Wir müssen reden. Über Nazis.

“Thor Steinar” mag “Storch Heinar” nicht

Von 12. Dezember 2009 um 13:12 Uhr

"Storch Heinar"

Humor war schon immer eine gute Waffe, um schweren Geschützen und geschlossenen Weltbildern mit Leichtigkeit entgegenzutreten. Das Internetportal “Endstation Rechts” setzt der rechtsextremen Modewelt jetzt den “Storch Heinar” auf´s Dach  – und wird prompt mit einer Klage vor Gericht bedroht.

Entweder versteht der Textilhersteller MediaTex keinen Spaß oder er kalkuliert einfach nur kühl. Getreu dem Motto: Auch schlechte News, sind News.

Ganz sicher aber hat sich der Produzent des in der rechten Szene beliebten Labels “Thor Steinar”, aus der Reserve locken lassen. Er will vor Gericht ein Verbot von “Storch Heinar” bewirken. Das wird beide Seiten Geld kosten. Störungsmelder-Autor Matthias Brodkorb bittet auf der Homepage von “Endstation Rechts” daher um finanzielle Unterstützung. Wer eine SMS mit dem Wort Storch an die Nummer 81190 schickt, spendet automatisch 3 Euro für den Prozess.

Hat zwar mit “Storch Heinar” nichts zu tun, ist aber immer wieder sensationell lustig: “Monty Python, Hitler und Himmler”

Kategorien: bundesweit
Leser-Kommentare
  1. 9.

    so ein quark …. im anderen steinar-artikel nehmen sie diese marke in den schutz und nun wäre es quatsch einer firma aufwind zu geben die sie in über 10 punkten als nicht rechts bezeichnen.

    *loooooooooooooooooooooooooooooool*

    Antworten

    • 19. Dezember 2009 um 22:16 Uhr
    • kinderteller pinokio
  2. 10.

    Die Marke Thor Steinar ist eindeutig verortet; entgehen kann das nur Menschen, die sich noch nicht mit der Ideologie der Szene und ihren Hintergründen beschäftigt hat. Erste Einblicke zur Aufklärung gewährt die folgende Analyse: http://infothek.files.wordpress.com/2009/05/investigate_thor_steinar_2_web.pdf Da rechtsradikale Strömungen gerade auch in der Jugend zunehmend gesellschaftsfähig werden[1], gilt es gerade auch in der Jugendkultur gegenzuhalten. Dort ist die Marke Thor Steinar in Szenezusammenhängen ohnehin schon etabliert, zudem richtet sie sich auch zunehmend bewusst subversiv an den bislang eher unpolitischen Mainstream; zudem ermöglichen die Klamotten bereits rechtsradikal politisierten Menschen, gegenüber einem toleranten und unaufgeklärten Umfeld als ‘harmlos’ zu erscheinen, gleichzeitig aber gegenüber an der (Neo-)NS-Weltanschauung potentiell Interessierten weiter Werbung zu laufen. Das ist also eine sehr geschickte Strategie, der man nicht einfach nur durch ‘Keine Plattform bieten’ begegnen kann – eben gerade _weil_ diese Plattform im alltäglichen Stadtbild mangels Aufklärung und negativer Reaktionen für die Thor-Steinar-Träger bereits gegeben ist. Totschweigen ist also der falsche Weg!

    [1] http://www.sueddeutsche.de/politik/371/461991/text/

    Antworten

    • 6. Januar 2010 um 19:57 Uhr
    • tychi
  3. Kommentar zum Thema

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