Früher Schulhof-CD, heute Podcast: Auf Audio-Portalen wie Spotify und Apple findet der rechte Verein Ein Prozent eine Bühne. Gegner versuchen, das Angebot zu stoppen.
„Die Krise ist die Zeit der Nationalstaaten!“ Ein typischer Satz des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke. Nur, dass er ihn nicht auf der Bühne einer Pegida-Demo gesagt hat, sondern in einem Podcast. Lagebesprechung heißt das Angebot, mit dem sich der rechte Verein Ein Prozent seit Ende März regelmäßig zu Themen der Corona-Krise zu Wort meldet. Auf populären Portalen wie Spotify und Apple Podcasts – frei zugänglich, auch für junge, unbedarfte Hörer.
Der Konflikt um die Identitäre Bewegung droht, die Regierungskoalition in Österreich zu spalten. Die rechtsextreme Organisation verliert zunehmend wichtige Unterstützer. Für den Samstag ruft sie zur Demonstration in Wien auf.
Die Identitäre Bewegung (IB), derzeit populärste rechtsextreme Organisation in Österreich, steckt in einer Krise. Vor zwei Wochen hatte Mitbegründer und Aushängefigur Martin Sellner eingeräumt, dass der mutmaßliche Attentäter von Christchurch, Brenton Tarrant, ihm im vergangenen Jahr eine „ungewöhnlich hohe Spende“ habe zukommen lassen. Zuvor hatten Ermittler Sellners Wohnung wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung durchsucht.
Seitdem schwebt die Drohung einer Zwangsauflösung über der Bewegung. Die Koalitionsregierung aus Österreichischer Volkspartei (ÖVP) und Freiheitlicher Partei Österreichs (FPÖ) kündigte an, ein Verbot der Identitären zu prüfen, die in Österreich als „Verein zur Erhaltung und Förderung der kulturellen Identität“ organisiert sind. Dass es so weit kommt, gilt zwar als nicht wahrscheinlich, doch die Identitären sind schon jetzt dabei, Teile ihrer Netzwerke und ihres politischen Resonanzraums zu verlieren.
Ein wissenschaftlicher Sammelband beleuchtet die Rolle der FPÖ als Vorbild und Schwesterpartei der AfD in Sachen Antisemitismus, völkischem Nationalismus und reaktionären Geschlechterbildern. Wir haben reingelesen. Weiter„FPÖ als Vorbild der AfD“
Mobi-Flyer für die Proteste gegen den „Akademikerball“
Auf dem Wiener Akademikerball treffen sich Burschenschafter und Rechte – während draußen Tausende demonstrieren. Doch das könnte bald ein Ende haben, sagt Judith Goetz.Weiter„„Die rechtsextreme Prominenz ist kein Geheimnis““
Mobi-Flyer für die Proteste gegen den „Akademikerball“
Beim „Akademikerball“ in Wien trifft sich jedes Jahr die akademische Rechte aus halb Europa. 2014 waren die Proteste vor allem wegen der Verfahren gegen den Studenten Josef S. und andere ein breites Thema. Auch für 2015 planen verschiedene Gruppen Proteste und Blockaden. Das Ziel ist die Verhinderung des Balls. Weiter„„Das muss der letzte Akademikerball sein.““