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100.000 Euro oder ein Uni-Abschluss?

 
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Screenshot chronicle.com

Ein Studium ist zu teuer. Ein Studium fördert Gleichförmigkeit. Ein Studium lehrt nichts übers Unternehmertun. So dachte der Milliardär Peter Thiel vor fünf Jahren und verkündete spontan: Ich gebe 20 jungen Menschen je 100.000 Dollar, wenn sie ihr Studium abbrechen oder gar nicht erst anfangen. Er wollte sein Vertrauen nicht mehr in Institutionen stecken, sondern in Talente. 400 Menschen unter 20 Jahren bewarben sich, am Ende schafften es 24 von ihnen  22 Männer und zwei Frauen. Die Hälfte von ihnen kam von Elite-Institutionen, aus Harvard oder dem MIT zum Beispiel, andere gleich aus der High School.

Fünf Jahre später arbeiten die wenigsten noch an ihrer Ursprungsidee. Und keiner von ihnen erfand ein neues Facebook. The Chronicle of Higher Education hat alle Teilnehmer um ein Interview gebeten, neun stimmten zu. Sie erzählen von den Erwartungen, dem Druck und der immer gleichen Frage: Sollten junge Menschen noch zur Uni gehen? Die Antwort sei aber gar nicht so einfach.

Eden W. Full sagt, sowohl ihr Studium als auch das Thiel-Stipendium seien wertvoll gewesen. Sie ist eine der wenigen, die noch an ihrer ersten Idee arbeitet. Mittlerweile hat sie eine gemeinnützige Organisation für ihre Technologie SunSaluter gegründet, die Solarenergie und sauberes Wasser in Entwicklungsländer bringen soll.

Eine eigene Stimme für ein Studium ohne Uni wurde Stipendiat Dale Stephens, er gründete das Programm UnCollege und bietet jungen Menschen ein Gap Year an, in dem sie reisen, ein Praktikum machen und ein eigenes Projekt starten. Außerdem schrieb er das Buch Hacking Your Education, von dem sich auch der Deutsche Ben Paul inspirieren ließ. Dieser brach sein Studium an einer Privatuni ab, um sich alleine zu bilden.

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