Jan Jetter

Seit vielen Jahren organisiere ich zusammen mit vielen anderen in der Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände (AGfJ) in Hamburg regelmäßig Aktionen und Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Unser jährliches Aktionswochenende im November heißt „respekt – gegen alltägliche gleichgültigkeit“.
Es macht mich so oft wütend, dass in einem Land, in dem die Nazis systematisch das jüdische Leben vernichtet, politische Gegner ermordet und vielfältige andere unfassbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben, Nazis erneut auf dem Vormarsch sind. Nahezu ungehindert können sie heute ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten: auf der Straße, im Alltag, bei Rechtsrock-Konzerten, auf den Schulhöfen und leider auch in den Parlamenten. Dass sie ihren drohenden Worten Taten folgen lassen, macht die stetig ansteigende Zahl von gewalttätigen Übergriffen gegen MigrantInnen, Andersdenkende und anders Aussehende deutlich. Es ist mehr als Zeit, diesem Terror und dieser Menschenverachtung auf breiter Ebene etwas entgegenzusetzen.
Um so besser also, dass es jetzt den Störungsmelder gibt!
Hier möchte ich dazu beitragen, Eure Argumente, Aktionen und Diskussionen gegen Rechts zu unterstützen und zu stärken. Damit wir die alten und neuen Nazis Schritt für Schritt wieder zurückdrängen:
„Wann, wenn nicht jetzt?“! (Buchtitel von Primo Levi, jüdischer Überlebender des Holocaust und Autor vieler großartiger Bücher zum Thema Nationalsozialismus)

7 Kommentare


  1. […] auf der ersten Seite stellt dann aber Jan Jetter fest, dass diskutieren mit Nazis eigentlich zu nichts führt. Zumindest, “wenn es sich um […]

  2.   Final

    [Hallo Final, das Thema Ausländerkriminalität wird bereits an anderer Stelle diskutiert // Moderator]

  3.   Anonym

    Hallo Anonym, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat

  4.   Nils

    Vielen Dank für Deine/Eure große Wachsamkeit in Bezug auf die Rechtsextremisten hier unter den Bloggern.

  5.   indy

    Hallo Herr Jetter,

    was sagen Sie eigentlich dazu, daß in „Die Zeit“ laut Aussage der Preussischen Allgemeinen Zeitung eine „großformatige Anzeige“ der PAZ geschaltet werden konnte. Ist der der Stoerungsmelder für die Zeit nur ein Feigenblatt, aber wenns ums Geld sind große rechte Anzeigen ok?

    Wäre interessant, ob Sie darauf überhaupt antworten dürfen (geht ja um Ihren Arbeitgeber …)und wenn ja, wie.

    Ach ja, hier der link: http://www.ostpreussen.de/paz/paz-wirbt-in-die-zeit-wir-wollen-wachsen.html

  6.   Trude

    @Indy:

    Was spricht gegen die Anzeige der PAZ? Angesichts deren Homepage oder auch des Wikipedia-Artikelsanschaut (http://de.wikipedia.org/wiki/Preußische_Allgemeine_Zeitung) würde ich die PAZ als weniger konservativ als den „Rheinischen Merkur“ betrachten, und das ist ja wohl ein etabliertes Blatt.


  7. Hallo Indy,

    danke für den Hinweis! Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, bin auch ich entesetzt darüber, dass die „Zeit“ einer solch revanchistischen Vertriebenen-Zeitung (siehe auch hier: http://www.nrw.vvn-bda.de/texte/0266_landsmannschaft_ostpreus_en.htm) Werbeplatz zur Verfügung stellt. Macht mich zugegebenermaßen sauer.

    Ich werde das zum Anlass nehmen, zum Einen die berechtigte Empörung weiterzuleiten und zum Anderen etwas über den Themenkomplex Rechtsausleger der „Vertriebenen“ zu schreiben.
    Im Störungsmelder kann ich nämlich wirklich schreiben, was ich möchte, da weder die „Zeit“ noch der „Störungsmelder“ mein Arbeitgeber ist.
    Ich schreibe unentgeltlich und ehrenamtlich hier – u. z. schlicht aus dem Grund, dass mir eine antifaschistische Öffentlichkeit gegen Rassismus, Antisemitismus, alte und neue Nazis und eben auch gegen revanchistische Bestrebungen am Herzen liegt.

    MfG, Jan