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Naziangriff nach Magdeburg-Aufmarsch

Von 14. Januar 2013 um 07:36 Uhr
Von der Polizei beschlagnahmtes Pfefferspray und China-Böller am Rande eines Naziaufmarsches 2010

Von der Polizei beschlagnahmtes Pfefferspray am Rande eines Naziaufmarsches 2010 in Berlin

In den Abendstunden des 12. Januar 2013 kam es in Burg (Sachsen-Anhalt) zu einem Übergriff durch mehrere Neonazis und rechten Hooligans auf eine kleine Gruppe von Antifaschistinnen und Antifaschisten. Die Angreifer flüchteten anschließend mit Autos. Einige der Angegriffenen wurden verletzt und mussten ambulant
behandelt werden.

Die Antifaschistische Aktion Burg berichtet:

Nachdem die antifaschistischen Aktionen gegen den Nazigroßaufmarsch am 12. Januar 2013 in Magdeburg beendet wurden, reiste eine größere Gruppe von Antifaschistinnen und Antifaschisten zurück nach Burg. Am Zielbahnhof angekommen, sahen sie bereits ein Auto eines bekannten Neonazis aus dem Jerichower Land. Das Fahrzeug entfernte sich allerdings. Kurze Zeit später griffen in der August-Bebel-Straße/Ecke Gorkistraße etwa 20-25 Neonazis und Mitglieder der ehemaligen „Blue White Street Elite“ (BWSE) eine kleine Gruppe von AntifaschistInnen an. Dabei stürmten die Angreifer mit den Rufen „Kommt her ihr scheiß Zecken!“ auf die kleine Gruppe zu und schlugen und traten auf die Personen ein. Die Angreifer, die zum Teil namentlich bekannt sind, eilten wenig später in Richtung Gorkistraße, wo sie in mehreren Autos die Flucht antraten. Bereits vor wenigen Wochen kam es in der Bahnhofstraße in Burg zu einem ähnlichen Angriff durch zum Teil gleichen Personen.

Mia Sommer, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Burg [AAB] erklärt dazu: „Wenn die Polizei erst mit Wasserwerfern, Pfefferspray und massiver Gewalt gegen alle Menschen vorgeht, die sich den Nazis in Magdeburg in den Weg stellen wollen und dazu noch eine Zwischenkundgebung vor dem „Libertären Zentrum“ möglich macht, ist es kein Wunder, dass sich die Neonazis  ermutigt fühlten, im Anschluss an den Aufmarsch noch weitere Aktionen wie den Übergriff in Burg durchzuführen.“

Kategorien: Sachsen-Anhalt
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Wen wunderts: In Burg haben die Nazis so ziemlich Narrenfreiheit.

    • 14. Januar 2013 um 08:36 Uhr
    • Irmela Mensah-Schramm
  2. 2.

    das finde ich sehr traurig wenn es den so ist

    • 14. Januar 2013 um 10:41 Uhr
    • nick
  3. 3.

    Ich habe vier Jahre lang in Burg/JL gewohnt, nachts marschierten ganze Horden von Neonazis an unseren Wohnungen vorbei und grölten ihre ausländerfeindlichen und antisemitischen Parolen, Nacht für Nacht- und hat man die Polizei gerufen, bakam man die Antwort, “das sei halt Demokratie,die doch jeder wollte”- und niemand kam…
    Irgendwann 2002 oder 2003 waren dann alle erschrocken,als in den Nachrichten von korrumpierten Polizisten geschrieben wurde, die im rechten Sumpf verankert waren.
    Und: ein Zeitungsladen im Zentrum bot Zeitungen an, die ein 1:1 Abbild vom völkischen Beobachter waren- Beschwerden bei den Verkäufern waren vergebens,es wurde (damals) nicht aus dem Sortiment genommen…

    • 14. Januar 2013 um 14:52 Uhr
    • Annette
  4. 4.

    Ergänzung: Schändung einer Gedenkstätte Nahe Burg / Magdeburg

    Ebenso am Wochenende wurde die nahe Magdeburg und Burg gelegene Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibber Feldscheune (siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Mahn-_und_Gedenkst%C3%A4tte_Isenschnibber_Feldscheune) geschändet. Wie der RBB berichtet, ist das schon die zweite Schändung innerhalb eines Vierteljahres. (Hier der Bericht vom MDR: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/isenschnibbe-geschaendet102_zc-a2551f81_zs-ae30b3e4.html)

  5. Kommentar zum Thema

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