Es versuchen leider immer noch zu viele, aus den unterschiedlichsten Gründen, und sie tun es <a href="http://blog.zeit.de/sex/2010/02/25/wie-geil-muss-eine-frau-sein-und-wann-darf-ein-mann-kommen/">verdammt</a> <a href="http://blog.zeit.de/sex/2007/12/21/nur-ja-keinen-normalen-sex-bitte/">unauffällig</a>.</p>
<p>Und hören wir, bitte, endlich damit auf, Männer und Frauen als Wesen von unterschiedlichen Sternen zu betrachten. Die Wissenschaft hat dies <a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2007/01/Titel-Frauen-Maenner">längst widerlegt</a>, trotzdem leben noch ganze Wirtschaftszweige von dem Mythos, man müsse dem einen Geschlecht das andere erklären. </p>
<p>Selbst hierzubloge rutschten Diskussion leider oft in diese Klischeereiterei ab. Vergeudete Energie.</p>
<p>Um es mit dem wunderbaren <a href="http://sexualintelligence.wordpress.com/2009/08/28/when-self-help-is-part-of-the-problem/">Dr. Marty Klein</a> zu sagen: &#8220;Es bringt nichts, ,Männer&#8217; oder ,Frauen&#8217; verstehen zu wollen (als ob das möglich wäre), weil niemand Sex mit ,Männern&#8217; oder ,Frauen&#8217; hat. Wir haben Sex mit George oder Maria oder gar beiden, aber nicht mit irgendeiner abstrakten Gruppe von 100 Millionen Menschen. Um besseren Sex zu haben, erfahren Sie mehr über die Person(en), mit denen Sie zusammen sind, nicht über ,Männer&#8217; oder ,Frauen&#8217;.&#8221;</p>
<p>In diesem Sinne: Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Wir sehen uns, wenn Sie mögen, auf Zeit online.</p>

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		<item>
		<title>Und wieder kein &#8220;rosa Viagra&#8221;!</title>
		<link>http://blog.zeit.de/sex/2010/06/22/und-wieder-kein-rosa-viagra/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 12:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Über Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[flibanserin]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[hsdd]]></category>
		<category><![CDATA[störung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Suche nach dem &#8220;rosa Viagra&#8221; hat einen erneuten Rückschlag erlitten. Vergangenen Freitag wurde der Zulassungsantrag des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim für sein Medikament Flibanserin von der amerikanischen Behörde U.S. Food and Drug Administration (FDA) abgelehnt. Die Entscheidung kam nicht unerwartet. Schon in den Tagen zuvor veröffentlichte die FDA Material, das Boehringer Ingelheim nicht viel Hoffnung [...]]]></description>
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<p>Die Suche nach dem &#8220;rosa Viagra&#8221; hat einen erneuten Rückschlag erlitten. Vergangenen Freitag wurde der Zulassungsantrag des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim für sein Medikament Flibanserin von der amerikanischen Behörde <a href="http://www.fda.gov/default.htm">U.S. Food and Drug Administration</a> (FDA) abgelehnt.  Die Entscheidung kam nicht unerwartet. Schon in den Tagen zuvor veröffentlichte die FDA <a href="http://www.fda.gov/downloads/AdvisoryCommittees/CommitteesMeetingMaterials/Drugs/ReproductiveHealthDrugsAdvisoryCommittee/UCM215437.pdf">Material</a>, das Boehringer Ingelheim nicht viel Hoffnung machen konnte.<br />
<strong><span id="more-1713"></span></strong></p>
<p>Wie von <a href="http://neuroskeptic.blogspot.com/2010/06/flibbin-heck.html">Neuroskeptic</a> und <a href="http://www.drpetra.co.uk/blog/fda-advisory-panel-rejects-flibanserin/">Dr. Petra Boynton</a> kurz zusammengefasst, scheiterte der Antrag im Grunde daran, dass in den Studien, die vom Hersteller im Vorfeld einer Zulassung durchgeführt werden müssen, nicht wirklich bewiesen werden konnte, dass Flibanserin tatsächlich gegen die ominöse HSDD (Hypoactive Sexual Desire Disorder – auf deutsch: zu wenig Lust) bei Frauen hilft. Flibanserin ermöglichte den Testpersonen 4,5 &#8220;sexuell befriedigende Begegnungen&#8221; pro Monat, während ein wirkstofffreies Placebo 3,7 Begegnungen ergab. </p>
<p>Dafür berichteten die Probandinnen über Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Benommenheit, Angstgefühle. </p>
<p>Im Gegensatz zu Viagra, dem nicht versiegen wollenden Füllhorn der Pharmaindustrie, sollte Flibanserin nicht auf die weiblichen Genitalien wirken, sondern die Gehirnchemie beeinflussen. Eine Erhöhung der Dopamin- und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noradrenalin">Noradrenalin</a>-Spiegel sollte in Kombination mit einer Senkung des Serotonin-Levels zu einer gesteigerten Libido führen. Laut <em>New York Times</em> könnte ein solches Medikament allein in den USA zwei Milliarden US-Dollar Umsatz erzielen.</p>
<p>Vermutlich werden wir deshalb noch lange von weiblichen Viagras und ähnlichen Schwachsinnigkeiten hören. Es steht einfach zu viel Geld auf dem Spiel. Und deshalb wird HSDD weiterhin als ernsthafte Störung bezeichnet werden. Nur eigenartig, dass auffällig viele Sexualtherapeuten dagegen ankämpfen und jetzt auch froh sind, dass Flibanserin nicht für den Markt zugelassen werden wird. </p>
<p>Um es genauer zu formulieren: viele Sexualtherapeuten, die nicht mit Boehringer Ingelheim zusammenarbeiten. </p>
<p><a href="http://www.desafinado.de/">Berit Brockhausen</a> zum Beispiel, eine Berliner Therapeutin, die sagt: &#8220;Mich ärgert, dass durch die Medikalisierung das schon lange wiederlegte Triebkesselmodell der Lust erneut Nahrung bekommt. Es impliziert, dass jeder und vor allem jede, die nicht spontan geil ist, einen Defekt hat, der medikamentös ausgeglichen werden kann und muss. Doch die Lust auf Sex entsteht nicht von selbst, sondern durch die Beschäftigung mit Sex. Sei es durch einen anregenden Anblick, vergnügliche Fantasien oder Gedanken an Sex, oder auch stimulierende Berührungen, die genossen werden können.&#8221;</p>
<p>Wer also den ganzen Tag arbeitet und/oder Kinder betreut oder einfach sonst mehr als ausreichend beschäftigt ist, hat am Abend eher verständlicherweise nicht automatisch Lust auf Sex, sondern vielleicht eher Lust auf Ruhe. Das passiert sogar Männern! Doch gerade Frauen haben oft im Hinterkopf, dass sie ihrem Mann ja auch noch als Geliebte zur Verfügung stehen müssen und setzen sich dann selbst unter Druck, wenn sie merken, dass sie einfach gerade keinen Bock auf Sex haben. </p>
<p>Frauen seien dann gern mit Selbstzweifeln und Ansprüchen beschäftigt, sagt Berit Brockhausen: &#8220;Wieso macht mich das jetzt nicht an, ich müsste das doch erotisch finden, alle anderen finden das geil, nur bei mir ist mal wieder gar nichts, er wird sicher enttäuscht sein, aber ich kann ihm doch nichts vorspielen, oder vielleicht doch? Aber …&#8221; </p>
<p>Oft würden sich die Partner auch einfach in unterschiedlichen &#8220;Aufladungsstadien&#8221; treffen, hat Brockhausen beobachtet: &#8220;Er hat sich möglicherweise schon den ganzen Nachmittag ausgemalt, wie sie den Abend verbringen können – dann scheitert die lustvolle Begegnung der beiden <em>nicht</em> an ihrer fehlenden Lust, sondern daran, dass sie glaubt, sie müsste genauso bereit sein wie er. Und weil das nicht so ist, sagt sie Nein. Dabei ist noch nicht vorhandene Lust kein Grund, sich nicht auf einen erotischen Kontakt einzulassen. Im Gegenteil: Alles, was es braucht, ist die Lust herauszufinden, ob in einem genussvollen Körperkontakt auch erotische Lust entstehen mag.&#8221;</p>
<p>Oder wie man auch sagen könnte: Mit dem Essen kommt manchmal der Appetit. Und man wirft ja schließlich auch keine Pille ein, um Hunger zu bekommen.</p>
<p>Was also normal und verständlich ist, wird dann schnell zu einem Problem, das oft mit einer offenen Aussprache geregelt werden könnte. Stattdessen ist aus dem Problem mittlerweile eine Störung mit schicker Abkürzung geworden, für die man eine einfach einzuwerfende Pille sucht, anstatt die Gründe zu suchen, die für die Nicht-Lust verantwortlich sein könnten. </p>
<p>Hin und wieder könnte es einfach eine normale Reaktion darauf sein, mit einem Partner schon lange zusammen zu sein. Die Anthropologin Helen Fisher meinte einmal sinngemäß, man solle ihr einmal eine Frau zeigen, die, sobald sie sich neu verliebt, nicht sofort wieder Lust auf Sex habe. Dann ist die Störung also wundersamerweise von einem Tag auf den nächsten geheilt?</p>
<p>Es ist gut, dass die FDA Flibanserin nicht zugelassen hat. Es steht allerdings zu befürchten, dass damit die Suche nach dem &#8220;rosa Viagra&#8221; noch längst nicht beendet ist. Weiterhin wird Frauen eingeredet werden, dass sie sexuell zu funktionieren haben, pardon, dass sie ein Problem haben, wenn sie keine Lust mehr auf ihren Partner verspüren.</p>
<p>Dies kann, zugegeben, sicher problematisch für eine Beziehung werden. Aber all jene, die jetzt wieder auf den Leidensdruck dieser Frauen verweisen, der mit einer Pille behoben werden könnte, sollen doch bitte einfach kurz überlegen, ob man Frauen damit nicht auch ein bisschen zu sexuell ordnungsgemäß funktionierenden Robotern macht. Will ein Mann tatsächlich eine Partnerin, die nur dank einer Pille Lust auf ihn hat? Hat eine Frau, die keine Lust auf ihren Mann hat, tatsächlich selbst ein Problem oder glaubt sie sozusagen ihrem Mann zuliebe ein Problem zu haben? </p>
<p>Berit Brockhausen bezweifelt jedenfalls, dass Flibanserin oder alle sicher noch kommenden Wundermittel &#8220;dem größten Teil der Frauen, denen es angedient wird, überhaupt nutzen würde. Selbstvertrauen, Gelassenheit und eine gesunde kritische Distanz zu den gängigen Sexnormen wären eindeutig wirksamer!&#8221;</p>
<p>In diesem Sinne warten wir nun also ab, welche Sau als nächste durchs Pharmadorf getrieben werden wird. Zwei Milliarden US-Dollar sind leider ein zu großer Anreiz, dieses Thema endlich fallen zu lassen.</p>

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		<title>And the winner is …</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 08:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Man muss ja nicht immer reden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Jury konnte endlich zusammentreten (auf deutsch: Sie musste erst noch Milch für den Kaffee besorgen) und über viele wunderbare Vorschläge abstimmen, die auf die Frage eingelangt waren, was man mit diesem Zeug hier anfangen kann. Die Gewinner hiervon sind: Ex aequo Mathias für: &#8220;Na wozu sollte man künstliches Sperma schon verwenden? Natürlich zur künstlichen [...]]]></description>
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<p>Die Jury konnte endlich zusammentreten (auf deutsch: Sie musste erst noch Milch für den Kaffee besorgen) und über viele wunderbare Vorschläge abstimmen, die auf die Frage eingelangt waren, was man <a href="http://blog.zeit.de/sex/2010/05/25/wettbewerb-was-tun-mit-diesem-zeug-hier/">mit diesem Zeug hier</a> anfangen kann.</p>
<p>Die Gewinner <a href="http://www.amazon.de/Wie-war-ich-Mythos-perfekten/dp/3596182328/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1250404294&#038;sr=8-1">hiervon</a> sind:<br />
<strong><span id="more-1710"></span></strong></p>
<p>Ex aequo <strong>Mathias</strong> für:<br />
&#8220;Na wozu sollte man künstliches Sperma schon verwenden? Natürlich zur künstlichen Befruchtung.&#8221;</p>
<p>und </p>
<p><strong>Margot</strong> für:<br />
&#8220;damit verzieren lesben ihre bettwäsche wenn mutter zu besuch kommt und wieder nach hinweisen auf einen zukünftigen schwiegersohn sucht. wird gemeinsam mit einer zahnbürste im used-look, einem paar getragen aussehender männersocken und einer getragen aussehenden männerunterhose als fake-package verkauft.&#8221;</p>
<p>Eine zusätzliche lobende Erwähnung für besondere kriminelle Energie erhält <strong>d_bolle</strong>:<br />
&#8220;Das füllt man in ein Kondom und legts der großen Schwester nebens Bett, sodass es Mama findet. Die nächsten Wochenenden ist das Auto dann sicher  (funktioniert natürlich nur bei unentspannten Eltern)&#8221;</p>
<p>Und das Philosophen-Sternchen am Glibberband geht an <strong>Nequam</strong>:<br />
&#8220;Das ist doch endlich mal die Lösung für das lang diskutierte Problem:  ,Dürfen Vegetarier eigentlich Sperma schlucken?&#8217;  Nicht nur dort wurde darüber schon eifrig diskutiert: http://vegan.de/foren/read.php?150,299416,299416#msg-299416 <br />
Einfach kurz vor/nach dem Höhepunkt einen Löffel davon nehmen und das Gewissen bleibt rein!&#8221; <br />
<small>Wobei es vermutlich korrekterweise um Veganer geht, oder?</small></p>
<p>Die Bücher werden in den nächsten Tagen zur Post gebracht (ich muss vorher nur noch schnell Milch für den Kaffee besorgen …).</p>
<p>Vielen Dank an alle für die kreativen Ergüsse!</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Alley Cat &#8211; der gedruckte One-Night-Stand</title>
		<link>http://blog.zeit.de/sex/2010/05/31/alley-cat-der-gedruckte-one-night-stand/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 14:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Man muss ja nicht immer reden]]></category>
		<category><![CDATA[alley cat]]></category>
		<category><![CDATA[burda]]></category>
		<category><![CDATA[ina küper]]></category>
		<category><![CDATA[magazin]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich ja vor kurzem das neue Männermagazin Trip einzig und allein deshalb kritisch beäugt habe, weil ich eine Frau bin, ist diesmal nun das &#8211; halbneue &#8211; Frauenmagazin Alley Cat dran. (Obwohl sich vielleicht eher ein Kollege darum kümmern hätte sollen, als ausgleichende Gerechtigkeit.) Alley Cat richtet sich an &#8220;junge Frauen zwischen 18 und [...]]]></description>
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<p>Nachdem ich ja <a href="http://blog.zeit.de/sex/2010/05/14/lustige-namen-rote-khmer-und-eine-weinflasche-voll-sperma/">vor kurzem</a> das neue Männermagazin <a href="http://www.tripmagazin.de/"><em>Trip</em></a> einzig und allein deshalb kritisch beäugt habe, weil ich eine Frau bin, ist diesmal nun das &#8211; halbneue &#8211; Frauenmagazin <a href="http://www.alley-cat.de/"><em>Alley Cat</em></a> dran. (Obwohl sich vielleicht eher ein Kollege darum kümmern hätte sollen, als ausgleichende Gerechtigkeit.) </p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01_001Titel.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01_001Titel-221x300.jpg" alt="" title="A07_Titel.indd" width="221" height="300" class="size-medium wp-image-1697" /></a><br />
<strong><span id="more-1696"></span></strong></p>
<p><em>Alley Cat</em> richtet sich an &#8220;junge Frauen zwischen 18 und 35&#8243; und ist laut Eigenbeschreibung &#8220;… wie ein intimes Gespräch mit der besten Freundin, jung, unverblümt, sexy, provokant, ehrlich, fantasievoll, sinnlich&#8221; und macht &#8220;Schluss mit dem diktierten Performance-Zwang von Job bis Bett …&#8221; Das kann man nur begrüßen. </p>
<p>Ebenso gilt, wie auch bereits bei <em>Trip</em>, dass jedem neuen Magazin heutzutage erst einmal laut gratuliert werden muss. In diesem Falle war es sogar eine Einfrau-Initiative von Ina Küper, die das Heft bereits seit 2008 herausgibt, damals noch mit Kredit und im Eigenverlag. Nun hat sich Burda den Titel geschnappt, wozu man Ina Küper nur noch mehr gratulieren muss. Vermutlich schläft sie seither um einiges ruhiger.</p>
<p>Nur, vielleicht sind sie um ein paar Jahre zu spät dran?</p>
<p><em>Alley Cat</em> ist ein Magazin für junge Frauen, deren Leben aus Männersuche und Männerpflege zu bestehen scheint. Das, was <em>Cosmopolitan</em> so unerträglich macht, weil es Frauen nicht mehr Interessen oder gar Aufgaben zutraut als sich für einen Mann aufzuhübschen, ihn zu umgarnen, abzuschleppen, einzufangen und dann mittels ausgefeilter Unterwäsche- und Sextricks möglichst lange bei Laune zu halten. Und dazwischen macht man mit den Mädels Party. </p>
<p>Das soll jetzt nicht als feministische Standardreaktion missverstanden werden! Das Leben besteht einfach nicht nur aus der Suche nach dem richtigen Mann und der richtigen Unterwäsche. Auch wenn das bei 18- bis 35-Jährigen einen großen Teil des Denkens einnimmt. Aber gerade deshalb wäre es nett, diesen Frauen hin und wieder die Scheuklappen abzunehmen. (Das hilft dann übrigens auch bei der Männersuche.)</p>
<p><em>Alley Cat</em> will und soll die Generation ansprechen, die mit <em>Sex and the City</em> erwachsen geworden ist, wie Ina Küper im Editorial schreibt. Aber erstens ist <em>Sex and the City</em> seit 2004 vorbei (wir wollen hier <a href="http://blog.zeit.de/sex/2010/04/21/tschuss-satc-schon-wars-mit-uns-beiden/">nicht über die Filme</a> sprechen), und zweitens ging es darin sehr wohl auch um etwas anderes als nur um Sex. Beruf, Arbeit, Lebensentwürfe, Freundschaften &#8211; woraus so ein Leben eben besteht.</p>
<p>Nun also, im Jahr 2010, ein ganzes Magazin auf den Sex-Part zu reduzieren, wirkt ein wenig … ja doch, spät.</p>
<p>Nicht, dass der deutsche Frauenmagazinmarkt nicht etwas frischen Wind gebrauchen könnte. Doch leider hält sich <em>Alley Cat</em> bei den Standards an das, was alle anderen auch machen, angefangen bei kleinteiligen Wuselseiten, die Produkte anpreisen, die niemand braucht. Ein Parfum bejubeln, nur weil es &#8220;Moulin Rouge 1889&#8243; heißt? Oh, und weil es &#8220;Männer um Ihre Hand anhalten lässt – erst mal für einen Tanz zu zweit&#8221;? Ein Armreif mit Pfauenfederoptik? </p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01-012-013a.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01-012-013a-300x211.jpg" alt="" title="AC01-012-013a" width="300" height="211" class="aligncenter size-medium wp-image-1698" /></a></p>
<p>Die Nippel-Pasties, die im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burlesque">Burlesque</a> berühmt und von <a href="http://img.thesun.co.uk/multimedia/archive/00988/SNN1841AAA-280_988973j.jpg">Dita von Teese</a> wiederbelebt wurden, klebt <em>Alley Cat</em> auf das Bild einer nackten Frau (man berichtige mich, wenn das keine Fotomontage ist), deren Haltung und Gesichtsausdruck eindeutig nicht zu Situationen passt, in denen man diese Dinger normalerweise trägt. </p>
<p>Und dann wird noch ein Ding namens &#8220;Secret Ceres&#8221; besprochen, das angeblich die Vagina &#8220;reinigt, regeneriert und verengt&#8221;. Eine Redakteurin hat es selbst ausprobiert und empfiehlt es, ohne jedoch eine Frauenärztin zu fragen, was sie von dem Ding hält. Angesichts des Mantras vieler Ärzte, dass die meistens Vaginas mit ein wenig Seife eigentlich ausreichend gereinigt sind, wäre das an dieser Stelle Pflicht gewesen.</p>
<p>Nach der Produktanpreisungs-Einleitung geht es weiter wie in jedem Männermagazin. Nein, kein Freudscher Verschreiber. Wie andere Rezensionen auch bereits angemerkt haben, sieht man in <em>Alley Cat</em> verdammt viele nackte Frauen. In einem Text über die &#8220;Generation Sex 3.0&#8243; (dessen Inhalt ich nicht widergeben könnte, obwohl ich ihn gerade gelesen habe), zum Beispiel.</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01-020-021a.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01-020-021a-300x203.jpg" alt="" title="AC01-020-021a" width="300" height="203" class="aligncenter size-medium wp-image-1699" /></a></p>
<p>Er wird übrigens auf dem Titel groß mit &#8220;Schamlos! Keine Regeln, keine Tabus: Was die Generation Sex 3.0 wirklich anmacht &#8211; und was Gefummel von gestern ist&#8221; angekündigt. Und nach dieser Beschreibung hätte ich ihn nicht wiedererkannt.</p>
<p>Die Buchautorin Dian Hanson darf zwei Seiten lang über Frauenhintern schwärmen, was inklusive ihres dazupassenden Buches wohl ebenfalls besser in ein Männermagazin gepasst hätte. In einem Magazin für Frauen wirkt es gleichbedeutend mit der Aufforderung, sofort in die nächste Bauch-Beine-Po-Stunde zu rennen. &#8220;Der Po ist definitiv im Kommen&#8221;, sagt nämlich Frau Hanson. </p>
<p>Natürlich will man den Leserinnen auch, à la <a href="http://www.brigitte.de/"><em>Brigitte</em></a>, ein neues Körperbild zeigen. Die Dessous-Strecke wurde fotografiert an &#8220;Ira, 23, früher Model, Größe 34, dann keine Lust mehr auf Genussverzicht, jetzt eine rundum zufriedene Size 42&#8243;. Das klingt super! Doch was trägt Ira? Hauptsächlich Mieder und Miederhöschen, also Dinge, die etwaige Bäuche wegklemmen sollen und schon bei Bridget Jones zum Date-GAU wurden. Trägt Ira gerade mal kein Mieder, hält sie sich entweder einen Blumenstrauß strategisch günstig vor den Bauch oder steht in so viel Gegenlicht, dass man sie kaum erkennt. Was bleibt, sind üppige Brüste und wunderbar weich wirkende Schenkel.  </p>
<div id="attachment_1700" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01-074-075a.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01-074-075a-300x203.jpg" alt="" title="AC01-074-075a" width="300" height="203" class="size-medium wp-image-1700" /></a><p class="wp-caption-text">Model Ira, Größe 42</p></div>
<p>Selbstverständlich gibt es auch eine Strecke mit so gut wie nackten Männern, die tun, als ob sie Fußballer wären. Und was soll man sagen? Irgendwann werden einem sogar Sixpacks langweilig.</p>
<div id="attachment_1701" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01-034-035a.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/AC01-034-035a-300x203.jpg" alt="" title="AC01-034-035a" width="300" height="203" class="size-medium wp-image-1701" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei von insgesamt acht Sixpacks. Nummer Neun liegt auf dem Bauch</p></div>
<p><em>Alley Cat</em> schwankt zwischen geiler Schlampe und Jungmädchen. Ein Spanking Paddle wird gschamig als Gerät &#8220;für Popohaue&#8221; bezeichnet, das Schlafzimmer einer Redakteurin wird zu einem Plüschalptraum in Rosé umgestylt, eine andere Autorin testet, ob man als Couchsurferin die Gastgeber auch ins Bett bekommt &#8211; womit wir wieder bei der Grundannahme sind, dass Frauen immer und überall einen Mann suchen. Nach Möglichkeit übrigens einen mit einem Welpen (ad Jungmädchen). </p>
<p>Vielleicht hätte sie vorher zum Pralinenkurs gehen sollen: &#8220;Die kleinen Leckereien (inklusive Rezept) dürfen Sie mitnehmen &#8211; und später vernaschen, wenn auch er Lust auf Süßes hat.&#8221; Aber erst dann!</p>
<p>Ein Mann darf auch zu Wort kommen, leider. &#8220;Ja, Männer sind von Trieben Getriebene. Aber nach der ersten Beutesichtung ist die Luft meist schnell raus, es bleibt beim Doppel-O: Observieren und Onanieren.&#8221; Es geht übrigens darum, dass angeblich auch Männer neue Bekanntschaften googeln.</p>
<p>Was bei <em>Trip</em> die lustigen Berufenamen waren, ist bei <em>Alley Cat</em> die ewiggleiche Liste, welcher Promi welchen Körperteil für wie viel versichern hat lassen.</p>
<p>Einer der wenigen Artikel, der ein bisschen mehrphasig zu denken scheint und somit auch noch ein wenig aktuelles Lebensgefühl mit einflicht, beschäftigt sich mit dem Trend zum &#8220;grünen Sex&#8221;, also Dessous aus Öko-Anbau, Sextoys aus Holz (aua!) und ohne Phthalate und &#8220;grüne&#8221; Sexclubs, die es bereits in Japan gibt.</p>
<p>Ich weiß, manchmal wollen Girls auch einfach nur Fun. Wenn ich jetzt mein 25-jähriges inneres Ich channele, hätte ich an <em>Alley Cat</em> vielleicht ein bisschen mehr Spaß. Es wäre allerdings trotzdem ein kurzer Spaß, von dem nicht viel zurückbleibt. Wie nach One-Night-Stands. Und die habe ich mir, glaube ich, schon mit 24 abgewöhnt.</p>

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		<title>Wettbewerb: Was tun mit diesem Zeug hier?</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 15:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute gibt es sogar etwas zu gewinnen! Dieses Fundstück von Sevan K. ist zu gut, um es gleich wieder wegzuklicken. Er fragt sich – vermutlich gemeinsam mit uns allen: &#8220;Wozu braucht man den Scheiß?&#8221; Ja, es handelt sich um künstliches Sperma. Wie die Webseite verrät, kann man es verwenden &#8220;für erotische Massagen zu zweit, als [...]]]></description>
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<p>Heute gibt es sogar etwas zu gewinnen! </p>
<p>Dieses Fundstück von Sevan K. ist zu gut, um es gleich wieder wegzuklicken. Er fragt sich – vermutlich gemeinsam mit uns allen: &#8220;Wozu braucht man den Scheiß?&#8221;</p>
<div id="attachment_1693" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Bildschirmfoto-2010-05-25-um-17.12.28.png"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Bildschirmfoto-2010-05-25-um-17.12.28-294x300.png" alt="" title="Bildschirmfoto 2010-05-25 um 17.12.28" width="294" height="300" class="size-medium wp-image-1693" /></a><p class="wp-caption-text">Künstliches Sperma, jetzt für nur 9,50 sfr!</p></div>
<p>Ja, es handelt sich um <a href="http://www.crazystuff.ch/kuenstliches-sperma-p-133.html">künstliches Sperma</a>. Wie die Webseite verrät, kann man es verwenden &#8220;für erotische Massagen zu zweit, als Gleitmittel, zum Erregen der Fantasie und Lust &#8230; oder auch zum Reinlegen von Freunden. Das künstliche Sperma wirkt wie echt, ist gefühlsecht und neutral im Geschmack&#8221;.</p>
<p>Neutral im Geschmack? Kann man dann nicht gleich Eiweiß verwenden?</p>
<p>Nein, denn künstliches Sperma sieht &#8220;auf der Haut und auf Bettlaken (…) vollkommen echt aus&#8221;!</p>
<p>Juhu! Endlich ein Grund, die Bettwäsche zu waschen! Ein wenig künstliches Sperma drauf und ab in die Maschine!</p>
<p>Hier also ein Aufruf an die p.t. Userschaft, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen: Wozu kann man den Scheiß noch gebrauchen?</p>
<p>Die beste Antwort bekommt ein Exemplar <a href="http://www.amazon.de/Wie-war-ich-Mythos-perfekten/dp/3596182328/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1250404294&#038;sr=8-1">hiervon</a>, selbstverständlich mit einer entsprechenden Würdigungswidmung. Die Antworten einfach in den Kommentaren posten (nach Möglichkeit mit echter E-Mail-Adresse), Postingschluss ist der 1. Juni, 23.59 Uhr. </p>
<p>Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen, und Geldablöse gibt es auch keine.</p>
<p>Los geht&#8217;s!</p>

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		<item>
		<title>Ist sie oder ist sie nicht?</title>
		<link>http://blog.zeit.de/sex/2010/05/21/ist-sie-oder-ist-sie-nicht/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 10:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Einfach zum Nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[elena kagan]]></category>
		<category><![CDATA[obama]]></category>
		<category><![CDATA[oberster gerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[usa]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem hat US-Präsident Barack Obama die Juristin Elena Kagan als Kandidatin für den Obersten Gerichtshof nominiert. Seither brodelt in den Staaten die Gerüchteküche. Worüber am heftigsten diskutiert wird, sind nicht ihre juristischen Meriten oder ihre politische Orientierung, sondern ihre sexuelle. Losgetreten wurde die Diskussion, wie in letzter Zeit öfters, durch eine Bemerkung in einem [...]]]></description>
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<p>Vor kurzem hat US-Präsident Barack Obama die Juristin Elena Kagan <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-05/elena-kagan-usa-gerichtshof">als Kandidatin für den Obersten Gerichtshof nominiert</a>. Seither brodelt in den Staaten die Gerüchteküche. Worüber am heftigsten diskutiert wird, sind nicht ihre juristischen Meriten oder ihre politische Orientierung, sondern ihre sexuelle.<br />
<strong><span id="more-1690"></span></strong></p>
<p>Losgetreten wurde die Diskussion, <a href="http://www.faz.net/s/Rub501F42F1AA064C4CB17DF1C38AC00196/Doc~E4CE0FF08FB534EEBAF308465E74C06BB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">wie in letzter Zeit öfters</a>, durch eine Bemerkung in einem Weblog, in diesem Fall durch den konservativen Autor Ben Domenech, der bislang offensichtlich nicht durch besonders seriöse Arbeit aufgefallen war, wie die politische Kommentatorin <a href="http://www.taylormarsh.com/2010/04/16/sexuality-and-scotus/">Taylor Marsh</a> schreibt.</p>
<p>Domenech zählte anlässlich Kagans Nominierung ihre Vor- und Nachteile auf, und listete unter Vorteilen: &#8220;… würde einem Großteil von Obamas Lager gefallen, wäre (…) die erste offen homosexuelle Richterin&#8221;.</p>
<p>Elegant!</p>
<p>Weniger elegant, dass das Weiße Haus darauf reagierte, indem es die <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/05/13/AR2010051305305.html">&#8220;falschen Anschuldigungen&#8221;</a> zurückwies. Man wäre also <em>schuldig</em> lesbisch zu sein? Autsch!</p>
<p>Domenech hat sich danach entschuldigt, nicht ohne zu erwähnen, dass er sich zu Unrecht kritisiert fühle. Auf <a href="http://www.huffingtonpost.com/ben-domenech/the-white-house-elena-kag_b_540633.html">Huffington Post</a> schrieb er, es sei eigenartig, &#8220;vom Weißen Haus für einen Blogeintrag attackiert zu werden, und noch eigenartiger, wenn dies aufgrund eines Nebenbei-Bemerkung erfolgt, die noch dazu gedacht war, einen positiven Aspekt einer potenziellen Supreme-Court-Kandidatin hervorzukehren&#8221;. </p>
<p>Als klassisches &#8220;Die anderen machen es ja auch&#8221;-Argument holte er dann <a href="http://www.dailykos.com/storyonly/2010/4/14/856868/-Obama-should-appoint-a-lesbian-to-the-Supreme-Court">diesen Text</a> hervor, in dem &#8220;Seneca Doane&#8221; die Bestellung einer lesbischen Verfassungsrichterin forderte. Das tat er allerdings Wochen vor Kagans Nominierung und bezog sich dabei auf zwei weitere mögliche Kandidatinnen, die offen lesbisch leben.</p>
<p>Wieso er dies forderte, erklärt, warum in den Staaten solch ein Gewese um Frau Kagan gemacht wird. Die Zusammensetzung des Obersten Gerichtshofes ist eine Kombination aus Schachspiel, Tauziehen und Gleichgewichtsübungen. Jeder Präsident versucht, die Bestellung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oberster_Gerichtshof_der_Vereinigten_Staaten#Besetzung">neun Mitglieder</a> in seinem politischen Sinne zu beeinflussen – sofern er die Möglichkeit dazu hat. Die Obersten Richter werden nämlich, theoretisch, auf Lebenszeit berufen. Und sie haben, anders als in anderen Ländern, großen Einfluss auf gesellschaftlich massiv wichtige Fragen. Das Recht auf Abtreibung, zum Beispiel, oder ob Homosexuelle heiraten dürfen (eine Entscheidung, die demnächst ansteht). </p>
<p>Deshalb wird jeder Richter nicht nur von den zuständigen Kommissionen bis in den letzten Winkel durchleuchtet, sondern auch von der Öffentlichkeit, die sozusagen erahnen möchte, wie er oder sie in welchem Fall entscheiden würde. Und in welche Richtung dieses Entscheidungsgremium tendieren würde.</p>
<p>Nur: Ist das ein legitimer Grund, die sexuelle Orientierung von Elena Kagan nicht nur öffentlich zu diskutieren, sondern sogar zu fordern, sie möge sich endlich deklarieren, wie das selbst homosexuelle Kommentatoren wie <a href="http://andrewsullivan.theatlantic.com/the_daily_dish/2010/05/so-is-she-gay.html">Andrew Sullivan</a> tun?</p>
<p>&#8220;Damit jemand eine Meinung zum Thema Abtreibung haben kann, muss er ja vorher nicht selbst abgetrieben haben&#8221;, sagt Renate Rampf, Pressesprecherin des <a href="http://www.lsvd.de/">Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD)</a> auf die Frage, ob man von einer lesbischen Richterin mehr Einsatz für die Rechte von Homosexuellen erwarten dürfe. &#8220;Wir sind der Meinung, dass sich prominente Menschen outen sollen, weil das anderen Mut macht. Aber es setzen sich ja nicht zwangsläufig nur Lesben und Schwulen für die Rechte von Homosexuellen ein.&#8221;</p>
<p>Aber würde es nicht helfen, in solch wichtige Gremien immer auch einen oder eine Homosexuelle/n zu berufen? Ähnlich wie bei fast jeder neugebildeten Regierung weltweit automatisch nachgezählt wird, wieviele Frauen ihr angehören? &#8220;Welche Quote wollen Sie da nehmen?&#8221;, fragt Rampf zurück. &#8220;Zehn Prozent? Nein, das Wichtigste ist Vorurteile abzubauen. Da helfen keine Gleichstellungsmaßnahmen.&#8221;</p>
<p>Auch den Vorbildeffekt eines prominenten geouteten Politikers hält Rampf für überschaubar. &#8220;In Berlin und Hamburg gibt es schwule Bürgermeister, weil sich zuvor viel in den Städten selbst geändert hat&#8221;, sagt sie. Schwulenclubs und Initiativen hätten nach und nach &#8220;die Vorhänge weggezogen&#8221;, erst dadurch sei es im Laufe der Zeit für Ole von Beust und Klaus Wowereit möglich geworden, sich zu outen. </p>
<p>Ob sich ein homosexueller Politiker eher für die Rechte von Schwulen und Lesben einsetzt? Schwierig, meint Rampf. Wenn er noch nicht geoutet ist, könnte er sich damit &#8220;verdächtig&#8221; machen. &#8220;Wenn Sie etwas verstecken wollen …&#8221;, deutet Renate Rampf an. Danach ist es nicht viel einfacher. Jede entsprechende Initiative würde als persönlich motiviert angesehen werden. Würde man das auch Frauen vorwerfen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen?</p>
<p>Mit wem ein Politiker (oder sonst jemand) also ins Bett geht, hat niemanden etwas anzugehen, nicht einmal, wenn es sich um eine Oberste Richterin handelt. Es ist nämlich einfach nebensächlich. </p>
<p>Vielleicht hat sich die Diskussion in den USA deshalb bereits verlagert: Nun wird debattiert, ob Elena Kagan <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/05/14/AR2010051402194.html">als Nicht-Mutter</a> für den Job einer Richterin geeignet sei.</p>

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		<title>Und weil wir gerade beim Thema sind …</title>
		<link>http://blog.zeit.de/sex/2010/05/19/und-weil-wir-gerade-beim-thema-sind-%e2%80%a6/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 17:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[cos]]></category>
		<category><![CDATA[penis]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch interessant, mit welchen Sicherheitsnadeln bei COS die Preisschilder an den Kleidern befestigt werden …]]></description>
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<p>Auch interessant, mit welchen Sicherheitsnadeln bei COS die Preisschilder an den Kleidern befestigt werden …</p>
<div id="attachment_1688" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/COS-penis.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/COS-penis-300x225.jpg" alt="" title="COS-penis" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1688" /></a><p class="wp-caption-text">Schnell, woran denken Sie gerade? / Foto: Neudecker</p></div>

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		<title>Was erkennen Sie in diesem Bild?</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 14:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[accidental penis]]></category>
		<category><![CDATA[fotos]]></category>
		<category><![CDATA[penis]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann es sein, dass Sie etwas fixiert sind? Was erkennen Sie zum Beispiel in diesen Bildern? Tja, Sie sind fixiert. Klicken Sie deshalb ja nicht auf diesen Link! Und sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!]]></description>
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<p>Kann es sein, dass Sie etwas fixiert sind? Was erkennen Sie zum Beispiel in diesen Bildern?</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/accidentalp3.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/accidentalp3-300x210.jpg" alt="" title="accidentalp3" width="300" height="210" class="aligncenter size-medium wp-image-1683" /></a></p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/accidentalp7.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/accidentalp7-300x210.jpg" alt="" title="accidentalp7" width="300" height="210" class="aligncenter size-medium wp-image-1684" /></a></p>
<p>Tja, Sie sind fixiert. Klicken Sie deshalb ja nicht auf <a href="http://topcultured.com/art-of-the-accidental-penis/">diesen Link</a>! Und sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!</p>

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		<title>Wenn die Pornos genauso gut sind …?</title>
		<link>http://blog.zeit.de/sex/2010/05/17/wenn-die-pornos-genauso-gut-sind-%e2%80%a6/</link>
		<comments>http://blog.zeit.de/sex/2010/05/17/wenn-die-pornos-genauso-gut-sind-%e2%80%a6/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 06:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Humorotisches]]></category>
		<category><![CDATA[porn]]></category>
		<category><![CDATA[porno]]></category>
		<category><![CDATA[pornokanal]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Werbung für einen Pornokanal. Titel: &#8220;Sie werden nicht wegen der schauspielerischen Leistungen zusehen&#8221;. Wunderbar! Gefunden hier.]]></description>
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<p>Werbung für einen Pornokanal. Titel: &#8220;Sie werden nicht wegen der schauspielerischen Leistungen zusehen&#8221;.</p>
<p>Wunderbar!</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kqwRvb_vv_0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/kqwRvb_vv_0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p><small>Gefunden <a href="http://ettf.net/">hier</a>.</small></p>

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		<title>Lustige Namen, Rote Khmer und eine Weinflasche voll Sperma</title>
		<link>http://blog.zeit.de/sex/2010/05/14/lustige-namen-rote-khmer-und-eine-weinflasche-voll-sperma/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 11:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sigrid Neudecker</dc:creator>
		<category>Das Sex-Blog</category>
		<category><![CDATA[Über Männer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/sex/?p=1666</guid>
		<description><![CDATA[Deutschland hat ein neues Männermagazin. Das ist, in Zeiten wie diesen, äußerst begrüßenswert. Wo reihenweise Magazine eingestellt oder nur noch auf Sparflamme zusammengeköchelt werden, muss man jeden beglückwünschen, der das Wagnis einer Neugründung eingeht. Na gut, Neugründung ist es nicht wirklich. Trip ist die Lizenzausgabe eines brasilianischen Magazins, das 1986 von &#8220;zwei Surfern in Sao [...]]]></description>
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<p>Deutschland hat ein neues Männermagazin. Das ist, in Zeiten wie diesen, äußerst begrüßenswert. Wo reihenweise Magazine eingestellt oder nur noch auf Sparflamme zusammengeköchelt werden, muss man jeden beglückwünschen, der das Wagnis einer Neugründung eingeht.</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1668" title="Trip1" src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Na gut, Neugründung ist es nicht wirklich. <a href="http://www.tripmagazin.de/"><em>Trip</em></a> ist die Lizenzausgabe eines brasilianischen Magazins, das 1986 von &#8220;zwei Surfern in Sao Paulo&#8221; gegründet wurde, wie das Editorial verrät. Deshalb prangt wohl auf dem Cover sicherheitshalber der Hinweis &#8220;Das Kultmagazin aus Brasilien – jetzt auch in Deutschland&#8221;. Kult ist das neue Cool. Das glauben offensichtlich Marketingleute, die einen Unter-25-Jährigen zum letzten Mal zu Gesicht bekommen haben, als sie vor  25 Jahren in den Spiegel geschaut haben.<br />
<strong><span id="more-1666"></span></strong><br />
Im Editorial steht auch, dass die Welt erst dann verständlich werde, wenn &#8220;wir uns mit den wahren Zusammenhängen auseinandersetzen und wir uns an unsere eigenen Bruchstellen heranwagen. Das ist das Motto von TRIP.&#8221; Die Seite mit dem wahren Zusammenhang habe ich offensichtlich überblättert, aber ich lese heute Abend noch einmal nach.</p>
<p>Fangen wir von vorne an. Wie jedes anständige Männermagazin ziert auch <em>Trip</em> eine Nackte. Simple, einfach zu dechiffrierende Signale, Männer sind ja so schlicht, dass sie es sonst für eine Kochzeitschrift halten könnten. Karen Junqueira ist Brasilianerin und hat es dort zum &#8220;großen TV-Star&#8221; geschafft. Offensichtlich nicht groß genug, dass man sie hier auf dem Cover nennen würde.</p>
<p>Das Bild ist, wenn überhaupt, immerhin nur wenig retouchiert, was einen großen Pluspunkt gibt. Man erkennt jedes Muttermal, und ist das auf dem Oberarm gar ein Pickel? Sieht man da etwa noch die BH-Abdrücke? Ah, und sie trägt beim Sonnenbad an der Copa Cabane eindeutig einen sehr knapp geschnittenen Tanga.</p>
<p>Hübsches Mädel, doch wieso werde ich mit den Fotos nicht warm? Weil sie in einer unbrasilianisch-kalten Umgebung fotografiert wurden. An den Wänden blättert der Putz ab, auf den ausgebleichten Holzboden wurde eine nackte Matratze gelegt. Keine Frau legt sich freiwillig auf eine nackte Matratze. Soll das eine Art Geiselhaft-Szenario im Hinterkopf des männlichen Lesers evozieren? (Machen sich Männer überhaupt so viele Gedanken, wenn sie Fotos einer leicht bekleideten Frau sehen? Auch wieder wahr.)</p>
<p>Eine andere Fotostrecke zeigt einfach ein paar hübsche Fotos von nackten Mädchen, die man bei Flickr gefunden hat. Wehrt sich Print auf diese Weise gegen die angebliche Bedrohung aus dem Internet?</p>
<p>Lassen Sie uns themengemäß gleich zur nächsten Sexgeschichte springen. Ein Autor namens Modest von Beritzki, den weder die allwissende Müllhalde noch die Pressedatenbank kennen, hat heldenhafterweise einen Nachmittag lang einem Gangbang in Hamburg-Jenfeld beigewohnt und darüber einen &#8220;Report aus einer Tabuzone&#8221; verfasst. Wenn man etwas, nach dem eigentlich schon kein Hahn mehr kräht (selbst Spiegel-TV hat seit mindestens vier Wochen keine Swingerclub-Reportage mehr gebracht!), dann schreibt man eben sicherheitshalber groß TABU drüber.</p>
<p>&#8220;Was, um Himmels Willen, macht daran Spaß&#8221;, will der Artikel klären. Man weiß es allerdings selbst nach vier Seiten nicht. Vielleicht auch, weil man von einem Stil auf Gangbang-Niveau abgelenkt wird:</p>
<p>&#8220;Wolfgang wird rasend, wenn er die Augäpfel seiner Partnerin kreisen sieht, wenn sie sich wie von einem Dämon besessen windet, wenn sie ächzt, sich auf ihm reibt und dann wie ein ausgetrockneter Wasserbüffel das warme Sperma der Fremden empfängt.“</p>
<p>Wolfgang ist übrigens Juttas Lebensgefährte und liegt bekleidet unter ihr, während sie 35 Männern der Reihe nach in Hündchenstellung zur Verfügung steht. &#8220;Bei Klaus dauert es nicht mal 30 Sekunden, dann stellt er sich wieder hinten an.&#8221; Ist die Strecke deshalb mit Fotocollagen einer von Karnickeln umringten nackten Frau illustriert?</p>
<div id="attachment_1669" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip3.jpg"><img class="size-medium wp-image-1669" title="Trip3" src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">VIP - Very Important Puta: Heißt Puta auf Portugiesisch nicht &quot;Hure&quot;?</p></div>
<p>Weitere Highlights: „Claas, arbeitslos, lernte Hunderte von Feuchtgebieten kennen.“ Oder auch: „Wer nicht gerade aussieht wie Quasimodo oder eine Woche lang nicht geduscht hat, der wird garantiert rangelassen.“ Drei Tage ungeduscht geht?</p>
<p>Und damit der Artikel wenigstens ein bisschen Gehalt bekommt, hat der Autor, der entweder wirklich seine ersten Schreibversuche hier veröffentlichen durfte oder es unter dem Deckmantel eines Pseudonyms einfach laufen hat lassen, auch noch recherchiert: „Rechnet man mit durchschnittlich vier Samenergüssen bei 35 Männern innerhalb von sechs Stunden, dürften rund 700 Milliliter Sperma zusammenkommen oder &#8211; um es plastischer zu machen &#8211; eine Weinflasche gefüllt mit einer Mixtur von 2,8 Milliarden Samenzellen.“</p>
<p>Frage in die Runde: Vier Mal in sechs Stunden?</p>
<p>Man weiß nicht genau, was <em>Trip</em> sein will. Man findet sich auch nicht zurecht. An die Gangbang-Geschichte schließt nahtlos eine über Männer und ihre Hunde an, &#8220;Mein Freund hat Fell&#8221;. Auf einen erschütternden Artikel über die Foltermethoden der Roten Khmer folgt gleich auf der nächsten Seite eine Hübsch-Geschichte über den &#8220;französischen Lebenskünstler François Delort&#8221;, der sich in Brasilien ein schönes Haus gebaut und sich &#8220;seinen Lebenstraum erfüllt hat&#8221;.</p>
<p>Da wünscht man sich als kleinen Puffer wenigstens eine Modestrecke – selbst wenn sie im Stil eines Tchibo-Katalogs fotografiert ist und aus dem Jahr 2000 (&#8220;Cooler Groove&#8221;) stammen dürfte.</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip5.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1670" title="Trip5" src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip5-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die größte Versuchung, die bei jeder Magazinneugründung lauert, ist, möglichst originell sein zu wollen. Das ist gleichzeitig die größte Gefahr. Wozu braucht man eine Ausrede, um eine weitere Seite mit Fotos des Covergirls zu bringen? Hier nennt man das: „Trip Girl Second&#8221;, und weil das weder Deutsch noch Englisch ist, sicherheitshalber noch: &#8220;Der Rest vom Schützenfest – nicht minder sehenswert.“ Die unmotivierten roten Punkte auf den Bildern identifizieren allerdings auch nur Insider aus der Verlagsbranche.</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1671" title="Trip2" src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip2-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Kleine Rubriken gehen daneben, weil sie zu viel wollen. &#8220;Was sind Ihre heimlichen Freuden&#8221; werden ein paar Unbekannte sowie ein Quoten-Promi gefragt, die darauf <em>to-tal</em> spannende Antworten über ihre &#8220;heimliche&#8221; Diät, Kosmetiktricks oder ihren Fetisch, Magazine nur in druckfrischem Zustand lesen zu wollen, geben.</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip4.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1672" title="Trip4" src="http://blog.zeit.de/sex/files/2010/05/Trip4-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Eine Rubrik namens &#8220;Wie wird man …&#8221; klärt, wie man Tätowierer wird, was sich sicher auch schon lange niemand mehr fragt. Und lustige Namen, die zu ihren Berufen passen (&#8220;Ralf und Marko Differenz, Steuerberater&#8221;) wagt mittlerweile keine Schülerzeitung mehr abzudrucken.</p>
<p>Tolle Geschichten wie jene über Sasha Shulgin, der Ecstasy allerdings nicht &#8220;erfunden&#8221;, sondern nur neu synthetisiert hat, die offensichtlich aus dem brasilianischen Original stammen, mischen sich mit frisch geschriebenen, denen eine strenge Hand gut getan hätte. Den Fotografen Martin Schoeller von einem mit ihm befreundeten Journalisten portraitieren zu lassen, endet in Lobhudeleien wie „&#8230; dem zurzeit größten deutschen Fotografen“ oder „auf dem Weg zum ganz großen Fotografenstar“ sowie Satzhülsen à la „Ich bin hier, um dem Phänomen Schoeller auf den Grund zu gehen&#8221; oder „Er ist trotz allen Ruhms und Reichtums der sympathische Pfundskerl von vor zehn Jahren geblieben.“</p>
<p>Wer den &#8220;zurzeit größten deutschen Fotografen&#8221; vorher übrigens auch nicht gekannt hat: Das ist derjenige, der die wirklich schönen, hart ausgeleuchteten <a href="http://www.google.com/images?client=safari&amp;rls=en&amp;q=martin+schoeller&amp;oe=UTF-8&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;source=univ&amp;ei=nyrtS8PlCMrA-QbM-KHNCQ&amp;sa=X&amp;oi=image_result_group&amp;ct=title&amp;resnum=1&amp;ved=0CCwQsAQwAA">Closeups</a> macht. Wäre es da nicht eine nette Idee gewesen, ihn selbst auch gleich in diesem Setting zu fotografieren?</p>
<p>Damit die Klischees zwischen Männern und Frauen noch möglichst lange erhalten bleiben, gibt es auch noch eine unsägliche Geschichte über eine Frau, die ihren (armen, wehrlosen) Freund dazu bringt, ihr einen Antrag zu machen und sich dann prompt zu Bridezilla entwickelt. Es sind nämlich immer die Frauen, die geheiratet werden wollen. Und es sind immer die Frauen, die mit ihrer Hochzeit jene ihrer besten Freundin übertrumpfen wollen. (Es wird mit dem Summerton … 2010.)</p>
<p>Und die Kolumnen am Ende des Heftes sind vermutlich … lustig gemeint … oder so.</p>
<p>Wie gesagt: Super, dass es in Zeiten wie diesen jemand wagt, ein neues Magazin auf den Markt zu bringen. Für die Assoziation, die bislang jeder, mit dem ich darüber gesprochen habe, bei dem Wort &#8220;Trip&#8221; im Zusammenhang mit &#8220;Männer&#8221; hatte, kann es ja nichts.</p>
<p>UPDATE: werderfan hat selbstverständlich absolut recht. <em>Trip</em> verzichtet wohltuend auf den diesmal aber ganz wirklich sicheren Weg zum Sixpack in six Tagen. Ganz ohne Autos geht&#8217;s nicht, aber immerhin beschränkt man sich auf &#8220;Autos mit Charakter&#8221;, in diesem Falle ist dies ein VW Bulli (in dem zwei etwas homoerotisch wirkende Fotomodelle hineingegossen liegen).</p>

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