Wir müssen reden. Über Nazis. Ein Blog

Autoren Archiv von Caro Lobig

„Eine Kuh in Bayern hat mehr Platzanspruch als ein Flüchtling“

Von 18. September 2013 um 07:30 Uhr
Da das Gespräch der Landtagsabgeordneten mit den Flüchtlingen nicht wie geplant im bayrischen Landtag stattfand, haben sie heute Morgen davor demonstriert © Caro Lobig

Da das Gespräch der Landtagsabgeordneten mit den Flüchtlingen nicht wie geplant im bayrischen Landtag stattfand, haben sie heute Morgen davor demonstriert © Caro Lobig

Im Großen und Ganzen waren sich die bayerischen Landtagsabgeordneten bei ihrem Treffen mit den Asylbewerbern am Dienstag in München einig – sie wollen die Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Bayern verbessern. Und: die vier Politiker der Parteien SPD, Grüne, Freie Wähler und CSU wollen sich für eine Anhörung der Flüchtlinge im Landtag einsetzen. Die wird aber frühestens im Februar 2014 stattfinden. Weiter…

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Flüchtlingsprotestler geben nicht auf

Von 4. September 2013 um 12:11 Uhr
Zweieinhalb Stunden lang riefen Flüchtlinge und Unterstützer während des Marschs durch die Münchner Innenstadt ihre Parolen © Caro Lobig

Zweieinhalb Stunden lang riefen Flüchtlinge und Unterstützer während des Marschs durch die Münchner Innenstadt ihre Parolen © Caro Lobig

Etwa 700 Demonstranten, darunter um die 30 Flüchtlinge, sind gestern in einem Demonstrationszug für die Forderungen der Flüchtlinge durch die Münchner Innenstadt gelaufen. Nach dem zweiwöchigen Protestmarsch der Flüchtlinge und ihrer Unterstützer nach München ist die Abschlusskundgebung friedlich verlaufen – bis Neonazis die Gruppe provozierten. Aktuell warten die Aktivisten im Gewerkschaftshaus des DGB auf eine Reaktion der verantwortlichen Politiker.

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Kategorien: Bayern

Wenn Flüchtlinge Musik machen dürfen

Von 6. Juli 2013 um 19:26 Uhr
Jedes Konzert von "Strom&Wasser feat.the refugees" schweißt die Musiker enger zusammen - sie genießen es, sich für ein paar Stunden mal nicht als Flüchtlinge zu fühlen © Caro Lobig

Jedes Konzert von “Strom&Wasser feat.the refugees” schweißt die Musiker enger zusammen – sie genießen es, sich für ein paar Stunden mal nicht als Flüchtlinge zu fühlen © Caro Lobig

In deutschen Flüchtlingslagern vegetieren Asylbewerber oft monate- und teilweise jahrelang vor sich hin – ohne Perspektive und Lebensinhalt. Der Liedermacher Heinz Ratz von der Band “Strom&Wasser” wollte das für einige Geflüchtete ändern und ihr musikalisches Talent fördern. 1000 Brücken heißt das Projekt, das er 2011 gegründet hat, um Flüchtlingen in Deutschland ein schöneres Leben zu bereiten. Bis jetzt haben “Strom&Wasser feat.the refugees” schon 99 Konzerte in deutschen Städten gegeben und zusammen ein Album aufgenommen. Ein Videobeitrag. Weiter…

Die Zukunft der Flüchtlinge in Berlin

Von 30. Mai 2013 um 15:00 Uhr
Flüchtlinge und Unterstützer demonstrieren am 23.März 2013 bei Minusgraden in Berlin für die Forderungen der Asylbewerber © Caro Lobig

Flüchtlinge und Unterstützer demonstrieren am 23.März 2013 bei Minusgraden in Berlin für die Forderungen der Asylbewerber © Caro Lobig

Mehr Öffentlichkeit, die Einschränkung der Residenzpflicht, Unterstützung aus der Gesellschaft: Der Refugee Protest hat nach über einem Jahr mit vielen öffentlichen Aktionen einiges geändert. Doch die meisten Asylbewerber haben nach wie vor keine Perspektive in ihrem Leben. Beteiligte des Refugee Camp äußern Wünsche und Ideen für die Zukunft der Flüchtlinge in Berlin. Weiter…

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“Ich habe großen Respekt vor dem Protest der Flüchtlinge”

Von 29. Mai 2013 um 18:55 Uhr
Wallraff ist seit Jahrzehnten Enthüllungsjournalist und hat etliche Bücher und Artikel über seine verdeckten Recherchen veröffentlicht, die auch in anderen Ländern erschienen sind © Lobig

Wallraff ist seit Jahrzehnten Enthüllungsjournalist und hat etliche Bücher und Artikel über seine verdeckten Recherchen veröffentlicht, die auch in anderen Ländern erschienen sind © Lobig

Er hat einen Winter lang mit Obdachlosen auf der Straße gelebt, die Machenschaften der BILD aufgedeckt und ist schwarz angemalt und mit versteckter Kamera durch Deutschland gezogen. In seinen Rollen erfährt Günter Wallraff von Zuständen ausgegrenzter Gruppen, die er veröffentlicht. Auch mit Flüchtlingen hat der Enthüllungsjournalist schon zusammen gelebt, manche sogar bei sich im Haus versteckt. Im Interview mit dem Störungsmelder erzählt der Kölner von seiner Zeit als Kriegsdienstverweigerer, seinem Leben als Investigativjournalist und seiner Meinung zur deutschen Asylpolitik. Weiter…

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Menschenrechte für Flüchtlinge!

Von 22. Mai 2013 um 17:32 Uhr
Einer der wichtigsten Botschaften, die die Flüchtlinge den Politikern vermitteln wollen: "Kein Mensch ist illegal" © Lobig

Einer der wichtigsten Botschaften, die die Flüchtlinge den Politikern vermitteln wollen: “Kein Mensch ist illegal” © Lobig

Soziale Verdrängung, Konfliktbereitschaft, die deutsche Regierung oder grundlegend die Asylgesetzgebung in Deutschland: was sind die Ursachen für die Situation von Flüchtlingen in Deutschland? Unterstützer des refugee protest, Politiker und Polizei auf der Suche nach Gründen – und Lösungen. Weiter…

Kategorien: Berlin

“In diesem System braucht Reichtum Armut”

Von 3. Mai 2013 um 12:21 Uhr
Die Flüchtlinge des refugee protest haben den Berliner Dirk Stegemann als versammlungsrechtlichen Vertreter bei Demonstrationen gewählt © Caro Lobig

Die Flüchtlinge des refugee protest haben den Berliner Dirk Stegemann als versammlungsrechtlichen Vertreter bei Demonstrationen gewählt © Caro Lobig

Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung ist Dirk Stegemann schon seit über sechs Jahren politisch aktiv. Seit dem Hungerstreik der Flüchtlinge am Brandenburger Tor ist der Berliner auch einer der Unterstützer des  “refugee protest”. Stegemann kritisiert eine „Ellbogen-Gesellschaft“, in der jeder um seinen eigenen sozialen Status kämpft. Weiter…

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„Die wollen kämpfen, die wollen das wirklich“

Von 18. April 2013 um 09:31 Uhr
Am 23.März haben die Flüchtlinge vom Oranienplatz in Berlin aus mit etwa 3000 Demonstranten protestiert - nicht zum letzten Mal © Caro Lobig

Am 23.März haben die Flüchtlinge vom Oranienplatz in Berlin aus mit etwa 3000 Demonstranten protestiert – nicht zum letzten Mal © Caro Lobig

„Es fährt ein Schiff im Winter durch ein kaltes Meer und trifft auf Schiffbrüchige, die kurz vor dem Ertrinken sind. Man nimmt sie an Board, lässt sie an Deck sitzen und sagt: ‚Schaut, hier ertrinkt ihr nicht’. Danach sind sie schutzlos der Witterung ausgesetzt, an einem Ort, wo man sie nicht hört und man sich nicht um sie kümmern muss.“ So beschreibt Oliver Höfinghoff, Berliner Abgeordnete der Piratenpartei, Deutschlands Umgang mit Flüchtlingen. Weiter…

Kategorien: Berlin

Geflüchtet und geduldet – “das ist kein Leben”

Von 4. April 2013 um 09:00 Uhr
Khan ist von seinem Lager in Brandenburg weggegangen und hat sich dem refugee protest am Oranienplatz in Berlin angeschlossen © refugeestrike

Khan ist von seinem Lager in Brandenburg weggegangen und hat sich dem refugee protest am Oranienplatz in Berlin angeschlossen © refugeestrike

„Ich habe entschieden, mein Heimatland zu verlassen, um friedlich leben zu können“, sagt Khan. In Afghanistan habe er aus finanziellen Gründen für amerikanische Truppen gearbeitet. Deshalb haben ihn die Offiziere seines Landes verfolgt. „Ich habe Drohbriefe von ihnen bekommen, weil ich ihre Gegner unterstützt habe“, sagt er. Sie haben ihn gesucht und umbringen wollen. „In den Briefen haben sie mich gefragt, warum ich ausländischen Truppen, die Afghanistan kolonialisieren wollen, helfe“, erinnert sich der Flüchtling. In seinem Heimatland war sein Leben in Gefahr, deshalb ist Khan nach Deutschland geflüchtet. Weiter…

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3000 Demonstranten für die Rechte der Flüchtlinge

Von 2. April 2013 um 15:47 Uhr
Etwa 3000 Menschen kamen vorletzten Samstag in Berlin zu einem Protestmarsch der Flüchtlinge zusammen © Caro Lobig

Etwa 3000 Menschen kamen vorletzten Samstag in Berlin zu einem Protestmarsch der Flüchtlinge zusammen © Caro Lobig

Am 23.März 2013 war es genau ein Jahr her, dass die Protestwelle der Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern in Deutschland gestartet ist. Über 3.000 Demonstranten kamen in Berlin zusammen, um das einjährige Jubiläum dieses Widerstands zu feiern und erneut auf die Forderungen der Asylsuchenden aufmerksam zu machen. Ein Videobeitrag.

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Kategorien: Berlin