Wir müssen reden. Über Nazis.

Ein Forum für ein Eigentor

Von 11. November 2007 um 21:31 Uhr

Nazis aus Dippoldiswalde kämpfen für ihr Recht, verarscht zu werden.

So wirkte es zumindest als eine Gruppe junger Nazis in der sächsischen Kleinstadt einen Auftritt des Kabarettisten Serdar Somuncu störte.

Dieser ließ sich jedoch nicht beirren, überließ ihnen und ihrem Plakat die große Bühne, auf der sie dann unter schallendem Gelächter zur eigenen Karikatur verkamen.

Seit längerem schon zeigt Serdar Somuncu, dass man Nazis und ihren Methoden nicht ausschließlich mit Gegen-argumenten entgegentreten muss. So liest er zum Beispiel Passagen aus Hitlers ‘Mein Kampf’ und zeigt so dem Publikum durch unverändertes, bloßes Darstellen die Absurdität dieser Weltanschauung auf.

Wie Jan Jetter in seinem Beitrag vom 08.11.07 schon berichtete, hat eine Diskussion in bestimmten Kreisen oftmals nur weitere Zerstreuung und verzerrte Darstellungen der Tatsachen seitens der rechtsextremen Eindimensionalität zur Folge.

Dass es oft schon reicht, bestimmte Ideologien, zwar in gleicher Art und Weise nur auf einem anderen Kanal zu senden, zeigt dieser kleine Ausschnitt hier.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=QjUEPhv3cWo[/youtube]

Ich möchte damit auch sagen, dass, selbst wenn man nicht sofort eine ganz klare Idee zur Lösung eines Problems in dieser Hinsicht hat, die Bekanntmachung auf stoerungsmelder.org – also einem Blog mit klarer Haltung – immer erstmal ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Kategorien: bundesweit, Sachsen
Leser-Kommentare
  1. 17.

    Aktivitäten gegen Extremisten sind ok, manchmal sogar notwendig. Gewalt gegen Meinungsfreiheit, bestimmte politische Ansichten oder Ausländer sind verwerflich, undemokratisch und daher abzulehnen, zu verurteilen. Das wird, wie hier zu sehen, auch gemacht. Gegen rechts. Wird es auch gegen links, d.h. linksextrem gemacht? Jede Form von Extremismus ist abzulehnen, weil immer Gewalt damit verbunden ist. Die normale, gemäßigte, also demokratische Form von “rechts” oder “links” muss aber gleichberechtigt sein. Rechts und Links müssen um den “richtigen”, besseren Weg zur Politikgestaltung streiten. Glechberechtigt. Das wäre demokratische Normalität. Ist das in unserer Gesellschaft der Fall? Ich glaube nicht. “Rechts” wird bei uns immer als böse, undemokratisch, rückständig hingestellt, auch in den Medien benachteiligt, während “links” als einzige demokratische Form gilt. Es werden z.B. bei Talkshows zwar Polikiter der extremen Linken eingeladen, aber niemals der extremen Rechten. Ich bedaure das nicht unbedingt, weil ich von rechtem Extremismus nichts halte, aber auch nichts von linkem. Ich frage mich deshalb: Es ist wirklich ein Zeichen demokratischer Souveränität und Ausgeglichenheit? Ich glaube, wir könnten da von anderen Ländern noch etwas lernen, weil sie mit dem Begriff “demokratisch” wirklich etwas souveräner umgehen als wir.

    Antworten

    • 25. Oktober 2009 um 15:31 Uhr
    • germi
  2. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)