Wer in Deutschland mit Rechtsextremisten das Gespräch sucht, läuft schnell Gefahr mit ihnen auf eine Stufe gestellt zu werden. Jenaer Hochschulredakteure haben es trotzdem probiert und die Uni damit kurzzeitig in Aufruhr versetzt. Weiter„Der andere Weg“
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ (HNG) im April 2009 hat sich die aktuelle Ausgabe des „Rechten Rand“ mit der Organisation beschäftigt. Hauptaufgabe der HNG sei die Betreuung inhaftierter Neonazis, um deren „Glauben an die Bedeutung des neo-nationalsozialistischen Kampfes aufrecht zu erhalten“. Weiter„Brieffreundschaft mit „Kameraden im Knast“ – 30-jähriges Bestehen der „HNG““
Einer der Gründe, weshalb es für die überwältigende Mehrheit unserer Mitbürger_innen undenkbar ist, Sympathien für die organisierten Rechtsextremist_innen zu finden, ist der Verknüpfung letzterer mit dem Nationalsozialismus. Das äußert sich unter anderem im Verleugnen der nationalsozialistischen Verbrechen oder der Verwendung von und dem Spielen mit NS-Symbolen. Auch die krude Verehrung von Massenmördern aus der SS oder der NSDAP tut da ihr Übriges. Doch auch deren Verlautbarungen haben einen Unterton, der an die Sprache von Propaganda-Meldungen aus dem 2. Weltkrieg erinnern. Weiter„Propaganda für die Szene“
Vergangene Woche veröffentlichte das Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) erste Ergebnisse einer Studie zum Thema „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“. In den Jahren 2007 und 2008 sind für diese Studie in 61 Landkreisen und kreisfreien Städten fast 45.000 durchschnittlich 15 Jahre alte Schüler befragt worden.
Die Ergebnisse bezüglich rassistischer, antisemitischer und faschistischer Einstellungen unter Jugendlichen sind erschreckend: 40, 4 % der Befragten sind laut Studie als „ausländerfeindlich“ einzustufen (vgl. S. 122), 14, 2 % von ihnen sogar als „sehr ausländerfeindlich“.
Bis zum 25. März laufen sie noch, die bundesweiten Aktionswochen gegen Rassismus. Bundesweit finden rund um den internationalen Tag zur Überwindung des Rassismus und unterstützt von zahlreichen Politikern, Prominenten, Schulen, Kinos, Kultureinrichtungen und Initiativen, viele Veranstaltungen zum Thema statt.
Unser Partner, der Verein Gesicht Zeigen! ist mit einem vielseitigen Programm in Berlin dabei. Was genau der Verein macht, haben die Kollegen von Motor FM vor Ort herausgefunden:
Die bei Neonazis beliebte Marke Thor-Steinar sorgt immer wieder für ähnlich klingende Schlagzeilen. Geschäfte wie zuletzt der Laden „Tromsö“ im Berliner Stadtteil Friedrichshain werden unter starkem Protest eröffnet, es folgen zahlreiche Demonstrationen, die zum Glück meistens ihre Wirkung zeigen und schließlich kündigen die meisten Vermieter dem Thor Steinar – Produzenten Mediatex aufgrund von Täuschung die Ladenräume. Auch „Tromsö“ muss nach Tagesspiegelberichten bald wieder schließen. Es scheint allerdings nur eine Frage der Zeit, bis ein neuer Laden eröffnet und das Spiel von vorne beginnt. Weiter„Thor Steinar an arabischen Investoren verkauft“
In Zusammenarbeit mit Gesicht Zeigen! war ich vergangene Woche zum ersten Mal mit Störungsmelder On Tour. Genauer gesagt, haben sich Schüler der 9. und 10. Klasse der Geschwister – Scholl – Realschule in Süssen auf den Weg nach Stuttgart gemacht, um mit mir über Nazis, Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung im Fußball und im Allgemeinen zu sprechen. Weiter„Mit dem Störungsmelder On Tour“
Im Störungsmelder wird in vielen Beiträgen immer wieder das Ausmaß von Nazi-Gewalt diskutiert. Angesichts des Rekordhochs rechtsextrem motivierter Straftaten 2008 – nach einer vorläufigen Zählung des Bundesinnenministeriums wurden in Deutschland fast 14.000 rechtsextreme Straftaten gezählt, wobei 773 Menschen verletzt wurden – analysierte Fachjournalist und Störungsmelder-Autor Andreas Speit diese Zahlen im Februar bei ’sueddeutsche.de‘ im Gespräch mit Matthias Kolb.
Nach außen provozieren, nach innen traditionelle Oppositionsarbeit mit landespolitischen Themen: Seit 2004 sitzt die NPD im sächsischen Landtag. Eine genaue Betrachtung der Arbeit der Mandatsträger zeigt, wie die systemfeindliche Partei einen Balanceakt zwischen Klientelpolitik und der Erschließung neuer Wählerkreise vollführt. Von Armin GlatzmeierWeiter„Die NPD im sächsischen Landtag“