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Holocaustleugnerin Haverbeck festgenommen

Ursula Haverbeck, hier bei einem Gerichtstermin im November 2017 vor dem Landgericht Detmold © Bernd Thissen/dpa

Weil sie den Holocaust geleugnet hatte, war die Rechtsextremistin Ursula Haverbeck zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Im Gefängnis erschien sie jedoch nicht. Jetzt wurde die 89-Jährige verhaftet.

Die wegen Holocaustleugnung zu zwei Jahren Gefängnis verurteilte Ursula Haverbeck ist festgenommen worden. Sie wurde am Montag gegen 13.30 Uhr in ihrem Haus im nordrhein-westfälischen Vlotho festgenommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Sie sei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden.

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Holocaust-Leugnerin Haverbeck vor Festnahme

Ursula Haverbeck, hier bei einem Gerichtstermin im November 2017 vor dem Landgericht Detmold © Bernd Thissen/dpa

Sie gilt als bekannteste Holocaust-Leugnerin Deutschlands – und steht nun kurz vor der Festnahme: Ursula Haverbeck ist trotz Haft-Urteils nicht im Gefängnis erschienen.

Von Roland Kaufhold

Auch Urteile konnten sie nicht hindern, öffentlich die Verbrechen des Dritten Reichs zu leugnen: Immer wieder hat die 89-jährige Ursula Haverbeck öffentlich den organisierten deutschen Völkermord bestritten. „In Auschwitz hat es keine Vergasungen gegeben. Auschwitz war kein Vernichtungslager“, sagte sie etwa dem NDR-Magazin Panorama.

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„Weinen allein bildet nicht“

Figurengruppe und Krematorium in der KZ-Gedenkstätte MIttelbau-Dora © Felix M. Steiner
Figurengruppe und Krematorium in der KZ-Gedenkstätte MIttelbau-Dora

In diesem Jahr jährt sich der Jahrestag der Befreiung der deutschen Konzentrationslager zum 70. Mal. Auch das Sterben der Zeitzeugengeneration verändert die Situation und die Erinnerungskultur. Damit stehen auch die KZ-Gedenkstätten vor neuen Herausforderungen. Ein Gespräch mit Dr. Jens-Christian Wagner, dem Geschäftsführer der Stiftung niedersächsiche Gedenkstätten über die Zukunft der Erinnerungskultur. Weiter„„Weinen allein bildet nicht““

 

Guter Gauck, böser Gauck

Joachim Gauck mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt © Wolfgang Kumm/dpa

Noch ist er nicht zum Bundespräsidenten gewählt, doch Joachim Gauck polarisiert schon jetzt. Oder besser: Seine tatsächlichen oder vermeintlichen Aussagen zu Sarrazin, Holocaust und Occupy-Bewegung, teilweise Jahre alt, tun es.  Kritiker werfen Gauck einen undifferenzierten Umgang mit Rassismus und der deutschen Geschichte vor. Neurechte Kreise nehmen die Kritik dankend auf und versuchen Gauck als einen der ihren darzustellen. Die umstrittene rechtskonservative Wochenzeitung Junge Freiheit hob Gauck prompt mit der provozierenden Schlagzeile „Wir sind Präsident“ auf die Titelseite. Dass Kritiker wie Befürworter sich größtenteils auf Zitatfetzen stürzen und diese völlig unterschiedlich interpretieren, geht dabei unter. Weiter„Guter Gauck, böser Gauck“

 

Schlussstrich und „Holocaust-Industrie“

Abgesehen davon, dass die Hardrockband Bonfire aktuell versucht, mittels einer gruseligen Hardrockversion der deutschen Nationalhymne auf den patriotischen WM-Zug aufzuspringen – bei Saturn gibts die CD incl. Deutschlandfahne – , kommt bei ihren konkreten politischen Statements auch nicht viel mehr raus.  Im Gegenteil: Da wird mal eben „den Juden“ unterstellt, sie würden bis  heute „immer noch“ am Holocaust verdienen. Weiter„Schlussstrich und „Holocaust-Industrie““

 

„Plötzlich flogen Kampfbomber über unsere Köpfe“

Fünf Jahre hat er in Gestapohaft und im Konzentrationslager Sachsenhausen  überlebt. Inzwischen ist der in Polen geborene Josef Kuzba 93 Jahre alt. Der Umgang mit der Erinnerung an den Terror der Nationalsozialisten hat ihn sein ganzes Leben begleitet. Am Mittwoch wird Kuzba zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus bei einem Konzert der Aktion Sühnezeichen von seinen Erlebnissen erzählen. Er ist einer der letzten Zeitzeugen, die über die Verbrechen in Sachsenhausen berichten können. Weiter„„Plötzlich flogen Kampfbomber über unsere Köpfe““

 

Sylvin Rubinstein – Er tanzte das Leben

Sylvin Rubinstein als Flamenco-Tänzerin Dolores

Seit einigen Jahren besuche ich regelmäßig den mittlerweile 94jährigen, in Hamburg lebenden Sylvin Rubinstein. Sylvin hat eine schier unglaubliche Geschichte: In Moskau geboren, lebte er vor dem Krieg in Polen und lernte zusammen mit seiner Schwester Ballett. Als Flamenco-Paar ,Imperio und Dolores‘ tanzten sie auf den namhaften Variete-Bühnen Europas, waren internationale Stars – bis zum brutalen Überfall  Nazi-Deutschlands auf Polen.

Im Holocaust verlor Rubinstein nahezu seine gesamte jüdische Familie: Mutter, Ehefrau und Schwester. Er selbst kämpfte im Widerstand mit einem deutschen Major und Partisanen gegen die Nazis. Nach dem Krieg begann er wieder zu tanzen … als Dolores in den Kostümen seiner Schwester.

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Worum es den Nazis in letzter Konsequenz geht…

Wenn die Nazis vom „Nationalen Sozialismus“ sprechen und sich grundsätzlich offen positiv auf die Nazi-Gewaltherrschaft beziehen, wenn sie Transparente mit Aufschriften wie „Eines Tages werden wir uns fürchterlich rächen“ auf ihren Demos tragen, wenn sie die SA auf Demos offen als historische Vorbilder bezeichen und im gleichen Atemzug ihre Gegner bedrohen, wenn sie vom „Linken Gezeter – 9 Millimeter“ sprechen usw. usf. – dann muss uns klar sein, dass sie in ihren ausufernden Gewaltphantasien grundsätzlich immer auch eins im Kopf haben:  in letzter Konsequenz die physische Vernichtung von politischen Gegnern, Minderheiten, jüdischen Menschen, letztlich allen, die nicht in ihr nationalsozialistisches Wahnbild passen. Weiter„Worum es den Nazis in letzter Konsequenz geht…“