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Steigen Sie hinab in die Höhle

 

Son Doong Höhle in Vietnam
Virtuelle Tour durch die Sơn-Đoòng-Höhle in Vietnam. Quelle: National Geographic, Screenshot: ZEIT ONLINE

Abenteurer können vom heimischen Computer aus ein Stück ins Innere der Erde eintauchen. Denn der Fotojournalist Martin Edström hat für National Geographic eine der weltweit größten Höhlen, die Sơn Đoòng in Vietnam, für alle Neugierigen zugänglich gemacht. Aus zahllosen Aufnahmen hat Edström 360°-Panorama-Ansichten geschaffen, die er wiederum zu einer interaktiven Höhlentour verbunden hat.

Mitten im Dschungel des Phong Nha-Ke Bang National Parks beginnt für Sie der Weg. Frösche quaken, Grillen zirpen. Sie betreten die Höhle. Sơn Đoòng besteht aus den größten bekannten unterirdischen Kammern, mit einer Höhe von knapp 200 Metern und einer Breite von 90 Metern, in die problemlos eine Boeing 747 oder der Kölner Dom passen würde. Mithilfe örtlicher Guides hatten Forscher die Bergflusshöhle erst 2009 entdeckt.

Dieses Naturwunder ist natürlich auch für Touristen interessant. Daher soll die Höhle besser erschlossen werden. Pläne sehen den Bau von Seilbahnen vor. Edströms Ziel war es, die Sơn-Đoòng-Höhle in fast unberührtem Zustand zu fotografieren, ehe es zu spät ist, sagte er National Geographic.

Der Clou: Mit der interaktiven Tour können Sie die Höhle erkunden, ohne sie zu beschädigen. Vermutlich werden die Aufnahmen mehr Touristen anlocken, die die Höhle selbst erleben wollen.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

3 Kommentare

  1.   goldfisch_der_zweite

    grandiose Bilder! Unbedingt angucken!

  2.   papet

    Ich selbst habe die Höhle 2013 besucht – wir konnten nur zu viert, begleitet von zwei Guides, in das Innerste der Höhle vordringen. Der „Eingangsbereich“ der Höhle ist bereits sehr weitgehend ausgebaut – mit allen negativen Folgen: Angebrachte Scheinwerfer entwickeln Wärme, wodurch verschiedene Arten Moos wachsen, welche neue Lebewesen anlocken, durch deren Exkremente widerrum die Steinsubstanz der Höhle angegriffen wird. Die Höhle weiter zugänglicher zu machen, würde bedeuten, große Teile von ihr und dem Umland zu zerstören. Ich hoffe, dies wird nicht passieren. Oder zumindest, dass der Bereich außerhalb der Boardwalks weiterhin nur für Kleinstgruppen von maximal 10 Leuten pro Woche zugänglich bleibt. Ich pflichte Ihnen bei: Die Berichterstattung von NatGeo wird leider den Zulauf weiter erhöhen und wohl auch das Leben in dieser noch weitgehend natürlichen Umgebung grundlegend verändern. Aber was soll ich sagen: Ich war auch dort und bin wohl mitschuldig, da ich meine Lust auf Abenteuer über das Wohl der Natur gestellt habe.

  3.   Doan Minh

    Vietnam´s Touren sind aus natürlichen Sichten möchte ich gern den Einzelnen die Entscheidung selbst überlassen. Diese Erde gehören uns allen. Wir haben die Verantwortung, der Natur mit unserem Dasein zu fügen und die Umwelt und Resourcen nicht auszubeuten.
    Als Vietnamesen im Ausland kam ich nach 25 Jahren in Deutschland kam ich zum ersten Mal im Jahr 1995 zurück, mit einer 5 wöchigem Tour von Nord- nach Südvietnam habe ich das Land in relativen natürlichen Zuständen nach den Kriegen ( Eroberung von Südvietnam/ kommunistische Landesvereinigung sowie die verteidigung gegen den Übergriffen der Chinesen), die Strände und Landschaften waren fast unberührt, die Edelhölzer wurden zu der Zeit aber schon massiv abgebaut.
    In den letzten 20 Jahren, bis 2015 wurden die Natur in Vietnam aber so bewusst sowie unbewusst so zerstört, nicht nur die Erschliessung der Stränden , die Höhlen wie hier erwähnt ( hier Phong Nha /Ke Bang oder die neue Höhle Thien Duong in Quang Binh). Die kommunistische Regierung mögen wohl das Wohl des Volkes hingestellt für ihren Projekten benennen, aber in Wirklichkeit werden überwiegend die Korruption oder die Habesuchten der einzelnen Funktionären zu der tatsachen geführt, dass das Volk weiterhin sehr arm bleiben und die Tourismusbranche eröffnet eine neue Welle der Naturzerstörung