„Russlanddeutsche“ und die extreme Rechte

Assja Jünnemann verliest die gängigen Beschränkungen die von der Polizei einer politischen Versammlung auferlegt werden. Anschließend eröffnet sie ihren Redebeitrag mit den Worten: „Um allen Ungeister gleich den Wind aus ihren hasserfüllten Segeln zu nehmen, ich verachte alle extremistischen Gesinnungen/Haltungen, denn ich habe selbst Migrationshintergrund“. Ähnliches ist auch in den folgenden Redebeiträgen an diesem Sonntag, 15.05.2016, in Hildesheim finden, wo die „Bürgerinitiative Hildesheim, Sichere Heimat’“ zu einer Versammlung aufgerufen hatte. Weiter„„Russlanddeutsche“ und die extreme Rechte“

 

AfD Pressekonferenz in Hannover gekapert

"Aktiv gegen Rassismus" übernimmt AfD Pressekonferenz in Hannover
Screenshot: „Aktiv gegen Rassismus“ übernimmt AfD Pressekonferenz in Hannover

Am vergangenen Mittwoch hatte der Landesverband Niedersachsen der Alternative für Deutschland (AfD) zu einer Pressekonferenz ins Alte Rathaus von Hannover geladen. Antirassistische Aktivisten übernahmen kurzerhand die Konferenz und informierten über erfolgreichen Protest gegen die AfD. Weiter„AfD Pressekonferenz in Hannover gekapert“

 

Niedersächsische Landesregierung ahnungslos über rechte Hooliganstrukturen

Anhänger von "Gemeinsam Stark Deutschland e.V." am 21.6.2015 bei einer Versammlung von BRAGIDA in Braunschweig. Foto: David Janzen / dokurechts
Anhänger von „Gemeinsam Stark Deutschland e.V.“ am 21.6.2015 bei einer Versammlung von BRAGIDA in Braunschweig © David Janzen / dokurechts

Der FDP-Landtagsabgeordnete Jan-Christoph Oetjen wollte kürzlich in einer Kleinen Anfrage von der Niedersächsischen Landesregierung wissen, welche Erkenntnisse nach der Spaltung von HOGESA über die Neustrukturierung der rechten Hooliganszene im Bundesland vorliegen. So erbat der Landtagsabgeordnete insbesondere Auskunft darüber, ob sich „Hooligans aus Niedersachsen“ an der Gruppierung „Gemeinsam Stark Deutschland e.V.“ (GSD) beteiligen würden. Die Antwort der Landesregierung: „Erkenntnisse über die Beteiligung von Hooligans aus Niedersachsen an GSD liegen nicht vor.“ Weiter„Niedersächsische Landesregierung ahnungslos über rechte Hooliganstrukturen“

 

Razzia nach Silvester-Randale

Razzia nach Silvester-Randale
Im Internet bejubelten die Rechtsextremen die Angriffe auf die Polizei. © Screenshot

Neonazis aus Dortmund und Niedersachsen erhielten am Morgen unangekündigten Besuch durch die Polizei. Die Beamten durchsuchten Wohnungen von Rechtsextremisten in Dortmund-Dorstfeld sowie zwei Objekte in Niedersachsen. Hintergrund sind die Angriffe auf Polizeibeamte in der Silvesternacht im Stadtteil Dorstfeld. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs. Weiter„Razzia nach Silvester-Randale“

 

Brandanschlag in Barsinghausen

Hunderte Menschen protestieren als Reaktion gegen rechtsextreme Gewalt
Hunderte Menschen protestieren als Reaktion gegen rechtsextreme Gewalt

Bereits in der Planungsphase des neuen Flüchtlingsheims kommentierte ein Barsinghäuser auf Facebook: „Da werden eh wieder ein paar Neonazis kommen und es abfackeln… Wie immer also können sie sich das Geld auch sparen und das andere Städte erledigen lassen und uns verschonen“. Nun wurde tatsächlich ein Brandanschlag auf den Rohbau verübt. Weiter„Brandanschlag in Barsinghausen“

 

Prozess gegen Besseres Hannover-Anführer begonnen

Verboten: Die Neonazi-Gruppierung "Besseres Hannover" (hier der Webauftritt) © Screenshot
2012 verboten: Die Neonazi-Gruppierung „Besseres Hannover“ © Screenshot

Vor dem Landgericht in Hannover begann heute der Prozess gegen zwei der Anführer der, seit 2012 verbotenen, Nazikameradschaft Besseres Hannover. Die Staatsanwaltschaft hat Marc-Oliver Matuszewski und Denny Subke wegen Volksverhetzung und Störung des öffentlichen Friedens angeklagt. Diese sollen laut Anklage durch Artikel auf der damaligen Internetseite der Gruppe und drei Videoclips mit der Figur des Abschiebären gegeben sein. Weiter„Prozess gegen Besseres Hannover-Anführer begonnen“

 

Maximaler Hass: Mode für Brandstifter

Screenshot von www.maxh8.de
„Nun, Volk, steh‘ auf, und Sturm, brich‘ los!“ ist der letzte Satz aus Goebbels berüchtigter Sportpalast-Rede, in der er zum „totalen Krieg“ aufrief. Bild: Screenshot von der Internetseite des rechten Modelabels „MaxH8“.

Cremlingen ist ein kleines beschauliches Örtchen im niedersächsichen Landkreis Wolfenbüttel. Hier am Rande des Höhenzuges Elm residiert der „Textilvertrieb Marc Stange“. Ein kleines Unternehmen, 2005 gegründet mit staatlichen Fördergeldern. Doch hinter dem unscheinbaren Firmennamen verbirgt sich das rechte Modelabel „MaxH8“, sprich „Maximum Hate“ – „Maximaler Hass“. Weiter„Maximaler Hass: Mode für Brandstifter“

 

Mit Partyschlümpfen und Blockaden gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Feiern gegen den Stumpfsinn in Bad Nenndorf
Mit Konfetti gegen Neonazis: Bunter Protest in Bad Nenndorf

Gerade mal 200 Neonazis waren in diesem Jahr zum 10. alljährlichen „Gedenkmarsch“ in das niedersächsische Städtchen Bad Nenndorf gekommen. Wie schon in den vergangenen Jahren demonstrierten hunderte Menschen dagegen, feierten verkleidet als Schlümpfe, warfen Konfetti auf die Neonazis und beschallten deren Schweigemarsch mit lauter Partymusik. Eine Blockade des Bahnhofes, die recht ruppig von der Polizei geräumt wurde, zwang zudem den größten Teil der anreisenden Neonazis die letzten Kilometer nach Bad Nenndorf zu laufen. Weiter„Mit Partyschlümpfen und Blockaden gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“

 

Heul doch, Nazi!

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Am 1. August wollen Nazis zum zehnten Mal ihren alljährlichen Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Ihr Ziel in der niedersächsischen Kleinstadt ist seit dem ersten „Trauermarsch“ 2006 das sogenannte Wincklerbad, vor dem sie „alliierter Kriegsverbrechen“ gedenken wollen. In den vergangenen Jahren hatten die Nazis bereits mit immer stärker werdenden Gegenprotesten und stetig zurückgehenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen, hinzu kommt eine breit-aufgestellte antifaschistische Initiative, die dem braunen Spuk endgültig Einhalt gebieten will und auch in diesem Jahr zum Blockieren aufruft. Weiter„Heul doch, Nazi!“