Rechtsextreme räumen Sitzblockierer in Dresden


Pegida in Dresden gibt nicht auf: Am Montag zogen laut der Forschungsgruppe „durchgezählt“ 2000 Rechte durch das Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt. Mehrmals kam es in der Vergangenheit am Rande von Pegida bereits zu Zwischenfällen. Von Beleidigungen und rassistischen Parolen bis hin zu tätlichen Angriffen und Morddrohungen reicht das Spektrum dessen, zu was sich Pegida-Teilnehmer regelmäßig hinreißen lassen. Am Montag kam es gleich zu mehreren Vorfällen. Weiter„Rechtsextreme räumen Sitzblockierer in Dresden“

 

Das blanke Entsetzen

Das aus drei aufrecht aufgestellten, ausrangierten Linienbussen bestehende Kunstwerk «Monument» des syrischen Künstlers Manaf Halbouni © Sebastian Kahnert/dpa

Stellen wir uns einmal vor, linke und antifaschistische Protestgruppen rufen im Internet tagelang öffentlich dazu auf, eine Veranstaltung mit einem Oberbürgermeister zu stören. Stellen wir uns vor, sie bedrohen ihn in sozialen Medien auf übelste Weise und drohen ihm den Tod an. Weiter„Das blanke Entsetzen“

 

Neonazi wegen Anschlag auf Justizministerwohnung vor Gericht

Der Tatverdächtige Thomas K. bei einem Fanmarsch von LOK Leipzig © Olaf Mühlenkamm
Definitiv kein Linker: Thomas K. bei einem Fanmarsch von Lok Leipzig © Olaf Mühlenkamm

Lange sprach der sächsische Verfassungsschutz von einem linksextremen Anschlag, jetzt ist klar: Der Täter ist ein bekannter rechtsextremer Hooligan – aus Leipzig. Wie Recherchen der Leipziger Internetzeitung ergeben haben, soll Thomas K. für den Angriff auf die Wohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU) im November 2015 verantwortlich sein. Jetzt stehen er und ein Komplize für die Tat vor Gericht. Weiter„Neonazi wegen Anschlag auf Justizministerwohnung vor Gericht“

 

Die NPD will „Anwalt des kleinen Mannes“ sein

Auch Udo Pastörs (ganz weit rechts) konnte den Abstieg der NPD nicht aufhalten, jetzt versucht sich Frank Franz (links) | © Jan Peters/dpa
Auch Udo Pastörs (ganz weit rechts) konnte den Abstieg der NPD nicht aufhalten, jetzt versucht sich Frank Franz (links) | © Jan Peters/dpa

Die letzten Monate sind durch Niederlagen und den Abstieg der NPD in die politische Bedeutungslosigkeit gekennzeichnet. Die Partei diskutiert in Erwartung einer Entscheidung im Verbotsverfahren bereits die zukünftige strategische Ausrichtung. Im Kern geht es um die „soziale Frage“ und die „kommunale Verankerung“. Weiter„Die NPD will „Anwalt des kleinen Mannes“ sein“

 

Vortrag über die „Himmler-Bibel“ mitten in Dresden

nazibuchAls das rechtsaußen-Magazin COMPACT vergangenes Jahr eine Veranstaltung mit Götz Kubitschek in Dresden durchführen wollte, kündigte kurz vorher das Feldschlösschen-Stammhaus den Mietvertrag. Unter anderem antifaschistischer Protest hatte wohl letztlich dazu geführt. Die Veranstaltung, mit dem Titel „Asyl. Die Flut – Wo soll das enden?“, wurde von Elsässer aber doch noch als „Sieg für die Meinungsfreiheit“ gefeiert. Die Gaststätte „Zum Schießhaus“ neben dem Schützenplatz, hatte kurzfristig die Räumlichkeiten gestellt. Auch die AfD Dresden nutzte das Schießhaus mehrfach als Veranstaltungsort, mit gewohnt plumper Themensetzung, wie zum Beispiel „Political Correctness“ oder „Finanzen, Steuer und Wirtschaft“. Für Ende Oktober wird jetzt in der rechten Szene eine Veranstaltung beworben, die noch weiter geht. Ein sogenannter „Freundeskreis der Ludendorff-Bewegung“ kündigt einen Kapitän a.D. Harm Merkens an, der über die sogenannte „Himmler-Bibel“ sprechen soll.

Weiter„Vortrag über die „Himmler-Bibel“ mitten in Dresden“

 

Umstrittenes Kampfsportevent in Leipzig

Etwa 1000 Menschen demonstrieren gegen rechtes Kampfsportevent © T. Wagner
Etwa 1000 Menschen demonstrieren gegen rechtes Kampfsportevent © T. Wagner

Es soll ein großes Spektakel werden. Ein Kampf der Gladiatoren. Das „Imperium Fight Team“ wirbt schon seit Wochen im gesamten Leipziger Stadtgebiet mit Plakaten, auf denen eingeölte Männer oberkörperfrei in römischer Kampfmontur martialisch posieren. Am vergangenen Samstag fand schließlich das sogenannte Free Fight Event im Leipziger Kohlrabizirkus statt. Das eigentliche Spektakel spielte sich um das Großevent herum ab.

Weiter„Umstrittenes Kampfsportevent in Leipzig“

 

Freital – ein Jahr danach

27884276976_68c50e013c_z

Unter dem Motto „1 Jahr danach“ gab es vergangenen Sonnabend in Freital eine Demonstration um den Leerzug des als Asylbewerberheims genutzten Hotels Leonardo zu feiern. Das Motto „1 Jahr danach“ steht damit natürlich auch für das traurige Jubiläum einer Verfolgungsjagd, die mit einer Baseballschlägerattacke und einer eingeschlagenen Heckscheibe endete, Hitler- und Kühnengrüße, zerstochene Reifen und weitere Übergriffe auf Gegendemonstranten. Und natürlich wäre die Genese der inhaftierten „Gruppe Freital“ nicht ohne diese Demonstrationen denkbar gewesen. Weiter„Freital – ein Jahr danach“