Wir müssen reden. Über Nazis.

Tag: ‘Geschichte’

Nazis schänden KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Von 7. April 2010 um 11:21 Uhr

Statue vor dem Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Am Ostermontag wurde das Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Neuengamme bei Hamburg mit Nazi-Sprüchen, Hakenkreuzen und SS-Runen von Nazis offenbar am hellichten Tag beschmiert. Die Tat hat in Hamburg und bundesweit Entsetzen ausgelöst. Kripo und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen. [weiter...]

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Ebensee: Neonazis greifen KZ-Überlebende auf Gedenkfeier an

Von 14. Mai 2009 um 11:07 Uhr

Die Befreiungsfeiern im ehemalige KZ-Mauthausen in Österreich wurden von einem Neonazi-Angriff bei der Gedenkfeier im ehemaligen Konzentrationslager Ebensee überschattet. Die Teilnehmer/innen, unter ihnen zahlreiche Überlebende, wurden von vermummten Nazis mit Sieg-Heil-Rufen und Hitlergruß beleidigt. Zusätzlich wurde eine weitere Besuchergruppe aus Frankreich sogar tätlich angegriffen und mit Plastikkugeln aus Softguns verletzt.

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Fragwürdige Traditionslinien

Von 20. April 2009 um 16:15 Uhr

Der Film “Operation Walküre” über das Stauffenbergattentat auf Hitler sorgte im Januar für viel Diskussionen im Blätterwald und im Netz. Dabei stand jedoch weniger die Rolle Stauffenbergs an sich im Mittelpunkt der Diskussion, sondern vielmehr der Stauffenberg-Darsteller Tom Cruise. Es wurde in erster Linie die Frage gestellt, ob ein Scientology-Anhänger die Rolle Stauffenbergs überhaupt spielen “darf”.

Viel spannender sind meines Erachtens jedoch die Fragen, wer Stauffenberg wirklich war, welche politischen Postionen er vertrat und warum er in Deutschland als “Held” inszeniert wird. [weiter...]

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Horst Wessel: „Märtyrer der Bewegung“ kopflos im Grab?

Von 24. Februar 2009 um 13:48 Uhr

Vor 79 Jahren kam SA-Sturmführer Horst Ludwig Wessel unter bisher ungeklärten Umständen ums Leben. Seinen Tod nutzte die NSDAP zu Propagandazwecken: Plätze, Straßen, ein Krankenhaus, eine Schule und sogar ein Segelschulschiff wurden nach dem Pfarrerssohn benannt. Auch heutzutage wird der Mythos Horst Wessel von Neonazis für ihre Zwecke vereinnahmt. Unter dem Motto „Ermordet durch rote Hand! Am 23. Februar 1930 hörte ein starkes Herz auf zu schlagen“ wird ihm alljährlich gedacht. [weiter...]

Nachkriegsdeutschland: Milde gegen Nazis, Härte gegen Kommunisten

Von 5. Januar 2009 um 17:05 Uhr

Im NPD-Blog-Info gibt es aktuell einen interessanten Beitrag zum Thema Opfermythos der Rechtsextremisten. Es wird in dem Beitrag eine Vorabmeldung des Spiegels über eine Studie  zitiert die belegt, dass im Deutschland der Nachkriegszeit die Justiz mit deutlicher Milde gegenüber ehemaligen  Nazis agierte, während die – oftmals gerade der Verfolgung im NS entkommenen – Kommunisten ungleich härter verfolgt wurden… [weiter...]

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Reichspogromnacht – „Ritual der Erniedrigung und Demütigung“ von Juden

Von 9. November 2008 um 14:41 Uhr

„Reichskristallnacht“, „Reichspogromnacht“ oder „Novemberpogrom“ alle drei Worte bezeichnen ein und dasselbe historische Ereignis. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren die Novemberpogrome vom nationalsozialistischen Regime organisiert worden. Sie sollten die Zerstörung von Eigentum, religiösen Stätten und Leben der Juden im Deutschen Reich (zu dem seit März auch Österreich gehörte) bedeuten. Die Pogrome kennzeichneten den neuen Umgang mit den Juden – von Diskriminierung und Ausgrenzung hin zur systematischen Verfolgung der deutschen Juden. Im Zeitraum vom 7. bis 13. November 1938 wurden hunderte jüdische Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. [weiter...]

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Ein Comic zum Erinnern.

Von 6. November 2008 um 12:53 Uhr

Oder: von der Schwierigkeit, sich das Unvorstellbare vorzustellen.

Die deutschen NS-Verbrechen sind einzigartig in der Geschichte der Menschheit. Weder davor, noch danach wurden so viele Menschen systematisch ermordet. Die Morde wurden nahezu perfekt geplant und durchgeführt.

Weil wir Erben dieser Geschichte sind – als Menschen und insbesondere als Deutsche – ist es unsere Pflicht, an diese Verbrechen zu erinnern und auch so dafür zu sorgen, dass sie sich niemals wiederholen werden.

Das Problem besteht allerdings darin, dass sich das Grauen, das die Opfer ertragen mussten, nicht nachvollziehen lässt. [weiter...]

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Zeitzeugengespräche

Von 7. August 2008 um 22:45 Uhr

Letzte Woche hatte ich im Rahmen eines Jugendaustausches einer Hamburger Gruppe mit einer Gruppe aus Hamburgs Partnerstadt Léon, Nicaragua, ein Seminar zum Thema NS-Zeit organisiert. Neben einem ausführlichen Input zum Nationalsozialismus, einer Einheit zum Thema Verfolgung und einem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, stand auch ein Zeitzeugengespräch auf dem Programm.

Esther Bejarano, eine jüdische Überlebende des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, erzählte ihre Geschichte…

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Holocaust-Pop – So what, spießiger Moralreflex?!

Von 3. Juli 2008 um 17:04 Uhr

Als im letzten Jahr „Mein Führer“ in die Kinos kam, fand ich, dass der Film nicht besonders gut und deshalb eigentlich nicht der Rede wert war. Die beiden Hauptdarsteller waren toll. Aber die unwahrscheinliche Geschichte von einem jüdischen Schauspieler, der in den letzten Kriegsmonaten von Hitler aus dem KZ geholt und als Rhetorik-Coach verpflichtet wird, fand ich uninteressant. Die Umsetzung als halbgaren Tragiklamauk erst recht. [weiter...]

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