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Betten statt Stacheln

 

Wer in den vergangenen Monaten in London war, hat sie vielleicht schon gesehen: die sogenannten anti-homeless spikes. Die abgerundeten Metallstacheln finden sich an Plätzen oder vor Häuserfassaden und sollen Obdachlose daran hindern, sich Schlafplätze im öffentlichen Raum zu suchen. Ein Kollektiv mit dem Namen Space, Not Spikes drehte unlängst den Spieß um – und bedeckte die Stollen mit einer Matratze.

Die Spikes in der Londoner Curtain Road, schreibt die Initiatorin Leah Borromeo im Guardian, seien besonders übel. Dort werde die defensive Architektur, eine gezielt hinderliche und nicht-einladende Bebauung von öffentlichen Orten, besonders sichtbar.

Dank der Guerilla-Aktion, die Borromeo mit Freunden organisiert hat, ist aus dem ungemütlichen Eck im Londoner Bezirk Hackney eine halbwegs kuschelige Liegezone geworden – Lesestoff inklusive.

Übrigens: Wie es sich für eine engagierte Vereinigung gehört, hat Space, Not Spikes natürlich auch ein Manifest aufgesetzt:

Weitere Teilchen finden Sie hier.