Wir müssen reden. Über Nazis.

Provokation gegen ’68 erhält ungebetene Gesichter: Kubitschek und Menzel

Von 2. Mai 2008 um 09:10 Uhr

Heute startet an der Humboldt-Universität in Berlin ein 68er-Kongress. Organisatorisch getragen wird die Veranstaltung vor allem von der Linkspartei und ihren Jugendorganisationen, darunter der SDS (Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband). Nachdem Götz Kubitschek, einer der Leiter des “Institut für Staatspolitik” (IfS), in jüngerer Vergangenheit viel über “Provokationen” geschrieben hat, geht es heute in Berlin seit 8.00 Uhr um provokative Praxis.

Denn Kubitschek und Felix Menzel, Chefredakteur der rechtskonservativen Jugendzeitung “Blaue Narzisse”, haben die konservativ-subversive Aktion “Ungebeten” ins Leben gerufen. Seit 8.00 Uhr sollen etwa 20 Schüler und Studenten aus dem Umfeld von “Blaue Narzisse” und “Sezession” in Berlin gegen den 68er-Kongress protestieren. Die “Blaue Narzisse” wird über den Kongress auch auf ihrer Internetseite berichten.

Banner Lenin“Ein sozialistischer Kongreß, der ungebrochen an die mörderische Tradition der kommunistischen und sozialistischen Menschheits-Experimente anknüpft, soll in der Humboldt-Universität nicht tagen können“, begründet Kubitschek die Aktion. Vor der Universität wurden Plakate geklebt sowie Flugblätter und Aufkleber verteilt. Kubitschek und seine Anhänger besetzten gar das Podium des Kongresses und forderten dessen Abbruch.

Bilder zu der Aktion, in die offenbar auch die “Junge Freiheit” (JF) eingebunden ist, gibt es hier und hier und hier.

Kategorien: Berlin, bundesweit
Leser-Kommentare
  1. 41.

    @Pannonicus

    Die Diskussion um den Deutschen hatten wir bereits. Prinzipiell ist der ein Deutscher, der die deutsche Staatsangehörigkeit hat. Das ist unser geltendes Recht.

    Wenn Sie postulieren – nur weil sich ein zugewanderter Deutscher nicht als Deutscher fühlt, ist er kein Deutscher – greift nicht. Er ist völkerrechtlich Deutscher.

    Eine “ethnisch saubere Volksrasse” kann ich nirgends auf der Welt ausmachen. Schon immer gab es Wanderbewegungen und damit verbunden Durchmischungen von Menschengruppen. Ihre Sichtweise greift einfach zu kurz.

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    • 6. Mai 2008 um 14:06 Uhr
    • Torsten G.
  2. 42.

    “Also, Torsten G., … Wenn einer seinen schönen deutschen Nachnamen abkürzt, wie es die leichtfertigen Amis …, dann geht das meines Erachtens ein bißchen in Richtung netz-inkompetent.”
    Lustiger Burschi der Harki – als (…) und mit Net-Exhibitionismus als ultimativen Kompetenzbeleg geschlagen,
    da brauchts schon ein Pseudo.. äh.. Nick, man kommt so uncool daher.

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    • 6. Mai 2008 um 16:39 Uhr
    • Nele
  3. 43.

    @merjem: “Du nennst keinen Grund, warum die Gesellschaft in deinen Augen mit der Zuwanderung “inhuman” werden sollte.”

    Ich zitierte zur Illustration Cohn-Bendit. Diese m.E. für jedermann sichtbaren gesellschaftlichen Erscheinungen im “Kiez” beschrieb vor kurzem die britische BBC und stellte ebenso klar die Opfer und Verlierer dieses “demographischen Wandels” heraus: http://www.zeit.de/online/2008/11/working-class-grossbritannien

    Die BBC traute sich damit erst “aus den Büschen”, nachdem der Oberrabbiner Großbritanniens dem von westeuropäischen Linken geprägten “Multikulturalismus” nicht nur widersprach, sondern ihn (m.E. richtigerweise) als ein gesellschaftliches “Desaster” ersten Ranges anprangerte: http://tinyurl.com/27p6gp

    Nicht anders sieht es leider bei uns aus. Wer als Großstädter kann, flieht aus dieser multikulturellen Subkultur, um seinen Kindern ein friedlicheres Umfeld, v.a. aber ein gewisses Bildungsniveau ohne Kulturkrieg, Rassismen, Abzieherei und entsprechende Traumata zu ermöglichen. Mir ist nicht einmal ein toleranter, “grüner” oder “linker” Bundestagsabgeordneter bekannt, dessen Kinder im Multikulti-Kiez eine staatliche Schule besuchen.

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    • 7. Mai 2008 um 10:29 Uhr
    • urfin
  4. 44.

    toll, (…) harki hat sich selbst disqualifiziert. meinen herzlichen glückwunsch dazu.

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    • 7. Mai 2008 um 14:33 Uhr
    • TorrSamaho
  5. 45.

    Eine “ethnisch saubere Volksrasse” kann ich nirgends auf der Welt ausmachen. Schon immer gab es Wanderbewegungen und damit verbunden Durchmischungen von Menschengruppen. Ihre Sichtweise greift einfach zu kurz.

    Torsten G., aufgrund der Etikette in diesem Blog spare ich mir diverse Invektiven, die mir nun in den Fingern krabbeln. Bevor Sie sich über meine “Sichtweise” äußern, lernen Sie bitte erst einmal, einen Text richtig und verständig zu lesen. Ich habe an keiner Stelle einen Quatschegriff wie “ethnisch saubere Volksrasse” benutzt.

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    • 8. Mai 2008 um 17:29 Uhr
    • Pannonicus
  6. 46.

    @Pannonicus

    Ich danke Ihnen zunächst, dass Sie Ihrem inneren Druck widerstehen können und sachlich bleiben wollen. Ich bitte Sie, “ethnisch saubere Volksrasse” nicht als Zitat Ihrer Ausführung zu sehen, sondern als ein inhaltliche Erwiderung auf Ihren Kommentar.

    Ok, unterstellen wir einmal, ich habe Ihren Text nicht richtig gelesen und verstanden.

    Da ich inhaltlich antwortete, können wir zumindest davon ausgehen, das ich richtig gelesen habe. Richtig gelesen im Sinn von: ich war in der Lage Buchstaben sowie Buchstabengruppen als Wort, … zu erkennen.

    Richtig verstanden – das ist ein Punkt für Sie – weiß ich nicht. Probieren wir es doch einmal:

    Ob eine “ethnisch homogene” Zukunft “grundgesetzwidrig” ist, ist durchaus fraglich. Im übrigen standen die Väter des Grundgesetzes, das ja nicht die Tafeln des Moses ist, vor politisch völlig anderen Problemen als wir heute.

    Ich denke, dass mir gestattet ist, das Wort “homogen” durch das Wort “sauber” zu ersetzen, wenn ich unterstelle, das Homogenität eine gewisse Ordnung darstellt. Wenn es Ihnen jedoch um das Wort “sauber” geht, steht es Ihnen frei meine Ausführungen dahingehen zu ändern, dass Sie eben dieses Wörtchen wieder durch “homogen” ersetzen. Der Sinn meiner Ausführung bleibt dabei erhalten. Natürlich ist eine “‘ethnisch homogene’ Zukunft” nicht grundgesetzwidrig, weil sich das GG hierüber vollends ausschweigt.

    Daß man sich als Deutscher ethnisch, also von der Abstammung her definiert, wie Angehörige jeder anderen Nation der Welt, hat ebenfalls nichts mit “Rassereinheit” zu tun.

    Bei dieser Aussage bin ich im Grunde bei Ihnen. Ethnologie hat grundsätzlich nichts mit einer Rasse zu tun. Mit dem Begriff “Volksrasse” betrieb ich ein wenig Polemik. Und dies mit voller Absicht!

    Betrachten wir es einmal anders herum. Gehen wir zunächst davon aus, auf der Erde leben Menschen (kein Volk, keine Rasse, kein …). Wir können den Menschen von anderen Lebewesen unterscheiden, also Merkmale finden, die den Menschen als Menschen ausmachen. Zoologisch betrachtet, gibt es weitere Unterscheidungsmerkmale.
    Da wir diese aber politisch und moralisch korrekt nicht mehr verwenden (dürfen), lassen wir den Bereich außen vor. Er hilft bei der Bestimmung einer Ethnie so oder so nicht.

    Wie aber ist es mit der Volkszugehörigkeit? Was oder wer ist Deutscher? Sie möchten es sehr gern über die Abstammung definieren. Um welche Abstammung handelt es sich denn in Ihren Ausführungen? Genetisch, kulturell …? Hier entsteht für mich eine Schwierigkeit, die Sie nicht geklärt haben. An dieser Stelle habe ich Sie höchstwahrscheinlich nicht verstanden. Unterstellt, dass sich Abstammung durch Geburt und Erziehung definieren soll, denn SO habe ich ihren Beitrag verstanden, kann ich gedanklich überleiten in die Gentik (Geburt) und die Kultur (Erziehung). Die Gedanken können Sie weiter führen.

    Im GG Art 116 und StAG §1 ist festgelegt, wer Deutscher ist. Und wer Deutscher ist, gehört dem deutschen Volk an. Deutscher wird man durch Geburt oder durch Gesetzeskraft. Durch einen Verwaltungsakt kann ein Nichtdeutscher Deutscher werden. Was ist dann in diesem Zusammenhang eine “‘ethnisch homogene’ Zukunft”?

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    • 9. Mai 2008 um 12:56 Uhr
    • Torsten G.
  7. 47.

    @ Torsten G:

    Es ist völlig unsinnig, das Wort “homogen” durch “sauber” zu ersetzen. Es bleibt auch keinerlei “Sinn erhalten”, wenn man mit Begriffen jongliert, die Unterschiedliches bedeuten. Ebensowenig hat man einen polemischen Sieg erzielt, wenn man einen Begriff durch einen anderen ersetzt. Allenfalls einen demagogischen.

    “Ethnien” konstituitieren sich durch “ethnische Abstammung” und eine prägende Kultur (immer beides zusammen). “Ethnologie” ist nicht das
    gleiche wie “ethnische Abstammung”. Und letztere hat selbstverständlich mit “Rassen” zu tun, weil sie mit “Genealogie” und letzten Endes mit “Genetik” zu tun hat. Man muß ja nicht gleich ein rigides System daraus machen. Übrigens haben nicht einmal NS-Rassenforscher wie Hans F.K. Günther behauptet, es gäbe “reine” Rassen. Aber das nur nebenbei.

    Ein Zitat aus einem Interview mit dem deutsch-türkischen Regisseur Fatih Akin:

    Die Türkei ist das Land meiner Eltern, früher war es für mich Urlaubsland, aber wenn man dort arbeitet, wird man Teil des Landes, zumindest Teil der Stadt Istanbul, es gibt ein urbanes Zugehörigkeitsgefühl. Und mein Großvater, mein ganzer genetischer Pool stammt aus dem Dorf, wo der Film endet. Wenn ich dort in die Gesichter der Menschen schaue, sehe ich meine eigene Physiognomie, das ist völlig verrückt, ich bin ja auch mit vielen dieser Menschen um fünfzig Ecken verwandt. Insofern fühle ich mich überhaupt nicht fremd.

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    • 15. Mai 2008 um 02:29 Uhr
    • Pannonicus
  8. 48.

    Stalin. Lenin. Mao. Sind Leitbilder des Totalitarismus wie Hitler auch. Wer Nazis verhindern will stellt nicht mit solchen Artikeln Gegner totatlitären Gedankengutes in die “braune Ecke”.

    Möchte an dieser Stelle mal darauf hinweisen, daß diese Form der Hetze eigentlich denen entspricht, die verhindert werden sollen. Aber mit der Verfolgung Andersdenkender, hat unser Land ja große Erfahrung, schade wenn die vermeintlich Gute Sache dann in dieses faschistoide Horn bläst.

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    • 21. Oktober 2009 um 13:08 Uhr
    • E. Behrends
  9. Kommentar zum Thema

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