Nach zahlreichen Protesten hat das Online-Versandhaus Amazon.de jetzt die Bücher des NPD-Verlages „Deutsche Stimme“ aus dem Programm genommen. Zudem wurde in die offiziellen Verkaufskriterien der Hinweis aufgenommen, dass „Artikel, die den Nationalsozialismus verherrlichen oder verharmlosen“ nicht verkauft werden dürfen. Damit macht Amazon einen ersten Schritt das Sortiment von derart fragwürdigen Artikeln zu befreien. Trotzdem macht der Konzern wenig Hoffnung auf eine ernsthafte Auseinandersetzung mit rechtsextremer Propaganda. Weiter„Amazon jetzt ohne NPD – aber weiterhin mit antisemitischer Propaganda und Rechtsrock“
Zur Bundestagswahl 2009 werden NPD und andere Nazi-Parteien wieder bundesweit versuchen, ihre rassistische, antisemitische und völkische Propaganda unter die Bevölkerung zu bringen. Nicht nur in Hamburg wird mit einer steigenden Anzahl von „Info“-Tischen zu rechnen sein.
Das Hamburger Bündnis gegen Rechts startet nun zum 1. August eine Kampagne, mit der es vielen Leuten möglich sein wird, aktiv zu werden: Die Aktion „Brauner Sack“.
Bilder im Internet zeigen die am Sonntag verhafteten Rechten ganz privat – und offen rechtsextremistisch. Auf den ersten Blick sind es Fotos, wie sie viele Jugendliche von sich ins Internet stellen: Partyszenen, Schnappschüsse, Gruppenbilder. Doch die vier Brandenburger auf den Fotos werden vorerst keine Bilder mehr auf ihre Seiten stellen. Sie sitzen wegen versuchten Totschlags seit Sonntag in Untersuchungshaft – wegen des brutalen Übergriffs auf den 22-jährigen Jonas K. am S-Bahnhof Frankfurter Allee. Weiter„Mit Hitlergruß auf der Tanzfläche“
Gymnasiasten sind die neue geistige Elite Deutschlands, sagen zumindest manche Medien und Politiker. Allerdings ist auch dort Antisemitismus vertreten. Bei uns an der Schule und den angrenzenden Real- und Hauptschulen hat man sich (leider) an Ausrufe wie, „du verdammter Jude“ oder „du roter hund“ gewöhnt. Das Wort „Jude“ gilt für viele Jugendliche als normales Schimpfwort. Weiter„Antisemitismus im Klassenzimmer“
Im alternativen Berliner Stadtteil Friedrichshain haben vier Neonazis letzten Sonntag in den frühen Morgenstunden am S-Bahnhof Frankfurter Allee einen 22-Jährigen Student beinahe zu Tode getreten. Der nüchterne Polizeibericht liest sich wie eine Szene aus dem Anti-Nazi-Hollywood-Film „American History X“. „Auf ihn traten und schlugen die Männer so lange ein, bis er das Bewusstsein verlor. Der 26-Jährige Täter zog den wehrlosen Neuköllner auf den Gehweg, legte ihn mit dem Gesicht nach unten ab und trat mit dem rechten Bein auf dessen Hinterkopf.“ Das Opfer kam mit Hirnblutungen auf die Intensivstation, ist aber inzwischen außer Lebensgefahr. Weiter„UPDATE: Mordversuch nach der „Hooligan-Disko““
Wenn Bundesliga-Vereine gegen unterklassige Mannschaften spielen, dann meist, um die sog. „Kleinen“ zu unterstützen. Oftmals sind Vereins- oder gar Ortsjubiläen der Anlass für ein solches Spiel, und die Profimannschaften nutzen diese Begegnungen ebenfalls, um sich auf die anstehende Saison vorzubereiten. Das Drumherum hat oft den Charakter eines Volksfestes, bei dem die Fans ihre Vorbilder hautnah erleben können und Autogramme ihrer Idole bekommen. Weiter„FC Energie Cottbus beugt sich dem Druck der NPD“
Bislang galt es unter Beobachtern der Hamburger Nazi-Szene als ausgemacht, dass die Zahl der offen rechtsextrem Agierenden auch deshalb stagniert, weil es in dieser Stadt kaum gelingt, rechten Nachwuchs zu rekrutieren. Es gelingt den Rechtsextremen bislang nicht, ein jugendkulturelles Milieu zu dominieren und beispielsweise einen Stadtteil als rechte Angstzone zu markieren. So ist die hiesige Nazi-Szene zum einen geprägt von den DVU-Anhängern, deren Durchschnittsalter wahrscheinlich jenseits der 70 liegt. Und dann gibt es noch die Kameradschaftler, die beinahe deckungsgleich sind mit dem NPD-Landesverband – und mittlerweile auch mit Doppelkinn, Bierbauch und lichtem Haar zu kämpfen haben. Umso überraschender ist nun das Auftauchen einer Website, hinter der die „Autonomen Nationalisten Hamburg“ stehen sollen. Insgesamt wirkt deren Auftreten jugendlich und kämpferisch. Allerdings lassen sich eklatante Widersprüche nicht verbergen.Weiter„Autonome Nationalisten – jetzt auch in Hamburg?“
13. Februar Dresden: Im Zuge der Nazi-Aufmärsche zum Jahrestag der Alliierten Bombenangriffe auf Dresden veranstalteten Nazis um die „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland“ in alter SA-Tradition einen Fackelmarsch durch die Innenstadt. Als Akt der Zivilcourage schallt den Nazis jedoch aus den Fraktionsräumen der Grünen Rathausfraktion Klezmer-Musik entgegen. Gute Aktion, oder?!
Die Dresdener Staatsanwaltschaft sah das offenbar völlig anders und verurteilte die Grünen wegen Störung einer Versammlung zu einem Bußgeld von 150 € … Weiter„Bußgeld für „laute, jüdische Musik““