Bunte Proteste gegen die AfD in Köln

Karneval mal anders © Roland Kaufhold

„Wer die AfD nerven möchte muss früh aufstehen“. Dirk Hansen von „Solidarität statt Hetze“ hatte es drei Tage zuvor auf der Pressekonferenz in den Kölner Sartorysälen angekündigt. Es ist sieben Uhr morgens, ich bin am Ebertplatz, einer der fünf Treffpunkte der Sternmärsche des breiten linken Bündnisses. Weiter„Bunte Proteste gegen die AfD in Köln“

 

220 Menschen demonstrieren gegen rechte Gewalt in Memmingen

Demonstration »Remembering means fighting« am 22.4.2017 in Memmingen © N. Kelpp

Vor neun Jahren erstach ein Neonazi Peter Siebert mit einem Bajonett in Memmingen. Unter dem Motto „Remembering means fighting – Gegen Nazis und ihre Umtriebe“ erinnerten etwa 220 Menschen daran und forderten ein konsequentes Vorgehen gegen die Strukturen der Rechten in der Region. Weiter„220 Menschen demonstrieren gegen rechte Gewalt in Memmingen“

 

Sieg Heil und Hitlergruß – Polizei fasst deutsche Wanderer in Österreich

Am Samstag dem 8. April wurde die Polizei im österreichischen Anif von Angestellten einer Frühstückspension angerufen. Das Personal hatte beim Abräumen Bierdeckel mit aufgeklebten Hakenkreuzen gefunden. Zwölf Verdächtige wurden genannt. Die Gruppe hatte daraufhin am Nachmittag die Aufmerksamkeit wiederholt auf sich gezogen. Weiter„Sieg Heil und Hitlergruß – Polizei fasst deutsche Wanderer in Österreich“

 

900 Polizisten für 11 Neonazis in Köln

Die Gegendemonstranten wurden von der Straße geschoben © Hartmut Schneider

Eine Woche vor dem AfD-Bundesparteitag im Kölner Maritim kam es zu einem der peinlichsten Events in der Geschichte Kölns: 11 – in Worten: elf – militante Rechtsextremisten mit teils einschlägigem Vorstrafenregister liefen ab dem Bahnhof Süd grinsend und feixend durch den Stadtteil Köln-Sülz. Abgeschirmt wurden sie durch ein Großaufgebot von 900 Polizisten, zwei Wasserwerfern, einem Räumpanzer, einem permanent in der Luft kreisenden Polizeihubschrauber, Polizeihundestaffeln und mehreren Polizeipferden. Obwohl bei den Kooperationsgesprächen mit dem Bündnis gegen Rechts auf die geringe Zahl der zu erwartenden Nazis hingewiesen worden war, ließ die Polizei sich nicht von ihrer Machtdemonstration abhalten. Weiter„900 Polizisten für 11 Neonazis in Köln“

 

Dortmund: Naziangriff endet im Polizeigewahrsam

Dortmund gilt als Hochburg der rechstextreme Szene Nordrhein-Westfalens  © Christian Martischius

Das ging daneben: Neonazis haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Dortmund eine Gruppe türkischer Jugendlicher attackiert, doch die wehrten sich erfolgreich. Wie die Polizei Dortmund berichtet, provozierten fünf Neonazis auf der Rheinischen Straße die Gruppe. Aus dem verbalen Schlagabtausch entwickelte sich dann eine körperliche Auseinandersetzung, bei der auch Ketten und Holzlatten eingesetzt wurden. Weiter„Dortmund: Naziangriff endet im Polizeigewahrsam“

 

AfD-Demo in Peine: Schulterschluss mit Identitären und Neonazis

AfD-Kundgebung
Demonstration der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ am 1. April 2017 in der Innenstadt von Peine (Niedersachsen). © David Janzen

„Keine fremden Konflikte in unserer Stadt!“, so lautete das Motto einer Mahnwache und anschließender Demonstration in Peine (Niedersachsen) zu der die AfD-Jugend „Junge Alternative Bezirksverband Braunschweig“ am Samstag, den 1. April 2017, aufgerufen hatte. Anmelder war der AfD-Kreistagsabgeordnete Andreas Tute. Gekommen waren knapp 40 AfD-Anhänger*innen, darunter Personen vom „Bürgerprotest Hannover“, vom Braunschweiger PEGIDA-Ableger BRAGIDA, sowie Aktivisten der „Identitären Bewegung“ (IB) und Neonazis der NPD/JN. Mit Rufen, wie „Deutschland den Deutschen“ und „Heimat, Freiheit, Tradition, Multikulti Endstation“ lief die Demonstration durch die Peiner Innenstadt. Weiter„AfD-Demo in Peine: Schulterschluss mit Identitären und Neonazis“

 

Streit um Compact auf der Leipziger Buchmesse

Martin Müller-Mertens (links), Chef vom Dienst bei Compact und Peter Feist (rechts), Reiseführerautor und Philosoph aus dem Umfeld des Magazins während der Diskussion am Samstag © Paul Hildebrand

Die Leipziger Buchmesse begrüßte ihre Besucher mit einer klaren Botschaft: „Für das Wort und die Freiheit – #FreeTheWords“, hieß es auf meterlangen Transparenten und unzähligen Plakaten. In Halle fünf galt dieser Grundsatz jedoch nicht – hier legte das Sicherheitspersonal des Compact-Magazins die Grenzen der Berichterstattung fest. Immer wieder wurden Journalisten eingeschüchtert, bedroht und rabiat der Halle verwiesen.  Weiter„Streit um Compact auf der Leipziger Buchmesse“