Geschichtsrevisionismus und Holocaustleugnung: Neonazi-Aufmärsche in Nordhausen und Dresden

Naziadler und Eisernes Kreuz – Vaterland für Reichsbürger © Henrik Merker

Am Samstag fanden deutschlandweit gleich mehrere Neonazi-Demonstrationen statt: Im nordthüringischen Nordhausen marschierten rund 200 Neonazis bei einem geschichtsrevisionistischen Marsch zur Erinnerung an Dresden auf. In Dresden selbst wurde eine Holocaustleugner-Demo von der Polizei aufgelöst. Weiter„Geschichtsrevisionismus und Holocaustleugnung: Neonazi-Aufmärsche in Nordhausen und Dresden“

 

„Die AfD greift die Gedenkstätten aus den Parlamenten heraus an“

Erinnerungskultur - Gefahr des Geschichtsrevisionismus
KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen © Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Mit dem Einzug der AfD in verschiedene Landtage und den Bundestag stehen der Partei auch Sitze in Ausschüssen und Stiftungsräten zu, die zur Würdigung von NS-Opfern eingerichtet worden. So auch im Stiftungsrat der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, deren Geschäftsführer Jens-Christian Wagner hält die AfD im Stiftungsrat für nicht tragbar. Weiter„„Die AfD greift die Gedenkstätten aus den Parlamenten heraus an““

 

Gefängnisstrafe für Holocaust-Leugnerin Haverbeck: „Keine Fahnenflucht“

Ursula Haverbeck in Bad Nenndorf, Foto: K. Budler

Seit Jahren steht die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck immer wieder vor Gericht. Ihre zahlreichen Verurteilungen waren bisher jedoch nicht rechtskräftig. Nun hat das Oberlandesgericht Celle die Revision gegen ein Urteil zurückwiesen und Haverbeck muss nun wohl ins Gefängnis. Weiter„Gefängnisstrafe für Holocaust-Leugnerin Haverbeck: „Keine Fahnenflucht““

 

Weimar: Neonazistischer „Trauermarsch“ floppt

Rund 500 Menschen stellten sich in Weimar den Neonazis entgegen © Lionel C. Bendtner

Am Samstag floppte ein geschichtsrevisionistischer Neonazi-Aufmarsch in Weimar mit nur 70 Teilnehmern und veraltetem Propaganda-Material. Mehr als 500 Menschen protestierten gegen die extrem rechte Veranstaltung und zeigten lautstark, dass die Neonazis in der Kulturstadt nicht willkommen sind. Weiter„Weimar: Neonazistischer „Trauermarsch“ floppt“

 

Peine: Rechte „Großdemo“ entpuppt sich als Mini-Aufmarsch

Nur 90 Menschen nahmen am Samstag an einer „Großdemonstration“ der „Patrioten Niedersachsen“ in Peine teil © David Janzen

Für Samstag hatten die „Patrioten Niedersachsen“ bundesweit zu einer „Großdemonstration“ ins niedersächsische Peine mobilisiert. Am Ende nahmen nur rund 90 Rechte an dem Mini-Aufmarsch teil. Weiter„Peine: Rechte „Großdemo“ entpuppt sich als Mini-Aufmarsch“

 

Neonazi-Gewalt und Verharmlosung in Wurzen

Vermummte Neonazis auf der Bahnhofsstraße Wurzen ©Henrik Merker

Bewaffnete Neonazis wollten am Sonnabend in Wurzen Journalisten und eine linke Kundgebung angreifen. Die Polizei reagierte rechtzeitig. Die Waffen wurden nicht gefunden, ein Durchsuchungsbeschluss fehlte. Die Angreifer sollen zum Umfeld des extrem rechten „Imperium Fight Team“ gehören, einige der Täter waren wohl am Angriff auf Connewitz vom 11.01.2016 beteiligt. Weiter„Neonazi-Gewalt und Verharmlosung in Wurzen“

 

„Ich versuche mich von dem Angriff nicht einschüchtern zu lassen…“

Offene rechte Symbolik bei der Kundgebung am Samstag in Cottbus © Presseservice Rathenow

Ney Sommerfeld berichtet seit Jahren auch für den ZEIT ONLINE Störungsmelder über die rechtsextreme Szene in Berlin und Brandenburg. Am Samstag wollte sie von einer Demonstration in Cottbus berichten, dabei wurde sie von Neonazi-Hooligans angegriffen. Wir haben mit ihr über den Angriff gesprochen. Weiter„„Ich versuche mich von dem Angriff nicht einschüchtern zu lassen…““