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Sieg Heil und Hitlergruß – Polizei fasst deutsche Wanderer in Österreich

 

Am Samstag dem 8. April wurde die Polizei im österreichischen Anif von Angestellten einer Frühstückspension angerufen. Das Personal hatte beim Abräumen Bierdeckel mit aufgeklebten Hakenkreuzen gefunden. Zwölf Verdächtige wurden genannt. Die Gruppe hatte daraufhin am Nachmittag die Aufmerksamkeit wiederholt auf sich gezogen.

Von Roman Möseneder

Die Wanderer aus Deutschland sollen am Salzburger Untersberg für ein Foto mit dem Hitlergruß posiert und „Sieg Heil“ gerufen haben. Eine Tourengeherin und ihr Freund haben die Situation aus unmittelbarer Nähe beobachtet und daraufhin die Polizei alarmiert. Laut Polizei konnte ein 53-jähriger Deutscher als Fotograf ausgeforscht werden. Der Mann und seine 65-jährige Bekannte wurden in der Pension angetroffen und zum Sachverhalt einvernommen. Jedoch bestritten beide die Anschuldigungen. Gegenüber der Polizei sagten sie, dass sie lediglich “Berg Heil“ gerufen hätten.

Laut Salzburger Nachrichten fand die Polizei auf Kleidungsstücken und auf einem Auto das Symbol der Schwarzen Sonne. Das Symbol dient in rechtsextremen Kreisen als nicht verbotenes Erkennungs- und Ersatzzeichen. Die zwölf Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren wurden von der Polizei wegen Wiederbetätigung angezeigt.

Untersberg als Anziehungspunkt für rechte Esoteriker

Der Untersberg ist schon seit mehr als 100 Jahren ein Anziehungspunkt für rechte Esoteriker. Einer Sage nach soll Kaiser Karl in dem Berg auf eine Endzeitschlacht warten. Der deutsche Verschwörungstheoretiker Jan van Helsing sah 1993 den Untersberg als jenen Ort, an dem ein Erweckungstrahl die Landeposition für Nazi-Ufos signalisiert, was zur Errichtung eines deutschen Lichtstreichs führen soll.