Klaas Heufer-Umlauf
Beiträge von Klaas Heufer-Umlauf anzeigen »Ich komme aus Oldenburg, dort war für mich mal ein ganzer Stadtteil tabu. Ausländer gibt es dort kaum und Leute mit linken Ansichten bekommen schnell zu spüren, dass sie in der Minderheit sind. Ich wohnte nicht weit von dort. Da ich als weißer Deutscher durchs Hetzraster fiel, begriff ich erst recht spät, welche Weltanschauung einem da unter die Nase gehalten wurde.
Einige Jungs aber, die ich schon aus Grundschultagen kannte, hatten das Pech, dort zu wohnen. Das Pech, auf den Partys der Älteren ihr erstes Bier trinken zu müssen und auf der Suche nach Vorbildern in ihre engeren Umfeld immer wieder auf dieselbe menschenfeindliche Ideologie zu stoßen. Egal, ob einer früher besonders nett, leise, laut, schüchtern oder clever war - man konnte zusehen, wie sie nicht nur älter, sondern auch rechter wurden.
Meine Freunde und Klassenkameraden waren glücklicherweise weit von dieser Szene entfernt. Dementsprechend ungefährdet war ich mit dreizehn, einem Alter, in dem man sich viel Scheiß erzählen lässt. Wäre ich je auf rechte Gedanken gekommen, meine Eltern hätten mir ruhig und plausibel klar gemacht, was ich da von mir gebe.
Bei vielen heute felsenfest überzeugten Rechtsradikalen wäre es vielleicht nicht so weit gekommen, wenn ihnen mal jemand im richtigen Moment, in einem vernünftigen Ton die Meinung gesagt hätte. Da aber nun leider nicht jeder dieses Glück hat, ist dieses Blog für mich umso wichtiger.
Ich habe mittlerweile einige Übergriffe von Rechtsradikalen auf Ausländer miterlebt. Einmal habe ich erlebt, wie 20 Nazis mit leeren Bierkrügen auf einen einzelnen Mann einschlugen. Ich hoffe, dass wir hier rechte Methoden transparenter machen, für einen toleranteren und respektvolleren Umgang zu werben und allen, die sonst niemanden kennen, ein Forum zu sein.





Schön, dass Du mitmachst und, dass es diesen Blog gibt. Ich selbst habe nicht wirklich etwas von diesem “Sperrgebiet” mitbekommen, Aber als südländisch aussehender Deutscher schon die ein oder andere Situation erlebt, in der man auch in Oldenburg leichter durchs Leben gehen würde, wenn man “weißer Deutscher” auf die Welt gekommen wäre.
Gruß
micha
Kommentar von micha — 13. November 2007 @ 01:54
Hallo erstmal. Ich bin neu hier, und habe aufgrund einer Empfehlung einer Freundin zu euch gefunden- und würde mich freuen, mit euch gut diskutieren zu können.
Zum Thema “No-Go-Areas”- ich halte die Berichterstattung diesbezüglich als politisch neutrale Person für recht einseitig. Gut, es mag Dinge geben, die so vorgekommen sind, und an denen Rechtsextreme Schuld waren.
Aber dieses unsägliche Wort “No-Go-Area” trifft sehr wohl auch auf gewisse Gebiete in Deutschland zu, in denen andere Gruppierungen das Sagen haben, und wo man als Deutscher nicht gern gesehen wird. Ich selbst habe es in Ausübung meines Berufes des öfteren erlebt, wie sich die integrationsunwilligen Mitbürger eine solche schafften, die auch mit äußerster Gewalt verteidigt wird.
Leider sind die Zahlen der Rettungseinsätze in den letzten Jahren arg angestiegen, in denen die Gewalt nicht von Rechten, sondern von ganz anderen Gruppen ausging. Kreuzberg, Neukölln und viele, viele Großstadtbezirke spiegeln eine etwas andere Wahrheit wieder, als die häufig beschriebene Nazigewalt.
Ich bitte, auch dieses in den Überlegungen und Gedankengängen zu beachten, denn die Augen verschließen dürfen wir nicht.
MfG Notarzt
Kommentar von Notarzt — 13. November 2007 @ 02:34
Hallo, ich bin durch Zufall hier gelandet. Ich muß “Notarzt” recht geben. Gerade auch die Bilder vom Wochenende aus Prag zeigten eine unglaubliche Aggressivität und Brutalität linker Autonomer gegen die demonstrierenden Rechten. Das kann doch von der vernünftigen Linken nicht gewollt sein, dass es zu solchen Gewaltexzessen kommt.
Gruß Jens
Kommentar von Jens — 13. November 2007 @ 11:53
“Ich gebe Notarzt auch zu 100% Recht” ->
Augen Auf, den der Grossteil der Gewalt kommt nicht aus dem rechten Lager…
”
Aber dieses unsägliche Wort “No-Go-Area” trifft sehr wohl auch auf gewisse Gebiete in Deutschland zu, in denen andere Gruppierungen das Sagen haben, und wo man als Deutscher nicht gern gesehen wird. Ich selbst habe es in Ausübung meines Berufes des öfteren erlebt, wie sich die integrationsunwilligen Mitbürger eine solche schafften, die auch mit äußerster Gewalt verteidigt wird.”
Kommentar von Ralf Schlesiger — 13. November 2007 @ 13:00
Hi,
Als gebürtiger Oldenburger würde mich mal interessieren, welcher Stadtteil das sein sollte, denn ich hab da noch nie was von gehört.
Ich bin zwar auch ein wenig rechtseitig angehaucht, aber nicht auf der extremen Schiene, das ich sag “Alle Ausländer raus…”, sondern ich seh das ganze einfach Sachlich: Die “Einwanderer” die nur herkommen um kriminelle Sachen zu drehen, die Sozialkassen scharmlos ausnutzen und rufen “Scheiß Deutsche”, die sollen doch wieder dahin verbracht werden wo sie herkommen!
Man muss auch mal die andere Seite sehen aus der Sicht eines Deutschen, der in einem Ausländervirtel (Oldenburg-Bürgerfelde)groß geworden ist, und unter eben dieser “Bevölkerung” gelitten hat… Da kann ich doch einige unserer Freunde mit Glatze verstehen…
In meinem Freundeskreis befinden sich auch einige Glatzen, die aber nicht wahllos irgendwelche Ausländer verprügeln, sondern eher von Ausländern wegen ihrer äußerlichen Erscheinung angegriffen werden, - und sowas soll “richtig” sein???
Ich finde einfach das nicht alle “rechten” über einen Kamm geschoren werden sollten, denn nicht alle laufen mit einer Baseballkeule durch Asylantenheime….
Gruß
Greyhound
Kommentar von Greyhound — 13. November 2007 @ 15:57
Nimmt der Verfasser eigentlich auch Stellung zu seinen Aussagen, wenn entsprechende Anfragen hier auftauchen?
Kommentar von Taucha — 13. November 2007 @ 16:33
[Hallo fghj, das war kein konstruktiver Beitrag. Darum wurde er entfernt //Moderator]
Kommentar von fghj — 13. November 2007 @ 18:40
[Hallo Notarzt, der Beitrag wurde auf Deinen Wunsch entfernt //Moderator]
Kommentar von Notarzt — 13. November 2007 @ 19:28
@ Moderator: Nun, ich bitte dann doch um vollständige Löschung meines Beitrags, die von Ihnen bearbeitet Version hat nun eine völlig andere Aussage als der Ursprungstext.
Der Verweis auf das Ausländerkriminalitätsthema ist OK, jedoch fand ich meinen Bericht auch für diesen Bereich passend.
Dass dies hier nicht erwünscht ist, und ein Beitrag sogar so editiert wird, dass die Grundaussage verändert wird, gibt mir sehr zu denken… Ich dachte eigentlich, dass es hier um Diskussionen, und nicht um Meinungsbeeinflussung ginge..
MfG Notarzt
Kommentar von Notarzt — 13. November 2007 @ 19:50
Hallo Greyhound,
was genau meinst Du mit “rechts”? Konservativ im Sinne von CDU /CSU oder NPD-mäßig?
Wenn NPD-rechts, wo hört es für Dich dann auf, ok zu sein? Beim Baseballschläger? Das ist jetzt eine ernst gemeinte Frage. Ich frage mich nämlich, wie man sich “ein bisschen” zur NPD hingezogen fühlen kann. Mich törnt eine gewaltbereite Grundeinstellung gegenüber bestimmten Gruppen sofort ab. (So wie bei den “rechten” gegenüber Ausländern beispielsweise.)
Apropo: Unter Ausländern “gelitten”, wie Du schreibst.
Kann es sein, dass Du der Grund Deines “Leidens” eher ein bestimmtes soziales Umfeld war, aus dem die Leute kamen, die Dich genervt haben? Wie zB schwierige private, berufliche Situationen, bestimmtes Milieu, etc.?
Ich frage mich halt, was genau ist passiert, dass es nur Ausländer waren, die Dich genervt haben?
Wenn Du in einer Gegend gelebt hast, wo es vorwiegend Ausländern gelebt haben, kann es auch daran gelegen haben, dass einfach Dumpfbacken darunter waren - wie es auch Dumpfbacken in Gegenden mit lauter Deutschen “ohne Migrationshintergrund” geben kann.
Würde mich über eine Antwort freuen.
VG solse
Kommentar von solse — 13. November 2007 @ 20:09
Hi,
ich komme zwar nicht aus Oldenburg direkt, sondern aus einem der Vororte, aber mich hat dieser Bericht doch sehr geschockt, da er mir gezeigt hat, daß ich OL nicht so gut kenne, wie ich immer dachte. Oder ist hiermit ein anderes Oldenburg als Oldenburg in Oldenburg gemeint? Es gibt nämlich noch ein anderes Oldenburg, in Holstein?
Trotzdem ist es schon heftig, daß ein ganzer Stadtteil so extrem viele Rechtsradikale haben kann … aber ich erlebe das hier in Berlin auch nicht anders, da gibt es auch bestimmte Bezirke, die man lieber meiden sollte, wenn man nachts allein unterwegs ist.
:-(
Kommentar von KiWi — 13. November 2007 @ 21:55
@KIWI
da sind sie ja schon die zweite, die den aufsatz von herrn heufer-umlauf nicht nachvollziehen kann.
Kommentar von Jens — 14. November 2007 @ 08:50
Hi,BEIDE SEITEN sehen beim Thema Gewalt nicht sonderlich gut da! Gerne wird in den Medien nur einseitig berichtet, die jüngsten Ausschreitungen ausl. Mitbürger zB. in Leipzigs Discotheken hatte nur die LVZ veröffentlicht. Übergriffe auf deutsche Jugendlichen verschwiegen usw..
Lieber Ken, wir fallen nicht über dich her, weisen aber noch mal darauf hin, dass hier erstens eine Debatte über Rechtsextremismus stattfindet, für die es überhaupt nicht wichtig ist, was die Linken oder die Ausländer tun. Rechtsextremismus ist ein ganz besonderes Problem, weil Neonazis nach angeborenen Merkmalen (Rasse, etc.) selektieren. Sie greifen die Grundlagen unseres Gemeinwesens an. Wenn du das nicht über Rechtsextremismus diskutieren willst, fühl dich nicht rausgeschmissen, aber dann wirst du hier kaum Diskussionspartner- und stränge finden.
Zweitens: Hier kannst du nachverfolgen, dass das Thema “Ausländerextremismus” schon zur Genüge und fruchtlos diskutiert wurde.
//Moderator, cb
Gewalt an Schulen , von wem gehen diese aus? Ist es verwunderlich, das deutsche Bürger zB in Mügeln stillschweigend Übergriffe tolerieren? Warum wohl?
Ich kenne persönlich viele ausl. und deutsche Mitbürger die zusammen prima zurecht kommen, aber bitte zeigt nicht nur die eine Seite der Gewalt!
Verwunderlich ist auch , das linke Steinewerfer nicht hart bestraft werden , ist dies nicht versuchter Totschlag oder sogar versuchter Mord? Da redet keiner!
Integration? Ein Märchen des Staates, der nicht zurechtkommt damit. Wie hoch ist die Prozentzahl von Eingebürgerten, die überhaupt nicht daran denken Integriert werden zu wollen?!
Ach , was solls… jetzt fallt schon über mich her, wie ne Horde Elefanten….
Ken
Kommentar von Ken — 14. November 2007 @ 16:10
gelöscht wegen ebenda.//Mod, cb
Kommentar von Rudolf — 14. November 2007 @ 18:41
na gut das es umschlägt, schlagen überzeugte schon immer.
Kommentar von sascha — 14. November 2007 @ 18:42
@ ken
da geht es ja wohl eher um revierkämpfe ums kietz. das solltest du dann noch dazu sagen. du schelm
Kommentar von sascha — 14. November 2007 @ 18:50
Hallo lieber Klaas,
mich würde ebenfalls interessieren von welchem Oldenburg die Rede ist ( Oldenburg (Oldb) vs Oldenburg in Schleswig-Holstein ). Außerdem möchte ich gerne erfahren um welchen Stadtteil es sich deiner Meinung nach handelt. Aus Rücksicht auf das meiner Meinung nach relativ nazifreie Oldenburg bitte ich um eine Antwort per mail.
Kommentar von scarface — 15. November 2007 @ 00:16
Saustark, da meint es ein Blogger - ja, genau, Klaas - ja mal richtig ernst mit dem Meinungsaustausch. So viele erhellende Antworten! Offensichtlich ist die Redaktion deutlich besser im Löschen als im Diskutieren.
Kommentar von Banach — 16. November 2007 @ 14:28
Hallo Klaas,
ich komme auch aus Oldenburg in Oldenburg und muss sagen, dass es hier meiner Meinung nach eine deutliche überlegenheit der Linken Gruppen gibt. Die letzte Nazidemo, an die ich mich erninnern kann, wurde von über zehnmal mehr Gegendemonstraten begleitet.
Ergänze doch bitte in deiner Beschreibung, welches Oldenburg du nun meinst.
Gruß, Robert
Kommentar von Robert — 17. November 2007 @ 12:43
Zunächst einmal ein dickes Lob für diesen Blog und die Art der Diskussionsführung der Teilnehmer/Bearbeiter/Kommentatoren - scheinbar wird hier - im krassen Gegensatz zu vielen mir bekannten Blogs zum Thema Rechtsextremismus ernsthaft und nicht grauenhaft selektiv-einseitig im Stil von Schulterklopfgemeinschaften diskutiert. Diese Art mit verschiedenen Ansichten umzugehen entspricht den Grundsätzen der Demokratie, eine durchaus problematische,denn aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse des Einzelnen komplizierte, hochkomplkexe Grundrichtung bzw. Grundeinstellung und daraus resultierend eine problematische Gesellschafts- und Staatsform, die jedoch, wie die Praxis mehr als deutlich gezeigt hat, weitaus weniger problematisch ist als andere mögliche Grundeinstellungen mit den daraus resultierenden Staatsformen.
Hiemit macht es also Sinn mitzudiskutieren.
Grundsätzlich muss aus meiner Sicht die Frage gestellt werden, was der Grund für einen Menschen ist, sich durch Auftreten, Äußerungen u.ä. der rechtsextremen Szene zuzuordnen. Seien wir ehrlich: Als konkretes Beispiel bieten NPD und andere Parteien des rechten Sektors einfache Lösungen für reale Probleme an. Aussagen wie “500€ Kindergeld” würde ich als Jugend- und Heimerzieher sofort unterschreiben, viele soziale und innerfamiliäre Probleme entstehen durch Mangel an finanziellen Mitteln, der in Deutschland problemlos zu beheben wäre. Solche Tatsachen werden jedoch in dem Moment, wo rechte Parteien sich diese “zu eigen” machen alleine schon deshalb verleugnet, weil es ja eine rechte Partei gesagt hat - egal ob es die offensichtliche Wahrheit, die jede andere Partei äußern könnte, ist oder nicht. Wenn die NPD morgen Plakate druckt, auf denen steht, dass Kebab toll schmeckt, würden viele dieser Realitätsfremden Kebabläden boikottieren und in Brand stecken - garantiert. Wenn ich in Saarbrücken-Malstatt von Albanern vermöbelt werde,meine Freundin von eben diesen nahezu vergewaltigt wird und man mir dann erzählt es gäbe kein Ausländerproblem und ich als Linksparteiwähler sei ein Nazi, weil ich dieses Wort in den Mund nehme und die passierte Wahrheit ausspreche, fühle ich mich leicht veräppelt, wobei es ebenso ein Problem íst, daß ich mich als angenommen dunkelhäutiger Mensch in eben diesem Stadtbezirk theoretisch nicht nach 8 auf die Straße trauen kann, weil es eben genauso viele gewaltbereite Nazis wie Ausländer hier gibt. Waren nun die Ausländer oder die Nazis zuerst da? Ist die Existenz der Nazis eine Reaktion auf ihr gezwungenermaßenes Zusammenleben mit Ausländern? Wer hat angefangen und wer verteidigt hier einfach nur sein Recht auf Leben in Frieden? Ursache? Wirkung? Wenn wir uns die Wahlergebnisse (nur als Beispiel) in Saarbrücken anschauen ist es seltsamerweise so, daß dort wo viele Ausländer leben rechte Parteien die meisten Stimmen bekommen - ist das so, weil alle etwas gegen ihre freundlichen, ausländischen Nachbarn haben? Die Antwort liegt meiner Meinung nach darin, daß Mentalitäten, die in ihrer Grundstruktur schlicht und ergreifend nicht miteinander können, räumlich gesehen nicht zusammenleben sollten, da es sonst auf kurz oder lang knallt. Würdet ihr in eine WG ziehen, die von den Mitbewohnern her nicht zu Euch passt? Was ist den so schwer daran, die Unterschiedlichkeit der Menschen, vollkommen abgesehen von einer ersponnenen Wertigkeitstabelle, anzuerkennen und jedem seinen Raum zu bieten, in dem er nach seiner Mentalität glücklich werden kann? Es kann doch nicht jeder Fußballfan, Bauarbeiter, Jugend- und Heimerzieher oder Rollstuhlfahrer sein - wollen wir denn alles vereinheitlichen? Damit wären wir wieder bei Uniform, blond und blauäugig (ebenfalls nur als Beispiel) und hätten genau das erreicht, was in der Geschichte nur zu Elend geführt hat. Diese Sicht der Dinge ist nicht im geringsten rechtsextremistisch sondern humanistisch und realitätsnah. Wenn sich also jemand der rechtsextremen Szene zuordnet, muss ich fragen ob er dies aufgrund populistischer Versprechen tut, die ihm eine Besserung seines Privatlebens suggerieren. Die multikulturelle Gesellschaft hat durch die Unterschiedlichkeit der Mentalität, Grundeinstellung und der Interessen ihrer Mitglieder Probleme in den Raum gestellt, die der Einzelne spürt. Menschen ordnen sich dem rechtsextremen Sektor zu, weil hier scheinbare Lösungen angeboten werden, die in keinem anderen politischen Sektor zu finden sind - auch wenn diese Lösungen nicht unbedingt gut und human sind, sie scheinen einfach und damit für jeden verständlich. Die echte Bekämpfung von Rechtsextremismus läge also darin, reale Probleme zu beheben und an dafür Themen heranzugehen, die bisher nur NPD und DVU ansprechen.
Ich bin gespannt auf die Reaktionen zu meinem Beitrag
Gruß Sebastian
Hallo Sebastian, wie du selbst anfangs feststellst, machst du dir Argumentationsweisen zu Eigen, die auch die Rechtsextremen nutzen: Gibt es Nazis nicht nur deswegen, weil so viele kriminelle Ausländer da sind? Müssen dann nicht die Ausländer weg? Die Antwort auf diese Frage mag dir die Community geben, als Moderator sage ich: Zur Debatte steht in diesem Blog, wie man gegen Rechtsextremismus vorgeht. Nicht, wie man dafür sorgt, dass ihre Forderungen erfüllt werden. Daher ging dein Beitrag nur knapp einer Entfernung vorbei. //Mod, cb
Kommentar von Sebastian — 18. November 2007 @ 20:23
@ Sebastian
In der Tat macht es Sinn hier mit zu diskutieren. Gut, das Du auf den Störungsmelder aufmerksam geworden, damit Du uns helfen kannst Strategien zu entwickeln, die es uns demokratieliebenden Menschen ermöglichen auch subversivem Rechtsradikalismus wirksam entgegen zu treten.
Oft ist es ja so, dass es sich gerade die vermeintlich “intelligenteren” Anhänger der rechten Szene zu nutze machen, in Foren wie unserem anonym auftreten zu können.
Dieser anonyme Auftritt beinhaltet nicht nur, das sich diese meist mit einem Synonym anmelden. Häufig versuchen Sie auch noch ihre rechtsideologischen Ideen in einem geheuchelt verständnisvollem Ton zu verschleiern.
Einen ähnlichen Weg schlägt übrigens die NPD in ihrem Parteiprogramm ein. Vielleicht hast Du es ja schon mal gelesen?
Wahrscheinlich ist es Zufall, das ich mich gerade durch deinen Beitrag daran erinnert fühle. Ich stelle mal ein paar deiner Aussagen Auszügen aus dem NPD-Parteiprogramm gegenüber:
Sebastian: “… wenn wir uns die Wahlergebnisse… anschauen ist es seltsamerweise so, daß dort wo viele Ausländer leben rechte Parteien die meisten Stimmen bekommen - ist das so, weil alle etwas gegen ihre freundlichen, ausländischen Nachbarn haben? Die Antwort liegt meiner Meinung nach darin, daß Mentalitäten, die in ihrer Grundstruktur schlicht und ergreifend nicht miteinander können, räumlich gesehen nicht zusammenleben sollten, da es sonst auf kurz oder lang knallt… …Die multikulturelle Gesellschaft hat durch die Unterschiedlichkeit der Mentalität, Grundeinstellung und der Interessen ihrer Mitglieder Probleme in den Raum gestellt, die der Einzelne spürt.”
NPD:”…In zahlreichen Städten bilden sich Ausländerghettos in denen die deutsche Restbevölkerung zur Minderheit im eigenen Land wird… Deutsche und Angehörige fremder Völker stehen sich dort immer feindseliger gegenüber. Durch diese Entwicklung wird der innere Friede zunehmend gefährdet… Den Angehörigen anderer Völker, die hier einen Arbeitsplatz auf Zeit innehaben, muß die Möglichkeit gegeben werden, ihre kulturelle und nationale Identität zu wahren. Dadurch ist ihnen auch die Rückkehr in ihre Heimatländer zu erleichtern.”(Punkt 8)
Sebastian:”Es kann doch nicht jeder Fußballfan, Bauarbeiter, Jugend- und Heimerzieher oder Rollstuhlfahrer sein - wollen wir denn alles vereinheitlichen?”
NPD:”Hinter diesen gesellschaftsverändernden Reformen steht die überholte Vorstellung, man könne durch gesellschaftspolitisch ausgeklügelte Reformprogramme eine neue Gesellschaft mit Menschen gleicher Fähigkeiten und gleicher Leistungen schaffen… wie die Erfahrung zeigt und die Wissenschaft überzeugend nachgewiesen hat, sind die Menschen hinsichtlich ihrer Begabungen und ihres Leitungsvermögens ungleich.”(Punkt 13)
Ich freu mich schon auf eine konstruktive Reaktion deinerseits.
Gruß,
Ole
Kommentar von Ole Tillmann — 18. November 2007 @ 22:44
@ sebastian:
sorry, dass ich nicht auf alle Dinge in Deinem Text eingehe, sondern nur auf zwei:
1. Wie der Moderator schon geschrieben hat, gehst Du in Deiner Argumentation schon rechtsextremen Deutungen auf den Leim: Gut möglich, dass Du schon mal “von Albern vermöbelt” und Deine Freundin fast vergewaltigt wurde. Natürlich darf - und soll! - man darüber reden. Die Frage ist nur, wie man es tut. Nazimäßig wird es, wenn Du die Tat darauf zurückführst, dass die Jungs Albaner waren. Und - explizit oder implizit - sagst, das sei DEN Albanern eben so eigen, dass die immer prügeln oder (deutsche!) Frauen vergewaltigen. Das wäre dann Rassismus, weil Du aus genetischen Anlagen und (vermeintlicher) Gruppenzugehörigkeit auf Eigenschaften schließt und über einen Kamm scherst. Selbst wenn Du jetzt einwendest, dass Albaner überproportional häufig andere Leute verprügeln oder kriminell werden würden, wäre das - egal ob es stimmt - immer noch kein Argument. Vielleicht hat es einfach andere Gründe? Vielleicht sind hier lebende Migranten überproportional häufig sozial schwach, auch weil sie von der deutschen Mehrheitsgesellschaft weniger Chancen zum Aufstieg bekommen? Vielleicht sind die Jungs in Familien großgeworden, in denen sie selbst verprügelt wurden? Vielleicht haben diese Macho-Halbstarken einfach ein vormodernes Männerbild? (Und davon gibt es auch unter “den Deutschen” noch genug, siehe z.B. Dieter Bohlen). Solche Erklärungen sind natürlich viel komplizierter als die einfachen und attraktiven Kurzschlüsse der Nazis. Genau deshalb finden die Gehör.
2. Schau bitte etwas genauer hin, was die NPD fordert. Die will nicht “500 Euro Kindergeld”, sondern “500 Euro Kindergeld FÜR DEUTSCHE KINDER”. Du kannst Dir denken, wer für die NPD ein “deutsches Kind” ist. Dafür reicht es nicht, hier geboren zu sein oder Eltern zu haben, die seit Jahrzehnten brav hier leben und Steuern zahlen. Sondern dafür musst die über mehrere Generationen die richtigen Vorfahren haben - und das unterscheidet sich dann nur noch wenig vom Arierpass im Dritten Reich. Für die NPD musst Du “in die ethnisch-kulturelle Gemeinschaft des deutschen Volkes hineingeboren” worden sein, wie sie es in einer Schulungsbroschüre für ihre Kader formuliert. “Angehöriger anderer Rassen”, heißt es da weiter, blieben “körperlich, geistig und seelisch immer Fremdkörper, gleich, wie lange sie in Deutschland leben. Und sowas würdest Du als Linksparteiwähler - hoffentlich - nicht mehr unterschreiben. Oder?
Und nur kurz zum Schluss:
Eine Gesellschaft ist keine WG. Eine WG (WohnGEMEINSCHAFT) findet sich freiwillig zusammen, eine Gesellschaft hingegen nicht.
Kommentar von Toralf Staud — 18. November 2007 @ 23:13
mal doof gefragt, weil du dich ja so schön indirekt ausdrückst:
1. es gibt also einen grundsätzlichen unterschied zwischen völkern und kulturen? ist dieser unterschied angeboren?
2. können unterschiede nicht geändert, angeglichen werden? Beziehungsweise kann man mit diesen unterschieden nicht leben? Vor allem, wenn sie nicht in mein privatleben eindringen?
3. wie entsteht denn fehlende integration?
4.wenn ein albaner (!) eine frau vergewaltigt, dann ist dies also ein ausländerproblem? ist es nicht ein problem dieser individuellen person? warum muss er stellvertretend für eine gesamte gruppe von menschen stehen: “ausländer”?
5. rassismus, völkische ideologie und rechtsradikales gedankengut entsteht als reaktion auf ausländische gewalt? Es sind also die ausländer schuld am nazi-ideologie?
6. wieso nutzt du derartig einfache bildsprache um komplexe probleme runter zu brechen? versuchst du individuelle charakterunterschiede auf volksgruppen zu legen? es gibt also einen grundsätzlichen völkischen unterschied?
7. und wie soll dieses bild funktionieren, wenn menschen, mit denen ich in einer WG lebe, sehr tief in mein privatleben eindringen, bzw. teil dessen sind? die meisten menschen tun dies nicht und insofern habe ich mich mit vielen dingen, die sie tun auch nicht auseinander zu setzen. aber selbst das sind auch probleme der individuen, charaktereigenschaften von menschen die ich nicht teile, haben meist nur sehr bedingt mit ihrer nationalität zu tun. Oftmals auch gar nichts. dieser vergleich ist sehr schief. und außerdem ist solch bildhafter vergleich enorm ungeeignet für komplexe probleme des sozialen und kulturellen miteinander. da spielen noch viele, viele andere dinge eine rolle, die zu erläutern schlicht den rahmen sprengen würden.
Kommentar von Johannes Wedekamp — 19. November 2007 @ 00:02
Hi Sebastian,
Du hast recht, wenn Du schreibst, daß man über alle Probleme reden soll. Nur weil eine bestimmte Gruppierung ein Problem thematisiert sollte es nicht verteufelt werden. Jetzt kommt es aber auch darauf an, in welcher Art dieses Thema zur Sprache gebracht wird und welche Lösungsansätze geboten werden. Die NPD thematisiert Ausländerkriminalität insofern, als daß sie sie so darstellt, als wären Migranten perse kriminell aufgrund ihrer ethnischen Herkunft. Das ist indiskutabel und falsch. Kriminalität entsteht weniger aufgrund ethnischer Mentalitäten, sondern eher aufgrund sozialen Mißständen. Letzteres sollte man beheben.
Du hast gefragt, wer zuerst hier war, die Nazis oder die Ausländer. Davon mal ganz abgesehen, daß es schlichtweg egal ist und kein Akt der Gewalt damit relativiert werden kann, wer wo zuerst da war oder nicht, sollte man nicht pauschal von “die” Ausländer reden. Die gibt es eben so wenig wie es “die” Deutschen gibt. Jeder Mensch ist erstmal ein Individuum.
Jeder Mensch will in Freiheit und Frieden leben. Da sollte die Gesellschaft für sorgen, daß JEDER im Rahmen der gesetzlichen Regeln in Frieden leben kann sowie in Freiheit und nicht nur diejenigen einer bestimmten ethnischen Gruppierung.
“Es kann doch nicht jeder Fußballfan, Bauarbeiter, Jugend- und Heimerzieher oder Rollstuhlfahrer sein - wollen wir denn alles vereinheitlichen?” Warum sollte eine Person alles können? Das will doch keiner. Aber ein Fußballfan, Bauarbeiter, Heimerzieher oder ein Rollstuhlfahrer können locker friedlich nebeneinander wohnen oder? Oder gibt es da ein Problem? Ebenso können Menschen nebeneinander leben, welche unterschiedliche Kulturen, Religionen, Musikgeschmäcker, Berufe innehaben. Gibt genügend Beispiele wo das funzt. Die werden nur selten beachtet weil sie kaum auffallen - sie funktionieren einfach.
Du bringst die Unterschiedlichkeit der Menschen zur Sprache. Jeder ist anders! Definitiv! Er ist halt ein Mensch. Insofern kann man mit einem Migrant mehr gemeinsam haben als mit seinem “eingeborenen” Nachbar. Was ich sagen will damit ist, Du lebst wahrscheinlich mit so dermaßen verschiedenen Menschen zusammen, daß Du es einfach nicht merkst, da diese alle friedlich sind.
Und von wegen Wahlergebnisse noch angemerkt. Ich stelle meistens fest, daß jene mehr rechts wählen, die selten bis gar nicht mit Migranten zu tun gehabt haben als jene, die in Bezirken wohnen, wo der Anteil von Migranten höher ist.
Du hast weiter geschrieben: “Die multikulturelle Gesellschaft hat durch die Unterschiedlichkeit der Mentalität, Grundeinstellung und der Interessen ihrer Mitglieder Probleme in den Raum gestellt, die der Einzelne spürt.”
JEDE Gesellschaft hat seine Problene, will sagen, es wird nie eine perfekte Gesellschaftsform geben ohne Probleme. Wer das glaubt, irrt einer Illusion hinterher. Wer sowas behauptet, daß es eine Gesellschaftsform ohne Probleme geben wird, ist ein Blender. Die Rechtsradikalen versuchen, diese Probleme zu überzeichnen und damit Angst zu schüren um Stimmen zu fangen. desweiteren versuchen sie diese Probleme Minderheiten anzulasten um Feindbilder zu schüren. Früher hieß es “Die Juden sind schuld” heute “Die Ausländer sind schuld”.
Man muss ich klar sein, es gibt Probleme! Die wird es immer geben. Die kann man aber lösen, wenn man will und wenn man daran arbeitet. Die Rechtsradikalen streben aber ein System an, wo das System das Problem wäre und zwar ein erhebliches für ganz Europa nicht nur für das eigene Volk. Ob man das will, muss jeder für sich entscheiden.
Mit freundlichen Grüßen
Olli
Kommentar von NochEinNickname — 19. November 2007 @ 13:17
Hallo Sebastian,
du schreibst u.a. :
” Wenn ich in Saarbrücken-Malstatt von Albanern vermöbelt werde,meine Freundin von eben diesen nahezu vergewaltigt wird und man mir dann erzählt es gäbe kein Ausländerproblem und ich als Linksparteiwähler sei ein Nazi, weil ich dieses Wort in den Mund nehme und die passierte Wahrheit ausspreche, fühle ich mich leicht veräppelt, wobei es ebenso ein Problem íst, daß ich mich als angenommen dunkelhäutiger Mensch in eben diesem Stadtbezirk theoretisch nicht nach 8 auf die Straße trauen kann, weil es eben genauso viele gewaltbereite Nazis wie Ausländer hier gibt. ”
Deiner Meinung nach beschreibst Du nur die Realität bzw. Wahrheit. Geschenkt. Warum Du den oben beschriebenen Fall aber als “Argument” für ein Ausländerproblem anführst, ist mir ein Rätsel. Meiner Meinung nach beschreibst Du eben kein Ausländer-, sondern ein Arschloch-/Kriminalitätsproblem. Ich gibt auch “Nahezu-Vergewaltiger” und Schläger anderer Nationalität ( z.B. deutscher ). Die Nationalität, Rasse oder Religion spielt für mich dabei keine Rolle. Ich hoffe Du siehst das auch so. Vielleicht können wir uns ja darauf verständigen, dass es leider Menschen mit einem entarteten Charakter gibt. Mit solchen Charakter- schweinen würde ich auch auf keinen Fall in eine WG ziehen. Andererseits würde ich nach erfolgreichem Wesenstest selbst einen männlichen Arier in meine WG aufnehmen ;)
Lieber scarface, lass mal bitte die Begriffe “Arier”, “entartet” und “Wesenstest” stecken. Die passen irgendwie nicht hier her. //Mod, cb
Kommentar von scarface — 19. November 2007 @ 22:32
also das ist halt das problem vieler jugendliche
sie können sich nich aussuchen wie sie aufwachsne sollen die eltern von solchen jugendlichen oder meist eltern hab meist nich genügend geld um in “bessere” umgebungen für ihr ekinder zu ziehen
wo sie halt einen besseren umgang hätten
das ist früher das problem gewese3n u nd wird es immer noch sien;)
es ist halt der umgang von manchen kindern die sie zu dme machen weas sie heute sind oder werden:(:(:D
Kommentar von oliver — 20. November 2007 @ 12:22
Hallo Klaas,
ich komme fast aus deiner Gegend, Ostfriesland. Wo liegt denn diese Sperrgebiet?
Ich danke für eine Antwort.
Liebe Grüße Rena
Kommentar von Rena — 20. November 2007 @ 17:48
hallo klaas,
ich komme aus oldenburg. bitte sag mir, wo dieses sperrgebiet ist. ich habe davon noch nichts gehört. wäre aber gut zu wissen, wenn man es meiden kann!
Kommentar von Piet — 20. November 2007 @ 19:32
Schönen guten Abend,
Nun, wenn auch mit einiger Verspätung, mal eine Stellungnahme von mir bzgl. des Wortes “Sperrgebiet” und meinen Motiven, dieses Blog zu unterstützen. Mein Text, der einige Fragen hat aufkommen lassen, wo denn nun dieses Sperrgebiet wäre,
ist vor dem Veröffentlichen etwas verkürzt worden, und wirkt in seiner komprimierten Form etwas missverständlich.
Die Kompaktheit des Vorstellungtextes sollte dazu dienen, einen schnellen und direkten Überblick über die Autoren zu bekommen - und bedarf nun doch etwas mehr Erklärung.
Bei allen, die mit viel Engagement dafür sorgen, dass es in Oldenburg eine funktionierende linke Szene gibt, möchte ich mich erstmal entschuldigen. Falls hier der Eindruck entstand, ich stelle Teile Oldenburgs als verloren da, niemand kümmert sich etc., war dies sicher nicht meine Absicht.
Der Satz “In Oldenburg ist ein ganzes Stadtteil “Sperrgebiet” bezog sich auf meine Perspektive, die ich als junger Jugendlicher oft hatte. Im Stadtteil Bornhorst gab es damals eine rechte Szene. Ältere Nazis trafen sich dort, jeder wusste davon und keiner unternahm so richtig etwas. In Kontakt kam ich damit erstmals, als Leute meines Alters und andere, einstige Schulfreunde anfingen, die nächste Generation von Rechten in diesem Stadtteil zu bilden.
Einfach nur deswegen, weil sie das Pech hatten, dort zu wohnen.S ie wurden im Umfeld dieser älteren Nazis erwachsen und fingen irgendwann an, die ganze Scheiße zu glauben, die ihnen dort erzählt wurde. Weil da eh jeder über jeden Bescheid wusste, musste man auch nicht in der Antifa sein, damit die wussten, was man so von denen hielt.
Das hieß für mich: Sperrgebiet. Eine Ecke meiner Heimatstadt, unweit meiner Straße, in der ich mich nicht aufhalten wollte und konnte. Das war ein komisches Gefühl für mich und für alle meine Freunde mit dunkler Hautfarbe natürlich noch viel mehr. Aus heutiger Sicht weiß ich natürlich, dass es, objektiv gesehen, Städte und Stadtteile in Deutschland gibt, um die es weitaus schlechter bestellt ist als um Oldenburg.
Wenn für einen aber nunmal in einem bestimmten Alter, also häufig in einem Alter, wo sich die meisten zum Nazi machen lassen, die eigene Heimatstadt der Mittelpunkt der Erde ist und der eigene Horizont schon solche besetzten Gebiete aufweisemn kann, finde ich das schlimm genug.
Ich hoffe, ich konnte hiermit jedem erklären wie mein Text zu verstehen ist. Im Endeffekt sind wir ja auch alle, bis auf die üblichen Verdächtigen, grundsätzlich gleicher Meinung.
Die besten Grüße,
Klaas
Kommentar von Klaas Heufer-Umlauf — 20. November 2007 @ 20:56
Lieber Klaas,
vielen Dank für deine Stellungnahme. Das war auch höchste Zeit eine Relativierung.
@ Mod ,cb:
stecken lasse ich höchstens meinen Stecker in der Steckdose. Falls Dir meine Wortwahl mißfällt, dann zensier doch einfach meine Kommentare.
Kommentar von scarface — 20. November 2007 @ 21:53
@Klaas
“Bei vielen heute felsenfest überzeugten Rechtsradikalen wäre es vielleicht nicht so weit gekommen, wenn ihnen mal jemand im richtigen Moment, in einem vernünftigen Ton die Meinung gesagt hätte. Da aber nun leider nicht jeder dieses Glück hat, ist dieses Blog für mich umso wichtiger.”
Diese Passage entstammt Deinem Eingangsbeitrag.
Leider gelingt mit Deinem Auftritt wahrscheinlich nur das Gegenteil. Warum gehst Du so leichtfertig mit Begriffen wie “Sperrgebiet” um. In Zeiten von “No-Go-Areas” bildet das Assoziationen, die Du nun, auf massenhafte Nachfragen hin,versuchst, irgendwie plausibel zu machen.
Dein Abschlusssatz spricht Bände: “Im Endeffekt sind wir ja auch alle, bis auf die üblichen Verdächtigen, grundsätzlich gleicher Meinung.” Hauptsache Du hast was gesagt, auf Inhalt kommt es nicht an.
Kommentar von Piet — 21. November 2007 @ 06:02
Holla, mein lieber herein, so viel Resonanz und Erklärungsbedarf und auch noch ein Kommentar von Toralf Staud,Ole Tillmann usw. ich pack`s net-großartig!
Versuche der Reihe nach vorzugehen:
An den Administrator, der meinen Beitrag stehen ließ:
Meine Argumentationsweise sollte so gemünzt sein, daß eine beiseitige Betrachtung der Problematiken, die für jeden(!) in Deutschland lebenden im Raum stehen, seitens der Teilnehmer an diesem Blog initiiert oder verstärkt wird - meine Frage lautet also ganz deutlich: Wie gehe ich gegen Rechtsextremismus vor, wenn ich denn endlich mal die realen Ursachen kenne? Wenn ich diese kenne, und das tu ich nicht, kann ich an der Wurzel des Problems den Hebel ansetzen, da ich ohne die wirklichen Ursachen intensivst erforscht zu haben zwangsläufig blind in der Gegend irgendwie gegen irgendwas herumkämpfe - wir brauchen ein klares Konzept. Damit sage ich keinesfalls, Nazis sind da, weil es Ausländer in Deutschland gibt - das wäre ein ebenso falsches Klischee wie das, was mir viele bisher als Ursachen für Rechtsextremismus verkaufen,u.a. daß wir es bei Rechtsextremisten nur mit Dorftrotteln zu tun haben, alle arbeitslos und deshalb gefrustet sind usw - dann müsste ja, abgesehen von der uns bekannten, real existierenden, durchaus gebildeten Führungselite im rechten Sektor, jeder arbeitslose Dorftrottel ein Nazi sein, so einfach ist es nicht. Viel mehr stelle ich oben genannte Frage in den Raum, ohne eine Antwort darauf zu geben, denn ich meine diese Frage ernst, in ihr liegt aus meiner Sicht (hoffentlich) eine Lösung, die wir möglicherweise an dieser Stelle durch Diskussion erarbeiten können. Es gibt Unmengen Menschen und Projekte, die alles mögliche gegen Rechtsextremismus tun oder tun möchten, ich befürchte nur daß hier zu viel Potential ins Leere läuft, weil eigentlich keiner so genau weiß, wer und wie Rechtsextremisten aus welchen Gründen sind und welche Maßnahme zu einer realen (nicht vorgetäuschten oder durch Druck erzeugten) Meinungsänderung effektiv beitragen, weil bisher viel zu sehr wie bei einer Aspirin die Symptome, aber nicht der Herd des Schmerzes bekämpft wird - bis der Schmerz überhand nimmt, und was das im Bezug auf Rechtsextremismus bedeuten würde sollten wir uns durchaus ausmalen. Wenn wir vorhaben, den Garten umzugraben, müssen wir erstmal wissen, wo der Garten ist, was ein Spaten ist und wie man mit einem Spaten umgeht.
Eine kleine Idee am Rande: Ich kann verstehen, daß du keine NPD-Werbung, nennen wir es mal so, auf diesem Blog möchtest. Andererseits: Wäre es nicht sinnvoll, wenn wir uns alle mal anhören, was sie sagen, um dann mal zu kucken, wie gut wir im konstruktiven(!) Gegenargumentieren sind? Das könnte auch ein Anfang für die Suche nach Garten und Spaten sein!
Schreibe später weiter, will wie gesagt alles beantworten!
Sebastian
Lieber Sebastian, daran wird sich nichts ändern: Es ist den Nazis ein Anliegen, die Diskussionen über sie zu verhindern. Auch als Argumentationstraining taugen sie nicht, denn wir sehen nicht, was sie denken. Daher müssen wir sie leider rausnehmen. // Mod, cb
Kommentar von Sebastian — 22. November 2007 @ 18:31
Und weiter:
Möchte meine Antwort an Johannes Wedekamp vorziehen:
1. Es gibt nicht nur einen Unterschied zwischen Kulturen, jedoch halte ich die Idee, daß Wertigkeitsunterschiede zwischen diesen existieren für völlig abwegig - ich denke darum geht es bei der Frage. Es gibt eine Vielfalt an kulturellem Gut und dies mag zu einem Teil auch angeboren sein (keine Ahnung ob ich Kartoffelsalat mag, weil es in meinen Genen lag oder weil ich es bei anderen gesehen habe, über diese Dinge haben sich schon viele den Kopf zerbrochen, ohne zu einem Ergebnis zu kommen), zum Teil durch die Umwelt und Kultur, in die man geworfen wird begründet liegen - es gibt weder für das eine noch das andere Belege, aus pädagogischer Sicht glaube ich, daß es sich beim jeweils Einzelnen um eine Mischung zu völlig unterschiedlichen Prozentsätzen handeln muß, insbesondere auch dadurch bedingt inwiefern er mit welcher Kultur bzw. Kulturgütern ansich in Berührung kommt.
2.Wenn ich nicht grundsätzlich daran glauben würde, daß Menschen geändert werden können bzw. sich ändern können, würde ich morgens nicht mehr zur Arbeit gehen. Klar kann man mit Unterschieden leben, gerne sogar, wäre ja langweilig wenn bei der Formel 1 nur noch Deutsche mitfahren und wir Länderspiele nur gegen uns selbst spielen könnten. Wenn aber die Grenzen zu meinem Privatleben oder zum Privatleben anderer durch diese Unterschiede in negativer Form überschritten werden, sprich ich oder andere nicht mehr so leben können, wie wir oder sie möchten, kann und will ich dies nicht akzeptieren.
3.Fehlende Integration entsteht so, wie ein Kind in den Dreck fällt: Entweder halte ich ihm garnicht erst eine Hand hin oder es greift nicht nach meiner ausgestreckten Hand - sehr einfach und bildlich formuliert, in der Realität wesentlich komplexer, jedoch wieder einer meiner Versuche Dinge einigermaßen auf einen Punkt zu bringen.
4. Habe mit dem Begriff Ausländerproblem etwas nebendran gehauen - wir haben schlicht und ergreifend einen meiner Auffassung nach offensichtlichen Intererssenkonflikt der in Deutschland lebenden Minoritätskulturen und der Majoritätskultur in vielerlei Hinsicht - das macht unser Zusammenleben in Teilen schwierig.
5. Wie gesagt möchte ich im Diskurs erarbeiten, wie Rechtsextremismus entsteht - ich weiß es nicht!
&. Was verstehst du unter einem grundsätzlichen völkischen Unterschied? Nehme mal an, du meinst sowas wie Rassenunterschiede? Rasse ist eine leere Worthülse, weil alle Menschen logischerweise im Ursprung vom gleichen Genmaterial stammen, das sich an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen, äußeren Erscheinungsbildern entwickelt hat. Würde nicht einmal behaupten, daß andere Lebewesen von einem anderen Genmaterial stammen, also wenn ich es ganz hochziehe keinen Unterschied zwischen dem Genhaufen Hund und dem Genhaufen Mensch machen - war halt ein kreatives Ding, dieses Urgen, und ist es bis heute. Bis später!
Sebastian
Kommentar von Sebastian — 22. November 2007 @ 20:41
>wir haben schlicht und ergreifend einen meiner Auffassung >nach offensichtlichen Intererssenkonflikt der in Deutschland >lebenden Minoritätskulturen und der Majoritätskultur
Hallo Sebastian,
du nutzt wie in deinem letzten Beitrag rechte Argumentationsmuster. Besonders klassisch die Definition von Kultur. Erstens ist die Abtrennung der Majoritäts-(”deutscher”) von Minoritäts- (”ausländischer”) Kultur einfältig. All das, was du unter originär deutscher Kultur subsummierst, entstand durch vielfältige Einflüsse von außen. Eine Kultur hat sich noch nie von äußeren Einflüssen isolieren lassen. Und vor allem ist noch nie eine Kultur einfach stehengeblieben. Wenn Ihr also einen (kulturellen) Zustand wiederherstellen wollt (1933? 1267? 1491?), werdet ihr scheitern. Alles, was Ihr tun könnt, ist euch in Lagern alte deutsche Sachen anzuziehen und ebensolche Musik zu hören. Das aber ist Folklore, nicht Kultur. Eine Gesellschaft zurückzubauen, ist nicht nur hohl, sondern kann auch nicht funktionieren.
Das zweite ist: Ich bin Deutscher, blond, blauäugig. Nach dem, was du hier geschrieben hast, nehme ich an, dass ich mich einem kiffenden Schwarzen, der kein deutsch kann, viel näher als dir fühle. Auch meine Codes und Verhaltensweisen dürften eher ihm als dir entsprechen. Ich vermute, das geht (nicht nur) hier einigen so. Deine “Mehrheitskultur” ist nicht in der Mehrheit.
Kommentar von Martin_C — 22. November 2007 @ 21:03
Hallo Sebastian,
du fragst u.a.:
” Wie gehe ich gegen Rechtsextremismus vor, wenn ich denn endlich mal die realen Ursachen kenne? ”
Hier meine reale Einschätzung zur Ursache,
die Ursache des Rechtsextremismus sind die Rechtsextremisten. Mal abgesehen von den psychisch instabilen Mitläufern, die unser Mitleid verdienen, sind Rechtsextremisten Menschen, die sich einer menschenverachten- den Ideologie verschrieben haben. Die Ur- sache des Rechtsextremismus liegt daher im Denken dieser Menschen. Menschen erleben Ihre Umwelt jedoch subjektiv.
Meines Erachtens neigen insbesondere Men- schen mit schwachem Selbstwertgefühl und schlichtem Denken zum Rechtsextremismus.
Zu einer Ideologie, die den eigenen Wert zu erhöhen versucht, indem sie andere Kulturen, Rassen oder Menschen abwertet ( eigene Definition - ist mir aber egal - ). Bei einfältigen Menschen mit geringem Selbst- wertgefühl kann eine solche Ideologie leicht auf fruchtbaren Boden fallen.
Letzten Endes sind alle Ideologien nur Theorien voller Vorurteile und ihre Ideo- logen nur Rhethoriker. Alle Ideologien sind daher mit Vorsicht zu genießen. Mißtraut den Ideologen!
Mehr über den Begriff der Ideologie findet man z.B. bei Wikipedia.
Kommentar von scarface — 22. November 2007 @ 23:06
An Martin C:
Genau das habe ich mit der Geschichte von der NPD-Werbung für Kebab gemeint - es handelt sich hier nicht um rechte Argumentationsstrukturen, sondern um Dinge, die sich rechte angeeignet haben, und die so im Mainstream sind, daß jeder glaubt, die hätten das erfunden. Aber nicht mit mir, ich überlasse keinem etwas, der einfach so meint er könnte es der Allgemeinheit wegnehmen und für sich verbuchen, bis alle denken, es hätte ihm schon immer gehört. Wir wollen Nazis keinen Fuß breit geben, überlassen ihnen aber unsere Formulierungen, Frisuren usw.?
Also bitte, ich will doch keine Gesellschaften zurückbauen, das ist ja ebenso unnsinnig wie zwischen sogenenannten Rassen zu unterscheiden oder sie (bis wohin zurück?)bauen zu wollen - wo sollte man denn da überhaupt ansetzen? Es wäre in jedem Fall ein Rückschritt. Klar ist jede Kultur Veränderung unterworfen, das liegt in der Natur der Sache. Als Lebender muss ich mich aber mit dem Zeitfenster auseinandersetzen, in dem ich mich bewege, und das sieht nun mal so aus, daß wir ganz konkrete Probleme sprich Interessenkonflikte haben, die vor 500 Jahren keinen interessiert haben und die in 500 Jahren auch keinen mehr interessieren werden (da werden es wieder andere sein), aber im Jetzt ist es so und wir müssen halt kucken dass wir es für alle akzeptabel geregelt kriegen - die Frage ist wie, denn was es bisher an “Lösungsansätzen” gibt, bringt es aus meiner Sicht nicht, das heißt die Probleme bleiben oder werden größer, wenn wir keinen Weg finden, der eine Alternative zu bisher Gedachtem beinhaltet - und das schließt wirklich alle mir bekannten Lösungsvorschläge mit ein. Warum versteht man solche Dinge gleich so, als würde ich irgendeiner Seite Recht geben? Wenn das so wäre, hätte ich meine Antwort und würde sie euch präsentieren. Davon abgesehen sind Minoritäts- und Majoritätskultur Begriffe, die ich nicht wertend, vor allem aber nicht abwertend verwendet habe, es ist völlig egal wer die Mehrheit bildet, weil auch das Veränderungen unterworfen ist. Es geht nicht darum, eine Kultur von äußeren Einflüssen zu isolieren, sie wäre wahrscheinlich ohne äußere Einflüsse nicht entstanden und vor allem nicht das was sie ist. Die Frage ist, wie schaffe ich es viele verschiedene, gewachsene Kulturen die völlig gleiche Existenzberechtigungen und im Jahr 2007 irgendeinen Ist-Stand haben, der in 100 Jahren nochmal völlig anders aussehen kann, im jetzigen Zustand unter einen Hut zu bringen, ohne daß es unter ihnen kracht? Am Rande bemerkt: Auch ich fühle mich im Beisammensein mit kiffenden Schwarzen, woher auch immer, Polen und Spaniern sowie blonden,blauäugigen, ebenfalls woher auch immer, verdammt wohl und die sich mit mir auch. Das Problem ist lediglich, daß ich aus meiner Überzeugung heraus weder ins rechte Horn gegen links noch ins linke Horn (mal abgesehen von meiner Linkspartei) gegen rechts, so wie es im Moment geschieht, stoßen kann-tut mir leid, aber mit der Holzhammermethode lösen wir kein Problem.Hoffe es wird nach und nach allen deutlich, was ich meine.
Sebastian
Kommentar von Sebastian — 23. November 2007 @ 00:02
An Ole Tillmann
Möglicherweise hören sich verschiedene meiner Formulierungen NPD-Wahlprogrammauszügen ähnlich an - woher kommt das? Ich habe mich mit den Wahlprogrammen der rechten Parteien und mit dem was mit ihnen zusammenhängt intensiv beschäftigt. Das Problem ist folgendes: Es werden von ihnen real existierende Probleme aufgegriffen und völlig hochgezogen und überzeichnet, wodurch die Dynamik entsteht, die realen Probleme, die sie sich für Hetzkampagnen zu eigen machen, indem sie mit dem Ansprechen von Dingen oft einfach schneller sind als andere Parteien, also Themen besetzen, als rechten Populismus abzutun und die Frage, ob hinter der Überzeichnung nicht etwas steckt, was tatsächlich existiert, zum Tabuthema wird. Damit wird dem rechten Sektor ein riesen Freiraum eingeräumt, der es ihnen ermöglicht bezüglich bestimmter Themen ein Monopol aufzubauen. Dieses Monopol würde sich auflösen lassen, indem man alles hinterfragt, was von ihnen geäußert wird und nicht mit dem Holzhammer draufkloppt, sprich sich nicht weiter damit beschäftigt und nicht versucht, tatsächliche Lösungsalternativen, abseits von Ausländerrückführungsprogramm und ähnlichem für die Dinge, die sie ansprechen zu finden. Und wieder bin ich bei meinem Kebab-Beispiel. Viele Problematiken, über die offen gesprochen werden muss, um Lösungen zu finden, werden lediglich dadurch für rechtsextrem gehalten, weil rechts als erstes und daraus resultierend oft auch als einziges damit ankommt, weil sich dann keiner mehr traut, an dieses Thema heranzugehen - und wenn weit und breit keine Konkurrenz in einer bestimmten Produktsparte in Sicht ist, kaufen viele halt das einzige Produkt am Markt, egal wie mies es ist, bis man ihnen besseres liefert - und das ist das, was wir tun müssen. Davon mal ganz abgesehen steckt hinter der ganzen Thematisierung von sozialen Problemen bei rechten Parteien lediglich der Versuch, Nationalsozialismus in einer schönen Schachtel zu verkaufen, und schöne Schachteln bauen haben sie in den letzten Jahren zur Perfektion getrieben, weil man ihnen Monopole hinterlassen hat.
Es ist also nicht das Ansprechen von Problemen ansich, was rechtsextremistisch ist, sondern die Art, die von ihnen zum Umgang damit angeboten wird.
Ich hoffe auch hier, Dinge etwas deutlicher gemacht zu haben.
Sebastian
Kommentar von Sebastian — 23. November 2007 @ 00:51
Lieber Sebastian, das Argument, dass die NPD nur die Probleme aufgreift, die die Leute interessieren, führt in eine Sackgasse. Dann müsstest du bereit sein, dich mit vielen anderen Fragen auseinadersetzen. Du solltest aber auch wissen, dass politische Kommunikation Diskurse teilweise auch erst hervorbringt. So ist das “Kulturproblem” ein Resultat dessen, dass auch etablierte und demokratische Parteien immer wieder Ressentiments gegen Minderheiten füttern. Siehe Andreas Speits Beitrag.
Die Lösung für Probleme, die mit Minderheiten existieren, kann nicht deren Entfernung sein. Das ist nicht im Sinne einer freiheitlichen Gesellschaft. Wenn wir uns darüber einig sind (sind wir?), haben wir eine Grundlage.
Und dann kommt die nächste Frage: Warum dann nicht Integration und Verständnis fördern? Warum nicht jene ausgrenzen, die uns weis machen wollen, wir seien als Deutsche nun mal gefährdet, wenn wir zu viele Ausländer um uns herum haben?
Versteh ich nicht, Sebastian.
Kommentar von Stanni — 23. November 2007 @ 01:06
An Stanni:
Wir sind uns darüber einig, dass die Entfernung einer Minderheit keine zur Debatte stehende Problemlösung ist. Diejenigen, mit denen ich heute arbeite hat man mal eine Zeit lang als asozial eingestuft und “entfernt”, da wird`s einem schlecht. Allerdings bin ich genauso dagegen, Rechtsextremisten auszugrenzen, da damit aus meiner Sicht das Problem ansich nicht behoben wird, mit Ausgrenzung verschieben wir die Problematik des Rechtsextremismus in eine Ecke, bis sie uns aus dieser Ecke heraus überrollt - siehe Sachsen und MV. In dem Moment, wo man sich einfach nur als Gegner anbietet, gegen den sie sein können, und das tun wir als ausgrenzende Masse, schweißt sie das zusammen. Wir müssen hinterfragen, warum sie so denken und handeln, wenn es sein muß auch bei jedem einzelnen.
Später mehr!
Sebastian
Kommentar von Sebastian — 23. November 2007 @ 01:37
ja sebastian
und was jetzt tun?
mit blumen gegen baseballschläger?
ich habe deine freds zu überfliegend gelesen. verzeih. was mir aber immer wieder auffiel sind die begriffe der majoritäten und minoritäten. das lese ich nur in bereichen, wo leute ein problem haben. welches problem meine ich? das problem anzuerkennen, daß das thema nationalstaat sich immer mehr auflösen wird.
es wird immer von den leuten über mehr oder minderheit gefaselt, die die gute alte zeit wieder haben wollen. fragt sich nur welche! das finde ich an deinen statements befremdlich.
Kommentar von sascha — 23. November 2007 @ 19:10
An Sascha:
Die Begriffe Minoritäten, Majoritäten, Assimilation usw. schleifen sich ein - Migration war vor kurzem eines meiner Prüfungsthemen und es wird halt einfach erwartet, daß du in Fachsprache schreibst, das heißt du verwendest solche Begriffe bis sie dir in deinen privaten Wortschatz übergehen - eigentlich sind es neutrale Begriffe, die ich neutral gebrauche, denn diese Fachsprache will ja ein gewisses Maß an Neutralität schaffen - wenn jemand abhaut kann ich sagen “Er hat sich verpisst”, das wäre negativ wertend, ich kann aber auch sagen “Er ist abgängig”, das ist wertneutral. Blumen gegen Baseballschläger wäre wahrscheinlich ebenso wirkungslos wie der erwähnte Holzhammer gegen Baseballschläger/Gedankengut. Was jetzt tun - genau da liegt der Hund begraben.
Sebastian
Kommentar von Sebastian — 23. November 2007 @ 19:46
Ich komme aus Frankfurt: Hier sind ganze Stadtbereiche (mögl. bald auch Stadtteile) Sperrgebiete für Deutsche, insbesondere wenn sie “deutsch” aussehen. [...]
Hallo Robo, ich musste deinen Beitrag leider rausnehmen. Wie du in unseren Blogregeln nachlesen kannst, ist Ausländerkriminalität hier kein Thema. Warum? Der Rechtsextremismus hat spezifische Ursachen und Auswirkungen und muss daher isoliert betrachtet werden. Das ist das Ziel dieses Blogs. Außerdem ist es ausgesprochene Strategie der Neonazis, mit dem Verweis auf Ausländer- und Linkenkriminalität jede Diskussion über dieses Problem zu stören.// Mod, cb
Kommentar von Robo — 23. November 2007 @ 23:44
Hallo Sebastian,
du fragst dich was man gegen Nazis tun kann.
Hier zwei kurze Beispiele:
In Oldenburg wollten die Nazis ihren Parteitag zunächst im PFL zelebrieren. Die Stadt Oldenburg hat dies jedoch abgelehnt. Die NPD hat dagegen geklagt und ist gescheitert. Dann wollte die NPD auf die Weser-Ems-Halle ausweichen. Diesmal hat der Betreiber der Weser-Ems-Halle abgelehnt. Auch in diesem Fall hat die NPD geklagt - wieder erfolglos.
In Sachsen-Anhalt müssen Neonazis laut Medienberichten damit rechnen, dass sie in Hotels keine Zimmer mehr bekommen. Sie sollen in gastronomischen Betrieben zu unerwünschten Personen erklärt werden.
Die Parole “Nazis raus” kann man nicht nur fordern, sondern auch mit Leben füllen. Es kommt wohl darauf an, ein Klima zu schaffen, in dem sich Nazis nicht wohl fühlen. Die Kreativität kennt da keine Grenzen.
Kommentar von scarface — 25. November 2007 @ 15:12
An scarface:
Ich danke dir für deine mittlerweile zweite Antwort auf meine Beiträge.
Damit hier von Anfang an nichts falsch verstanden wird: Ich verstehe mich nicht als den großen Aufklärer, der die Antworten auf das Problem des Rechtsextremismus kennt - denn dann würde ich nicht fragen, sondern machen, wie ich hier nun mehrfach betont habe. Ich halte deine Vorschläge zunächst für logische Schlussfolgerungen, an denen auf den ersten Blick nichts falsch erscheint: Wenn es brennt, löschen wir mit Wasser. Natürlich haben wir viele Möglichkeiten, dafür zu sorgen, daß sich Nazis in deiner oder meiner Stadt nicht wohl fühlen und ich gebe dir ebenso recht in dem Punkt, dass hier der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Diese Vorgehensweise der definitiven Ausgrenzung mag - und das ist meine große Befürchtung - die Symptome bekämpfen, allerdings nur bis die Ursachen überhand nehmen und der ausgegerenzte, nennen wir es Verein, mit dem Rückhalt der Bevölkerung uns niedermacht, weil diese eine Minderheit durch ihre Ausgrenzung die dazu nötige Menge Wut und Energie aufgebaut hat, ihre Gegner zu überfahren - und das würden sie deshalb sicherlich “erfolgreich” tun, da sie in diesem Fall den Überraschungseffekt auf ihrer Seite hätten - mit einem Außenseiter rechnet niemand, siehe Weimarer Republik. Es reicht aus meiner Sicht (die wie gesagt nicht die Weisheit aller Dinge ist) nicht, Rechts in einer Ecke zusammenzukehren. Durch Ausgrenzung einer Gruppe von Menschen lösen wir letztendlich nichts auf, sondern arbeiten mit gleichen Methoden wie sie gegen andere Probleme (bzw. das, was als Probleme stigmatisiert wird). Ich wurde für folgende Aussage bereits in anderen Zusammenhängen bereits heftigst kritisiert und offensichtlich auch missverstanden, trotzdem bin ich der Auffassung die Wahrheit gesprochen (geschrieben) zu haben und werde es deshalb (in verkürzter Version) wiederholen:
Es ist grundsätzlich nicht im Sinne einer Demokratie, die es zu erhalten gilt, Bevölkerungsgruppen, juristische und/oder private Personen - und sei ihre Auffassung aus meiner persönlichen Auffassung heraus noch so unverständlich - aus einer bestimmten politischen Haltung heraus aus einer Gesellschaft auszugrenzen.
Sebastian
Kommentar von Sebastian — 26. November 2007 @ 00:44
An Sebstian,
Die Feinde der Demokratie verdienen nicht den Schutz der Demokratie. Chaoten muss man nicht tolerieren. Wer zu viel foult, fliegt vom Spielfeld. Natürlich genügt es nicht Rechts- radikale nur auszugrenzen. Die Ausgrenzung könnte aber ein Anfang sein.
hallo scaface, wir haben deinen Beitrag gekürzt, weil ein Teil gegen die Blogregeln verstoßen hat // Mod , JoWo
Kommentar von scaface — 26. November 2007 @ 19:24
Die Sache ist doch so: Wenn jemand elementare Grundsätze unserer Verfassung, sei es die Würde des Menschen oder die Meinungsfreiheit, teilweise oder ganz außer Kraft setzten will, verdient dieser jemand nicht mehr von der Verfassung geschützt zu werden. Dies entspricht vielleicht nicht recht den Prinzipien einer Demokratie, allerdings muss die Demokratie und unsere Verfassung um jeden Preis geschützt werden.
Kommentar von Sven N. — 26. November 2007 @ 19:47
@ Sven N wo keine wirkliche Demokratie und Meinungsfreiheit existiert, kann sie dementsprechend auch nicht abgeschafft werden!
Wieso wird hier eigentlich ständig davon ausgegangen, dass man allem gegenüber tolerant sein müsse? Wenn ich jemanden oder etwas toleriere ist das eine Form des Respektes meiner seits und jeder sollte doch selber entscheiden wen er toleriert und wen nicht! Und wenn man ständig von Problemen durch Multikulti liest, muss man sich auch fragen ist es überhaupt den Aufwand wert? Da werden Millionen in Integrationsprogramme etc. investiert, um dafür zu sorgen das es einigermaßen funktioniert! Gleichzeitig müssen aber Büchereien, Theater und andere soziale Einrichtungen schließen aus Geldmangel! Da bleibt es logischerweise nicht aus, das sich der eine oder andere fragt welchen nutzen das ganze überhaupt hat! In solchen Fällen hat die rechte natürlich leichtes Spiel, können die politischen Alternative doch keine Antwort darauf geben…..
Kommentar von Bongo Otto — 2. Dezember 2007 @ 22:02
Wie kannst du behaupten, dass hier keine Demokratie und keine Meinungsfreiheit existiert? Darfst du denn etwa nicht wählen, wen du für geeignet hälst, tun, was du für richtig hälst, gehen, wohin du willst, und sagen, was du willst? Meinst du etwa, dass wenn du dich hier oder auf der Straße hinstellst und sagst, dass du Ausländer scheiße findest, dass du dann direkt festgenommen wirst? Allerdings - auch hier muss man differenzieren: Wenn du andere dazu anstiften willst, Ausländern bewusst zu schaden, gilt das Volksverhetzung ;)
Also is wohl eher die Frage, ab wann du Menschen bewusst schadest. Dann muss nämlich der Staat eingreifen. Und hier kommt die Toleranz und der Respekt ins Spiel. Du vermischt die beiden Begriffe, dabei sind es zwei grundlegend verschiedene Dinge: Wenn du jemanden respektierst, dann schätzt du auf gewisse Art und Weise seine Gegenwart, erkennst ihn als Teil der Gesellschaft an. Wenn du aber jemanden tolerierst, dann ist dir seine Gegenwart eigentlich relativ egal, du akzeptierst, dass er überhaupt da ist. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass du ihn mögen musst, es ist dein gutes Recht, das selber zu entscheiden. Das bedeutet aber auch, dass du ihm nicht willentlich schaden darfst! Nur so ist ein friedliches Zusammenleben möglich. Das gilt aber nicht nur für dich selber, sondern dann für den anderen natürlich auch. Um sicherzustellen, dass dies auch weiter so funktioniert, ist unser Rechtsstaat dafür da.
Und was die Finanzen angeht: Darum soll sich bitte das Finanzministerium kümmern, ich glaube, die haben da genug besser qualifizierte Experten, die besser wissen als du und ich, wann sich eine Investition lohnt und wann nicht ;)
Kommentar von Sven N. — 3. Dezember 2007 @ 00:12
dann muss ich nicht tolerant gegenüber nazis sein? tolerieren heißt erdulden, ertragen. wenn ich sie nicht ertragen will, darf ich sie dann verhauen? ich frag nur mal.
du musst dir auch die frage stellen, warum “multi-kulti” nicht so klappt, wie man es sollte. und warum in vielen teilen von kreuzberg auch sehr friedlich miteinander umgegangen wird. und in anderen nicht. obwohl beide ähnlich (wenn nicht gleich) multi-kulti sind. also: welche gründe gibt es denn dafür, dass multi-kulti - angeblich! - nicht klappt?
dieses “rechts außen wird man nur als reaktion auf die bösen ausländer” ist einfach nur platteste stammtischparole. in kreuzberg gibt es probleme und trotzdem sind die grünen an der macht. in gebieten wo es fast keine ausländer gibt, wird viel eher eine latent fremdenfeindliche position vertreten. ist es nicht eher die angst vorm unbekannten, vorm fremden, die nach rechts treibt? die npd hat viel weniger chancen das bild eines von grund auf bösen ausländers zu erzeugen, wenn die menschen migranten und migrantinnen jeden tag erleben und wissen, dass es eben nicht so (einfach) ist.
ähnliches ist zum beispiel beim umgang mit behinderten, lesben, schwulen und sonstigen minderheiten zu beobachten. man geht mit solchen menschen viel normaler um, wenn man sie einfach mal kennt, wenn man sie als normal erlebt und vor allem als teil der gesellschaft.
im übrigen fände ich es interessant, wenn du die fehlenden gelder für kultur und die gelder für integrationsprogramme in belegten zahlen äußern könntest, damit man den angeblichen zusammenhang erkennen kann.
und ganz nebenbei: warum regst du dich nicht über den tornadobau/-kauf und dessen kosten auf?
Kommentar von Johannes Wedekamp — 3. Dezember 2007 @ 00:24
@Bongo Otto
Zu sagen das Integrationsprogramme daran schuld sind, daß soziale Einrichtungen geschlossen werden ist Mumpitz und billige Polemik.
Genausogut könnte man sagen das genügend Gelder verschwendet werden um irgendwelche rechtsradikale Demos zu bewachen, darum müssen soziale Einrichtungen geschlossen werden.
Davon mal abgesehen daß es genügend Programme hinsichtlich Integration gibt, die auch nachhaltig eine positive Wirkung gehabt haben…
Mit freundlichen Grüßen
Olli
Kommentar von NochEinNickname — 3. Dezember 2007 @ 08:57
@Bongo Otto
Inwieweit herrscht für Dich hier keine Meinungsfreiheit? Nur weil eine gewisse Art von Hetze nicht geduldet wird?
Ach ja, zu schreiben, daß Integrationsprogramme daran schuld seien, daß soziale Einrichtungen geschlossen werden ist meines Erachtes ein wenig polemisch. Da könnte man genausogut schreiben daß die Kosten um rechtsradikale Demos zu bewachen ebenfalls daran schuld sind, daß soziale Einrichtungen geschlossen werden müssen.
Viele solcher Programme sind sehr erfolgreich. Warum diese schliessen?
Mit freundlichen Grüßen
Olli
Kommentar von NochEinNickname — 3. Dezember 2007 @ 10:59
Off-Topic:
@Mods
…huch…erst wird mein Beitrag nicht angezeigt bzw. nach absenden wird die Seite nicht aktualisiert, wo ich schon dachte, plöder I-Net, warum kackste jetzt ab und nun bin ich zwei mal hier…:-D
Ein Beitrag kann raus ;-)
Mit freundlichen Grüßen
Olli
Kommentar von NochEinNickname — 3. Dezember 2007 @ 11:02
Wr redet denn endlich mal über die wirkliche Gewalt im Land. Die Ausländerkriminalität.
Ein rotes Tuch für die Linken, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Jeder Richter bestätigt es, und wir merken es immer wieder auf unseren Strassen.
90 Prozent der Vergewaltigungen in Köln werden von ihnen begangen. Laut Polizeistatistik. Also hört mir af mit No go Areas.
hallo Christian, auch an dich noch einmal der Hinweis: hier geht es ausschließlich um Rechtsextremismus. Lies dir am besten mal die Blogregeln durch // Mod., JoWo
Kommentar von Christian — 16. Januar 2008 @ 13:14
Es geht bei Euch immer nur ausschliesslich um htsextremismus, egal ob unsere Ausländischen Mitbürger viel gefährlicher sind.
Das ist Euch nämlich total schnuppe.
Wieso macht Ihr nicht ne allgemeine Seite gegen Gewalt?
hallo Christian, wir haben uns hier auf das Thema Rechtsextremismus festgelegt. Begründungen hierfür findest du auf dieser Seite reichlich. Deswegen werden wir unsere Gründe an dieser Stelle nicht noch einmal darlegen. Gerne kannst du hier mit uns über rechte Gewalt diskutieren. Über alle anderen Formen von Gewalt kannst du an einer anderen Stelle diskutieren // Mod., JoWo
Kommentar von Christian — 16. Januar 2008 @ 13:32
@christian
Noch mal idiotensicher:
“Ausländer” ist man für Leute wie dich anscheinend von Geburt an. Es gibt aber keinen Menschen der von Geburt an böse ist, daher gibt es da auch keinen Zusammenhang zu Gewalt. “Rechtsextrem” ist eine selbst gewählte Einstellung der Menschenfeindlichkeit und somit eine direkte Ursache von Gewalt. Verstanden?
Kommentar von Dentheman — 18. Januar 2008 @ 15:07
Wieso wird hier immer alles durcheinander gewürfelt?
Rechte Gewalt und “rechte” Politik haben teilweise Verbindungen, sind aber doch zwei verschiedene Dinge. Das eine bedingt das andere nicht.
Und wieso darf eine NPD nicht tagen, wenn sie doch (noch) eine anerkannte Partei im deutschen Parteienspektrum ist? Wieso wird auch hier, wie an so vielen anderen Orten (Zeitungen, Blogs, Foren, Diskussionen), jeder Versuch Meinungen rechts von der Mitte zu erklären und zu verstehen, als Tabu betrachtet und sofort mit Nazis und Geht-gar-nicht in Verbindung gebracht? Natürlich kann und darf es nicht sein, daß Gewalt geschieht, zu Gewalt aufgehetzt wird und Minderheiten egal welcher Art diskrimminiert werden. Aber man muß sich doch mit den Meinungen und deren Ursachen (man ist doch nicht von Geburt an rechts) auseinandersetzen und zwar am besten im direkten Gespräch und nicht erst nachts auf der Straße.
Doch viele Beiträge hier im Blog - auch bei anderen Autoren - drehen sich einfach im Kreis. Da wird über einzelne Formulierungen diskutiert und im Endeffekt nichts erreicht.
Zu den Kommentaren zwecks der Gelder: 1. Bongo Otto hat nicht behauptet, daß ein Zusammenhang zwischen den Integrationsprogrammen und den kulturellen Einsparungen besteht, er hat nur auf die Fakten hingewiesen, das beides gleichzeitig besteht. Und wer glaubt, dass das Finanzministerium Ahnung von lohnenswerten Investitionen hat, der sollte mal beim Bund der Steuerzahler nachfragen wieviel Millionen fehlinvestiert wurden
2. Wieso werden soviele Gelder zur Bewachung von rechten Demos gebraucht… nicht um die Rechten ans Händchen zu nehmen, sondern um sie zu gewaltbereiten Gegendemonstranten zu schützen (auch wenn das nicht direkt das Thema trifft), wie es die Gesetzgebung in einer erlaubten Demonstration vorsieht. Sie müssten nicht vor Bürgern geschützt werden, die einfach Gesicht zeigen gegen Rechts…
Schaue später nochmal rein und freue mich auf konstruktive Kritik, Anregungen und Argumente.
Claudia
Kommentar von Claudia — 22. Januar 2008 @ 14:58
Ich finde es interessant, dass es auch in solch vermeintlich Linken Foren eine erstaunlich hohe Zahl von Menschen gibt, die sich gegen einseitige Darstellungen und Schuldzuweisungen wehren.
Denn im Endefekt ist es doch so. Laut BKA ist der Anteil der wirklich schweren Verbrechen bei Aussländern um mehr als das doppelte höher als bei Deutschen. Und da sind Migranten mit deutschem Pass noch als deutsche Straftäter aufgeführt. Hier geht es um Rechte Gewalt, die ein Anteil an der gesamten Gewalt in Deutschland von 0,5% hat. Laut Verfassungschutzbericht 2006. Das ist also so als wenn wir beim Thema Ausländergewalt nur über Gewalt von Menschen aus Georgien reden. Deren Anteil dürfte wohl ähnlich hoch sein. Meint man ein Problem lösen zu können in dem man sich um einen 0,5% Anteil kümmert? Oder hat das mehr einen politischen Grund.
Kommentar von Björn — 22. Januar 2008 @ 15:43
hi,
also ich find das hier wirklich gut und wichtig, auch ich habe schon mit erlebt was nazis so drauf haben… oder auch nich zb: ich hab eine freundin die halb deutsch und halb kubanerin ist, wenn wir irgend wo hin fahren und wir treffen so ne leute die halt tagsüber nich viel zu tun haben dann kommt immer irgend ein dummer spruch sowas wie: AFFEN NACH AFRIKA auf jeden fall total abartig.
ich hatte auch schon gelegenheit mit nazis zu reden davon gibts hier in meiner gegend ja auch ne menge, naja auf jedenfall ist mir aufgefallen, dass die extrem dumm sind, manche wissen nichtmal den geburtstag von hitler oder auch andere hintergründe… so und dann gibts einen hier über den kann ich nur lachen: DER ist immmer zu der mutter von meiner gerade genannten freundin und hat in ihrem getränkehandel eingekauft und sich auch mit ihr selbst unterhalten und dann hat er mal zu der mutter gesagt” ich bin n nazi…” darauf sie ” du weißt aberschon dass ich ne dunkelhäutige tochter habe oder…” und er nur “ja DIE mag ich ja… ” hä? ja einigen von euch ist jetzt sicher was aufgefallen…
das letzte was ich jetzt gehört habe und was ich auch nur witzig finden kann, ist, dass es nazis gib die KIZ hören und feiern… das is ne hip hop gruppe… und in der band is n schwarzer… damit, wenn die das gut finden verarschen die sich doch selber oder? und darüber kann ich nur lachen… dumme menschen
Kommentar von jeanine — 23. Januar 2008 @ 23:01
Juchhuu, es klappt wieder alles!
Möchte eine Frage an alle einwerfen, da mich eure Meinung interessiert: Wie ist aus eurer Sicht das Aufgreifen des Vorfalls in München seitens Roland Kochs zu interpretieren? Bewegte sich der Mann da im Bereich des Rechtsextremismus?
Sebastian
Kommentar von Sebastian — 4. Februar 2008 @ 22:42
Hallo
Leider ist es wie immer im Leben viel komplizierter und vielschichtiger, als dass es eine Problemherkunft, sowie einen einheitlichen Lösungsweg gibt. Rechtsradikalismus Menschenverachtung, und Ausländerfeindlichkeit sind keineswegs deutsche Phänomene. Sie existieren in jedem Land auf dieser Welt. Traurigerweise scheint das friedliche Miteinander doch schwieriger zu sein als erhofft. Das multikulturelle Zusammenleben ist keineswegs gescheitert, sondern es hat noch garnicht richtig stattgefunden. Sicherlich werden die nächsten Schritte der Annäherung entscheidend für ein Gelingen oder Scheitern sein. Es müssen noch viele Hürden genommen werden, um ein fundiertes, aufgeklärtes und harmonisches Miteinander zu erreichen. Die Religion, so veraltet und unwichtig sie für einige, mich eingeschlossen ist, spielt hierbei keineswegs eine Nebenrolle, sondern an ihrer Toleranz wird es sich entscheiden. Sicherlich finden einige meine Argumentation zu einseitig, verstehen aus ihr selbst eine untolerante Tendenz oder halten sie einfach für falsch. Dennoch denke ich das der religiöse Fanatismus eine der Hauptgefahren für den Weltfrieden im 21. Jahrhundert ist.
MfG und auf Wiedersehen
Kommentar von Florian — 6. Februar 2008 @ 20:46
[...] So fasst der “Viva“-Moderator Klaas Heufer-Umlauf, der aus der Provinzstadt Oldenburg stammt, seine Erfahrungen im “Störungsmelder“-Blog zusammen. Klaas Heufer-Umlauf ist im Stadtteil Bornhorst aufgewachsen, in dem es Nazis gab, die sich in der Öffentlichkeit trafen. Klaas Heufer-Umlauf scheint seine Erfahrungen mit den Nazis gemacht zu haben. Schließlich mag er die Menschen, “die mit viel Engagement dafür sorgen, dass es in Oldenburg eine funktionierende linke Szene gibt”. Den Artikel gibt es hier. [...]
Pingback von Vivantiva. | Provinzkritik — 21. Februar 2008 @ 12:59
Hallo Oswald, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat //Mod. JoWo
Kommentar von Oswald — 26. Februar 2008 @ 17:51
“Ich komme aus Oldenburg, dort war für mich mal ein ganzer Stadtteil tabu. Ausländer gibt es dort kaum und Leute mit linken Ansichten bekommen schnell zu spüren, dass sie in der Minderheit sind.”
Dieser Satz ist entweder genauso jämmerlich oder verständlich wie es dieser wäre:
“Ich komme aus Oldenburg, dort war für mich mal ein ganzer Stadtteil tabu. Deutsche gibt es dort kaum und Leute mit rechten Ansichten bekommen schnell zu spüren, dass sie in der Minderheit sind.”
Mal ganz abgesehen davon, daß ich den objektiven Gehalt der o.g. Aussage mit meinen mittelmäßigen Kenntnissen von und aus Oldenburg bezweifle, ist es selbstredend, daß sich ein Angehöriger einer Minderheit, welcher in einem andersgearteten Mehrheitsumfeld lebt immer ausgegrenzt fühlen wird., bzw. kann. Allerdings ist das natürlich für den Anhänger der Mindermeinung auch Identitätsstiftend, denn passive Ausgrenzung und aktive Abgrenzung sind interdependent verlaufende Prozesse. Jedenfalls gilt dies für Leute ab einer gewissen IQ und Selbstwertgefühlsstufe. Der intelligente Nazi hält sich in einem links geprägten Umfeld natürlich auch für heroisch und wissender, während er gleichzeitig seine Minderheitenposition und die damit verbundenen Repressionen der Mehrheit beklagt. Du kannst das auch mit vollkommen apolitischen Vokabeln austauschen. Wer z.B. in einer gelb getünchten Siedlung sein Haus Braun-Rot-Lila anstreichen läßt, der wird da sektoral ähnliches erleben.
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Was das hier kritisierte Aufgreifen von (auch) durch Rechtsextremisten artikulierte Probleme angeht, so kann ich das nicht teilen.
Menschen empfinden potentiell (und tatsächlich immer) Probleme im Zusammenleben mit anderen. Welche Probleme das sind, wie sie gewertet, gewichtet und empfunden werden, entspricht natürlich immer der subjektiven Folie vor der man diese Sachverhalte abspult. Das heißt aber noch lange nicht, daß hinter einer dadurch verfremdeten Wahrnehmung nicht auch tatsächlich eine objektive Problemlage bestehen kann. Probleme können beispielsweise auf der Achse des Homogenitätsstrebens bestehen. So ist für die Linke die Ungleichheit, mindestens aber die starke Spreizung von Gehältern ein emotionales Ärgernis, welches sie durch aus ihrer Sicht geeignete Maßnamen minimieren wollen (siehe Managerger-Gehälter-Debatte). Die Linke sieht hier einen gesellschaftlichen Sprengsatz für den sozialen Frieden, weil für sie die Heterogenitätsgrenze erreicht ist. Für die liberale Rechte hingegen stellt dies rational gar kein Problem dar, sieht sie derartige Ungleichheiten doch gelassen oder sogar positiv als Antriebs- und damit Wohlstands- und Fortschrittsfeder.
Die Rechte hingegen sieht Ungleicheit und Heterogenität in Fragen konventioneller, kultureller und sprachlicher Diversität argwöhnisch und darin einen sozialen Sprengsatz für die Gesellschaft, wenn Schelligkeit, Menge und Art dieser heterogenisierung aus ihrer Sicht ein Übermaß erlangt. Auch Sie fordert dann Maßnahmen (siehe Linke oben), die zu einem größerem Maß an Gleichheit und damit geringeren Reibungsverlusten führen.
Wer in einem “Kampf gegen Rechts” - was schon entweder sprachlich unsauber ist, denn geimeint ist doch wohl rechtsextrem, oder aber demkratiebescheidend ist - stecken bleibt und übersieht, daß inkriminiertes Verhalten von rechts sich links spiegelt, weil es Teil anthropoligischer Konstanten ist. Das beide Aufassungen im Wettbewerb stehen und sich zeitlich entweder gleichzeitig oder abfolgend ausgleichen ebenso. Das dies zur Konfrontation führt auch. Nur wer sich einem “Kampf” verschreibt gleitet schon sprachlich ins militärische. Mithin dagin, wo der ausgemachte Gegener ja gerne verortet wird….
Kommentar von Gram — 20. März 2008 @ 19:13
ich finde klaas aussagen absolut zutreffend auf die heutige gesellschaft.
ich selbst kann wirklich sehen wie alle nach und nach immer rechter werden und dass ist wirklich erschreckend! vor einigen jahren gab es in meiner gegend so gut wie gar keine rechte szene aber mittlerwile (seit die NPD) sich in meiner gegend breit macht werden sie alle rechts…
es ist traurig dass mit ansehen zu müssen und vor allem ist es traurig dass sich die NPD es mit ihren methoden immer wieder schafft die leute auf ihre seite zu ziehen, immer und immer wieder……….
Kommentar von Icke — 25. März 2008 @ 10:56
Hallo Gram,
du schreibst u.a.:
” Die Rechte hingegen sieht Ungleicheit und Heterogenität in Fragen konventioneller, kultureller und sprachlicher Diversität argwöhnisch und darin einen sozialen Sprengsatz für die Gesellschaft, wenn Schelligkeit, Menge und Art dieser heterogenisierung aus ihrer Sicht ein Übermaß erlangt. Auch Sie fordert dann Maßnahmen (siehe Linke oben), die zu einem größerem Maß an Gleichheit und damit geringeren Reibungsverlusten führen. ”
Wie Du selber weißt, enthält der letzte
oben zitierte Satz die Annahme, dass eine zunehmende ” konventionelle und kulturelle Heterogenisierung oder Diversität ” zu Reibungsverlusten führen kann.
Reibungsverluste, wie bitte !?
Erreicht eine “homogene” Gruppe von Menschen mit gleichen Fähigkeiten etwa mehr als eine “heterogene” Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten ?
Es ist doch logisch, dass die “heterogene” Gruppe über mehr Fähigkeiten verfügt als die “homogene” Gruppe.
Kommentar von scarface — 28. März 2008 @ 01:42
@scarface
“Erreicht eine “homogene” Gruppe von Menschen mit gleichen Fähigkeiten etwa mehr als eine “heterogene” Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten ?”
Das kommt ganz darauf an, was das Ziel dieser Gruppe ist und worin sich deren Heterogenität manifestiert.
“Es ist doch logisch, dass die “heterogene” Gruppe über mehr Fähigkeiten verfügt als die “homogene” Gruppe.”
Nein, das ist Teil-logisch (s.o.).
Kommentar von Gram — 28. März 2008 @ 19:51
Hallo Dennis, wir haben deinen Beitrag gelöscht weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat. Bitte keine Beleidigungen und Beschimpfungen! // Mod. JT
Kommentar von Dennis aus Oldenburg — 9. Mai 2008 @ 02:29
also leute ich sag euch eins, nazi zu sein ist so ein quatsch un es hat keine logik.die meisten nazis essen noch döner und hören bushido musik oder was nicht noch alles.
ich bin eine stolze russin und grad ma 17 jahre
(…) nazis haben doch keine ahnung ohne ausländer wäre deutschland doch nicht ma so weit gekommen… richtig feige mit 20 leute auf eine person drauf und dann immer diese vorurteile das ausländer immer nur in gruppen kommen, natürlich ey jeder nazi scheisst sich doch in die hose wenn er alleine ist ….
(…)
Hallo wiranika, wir haben einen Teil deines Beitrags gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat. Bitte keine Kraftausdrücke und Androhung von Gewalt. // Mod. JT
Kommentar von wiranika — 1. Juni 2008 @ 19:04
Hallo Klaas,
auch in Ostfriesland (nahliegend an Oldenburg) hört und liest man immer öfters von Neonazis. Heute ist ein Zeitungsartikel erschienen in dem von einem Neonazi berichtet wird, der Neonazis im Gefängnis unterstützt. Zum Beispiel verkauft er T-shirts um das Geld dem Inhaftierten zu schicken, damit der Inhaftierte sich einen Anwalt leisten kann. Es gibt eine erschreckende Homepage auf dem Für Hilfe für Inhaftierte geworben wird. Ausserdem werden Videos gezeigt in denen die Ausländer schlecht dargestellt werden..sie sollen (nach Meinung des Neonazis) angeblich Kriegsverbrechen an Deutschen begangen haben.
Diese Homepage beweist das wir alle etwas gegen Neonazis tuen sollten!!!
Gruß Rena
Hallo Rena, wir haben den Link aus deinem Beitrag herausgenommen, weil wir nicht auf diese Seiten verlinken möchten. // Mod. JT
Kommentar von Rena — 21. August 2008 @ 14:01
Hallo Olli, dies ist ein Forum, das sich mit dem Thema Rechtsextremismus befasst. Scheinbar verwandte Themen werden hier nicht diskutiert. Lies Dir bitte nochmal unsere Blogregeln durch. // Mod. JT
Kommentar von Olli — 8. September 2008 @ 00:57
Euer Pseudomoralismus hier kotzt mich an. Ihr seid nichts besser als all die feigen Politiker, die sich einen feuchten Kericht im die Statistiken der Länder und Behörden scheren, wenn es darum geht, Stellung zu beziehen. Jaja, ich weiß, es geht hier nicht um Ausländerkriminalität - der Beitrag kann ja auch gerne gleich wieder gelöscht werden - aber wie wollt ihr denn hier ernstgenommen werden, wenn ihr nicht den Gewaltkontext betrachtet. (Jugend-)gewalt ist das Problem im 21. Jahrhundert, nicht nur in Deutschland. Ich habe ein paar gute Freunde in Frankreich, den Niederlanden und Norwegen - wieso haben diese Menschen Angst, nachts auf die Straße zu gehen (und jetzt kommt mir nicht mit “billiger Polemik”, es ist exakt das Problem! Die Menschen fühlen sich nicht sicher.)? Wieso nennen die als Grund nicht “rechtsextreme Gewalt” sondern “Gewalt von Menschen mit Migrationshintergrund”? Während sich ganz Medien-Deutschland politically correct zu 100% der rechtsextremengewalt widmet (was auch ok ist, aber eben nicht, ohne die andere Seite mit ebensolcher Sorgfalt zu beleuchten), wächst ein Problem heran, das tabuisiert wird. So wird Integration nie gelingen, so wird niemals ein Land heranwachsen, in dem Menschen, egal welcher Herkunft, einander vorurteilsfrei begegnen - und das nervt!
Kommentar von W.Kramczyk — 23. Oktober 2008 @ 23:47
@ W.Kramczyk:
“Während sich ganz Medien-Deutschland politically correct zu 100% der rechtsextremengewalt widmet (was auch ok ist, aber eben nicht, ohne die andere Seite mit ebensolcher Sorgfalt zu beleuchten), wächst ein Problem heran, das tabuisiert wird.”
Naja…ich erinnere mich da an mehrere Wahlkämpfe, wo das Thema in tatsächlich “in billigst polemischer” Weise thematsiert wurde. Zuletzt in Hessen (”U-Bahn Schläger”), wo der Schuss wahltaktisch ordentlich nach hinten losging. Aber so lange man beispielsweise problemlos PI oder JF lesen kann, sehe ich von Tabuisierung (schon gar nicht durch “all die feigen Politiker”) keine Spur.
Zweiter Punkt: Welche Statistiken in Sachen Gewaltkriminalität meinen Sie eigentlich genau? Die Studien von Herrn Pfeiffer wurden doch gerade in bezug auf Hessen massiv diskutiert. Hier können Sie in Bezug auf Hessen (http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/anstiegjugendgewalthessen.pdf( lesen:
“Damit steht eines fest: Junge Ausländer kann man nur zu einem geringen Teil für den in
Hessen besonders starken Anstieg der Jugendgewalt verantwortlich machen. Er ist im
Hinblick auf die insgesamt registrierte Jugendgewalt zu 92,8 Prozent den Deutschen
zuzurechnen und bei der gefährlichen/schweren Körperverletzung zu 79 Prozent.”
Um jetzt den Bogen nach Rechts zu nehmen - gerne werden von rechtspopulisten und Rechtsextremisten Statistiken zitiert, die nicht das belegen, was unterstellt werden soll: Nämlich dass (junge) Ausländer krimineller seien, eben weil sie Ausländer sind. Sich dagegen zu wehren hat nichts mit “Pseudomoralismus” oder “politischer Korrektheit” oder “Gutmenschentum” (ist es eigentlich besser “Bösmensch” zu sein?) zu tun - sondern mit der Vorliebe für Fakten.
Kommentar von Apeiron — 24. Oktober 2008 @ 09:34
Also nee, das ist mir zuviel.
Deutsche Bürger??????? Das sind die anderen auch.
Und noch etwas. Ich finde die Wahl Barack Obamas sollte für uns aufrechte Deutsche der Anlass sein, hier auch wieder einiges richtigzustellen. So zum Beispiel, dass es nicht für viel Intelligenz spricht von Bürgern zu sprechen ohne zu wissen was das ist.
Meinem Empfinden nach stellt sich die NPD außerhalb des Rechtsbürgers auf.
Das muß ich mir nicht gefallen lassen.
Radikale Linke sind zum Tei auch noch nicht im Rechtsbereich dieser Gesellschat angekommen, sie beziehen sich aber auch nicht direkt auf ihn.
Will sagen, wenn Autonome eine Partei des permanenten Kampfes ins Leben riefen würde ich mich schon dazu äüßern.
Die NPD kultivert Irrsinn, Hass und Ausgrenzung, meiner Meinung nach.
Es wird nicht leicht, ihr jedweden Boden zu entziehen…….unsere Nachlässigkeit und Bequemlichkeit sollte aber nicht zu diesem Boden gehören.
Meine Grüße gehen an die tapferen Atomkraftgegner und die gesitteten Beamten….
Kommentar von Herzblatt — 11. November 2008 @ 13:58
Entschuldigen Sie bitte Herr Heufer-Umlauf, aber ihr Artikel ist zu Beginn sehr leichtsinnig verfasst - wirft er doch unabsichtlich ein sehr fragwürdiges Licht auf Oldenburg.
Es ist mir klar, dass dies nicht ihre Intention war, aber in ihrem Text klingt es so, als ob es in ganz Oldenburg nur Nazis und sonst nichts gäbe.
Dabei kann man doch gerade Oldenburg eher als Bastion gegen rechte Aktivitäten aller Art sehen.
Die Sache für die Sie hier kämpfen ist gut, aber überarbeiten Sie bitte noch einmal den Beginn ihres Textes.
Mit freundlichen Grüßen,
CM
Kommentar von CM — 10. März 2009 @ 16:02
Oldenburg geht doch noch,kommt doch mal nach Karlsruhe,da traut sich wenns dunkel wird keine Frau,oder ein anders lebender dem manns an merkt in keine Straßenbahn,oder in einen Park oder in verschiedene Stadtteile.
Heinz
Kommentar von Heinz — 30. April 2009 @ 18:40
Hey Klaas. Schwänzen ist ja für uns Schüler noch in Ordnung, aber “erwachsene” Leute sollten aus dem Alter raus sein! :D Wo warst’n am 16.? :D Naja, wir hatten nen echt guten Tag dank YouTube und den ganzen Initiatoren. War trotzdem schade dass du nicht da warst ;D Aber absolut lobenswert, dass ihr was tut. Ehrlich gesagt war mir die Ernsthaftigkeit dieses Themas davor gar nicht so bewusst. Also, liebe Grüße (; Diana
Kommentar von Diana — 17. November 2009 @ 15:31