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Messerangriff auf Linkspolitiker

 

Mit 17 Messerstichen wurde am Montag in Wismar das Kreisvorstandsmitglied der Schweriner Linken, Julian Kinzel nach eigener Aussage von mehreren Tätern verletzt. Die Angreifer stammen offensichtlich aus der rechtsextremen Szene. Kinzel wurde während der Tat als „schwule Kommunistensau“ beschimpft. „Unsere Antwort auf Hass muss Liebe, auf Dummheit Vernunft und auf Gewalt Solidarität sein. Somit ist Hass hier fehl am Platz“, sagte Kinzel nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus. Bereits im November 2014 gab es einen Messerangriff von Neonazis in Schwerin.

Update: der Vorfall hat sich möglicherweise anders zugetragen, als zunächst angenommen. Der NDR hat dazu weiteren Informationen gesammelt.

 

Wir dokumentieren die Pressemitteilung von Die Linke Schwerin:

Am Montag wurde das Kreisvorstandsmitglied der Schweriner LINKEN, Julian Kinzel, in Wismar Opfer einer Messerattacke. Die drei Täter schlugen ihn nieder und stachen, nach Aussage der behandelnden Ärzte, mit einem Messer etwa 17 mal auf ihr Opfer ein. Dabei wurde er als „schwule Kommunistensau“ beschimpft. Dies und die Bekleidung eines der Täter mit szenetypischer Bekleidung (Thor Steinar) nähren den Verdacht, dass es sich um eine rechtsextremistisch motivierte Straftat handelt. Der Kreisvorstand wünscht seinem Mitglied schnelle Genesung.

„Wir verurteilen diese Tat auf das Schärfste und erklären erneut, dass DIE LINKE in ihrem Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut nicht nachlassen wird. Wir fordern den Staatsschutz auf, die Ermittlungen schnell voranzutreiben und erwarten, dass die Täter schnellstmöglich ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden“ erklären hierzu Peter Brill, Kreisvorsitzender der Schweriner LINKEN und der Schweriner Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Deutschen Bundestag, Dr. Dietmar Bartsch.

Gegenüber rechtsradikalem Gedankengut und Gewalt darf es in unserer Gesellschaft keine Toleranz geben. Jedem muss klar sein, wer der NPD oder anderen rechtsextremen Parteien auf Demonstrationen hinterher läuft, begünstigt als geistiger Brandstifter solche verabscheuungswürdigen Gewalttaten.

Julian Kinzel, der einer der Sprecher der sozialistischen Jugend solid ist, führt nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus aus: „Wir dürfen auf solche Attacken nicht mit Radikalisierung antworten. Unsere Antwort auf Hass muss Liebe, auf Dummheit Vernunft und auf Gewalt Solidarität sein. Somit ist Hass hier fehl am Platz. Lasst uns dieses Ereignis zum Anlass nehmen, solchen Ideologien durch mehr Menschlichkeit vorzubeugen. Nach meiner hoffentlich baldigen Gesundung werde ich dabei verstärkt mitwirken.“

Peter Brill
Kreisvorsitzender

3 Kommentare


  1. […] Messerangriff auf Linkspolitiker in Wismar: Die Polizei hat am Mittwochmorgen das Kanzleramt wegen einer verdächtigen Postsendung abgesperrt. Bei einer Postkontrolle hatte ein Sprengstoffhund angeschlagen. Nach Angaben der Bundespolizei wurde jedoch nichts Verdächtiges gefunden. Der Linken-Politiker Julian Kinzel wurde in Wismar offenbar aus politischen Motiven attackiert. Drei Täter hätten das Schweriner Kreisvorstandsmitglied am Montag niedergeschlagen und etwa 17 Mal mit einem Messer auf den jungen Mann eingestochen, teilt der Schweriner Linken-Kreisvorsitzende Peter Brill mit. dw.com, tagesspiegel.de, zeit.de […]

  2.   Wir haben es nicht Gewusst

    Ein Traurige Tag

  3.   Richtigstellung

    Der Linken-Politiker Julian Kinzel hat sich vermutlich in Wismar offenbar aus politischen Motiven selbst attackiert.