Wir müssen reden. Über Nazis. Ein Blog
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Mecklenburg-Vorpommern

Neonazis attackieren Antifa-Kaffeefahrt in M-V

Von 22. August 2015 um 21:22 Uhr
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Antirassistische Kundgebung am 22. August auf dem Burg Stargarder Marktplatz © Sören Kohlhuber

Etwa 15 Neonazis haben am Samstag in Burg Stargard (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) zwei Reisebusse mit Antifaschisten angegriffen. Nach einer antirassistischen Kundgebung in der Kleinstadt warfen die Nazis nach Angaben von Augenzeugen Steine und Flaschen gegen die Fahrzeuge. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Antifas waren im Rahmen des Alternativen Jugendcamps (Ajuca) in der Region unterwegs, das derzeit auf dem Gelände des Fusion-Festivals in Lärz stattfindet. Erst am Vortag hatte die NPD eine Kundgebung auf dem Burg Stargarder Marktplatz abgehalten.
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Brandanschlag auf Nazi-Gegner in Jamel

Von 13. August 2015 um 11:39 Uhr
Brandanschlag auf Nazi-Gegner in Jamel

Erst Drohungen, dann ein Brandanschlag – die Scheune der Lohmeyers in Jamel © dpa

Mehrfach wurde die Familie Lohmeyer für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet. Im Dorf Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) sind sie die letzten Anwohner, die sich der Neonazi-Szene entgegenstellen. Jetzt zündeten Unbekannte ihre Scheune an. Vermutlich ein Racheakt von Rechtsextremen. Weiter…

Erst bewusstlos geprügelt, dann verurteilt

Von 31. Juli 2015 um 13:45 Uhr
Kundgebung am Peeneufer am 8. Mai 2014 © Hans SchlechtenbergKundgebung am Peeneufer am 8. Mai 2014 © Hans Schlechtenberg

Nazi-Kundgebung am Peeneufer am 8. Mai 2014 © Hans Schlechtenberg

Am Demminer Amtsgericht ist am Dienstag der Fall eines französischen Demonstranten verhandelt worden, der bei Protesten gegen den jährlichen Nazi-“Trauermarsch“ am 8. Mai 2014 in der Kleinstadt bei seiner Festnahme verletzt worden war. Der Angeklagte wurde wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe von 1350 Euro verurteilt und muss die Kosten des Verfahrens tragen. Zu der „gründlichen Überprüfung des Einsatzgeschehens im Rahmen einer öffentlichen Beweisaufnahme“, die sein Verteidiger Sven Richwin aus Berlin im Mai angekündigt hatte, kam es dabei nicht. Weiter…

Nach Naziangriff – Polizei ermittelt gegen die Betroffenen

Von 2. Juni 2015 um 13:00 Uhr
Güstrower Nazis in Aktion: Sebastian Bluhm (mit schwarz-weiß-roter Fahne), Nils Matischent (NPD, Mitte, mit schwarzer Kapuze und blauer Hose, Stuhl in der Hand), Dominik M. (vorne, weiße Jacke) | Foto: Kombinat Fortschritt

Güstrower Nazis in Aktion: Sebastian Bluhm (mit schwarz-weiß-roter Fahne), Nils Matischent (NPD, Mitte, mit schwarzer Kapuze und blauer Hose, Stuhl in der Hand), Dominik M. (vorne, weiße Jacke) © Kombinat Fortschritt

Bei einer selbstorganisierten Kundgebung von Flüchtlingen in Güstrow haben Neonazis am Samstag versucht die Teilnehmer anzugreifen. Etwa 150 Personen waren dem Aufruf der Refugees gefolgt und hatten auf dem Marktplatz und mit einer spontanen Demonstration in die Güstrower Südstadt gegen alltäglichen Rassismus und für eine echte Teilhabe der Flüchtlinge am Stadtleben demonstriert. Während der Kundgebung auf dem Marktplatz versuchten etwa 15 bis 20 Neonazis die Veranstaltung zu attackieren. Sie warfen mit Stühlen auf Antifaschisten, die sich ihnen in den Weg stellten, verletzten jedoch niemanden. Die eingesetzten Polizeibeamten waren zu wenige und agierten hilflos, als sie vor allem versuchten, die Antifaschisten von Gegenwehr abzuhalten. Zwei Tage später beteiligt sich die Lokalzeitung an der Umdeutung der Geschehnisse. Weiter…

Naziaufmarsch am 8. Mai in Demmin: Diesmal alles anders?

Von 7. Mai 2015 um 17:37 Uhr
Haben den Krieg verloren: 250 Neonazis verklären Geschichte in Demmin am 8. Mai © Sören Kohlhuber

Haben den Krieg verloren: 250 Neonazis verklären Geschichte in Demmin am 8. Mai 2013 © Sören Kohlhuber

Am Freitag den 8. Mai, dem 70. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus, wollen Neonazis wieder durch Demmin marschieren. Mit einem Fackelmarsch wollen sie jenen Menschen aus der Stadt und Umgebung gedenken, die 1945 sich und ihren Familien aus Angst vor der Roten Armee das Leben nahmen. Im letzten Jahr war es erstmals gelungen, größere Proteste gegen den Nazi-Fackelzug in der vorpommerschen Kleinstadt zu organisieren, die jedoch von einem martialischen Polizeieinsatz begleitet wurden. Zahlreiche Pressevertreter klagten, ihre Arbeit sei von Neonazis und Polizei behindert worden. Dieses Jahr soll vieles anders laufen. Weiter…

#1Mainazifrei – Der braune 1. Mai in Deutschland

Von 3. Mai 2015 um 16:19 Uhr

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Hunderte Neonazis waren am 1. Mai deutschlandweit auf der Straße. Dabei kam es auch zu Eskalationen und einem gewalttätigen Angriff auf eine DGB-Kundgebung in Weimar. Tausende waren aber auch gegen die braunen Aufmärsche auf der Straße und konnten diese teils blockieren. Weiter…

#1Mainazifrei 2015 – Der braune 1. Mai in Deutschland

Von 28. April 2015 um 10:11 Uhr
Symbolbild: Anfang November wählte die NPD einen neuen Vorsitzenden

Symbolbild: Die NPD am 1. Mai 2013 in Berlin

Wie jedes Jahr versucht die extreme Rechte den 1. Mai für sich zu nutzen: Egal ob NPD, Die Rechte oder der „III. Weg“, bundesweit gehen extrem Rechte auf die Straße. Gemeinsam berichten die Ruhrbarone, Störungsmelder und Publikative von den größeren Demos aus NRW, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Weiter…

Aus „Kinder-Hogesa“ wird „Bündnis Deutscher Hools“

Von 13. April 2015 um 17:20 Uhr
"Bündnis deutscher Hools" nennt sich eine neue rechte Gruppierung

"Bündnis deutscher Hools" nennt sich eine neue rechte Gruppierung

Wer schon gedacht hat, dass die „Hooligans gegen Salafisten“ (HogeSa) an Inhaltlosigkeit nichtmehr zu überbieten sind, wird nun eines Besseren belehrt. Vor allem in Berlin treten Sympathisanten des rechten Netzwerkes neuerdings als „Bündnis deutscher Hools“ (B.D.H.) in Erscheinung. Sie fallen vor allem durch Alkoholkonsum und Straftaten auf. Weiter…

Messerangriff auf zwei Asylbewerber in Strasburg

Von 2. März 2015 um 13:54 Uhr

Am Donnerstagabend wurden in Strasburg (Mecklenburg-Vorpommern) zwei Asylbewerber aus Ägypten und Mauretanien von mehreren Unbekannten angegriffen und verletzt. Laut der Schweriner Volkszeitung teilte die Polizei mit, die 30 und 32 Jahre alten Flüchtlinge seien von einem Mann auf der Straße angesprochen und nach Feuer gefragt worden. Als die beiden verneinten, seien fünf bis sieben weitere Täter hinzugekommen und hätten die Flüchtlinge unter anderem mit einem Messer und einem Schlagring angegriffen. Weiter…

NPD scheitert vor Landesverfassungsgericht

Von um 13:51 Uhr
In Adlershof konnte die NPD umringt von Polizei noch eine kurze Strecke laufen © Theo Schneider

Schlecht gelaufen für die Rechtsextremen © Theo Schneider

Das Landesverfassungsgericht in Greifswald hat die NPD im Streit um Zuschüsse aus Steuermitteln abblitzen lassen. Wie ndr.de berichtet, lehnten die Richter die gegen den Mecklenburg-Vorpommerner Landtag und seine Präsidentin Sylvia Bretschneider gerichtete Klage als unzulässig ab. Die NPD hatte geklagt, weil Bretschneider die Fraktionszuschüsse der NPD letztes Jahr um 45000 Euro gekürzt hatte. Weiter…