Er hat einen Winter lang mit Obdachlosen auf der Straße gelebt, die Machenschaften der BILD aufgedeckt und ist schwarz angemalt und mit versteckter Kamera durch Deutschland gezogen. In seinen Rollen erfährt Günter Wallraff von Zuständen ausgegrenzter Gruppen, die er veröffentlicht. Auch mit Flüchtlingen hat der Enthüllungsjournalist schon zusammen gelebt, manche sogar bei sich im Haus versteckt. Im Interview mit dem Störungsmelder erzählt der Kölner von seiner Zeit als Kriegsdienstverweigerer, seinem Leben als Investigativjournalist und seiner Meinung zur deutschen Asylpolitik. Weiter„„Ich habe großen Respekt vor dem Protest der Flüchtlinge““
Das Positive vorweg: der Film „Schwarz auf Weiß“ kommt zu einem richtigen Zeitpunkt. Nach der Fußball-WM 2006 war das vorherrschende Grundgefühl in der Medienlandschaft und öffentlichen Wahrnehmung, dass Deutschland ein gastfreundschaftliches Land ist. Die Befürchtungen, die es im Vorfeld der WM gab, wurden nicht bestätigt. (Anderslautendes war zumindest in den Medien nicht präsent.) „Schwarz auf Weiß“ bringt dieses Gefühl zum kippen. Der Film macht ein Thema deutlich, dass altbekannt ist und sich leider in den Jahren wenig verändert hat: Rassismus und Xenophobie sind auch heute noch weit verbreitet und treten manchmal offen, manchmal unterschwellig zu Tage. Weiter„Kritikwürdig und trotzdem wichtig – ein Kommentar zum neuen Film von Günter Wallraff“