‹ Alle Einträge

„Kategorie C“ kündigt Konzert in Rheinland-Pfalz an

 
Die rechtsradikale Hooligan-Band "Kategorie C"
Die rechtsradikale Hooligan-Band „Kategorie C“ beim HoGeSa-Aufmarsch

Die Band „Kategorie C“ gehört zu den erfolgreichsten Rechtsrockbands in Deutschland. Mit ihren eingängigen Fußball-Hymnen schafft sie eine Brücke zwischen Neonazis und Hooligans. Jetzt will die Band zum wiederholten Mal in Rheinland-Pfalz auftreten. Dass das Konzert in Deutschland stattfindet, ist allerdings unwahrscheinlich.

Auf ihrer Internetseite kündigt „Kategorie C“ das Open Air Konzert an. Es soll am 13. August in der Westpfalz stattfinden – wo genau, ist unklar. Auf Anfrage des Störungsmelders teilte die zuständige Polizeidirektion Westpfalz mit, vom Veranstalter sei noch keiner deutschen Verwaltung mitgeteilt worden, an welchem Ort das Konzert genau stattfinden solle. Ebenso sei unklar, wer das Konzert organisiere. Neben „Kategorie C“ sind der rechtsextreme Rapper „Makss Damage“ und eine weitere Band angekündigt, die noch nicht benannt ist. Das Konzert sei das letzte in Westdeutschland für dieses Jahr, so die Band.

Immer wieder Westpfalz

Seit einigen Jahren versucht „Kategorie C“ regelmäßig, in der Pfalz aufzutreten. Weil Behörden die Konzerte immer wieder verboten hatten, gelang ihr dort zuletzt 2011 ein Auftritt. Damals auf dem Gelände der Kameradschaft „Nationaler Widerstand Zweibrücken“, so ein Sprecher der Polizei. Seitdem spielte die Band hingegen mindestens drei Konzerte im französischen Walschbronn, nur wenige Kilometer von der pfälzischen Stadt Zweibrücken entfernt. Diese waren zunächst als Konzerte in Rheinland-Pfalz angekündigt worden. Die Band verlegte sie jedoch spontan hinter die Grenze.

Band sucht gezielt die Nähe zum Ausland

Rechtsextreme Bands legen ihre Konzerte gezielt in grenznahe Regionen. So bleibt ihnen die Möglichkeit, sollten die Konzerte verboten werden, diese spontan ins Ausland zu verlegen. Denn dort sind deutsche Behörden machtlos. Mehr als Kontrollen an der Grenze dürfen sie nicht durchführen. Alles Weitere ist Sache der ausländischen Polizei. Doch die interessieren sich erfahrungsgemäß wenig für die Konzerte.

Die Polizei in der Westpfalz ist nach eigenen Angaben vorbereitet, sollte das kommende Konzert in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Dass „Kategorie C“ wie angekündigt in der Westpfalz auftreten wird, darf mit Blick auf die in der Vergangenheit verlegten Konzerte in der Region aber bezweifelt werden.