Dortmund: Naziangriff endet im Polizeigewahrsam

Dortmund gilt als Hochburg der rechstextreme Szene Nordrhein-Westfalens  © Christian Martischius

Das ging daneben: Neonazis haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Dortmund eine Gruppe türkischer Jugendlicher attackiert, doch die wehrten sich erfolgreich. Wie die Polizei Dortmund berichtet, provozierten fünf Neonazis auf der Rheinischen Straße die Gruppe. Aus dem verbalen Schlagabtausch entwickelte sich dann eine körperliche Auseinandersetzung, bei der auch Ketten und Holzlatten eingesetzt wurden. Weiter„Dortmund: Naziangriff endet im Polizeigewahrsam“

 

Nazis mit Ohrenschmerzen

© Marcus Arndt
© Marcus Arndt

Die Pfarrerin Susanne Karsmeier hatte während einer rechtsextremen Propagandaaktion die Glocken der Dortmunder Reinoldikirche läuten lassen. Daraus konstruieren die Neonazis nun den Vorwurf einer Körperverletzung. Das Läuten sei ihnen zu laut gewesen und die Polizei habe ihnen während der Fastnahme obendrein auch keinen Gehörschutz gegeben, behaupten sie. Weiter„Nazis mit Ohrenschmerzen“

 

Stadt Dortmund verbietet Jugendcamp gegen Nazis

Nachdem dem Antifacamp zunächst ein Platz in Dortmund angeboten wurde, verbot nun die Stadt aus zum Teil fadenscheinigen Gründen die Veranstaltung. Daraufhin wurde zunächst ein provisorisches Camp vor dem Dortmunder Rathaus errichtet. Oberbürgermeister Ulrich Sierau war hingegen nicht bereit, mit den Organisatoren zu sprechen. Weiter„Stadt Dortmund verbietet Jugendcamp gegen Nazis“

 

Nach Großrazzia in NRW: Polizei prüft Verbot des „Nationalen Antikriegstag“

Bei den Rechtsextremisten gefundene Schusswaffen und Propaganda © Neumann

Der Polizei Dortmund gelang nach eigenen Angaben der bisher größte Schlag gegen die rechte Szene. Ab 6.00 Uhr morgens durchsuchte die Polizei 93 Objekte in Dortmund und angrenzenden Städten. Grund dafür war ein Verbot der Nazigruppierungen „NW Dortmund“, „Kameradschaft Aachener Land“ und „Kameradschaft Hamm“ durch das Innenministerium NRW. Weiter„Nach Großrazzia in NRW: Polizei prüft Verbot des „Nationalen Antikriegstag““

 

Neonazis wollen auch dieses Jahr wieder in Dortmund marschieren

"Autonome Nationalisten" beim "Antikriegstag" 2011 in Dortmund © Jan Walther

Der sogenannte „Nationale Antikriegstag“ ist ein zentrales Event der Autonomen Nationalisten. Seit 2005 demonstrieren jährlich am Ersten Septemberwochenende Hunderte Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet in Dortmund. Auch in diesem Jahr ist wieder ein Aufmarsch geplant. Bei den Gegenprotesten werden tausende Nazigegner erwartet. Weiter„Neonazis wollen auch dieses Jahr wieder in Dortmund marschieren“