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Taubenkönige herrschen über die Dächer Brooklyns

 

In Deutschland heißen Taubenzüchter Rainer, Herbert und Hannelore. In der amerikanischen Metropole heißen sie 2Tone, Super 13 und Goodwin.

Ein Pfeifen hallt durch die Häuserschluchten Brooklyns. 2Tone steht auf einer verlassenen Mietskaserne im Viertel Bushwick. Von dort erteilt er seinen Vögeln Kommandos, gibt Flugrichtung und Formation vor. Der Puerto-Ricaner ist einer der leidenschaftlichen Taubenzüchter im Szenestadtteil. "Es ist meine Religion", erklärt er dem Onlinemagazin Narratively.

Am anderen Ende Brooklyns haben Super 13 und Goodwin ihre eigenen Gotteshäuser. Sie haben von Kindesbeinen an gelernt, wie man Tauben hält. Stolz demonstriert Goodwin, wie er eines seiner Tiere mit wenigen Handgriffen "einschlafen" lassen kann. Er schnappt sich ein Exemplar, klemmt dessen Kopf beängstigend ruckartig unter den rechten Flügel, dreht es einige Male im Kreis und legt das regungslose Tier behutsam auf ein Brett. Für einen Preis von Peta dürfte er sich damit disqualifiziert haben. Eine der berüchtigten Guerilla-Aktionen der Tierschutzorganisation braucht er aber nicht fürchten. Es sei denn, sie bringen eine sehr, sehr lange Leiter mit.

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