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Die Physik des Bananentors

 

Ein Geistertor! Im Länderspiel zwischen Brasilien und Frankreich 1997 schoss der damals junge Brasilianer Roberto Carlos ein Freisstoßtor aus 35 Metern. Der Ball segelte um die Mauer, um kurz vor Erreichen der Auslinie einen Haken nach innen zuschlagen und gerade noch im Tor landen.

Fußball ist nun kein Spiel, sondern eine Wissenschaft. Nicht Glück oder ein Windstoß waren es, was den Ball in letzter Sekunde ins Tor trieb; der Anschnitt, genau in der richtigen Entfernung, kombiniert mit einem harten Schuss, fanden vor einigen Jahren französische Physiker heraus.

Dieses TED-Ed-Video erklärt in schönen Animationen, wie die Physik die Flugrichtung des Balles beeinflusst. Isaac Newton hatte sich das bereits 1670 beim Tennisspielen genau durchdacht.

Könnte man einen Ball so hart treffen, dass er nicht nur einen Bananenkurve fliegt, sondern per Bumerangeffekt zu einem zurückkehrt?

Weitere Teilchen finden sie hier.

4 Kommentare

  1.   Florian

    Es ist wichtig zu betonen dass Roberto Carlos den mit dem linken Aussenrist schiesst. Mit rechts kriegt er dejn spin nicht hin.

  2.   herbert

    Siehe hierzu: Metin Tolan, „So werden wir Weltmeister“. Bestes Fussball-Physik-Buch aller Zeiten!


  3. @1.

    Mit rechts bekommt man den Spin sehr wohl hin. Und zwar mit dem Innenrist. Die weitaus häufigere Schussvariante.
    So würde es z.B. auch bei einem direkten Eckentor sein. Gucken Sie Sich da noch mal den Basler an. ;-)

    Carlos schießt den mit dem Außenrist, weil er den so härter schießen kann, bei gleichem Spin. Und 35 Meter ist ja auch schon eine Distanz..

  4.   Frisbee

    Schönes Video. Nur leider trifft die Erklärung für Frisbees gar nicht zu. Der Spin hat bei Frisbees eventuell auch einen Einfluss auf den geworfenen Bogen. Jedoch viel stärker die Neigung beim Abwurf! Man kann sehr einfach eine im Uhrzeigesinn drehende Frisbee durch eine Neigung nach links fliegen lassen.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Flying_disc_techniques