Wir müssen reden. Über Nazis.

Der 20-Jährige hat einen Israeli im April geschlagen, getreten und als "Judenschwein" beschimpft © dpa
Der Ort Laucha in Sachsen-Anhalt hat ein Problem: Lutz Battke. Der NPD-Abgeordnete ist aufgrund seiner rechtsextremen Gesinnung den Posten als Fußballtrainer zwar los. Als Schiedsrichter darf er jetzt dennoch wieder arbeiten. [weiter...]

Neonazis mit einem HNG-Transparent bei einem Aufmarsch 2006 in Berlin © Ruben Wesenberg/Ahron
Seit Jahrzehnten unterstützt ein Verein rechtsextremistische Häftlinge – nach bundesweiten Razzien soll er nun verboten werden. [weiter...]

Einfahrtsgebäude des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz / Birkenau, 1945
In der “taz” las ich vor einigen Tagen einen Artikel, der mir die Sprache verschlug: Da hat eine engagierte Geschichtslehrerin in Nancy / Frankreich ihren Auftrag, über die Verbrechen des NS zu informieren, ernst genommen und im Rahmen der Thematisierung der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden regelmäßig Fahrten nach Auschwitz mit den Schülerinnen und Schülern organisiert. Da sie in diesem Zusammenhang nicht von “Holocaust” sondern von der “Shoah” sprach, wurde sie jetzt mit der Begründung vom Dienst suspendiert, sie habe ihre “Pflicht zur Zurückhaltung” missachtet… [weiter...]

Jung und gewaltbereit – "Autonome Nationalisten" 2007 bei einem Aufmarsch in Dortmund © Getty
Aus Angst vor einem Anschlag mit „lebensbedrohlichen Sprengsätzen“ hat die Polizei einen Naziaufmarsch am Samstag in Dortmund verboten. Ein führendes Mitglied der regionalen Naziszene wurde am Mittwoch verhaftet, weil es mit Glasscherben umwickelte Sprengsätze gebaut hatte. Jetzt befürchten die Sicherheitsbehörden, dass der Täter nahe der Route weitere Splitterbomben versteckt hat, die seine „Kameraden“ während des Aufmarsches zünden könnten. [weiter...]

Angriffe auf Passanten und Polizisten am 1. Mai auf dem Ku'damm
Bei einer Demonstration von Rechtsextremen am 1. Mai in Berlin soll ein Demonstrant einen Anschlag geplant haben. Jetzt wurde der 19-jährige Neonazi in Aachen festgenommen. [weiter...]

Protest vor der Bundespressekonferenz © Christian Könnecke
Ein Sturm der Entrüstung ist dieser Tage über Deutschland hinweg gezogen. Die Einen meinen es ernst, die Anderen spielen nur mit. Der Auslöser: Thilo Sarrazin und sein rechtspopulistisches Buch „Deutschland schafft sich ab“. Thilo Sarrazin, schon wieder. Berliner Ex-Finanzsenator und vermutlich bald auch Ex-Bundesbankvorstand und Ex-Sozialdemokrat. Was hat man nicht gejubelt am rechten Rand. Über seine rassistischen Thesen und seine vermeintlichen Tabubrüche. NPD, DVU und Pro-Bewegung überbieten sich mit Solidaritätsbekundungen. Dabei könnte man vergessen, dass die Gefahr ganz woanders lauert. Sarrazin macht extrem rechtes Gedankengut anschlussfähig an die Mitte der Gesellschaft. Rassismus ist dabei nur einer von vielen kritischen Momenten dieses sich unschuldig gebenden Rechtspopulismus. Alter Wein in neuen Schläuchen. [weiter...]

Der 20-Jährige hat einen Israeli zusammengeschlagen und als "Judenschwein" beschimpft © dpa
Wegen eines Überfalls auf einen 17-jährigen Israeli in Laucha (Sachsen-Anhalt) musste sich ein 20-Jähriger vor dem Amtsgericht Naumburg verantworten. Er wurde zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt. [weiter...]
Mit Eisenstangen und Schlagstöcken bewaffnet hat eine Gruppe von rund 100 Naziskinheads am Sonntag ein Rockkonzert in der russischen Stadt Miass gestürmt und dutzende Menschen schwer verletzt. Presseangaben nach denen ein 14-jähriges Mädchen an seinen Verletzungen verstorben sein soll, wurden inzwischen dementiert. [weiter...]
Auf die Begräbnishalle des Neuen Jüdischen Friedhofes in Dresden ist laut Medienberichten ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte Täter zündeten am Morgen des 29. August 2010 die Eingangstür an, wie das Landeskriminalamt Sachsen und die Staatsanwaltschaft Dresden demnach mitteilten. Eine Frau bemerkte den Schwelbrand und informierte Polizei und Feuerwehr. Das Feuer an der Tür konnte gelöscht werden, weitere Schäden an der einstigen Synagoge in Johannstadt konnten verhindert werden. Eine Sonderkommission des Landeskriminalamtes Sachsen ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Der Schaden an der Tür und dem Gebäude beläuft sich den Angaben zufolge auf mindestens 5000 Euro.
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