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Die Trauer der IS-Mütter

 


Vier Kinder, vier Mütter – und vier Geschichten, wie sie sich trennten: Die Huffington Post besuchte für eine Reportage vier Frauen, deren Söhne sich der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen hatten.

Christianne aus Calgary, Karolina aus Kopenhagen, Saliha aus Brüssel und Torill aus Norwegen könnten nicht weiter voneinander entfernt leben, und doch durchleben sie gerade dasselbe. Trauer, Schuldgefühle, Wut und Machtlosigkeit. Als sie erfuhren, dass ihre Söhne für den IS gestorben sind, brach für sie alles zusammen. Seitdem sind sie gelähmt, unfähig, den Alltag zu bestreiten.

Vor allem aber sind sie erschöpft.

Christianne beispielsweise verwendete all ihre Energie auf das Auffinden ihres Sohnes über YouTube-Videos. Jede freie Minute verbrachte sie damit, in IS-Propaganda-Clips die unscharfen Gesichter der radikalislamischen Terroristen mit dem ihres Kindes abzugleichen. Sie gab die Hoffnung nicht auf, irgendwann, durch Zufall, einen Blick auf ihr Kind erhaschen zu können. Ausgerechnet ein Tweet informierte sie aus dem Nichts über den Tod ihres Sohnes Damian.

Auch für Karolina war das Internet die einzige Möglichkeit, um an Neuigkeiten über ihren Sohn Lukas zu kommen. Sie schaffte es, in eine geheime Facebook-Gruppe von Dschihadisten aufgenommen zu werden. Dort hatte sie direkten Kontakt zu den Kämpfern in Syrien. "Ich schaue mir Videos von Enthauptungen, Vergewaltigungen, Morden an – Scheißsachen, nur, um Informationen über meinen Jungen zu bekommen", sagte sie der Huffington Post. Dass Lukas gestorben war, erfuhr sie über eine Chat-Nachricht.

Die englischsprachige Reportage gibt es auch auf Deutsch, Arabisch und in fünf weiteren Sprachen zu lesen.

Zu weiteren Teilchen geht es hier.

26 Kommentare

  1.   ai

    Ich hatte mich etwas mit dem aus dem Kosovo stammenden Jungen auseinandergesetzt, der nach seiner IS-Reise zurückkam und verurteilt war. Diese Anrufe der Eltern, die besorgt waren. Es bricht mir das Herz. Ich muss weinen.

  2.   Thomas Melber 0622

    Und was genau macht die Mütter (Eltern) traurig? Daß ihre Söhne gestorben sind, oder daß sie sich davor dem IS (Daesh) angeschlossen und möglicherweise Verbrechen begangen haben?

    Oder heißt es: „Ja, aber er war mein Sohn. mein Kind!“ ?


  3. Die Leute sind Killer -jeder der sich Freiwillig IS Anschließt gehört in den Knast und erst in 20 Jahren wieder raus!!! Mitleid für diese Leute -Sie sollten sich mal Überlegen was diese Bestien den Menschen antun

  4.   Saralyan

    Das muss ein schwerer Schicksalsschlag sein für diese Leute. Vor allem weil man ja gar nicht versteht warum das alles passiert. Wie kommt es dazu, das ist sicherlich eine quälende Frage für die Eltern.

    Bei anderen Europäern stehen Erziehung und Verantwortung für die Kinder an oberster Stelle. Man spielt den Babys Mozart vor, bringt 3 Jährige zum Schwimmunterricht, in die Kita, möglichst Privatschule mit humanistischer Erziehung, man redet stundenlang mit den Kindern und ihren Problemen.
    Es ist eine schwierige Erfahrung, plötzlich verantwortlich für die Kindererziehung zu sein. Eine schwere Last.


  5. Kinder die zum Morden in der „Urlaub“ fahren!
    Diesen Eltern mein Beileid. Sie sollten allerdings nicht so sehr in Selbstmitleid versinken. Die Kinder verabscheuen auch ihre eigenen Eltern, nicht nur die westliche Wertegesellschaft.


  6. @ 2&3&6&7
    Ihre Kommentare haben absolut nichts mit dem Artikel zu tun und zeugen teilweise von einer unglaublichen Empathielosigkeit.

  7.   Zavolta2

    @8

    Sie können gerne ja mal mit den Angehörigen der jordanischen Piloten über die guten Seiten des IS reden, oder mit beliebigen Angehörigen der anderen abgeschlachteten Opfer dieser IS-Brut.
    Alternativ auch gerne mal die Videos zu diesen Taten ansehen.
    Wer dann noch Mitgefühl oder Mitleid mit dieser IS-Brut hat, kann nur als Sympathisant gesehen werden.


  8. Zitat aus dem genannten Arikel: „Während manche mit dem Segen ihrer Familie aufbrechen, verschwinden viele im Geheimen“
    Man hätte gern mehr darüber gewußt, wie hoch der Anteil der Familien und damit der Mütter ist, die ihren Segen gaben und somit den Terrorismus ihrer Kinder billigten.
    Es wäre interessant zu erfahren, wie die Mütter dieser Familien mit dem Tod ihrer Kinder umgehen, ob sie sie als „Märtyrer“ auffassen?


  9. Denken Sie als verbale Henker wirklich, dass sie weit entfernt sind von dieser Mörderbrut?

    Ich verurteile all dies aufs Schärfste!
    Aber ich lebe in einem Rechtsstaat und hier wird kein Mörder geköpft oder sonstwie getötet! Dafür werde ich mich einsetzen, solange es mir möglich ist, auch verbal.

    Es ist immer schwer, sehr schwer, sein Kind zu verlieren, und auf diese Weise ist es kaum zu verstehen. Es tut mir leid! Es ähnelt dem Verlust von Kindern an Drogen, allerdings werden diese eher nicht zu skrupellosen Mördern…

    Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die betroffene Familien unterstützen und vielleicht sogar verhindern können, dass andere Familien ihre Kinder nicht verlieren!

  10.   asarus

    „Die Trauer der IS-Mütter“
    Ich finde die Überschrift mal wieder absolut Panne. Hier soll Mitleid mit den Müttern der Täter angesprochen werden.
    Wieder einmal werden die Täter in den Vordergrund gestellt, absurder geht es nicht. Es ist legitim, zu erforschen, aus welchem Umfeld die Täter kommen , aber solche Überschriften …. da geht einem doch schon der Blutdruck hoch.
    Wie wäre es mit:

    – Interview mit Müttern von ISIS-Terrorhelfern

    Mein Mitleid gilt den Opfern der ISIS.