Wir müssen reden. Über Nazis.
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bundesweit

Massenblockaden gegen braune Aufmärsche - Für Nazigegner selbstverständlich, für die Piraten offenbar nicht © Matthias Zickrow
Gegen Hartmut Semken, Landesvorsitzender der Berliner Piraten, gibt es neue Vorwürfe in der Debatte um den Umgang mit Rechtsradikalen. Der Landeschef der Grünen, Daniel Wesener, hat am Freitag auf einen Blogbeitrag Semkens aus dem Oktober 2011 hingewiesen. Darin heißt es, wer zur Blockade von Nazi-Aufmärschen aufrufe, wende selbst „Nazimethoden“ an. Semken habe vom Kampf gegen Rechts nichts verstanden, sagte Wesener. „Die Piraten müssen wissen, ob er tragbar ist.“ [weiter...]

Neue Recherchen zeigen: Sänger und Produzentenumfeld des „Döner-Killer“-Song schienen nah dran an der NSU.
Von Andrea Röpke, zuerst erschienen beim blick nach rechts [weiter...]

Schimpft gerne mal über diese "Judenrepublik" - Udo Pastörs (NPD) © Marcus Brandt/dpa
In Mecklenburg-Vorpommern sind die Neonazis auf dem Weg in die Normalität weit gekommen. Im Landtag kämpft NPD-Fraktionschef Pastörs gegen die Verweichlichung der Partei. Wie das abläuft, erklärt unser Autor Michael Schlieben im aktuellen Text unserer Serie Neue Deutsche Nazis.

Die ausgebrannte Wohnung der NSU-Terroristen in Zwickau © Jan Woitas/dpa
Der thüringische Verfassungsschutz-Spitzel Tino Brandt hat bereits im Jahr 1995 an Schießübungen teilgenommen. War möglicherweise auch Beate Zschäpe beteiligt? [weiter...]

Spielplatz auf einem Hof in Jameln in der Nähe von Wismar. In dem Dorf sollen viele rechtsextreme Familien leben © Getty Images
Neonazis, die ihren Nachwuchs nach völkisch-nationalem Programm erziehen, werden für einige Regionen Deutschlands zunehmend zum Problem. Vor allem, weil sie in den örtlichen Kitas mitsprechen wollen. Ein neuer Beitrag der ZEIT-ONLINE-Serie zum Thema Rechtsextremismus. Extremismus-Expertin Heike Radvan erklärt zudem im Interview, wie rabiat und vielseitig Nazi-Erziehungsmethoden sind.
Die NPD hat den Umweltschutz für sich entdeckt und will damit auch im Schleswig-Holstein-Wahlkampf punkten. Mit der Ökostrategie will sich die Partei salonfähig machen. In Bayern gibt sie gar eine eigene Umweltzeitschrift heraus. Ein lesenswerter Beitrag des Kollegen Christian Pfaffinger bei Spiegel Online.

Kapuzenpulli, Turnschuhe und Tücher vor dem Gesicht - die meisten Teilnehmer stammten aus dem rechtsextremen Hooligan-Milieu © Getty
“Tommy, Tommy, Tommy”. Ganz lässig winkte Tommy Robinson den lautstarken Zuspruch ab. Am vergangenen Samstag war der Vorsitzende der “English Defence League” (EDL) der Star bei der ersten europäischen “Anti-Dschihad”-Kundgebung. Bei strahlendem Sonnenschein und kaltem Wind sagte Robinson im dänischen Aarhus: “Das ist heute ein historischer Tag. Die Bewegung wächst. Wir sind im Krieg gegen den Islamismus. Wir werden siegen”. “Never surrender” – niemals aufgeben, skandierten die Teilnehmer aus neun Ländern. Das Credo der Kundgebung, dass immer wieder gerufen wurde. [weiter...]
Sie Fotografieren, drohen und schlagen – mit verschiedensten Mitteln versucht die Neonaziszene all jene einzuschüchtern, die sich gegen die rechtsextreme Ideologie einsetzen. Jetzt hat das Beratungsnetzwerk Lobbi e.V. eine Broschüre herausgebracht, wie man als Betroffener mit den Drohungen umgehen kann und wo man Hilfe bekommt. [weiter...]

Ein Neonazi fotografiert Gegendemonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch im westfälischen Soest im Feburar 2011 © Roland Geisheimer/attenzione
Sie hinterlassen ein Schweineherz im Briefkasten, sie verfolgen Schüler mit dem Auto: Neonazis schüchtern ihre Gegner mal brachial, mal subtil ein. Wie genau sie dabei vorgehen, hat Johannes Radke für Teil vier unserer ZEIT ONLINE-Serie “Neue deutsche Nazis” aufgeschrieben.

Spurensuche am Haus der Rechtsterroristen in Zwickau © Jan Woitas/dpa
„Vielen Dank an den NSU, es hat Früchte getragen. Der Kampf geht weiter…“. Dieser Satz steht – fett und deutlich hervorgehoben – mitten im Vorwort der Ausgabe 1/2002 (Nr. 18) des neonazistischen Fanzines „Der Weisse Wolf“. Ein Gruß der damals nicht auffiel – aber heute Fragen aufwirft. Ein Gruß wie hunderte andere an die „Kameraden“ und Freunde, die in den einfach gestalteten Magazinen der Szene abgedruckt werden. Durch einen Hinweis stieß das apabiz in einem neonazistischen Fanzine auf den bemerkenswerten Gruß „an den NSU“. Der kurze Satz erschien bereits in der ersten Jahreshälfte 2002, als die Öffentlichkeit noch nichts von der Terrorzelle des „Nationalsozialistischen Untergrund“ ahnte, diese aber bereits mitten in ihrer Serie von Terror und Morden steckte. Die Buchstaben „NSU“ sind jedenfalls kein bekanntes Kürzel in der Szene, der Hinweis im „Weissen Wolf“ ist die erste bekannte Verwendung in Veröffentlichungen der Neonazi-Szene oder in derem Kontext. Hier geht es zum kompletten Artikel im NSU-Watchblog des apabiz. Unterdessen wurde bekannt, dass es offenbar weitere NSU-Helfer in Rostock geben muss. Dort wurde am 6. November 2011 mindestens eines der Bekennerschreiben in einen Briefkasten geworfen.