Wir müssen reden. Über Nazis.

Tag: ‘Antisemitismus’

“Der Jude an sich” und die Piratenpartei

Von 8. Februar 2012 um 14:55 Uhr

Mit einem merkwürdigen Tweet hat der Piratenpolitiker Kevin Barth eine neue Debatte über antisemitische Tendenzen in der Piratenpartei ausgelöst. In dem Posting schreibt Barth, dass er “den Juden an sich unsympatisch” (sic!) findet und schimpft über die “israelische Kackpolitik”. In einer noch unglücklicher formulierten (und inzwischen wieder gelöschten) Stellungnahme auf seinem Blog betonte er anschließend, er wolle “niemals die Verantwortung” für die NS-Vergangenheit Deutschlands übernehmen. Mitglieder der Piratenpartei waren schon mehrfach durch antisemitische Ausfälle in die Kritik geraten. Zuletzt wurde das antisemitisch konnotierte Kraken-Bild gegen das ACTA-Gesetz scharf kritisiert. [weiter...]

Kategorien: Baden-Württemberg

Weiße Rosen an Gleis 17

Von 16. Oktober 2011 um 17:27 Uhr

Vor 70 Jahren wurden die ersten Berliner Juden deportiert. Mit einer Gedenkfeier am Bahnhof Grunewald soll am 18. Oktober den Opfern des Naziterrors gedacht werden. [weiter...]

Kategorien: Berlin

Expertengremium zu Antisemitismus kritisiert Fixierung auf muslimischen Judenhass

Von 28. September 2011 um 13:10 Uhr

Alltäglicher Antisemitismus - Polizisten auf einem verwüsteten jüdischen Friedhof 2008 in Berlin © getty

Ein Expertengremium Antisemitismus, dessen Bericht noch in diesem Jahr erwartet wird, hält den Judenhass deutscher Rechtsextremisten für das größere Problem. [weiter...]

Kategorien: bundesweit

Erneute Schändung von Friedhof für NS-Opfer in Nordhausen

Von 24. Mai 2011 um 16:26 Uhr

Alltäglicher Antisemitismus - Polizisten auf einem verwüsteten jüdischen Friedhof 2008 in Berlin © getty

Immer wieder werden jüdische Friedhöfe und Gedenkstätten für NS-Opfer von rechtsextremen Tätern geschändet und damit die Würde der Opfer in einem erheblichen Maße beschädigt. Allein 2010 gab es nach Berichten des Tagesspiegel 41 Angriffe auf jüdische Friedhöfe, von denen allerdings nur 4 Taten aufgeklärt werden konnten. Diese Zahlen sind bundesweit erhoben wurden. In Nordhausen, einer Stadt in Nordthüringen, kommt es ebenfalls zu regelmäßigen Schändungen des immer gleichen Ehrenfriedhofes, auf dem mehr als 2.000 NS-Opfer bestatten wurden, die als KZ-Häftlinge in den Lagern des KZ-Mittelbau ums Leben kamen oder als Zwangarbeiter in der Region ausgebeutet wurden. [weiter...]

Kategorien: Thüringen

Für jedes Opfer einen Stolperstein

Von 10. Mai 2011 um 15:58 Uhr

Die Nazis ließen 116 jüdische Berliner aus der Giesebrechtstraße deportieren. Erstmals wird in einem Kiez an alle Namen erinnert. Lala Süsskind freut sich, dass jüdische Geschäftsleute nach Charlottenburg zurückkehren.
[weiter...]

Kategorien: Berlin, bundesweit

Neonazis stürmen auf Holocaustmahnmal-Gelände

Von 17. April 2011 um 17:33 Uhr

Kundgebungsanmelder Sebastian Schmidtke (Mitte) hier bei einer NPD-Veranstaltung im Januar 2011 © Matthias Zickrow

Am Rande einer rechtsextremen Kundgebung vor der Österreichischen Botschaft kam es am Samstagnachmittag in Berlin zu einem Zwischenfall. Als die Rechten gegen 15.15 Uhr vom Veranstaltungsort abzogen, stürmten in Höhe Ebert- Ecke Hannah-Arendt-Straße plötzlich zwölf Neonazis in das Stelenfeld des Holocaustmahnmals. Polizisten, die die Gruppe zur U-Bahn begleiten sollten, konnten sie zurück auf den Gehweg drängen. Eskortiert von der Polizei, zerstreute sich die Gruppe schließlich in Richtung Hauptbahnhof und Bahnhof Friedrichstraße. [weiter...]

Kategorien: Berlin

Antisemitische Hetze unter Dynamo Dresden-Fans

Von 14. April 2011 um 13:21 Uhr

Screenshot des antisemitischen Banners aus einem Hooligan-Forum

Fans des Fußballvereins Dynamo Dresden haben  beim 3. Liga Spiel gegen den Ostrivalen Hansa Rostock ein antisemitisches Hetztransparent gehisst. Der Verein ist berüchtigt für seine Fans aus dem rechtsextremen Hooligan-Milieu. Jetzt bittet der Geschäftsführer die Zuschauer um Hilfe, damit die Urheber des Banners identifiziert werden können. [weiter...]

Das Europa der Vorurteile

Von 12. März 2011 um 10:34 Uhr

Eine neue Studie zeichnet ein teils düsteres Bild von Vorurteilen, Intoleranz und antidemokratischen Einstellungen in Europa. Am Freitag stellte die Friedrich-Ebert-Stiftung die von ihr in Auftrag gegebene Studie „Die Abwertung der Anderen“ in Berlin vor. Demnach ist besonders die Islamfeindlichkeit in Europa stark verbreitet. Rund die Hälfte der befragten Deutschen stimmte der Aussage zu, dass der Islam „eine Religion der Intoleranz“ sei. In den Niederlanden, Portugal und Polen stimmten sogar 60 Prozent zu. „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist in Europa weit verbreitet“, sagte der für die Studie verantwortliche Wissenschaftler Andreas Zick. [weiter...]

Kategorien: bundesweit

Menschenfeindliche Einstellungen: Die Mitte am Rand?

Von 23. Januar 2011 um 11:44 Uhr

„Demokratie ist kein Sockel, der – einmal erreicht – langfristig stabil bleibt.“ Diese Schlussfolgerung ist Leitmotiv der gerade veröffentlichten Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES): Die Mitte in der Krise. [weiter...]

Kategorien: bundesweit

Deutsche Zustände: Besserverdienende werden islamfeindlicher

Von 5. Dezember 2010 um 13:31 Uhr

Bildung und gutes Einkommen schützen nicht vor Vorurteilen – die Elite wird zunehmend islamfeindlich. Aber auch antisemitische Tendenzen sind laut Studie erkennbar. [weiter...]

Kategorien: bundesweit