Am Mittwochabend ereignete sich im Berliner Stadtteil Köpenick ein gewaltsamer Übergriff auf Fans des Berliner Traditionsvereins Tennis Borussia. Etwa 40 Anhänger des Charlottenburger Sechstligisten befanden sich auf dem Heimweg mit der Tram von einer Partie gegen den Köpenicker SC, als zwei Neonazis beim Aussteigen einen Teil der Gruppe gezielt mit Pfefferspray attackierten. Zuvor skandierten die Angreifer „Sieg Heil“. Weiter„Nazi-Angriff auf Fußballfans in Berlin“
Seit Februar gehen in Stuttgart jeden Monat bis zu 1000 Gegner des Bildungsplan 2015 auf die Straße. Nicht so im Mai: Durch eine frühe Mobilisierung wurde der gefährlichen Allianz den Wind aus den Segeln genommen. Weiter„Erster Erfolg gegen die homophoben Demonstrationen in Stuttgart“
Nach französischem Vorbild demonstrieren auch in Deutschland ultrakonservative Christen, alte und neue Rechte gemeinsam gegen Sexualaufklärung und die Anpassung von Schulunterricht an die Vielfälltigkeit unserer Gesellschaft. Die Partei „Alternative für Deutschland“ baut passend dazu neben ihrer Euro-Kritik und der Positionierung als „Anti-Parteien-Partei“ einen dezidiert antifeministischen dritten Schwerpunkt aus. Weiter„Die AfD als antifeministische und homophobe Kraft“
Von wem ging am 22. März die Gewalt in Köln aus? Die Sympathisanten der „Initiative Besorgte Eltern“ fühlen sich medial falsch dargestellt. Ein von der Initiative ins Internet gestelltes Video zeigt, wie einzelne Gegendemonstranten die Aufklärungsgegner attackieren. Auch die Polizei hat sich inzwischen zu den Geschehnissen geäußert. Weiter„Nach „Besorgte Eltern“-Demo: Diskussionen über Gewalt“
Auf den ersten Blick wirken sie skurril – aber harmlos. Doch bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass die „Initiative Besorgte Eltern“ nicht nur fragwürdige Positionen zur Sexualaufklärung vertritt. Es bestehen offenbar auch Kontakte zu europäischen religiösen und homophoben Rechten. Aus einem 300-köpfigen Demonstrationszug heraus griffen Teilnehmer in Köln sogar Gegendemonstranten an. Weiter„Europäische Rechte unterstützen die „Initiative Besorgte Eltern““
Ein klares Zeichen gegen Homophobie wollen Aktivisten am Dienstag in Berlin setzen. Dazu gibt es einen Aktionstag unter dem Motto: „Show respect – fight homophobia!“. Tagsüber informieren Amnesty International sowie andere Organisationen und Unterstützer über das Thema und stellen ihre Arbeit vor. Abends findet ein Konzert statt. Weiter„Amnesty-Aktionstag gegen Homophobie“
Eine neue Studie zeichnet ein teils düsteres Bild von Vorurteilen, Intoleranz und antidemokratischen Einstellungen in Europa. Am Freitag stellte die Friedrich-Ebert-Stiftung die von ihr in Auftrag gegebene Studie „Die Abwertung der Anderen“ in Berlin vor. Demnach ist besonders die Islamfeindlichkeit in Europa stark verbreitet. Rund die Hälfte der befragten Deutschen stimmte der Aussage zu, dass der Islam „eine Religion der Intoleranz“ sei. In den Niederlanden, Portugal und Polen stimmten sogar 60 Prozent zu. „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist in Europa weit verbreitet“, sagte der für die Studie verantwortliche Wissenschaftler Andreas Zick. Weiter„Das Europa der Vorurteile“
Der jamaikanische Dancehall-Musiker Sizzla ist bekannt für Lieder, in denen er zur Tötung von Schwulen aufruft. Für die Berliner Veranstalter aus dem Kesselhaus ist das kein Problem. Doch die homophoben Hasstiraden bleiben nicht unwidersprochen. Weiter„„Tod den Perversen und Schwuchteln“ – Homophober Hassmusiker in Berlin“
Nach breiten Protesten, fällt das für heute geplante Konzert von „Elephant Man“ in Düsseldorf jetzt doch aus. Eine Demonstration vor dem Veranstaltungsort gegen den Hasssänger und seine Mordaufrufe gegen Schwule wurde daher ebenfalls abgesagt.
Hass auf Schwule ist keineswegs nur ein Bestandteil rechtsextremer Ideologie, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen verbreitet. So zum Beispiel in der jamaikanischen Reggae-Szene. Ende September will jetzt in zwei deutschen Städten ein Dancehall-Musiker auftreten, der ganz offen zum Mord an Homosexuellen aufruft. Schwulenverbände und Politiker protestieren gegen die gewaltverherrlichenden Hass-Texte.
Homophobie für die Ohren - Werbeposter von "Elephant Man"