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Weltuntergangsstimmung beim Warten auf die U-Bahn

 

Berlin ist nicht gerade die Stadt der fröhlichsten Gesichter. Und das ist auch gut so. Schonungslos ehrlich ist auch Adam Magyars Momentaufnahme von wartenden Fahrgästen am Alexanderplatz.

Passend in schwarz-weiß gehalten, hat Magyars eine graue Alltagssituation im Berliner Untergrund eingefangen: Die eine tippt auf ihrem Smartphone, der andere putzt, einer liest sogar noch ein Buch, im Hintergrund rennen Schulkinder. Und alle scheinen nur die Stimmungslage zwischen Frust und Trübsal zu kennen.

Die Slow-Motion-Kamerafahrt lässt innerhalb der zwei Minuten kein müdes Mundwinkelzucken erkennen. Aber vielleicht kommt sie ja gleich, die U-Bahn. Wenn nicht: Der Frühling kommt bestimmt und mit ihm auch günstige Temperaturen zum Fahrradfahren.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

4 Kommentare

  1.   birgit astl

    …könnte Wien, morgens um 7.30 sein…
    noch spannender finde ich, dass fast ausschließlich frauen am u-bahn-steig stehen… woran das liegt? fahren die männer doch alle mit dem auto? fahrrad? daheim auf der couch? was meint ihr?

  2.   paulsen

    Nettes Video, was mich wurmt ist eher der Anfang des Artikels. Warum soll es gut so sein, dass man in Berlin kaum nette Gesichter sieht? Das geht mir ja schon in Leipzig auf den Zünder, dass keine Sau sich nur mal zu einem Mundwinkelzucken oder einem einfachen „nabend“ hinreißen lässt, da sich jeder im öffentlichen Raum seine private Blase irgendwo zwischen Gedankenspiel und Smartphone aufbaut. Puäh.

  3.   gisela meyers

    Diese trueben Gesichter sieht man doch ueberall in Deutschland – keiner laechelt, keiner hat irgendein Interesse an dem anderen. Vielleicht wird es ein bisschen besser im Fruehling?

  4.   Tobias

    @Birgit astl:
    Ich denke, das ist Zufall. Es waren 26 Frauen und 17 Männer. Kein all zu großer unterschied.