Thomas Hitzlsperger

Als Fußballer begegnet mir das Thema Ausländerfeindlichkeit immer wieder. Obwohl ich selbst von Neonazis verschont geblieben bin, war ich doch sehr überrascht, wie sehr die Neonazis das Image der Deutschen im Ausland prägen. Fünf Jahre lang habe ich im Ausland gelebt und ich musste viel Überzeugungsarbeit leisten; Zudem habe ich erlebt, wie Mitspieler aufgrund Ihrer Hautfarbe beschimpft wurden, und die Aggressivität hat sich unterschieden von den üblichen Beschimpfungen, denen man im Fußballstadion ausgesetzt ist.

Grundsätzlich funktioniert das Zusammenleben und –spielen mit Fußballern aus der ganzen Welt problemlos. Der Ausländeranteil in den europäischen Topligen stieg in den letzten Jahren stetig an und die Fans unterstützen Ihre Mannschaft, egal aus welchen Nationalitäten sie sich zusammensetzt. Es gibt jedoch immer wieder Ausnahmen, die Projekte wie „Stand up Speak up“ und die aktuelle Aktion FARE (Football Against Racism In Europe) notwendig machen.

Das Problem im Fußball scheint sich aber in den unteren Ligen abzuspielen, dort wo die Medienpräsenz nicht so groß ist und Rechte ungehindert Ihre Ansichten verbreiten können.

Ich werde über meine Erfahrungen berichten und möchte dazu beitragen, dass Nazis vor allem im Profifußball, aber auch in allen anderen Bereichen unserer Gesellschaft, kein Bein auf den Boden bekommen.

69 Kommentare


  1. Jugendförderung ist sicherlich sehr wünschenswert, jedoch dürfen wir nicht zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen unterscheiden. Im Vordergrund steht die Qualität der Ausbildung und nicht die Zusammensetzung der Mannschaften nach der Herkunft der Spieler. Es wird keine Mannschaften mehr geben, in denen ausschließlich Deutsche Spieler sind. Schließlich haben auch einige Deutsche den Wunsch, im Ausland zu spielen und diese Möglichkeit sollten wir auch jedem Ausländer geben, der sich hier durchsetzen will.

  2.   A.Pütz

    Hallo,

    leider geht mir (aus meiner Sicht)hier etwas das eigentliche Thema etwas verloren,
    Ich hatte am Wochenende wieder das Vergnügen
    ein Spiel in der Landesliga zu sehen,es war mal wieder unmöglich,Spielabbruch,Spruchkammersitzung,2 Spieler in der Klinik,und wieso,der eine hatte dunkle Hautfarbe und der andere sprach zu gebrochen deutsch.
    Ich finde das,das große Problem unsere unteren Liegen sind,ganz schlimm sind die
    Kreisligisten,da traut sich kein Schiri etwas zu unternehmen,oft kommen die armen Jungs auch gar nich erst.
    Kinder kann man noch formen,und Werte vermitteln,da sehe ich nicht das Problem,aber in den unteren Liegen sehe ich großen Handlungsbedarf.
    Naja ich werde weiter Sonntags meine Zeit auf denFußballplätzen der Vorstadt verbringen,weil ich mir den Sport von kleingeistigen Menschen nicht kaputt machen lasse,so kann ich wenigstens für diese 90 Minuten eingreifen und meine Meinung sagen!
    Gruß,Alexandra Pütz


  3. […] Störungsmelder bloggen Prominente wie Thomas Hitzlsperger, Markus Kavka oder Ole Tillmann gegen Rechts! Das ist eine Aktion der Zeit und soll auf die rechte […]

  4.   A.Bertram

    Ich denke dieses Problem in den Deutschen Stadien muß ganz intensiv angegangen werden.In dem Fall wie Thomas Hitzelsberger es angesprochen hat,muß einfach der einzeln Verein/Ordnungsdienst/Polizei/Justiz mehr unternehmen.Ja,in diesem Fällen erwarte ich ein Schnellgericht und harte Haftstrafen.Man bieten Ihnen hier eine Plattform wo sie Ihre kranke Meinung und Ihren Hass auslassen.Dieses Bild schadet sowohl dem Fußball als auch dem Staat.Dieser Schaden ist enorm.Natürlich schaut man bei derart Vorfällen gerade auf Deutschland,das liegt nun einmal an unserer Geschichte.
    Die Folge ist einfach das Firmen sich nicht ansiedeln,Urlauber fern bleiben,das heißt Arbeitsplätze fehlen,Bruttoinlandsprodukt sinkt.
    In Frankreich gab es kürzlich über ein Schnellgericht eine Haftstrafe für einen ähnlichen Fall,das sollte der Ansatzpunkt sein.

  5.   Melanie Straßer

    Ich finde es sehr traurig zu sehen, daß gerade in der heutigen Zeit wo soviel Toleranz und Integration betrieben wird, solche Sachen nach wie vor an der Tagesordnung sind. Ich selber kann nur immer wieder den Kopf über solche Leute schütteln.
    Ich finde auch das dieses Thema „Neonazis“ an höchster Stelle angepackt werden müsste. Klar kann jeder einzelne etwas tun, aber ob das der richtige Ansatzpunkt ist weiss ich nicht.
    Ich finde es nur schlimm das es gerade in Stadien immer wieder so extrem eskaliert. Ich selber bin des öfteren bei Fußballspielen und ich muss sagen (zumGlück) habe ich solche „Auseinandersetzungen“ noch nicht miterlebt. Ich finde es super das gerade der DFB und der Profisport speziell im Fußball die Leute immer wieder wachrüttelt und mit Aktionen zum mitwirken animiert. z.B. „Zeig die Rote Karte gegen Rassismus“
    Auch find ich es super das Thomas Hitzlsperger nicht einfach wegschaut und dieses Thema anspricht. Gerade im Profisport haben die Leute auch eine Art Vorbildsfunktion die leider viel zu selten in Anspruch genommen wird.
    Was ich zu dem Spiel was Herr Hitzlsperger beschreiben hat noch sagen wollte. Gerade in den neuen Bundesländern kommt es des öfteren vor das Rassismus und Neonazissmus an der Tagesordnung ist. Was ich persönlich sehr traurig finde. Ich kann und will es nicht verstehen wie man auf so eine Zeit wie damals mit Hitler stolz sein kann. Ich bin es auf KEINEN Fall!!!!!!
    Ich selber habe oft meine Nationalität aus Angst vor Übergriffen im Ausland verschwiegen, was ich sehr demütigend empfand. Und das ist sicher nicht der Ansatz etwas aus der Welt zu schaffen. Man müsste einfach die „netten“ Leute dort oben in Berlin einmal richtig wachrütteln. Den so kann es meines Erachtens nicht weiter gehn.

    Gruß
    Melanie

  6.   Paddy

    hallo paddy, wir haben diesen Beitrag gelöscht, weil er nicht den Blogregeln entsprach. // Mod , JoWo

  7.   Chief Diamond Phillips

    hallo chief diamond phillips, bitte die Blogregeln beachten // Mod , JoWo

  8.   Martin

    @ Melanie #15

    Sie haben im Ausland Angst vor Übergriffen wegen Ihrer Nationalität?

  9.   Melanie Straßer

    @Martin

    Ja das hatte ich damals, habe wie schon gesagt meine Nationalität verschwiegen….hat man uns damals einfach geraten….eben wegen Übergriffen….

  10.   Steffske

    Ich finde, das wichtigste ist es, in den Vereinen ein Problembewusstsein herzustellen. Viele Verantwortliche, besonders in den neuen Bundesländern, sehen Hinweise auf rechtsextremes Fantum noch immer als Unterstellungen von (westlichen) Medien. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das auf dieser Ebene gut sichtbar wird.