Eine Aktivistin der Identitären Bewegung war monatelang in einem Jugendtreff in Hannover beschäftigt – bis zur Kündigung. Immer wieder versuchen Rechte, in Kitas und Jugendeinrichtungen Fuß zu fassen.
Das Instagram-Profil von Kim B. aus Hannover wirkt auf den ersten Blick harmlos. Bilder mit Freundinnen und Cocktails, im Outfit für eine Hochzeit und ein Urlaubsbild von einem Van am See. Unter dem Urlaubsfoto hat ein Freund kommentiert. Sein Profil ist eindeutiger: Ein Post dort ist mit den Hashtags #BacktdieGrenzendicht und #IBster unterschrieben, zu sehen sind Plätzchen in Form des altgriechischen Buchstaben Lambda. Das Erkennungszeichen der Identitären Bewegung (IB), einer rechtsextremen Aktivistengruppe. Weiter„Wie Jugendtreffs von Identitären unterwandert werden“
Mit Angeboten für Kinder und Jugendliche will die rechtsextreme Partei Der III. Weg Nachwuchs gewinnen. Experten warnen auch vor einem erhöhten Gewaltpotenzial.
Ein Samstag im August. Irgendwo im sächsischen Vogtland bricht eine Gruppe aus Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen zu einer Wanderung auf. Ein Video zeigt, wie die Tour durchs Grüne und durch Waldlandschaften führt. Besonders für die jüngsten Teilnehmer wird einiges geboten: Die Erwachsenen zeigen ihnen, wie man ein Feuer macht und ein Lager baut.
Verträumte Pfadfinderromantik, so wirken die Bilder des Ausflugs. Tatsächlich steckt dahinter Erziehung im Geiste des Rechtsextremismus. Veranstalter des sogenannten Jugendtags ist die Neonazipartei Der III. Weg. Deren Anhänger veröffentlichten den Propagandafilm im Internet – mit offensichtlichem Ziel: Die Partei soll als Kümmerer gelten, als die einzige politische Kraft mit echtem Interesse für die Belange der Jungen. Mit seiner Arbeit nimmt der III. Weg immer häufiger Kinder und Jugendliche ins Visier.
Seit einigen Wochen ist der Blog „Rechte Jugendbünde“ online. Die Autoren kommen z. T. selbst aus der Pfadfinderbewegung und haben es sich mit dem Blog zur Aufgabe gemacht, über Gruppen und Lebensbundgemeinschaften zu informieren, die sich wie Pfadfinder kleiden, wie die Bündischen singen und wie die Wandervögel auf Fahrt gehen – jedoch auf extrem rechter Seite zu verorten sind. Weiter„Neue Homepage zum Thema „Rechte Jugendbünde““
Vergangene Woche veröffentlichte das Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) erste Ergebnisse einer Studie zum Thema „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“. In den Jahren 2007 und 2008 sind für diese Studie in 61 Landkreisen und kreisfreien Städten fast 45.000 durchschnittlich 15 Jahre alte Schüler befragt worden.
Die Ergebnisse bezüglich rassistischer, antisemitischer und faschistischer Einstellungen unter Jugendlichen sind erschreckend: 40, 4 % der Befragten sind laut Studie als „ausländerfeindlich“ einzustufen (vgl. S. 122), 14, 2 % von ihnen sogar als „sehr ausländerfeindlich“.
Oder: von der Schwierigkeit, sich das Unvorstellbare vorzustellen.
Die deutschen NS-Verbrechen sind einzigartig in der Geschichte der Menschheit. Weder davor, noch danach wurden so viele Menschen systematisch ermordet. Die Morde wurden nahezu perfekt geplant und durchgeführt.
Weil wir Erben dieser Geschichte sind – als Menschen und insbesondere als Deutsche – ist es unsere Pflicht, an diese Verbrechen zu erinnern und auch so dafür zu sorgen, dass sie sich niemals wiederholen werden.
Das Problem besteht allerdings darin, dass sich das Grauen, das die Opfer ertragen mussten, nicht nachvollziehen lässt. Weiter„Ein Comic zum Erinnern.“
Eine schon vor einiger Zeit veröffentlichte Studie der Amadeu-Antonio-Stiftung zeigt, dass bei vielen 13 – 19jährigen Vorurteile gegenüber Juden vorhanden sind. Diese Vorurteile führen häufig zu offen antisemitischen Einstellungen, so lautet das erschreckende Ergebnis der Untersuchung. Weiter„„Ich habe nichts gegen Juden, aber…““
Ein Porträt von Adolf Hitler in der Vitrine, ein SS-Kerzenständer und eine Hakenkreuzflagge in der Wohnung. Unter diesen Bedingungen müssen vier Töchter einer 39-jährigen Frau in Kiel aufwachsen. Und sie findet es „völlig in Ordnung“. Weiter„Hausgemachte Nazis“
Alexej ist 27 Jahre alt und orthodoxer Jude. Mit 15 Jahren zog er mit seinen Eltern aus Weißrussland nach Deutschland. Mittlerweile arbeitet er neben seinem Studium für die Lauder Foundation. Gegründet von Ronald S. Lauder, Sohn von Kosmetikmagnatin Estée Lauder, hat es sich die amerikanische Organisation zur Aufgabe gemacht junge Juden in Deutschland und Osteuropa über jüdische Geschichte und ihre Identität aufzuklären. Weiter„Mit der Tora nach Rostock“
Dieses Weblog ist die eine Säule der Kampagne, die andere ist der ´Störungsmelder on tour´. Konkret bedeutet das, dass wir zusätzlich zum Internetauftritt auch „raus“, sprich an Schulen gehen, um vor Ort zu erfahren, wie die Neonazis sich organisieren und wie groß ihre Definitionsmacht ist. Weiter„„Nö, stört uns nicht…““
Fußballmetaphorik ist gähnend langweilig. Vielleicht auch, weil ich Fußball nicht mag, empfinde ich Ausdrücke aus dem deutschen Volkssport als öde. Aber das macht ja nichts, denn „Platzverweis“ ist trotzdem eine tolle Sache! Weiter„Irgendwie ausgelutscht“