‹ Alle Einträge

Alle haben mehr Sex als ich

 
Alle haben mehr Sex als ich
Screenshot: NYMag

Tyler und Sea sind beste Freunde und probieren mal ein bisschen Bondage. Caroline kuschelt gern auf Partys. Und Akea ist seit zweieinhalb Jahren mit ihrem Freund zusammen. Das New York Magazine hat in einem opulenten Special versucht, College-Sex zu porträtieren und darüber zu philosophieren, was das eigentlich bedeutet.

Im vergangenen Jahr wurde eine Menge über Sex an US-Unis geschrieben, aber fast immer ging es um Vergewaltigungen und Missbrauch. Und das New York Magazine fand, dass man vor lauter Sorge nicht vergessen dürfe, dass an den Unis immer noch ganz schön viele Studenten rumlaufen, die einfach neugierig aufeinander sind und auf die Nacht, die da kommt.

Mehr als 700 von ihnen hat das Magazin befragt. Die faszinierendsten Daten: 40 Prozent der Befragten sind Jungfrau. Und viel zu viele glauben, sie hätten weniger Sex als ihre Freunde – was statistisch gesehen unmöglich ist. Oder wie das New York Magazine schreibt: Jeder denkt, er sei die Ausnahme in dieser wilden Welt.

Auch wenn diese Daten nicht repräsentativ sind, ist ihr Ergebnis doch erstaunlich: Man muss die hookup culture als Student nicht mehr gut finden, um hip zu sein. Und man muss als Journalist nicht alles daran schlechtschreiben.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

11 Kommentare

  1.   J-M

    Ich glaub‘ ich krieg zu viel!

    „40 Prozent der Befragten sind Jungfrau.“

    und

    „Man muss die hookup culture als Student nicht mehr gut finden, um hip zu sein.“

    Sie wollen doch nicht etwa tatsächlich andeuten, dass diese 40% FREIWILLIG Jungfrauen sind und sich daraus ein Statement gegen die „hookup culture“ ableiten ließe?!?!

  2.   ist geheim ;)

    Alle haben auch mehr Sex als ich, sexuelle Selektion sei dank.

  3.   Babuschkolon

    @J-M
    Bitte nicht vergessen die Amis sind ein wenig jünger wenn das Studium startet. Dann noch ein wenig konservativ, und schwupps 40% Jungfrauen sind schnell erreicht. Bei denen gibt es auch eine gewisse Gruppe, die enthalsam bis zur Ehe leben möchte, in Deutschland habe ich sowas noch nie erlebt.

    Den Rest kann man als unfreiwillige Jungfrauen abstempeln.

  4.   Spiez

    Wie cool, ich kann wieder kommentieren.

  5.   ist geheim ;)

    @Spiez

    Gern geschehen.

  6.   Xango

    Interessant. Der Artikel sagt mir also, dass es ok ist seine eigene Meinung zu haben. Schön.

  7.   Sikasuu

    Wer zwei mal mit der „Selben“ pennt gehört schon zum Establishment…
    .
    Ok, da war genau so blöd wie „Morgens neben jemanden aufwachen und nicht wissen wie man den/die ohne „Scherben“ aus dem Bett bringen kann…..“
    .
    aber
    .
    diese Pendelschwingung tut nur noch weh. Ist ja nicht das Problem in den U-SA. Auch hier herrscht eine „derart regide serielle Monogamie“ vor, das man als älterer Mensch die Kids nur bemitleiden kann!
    .
    Wie kann Mensch er/sie zu einer befriedigenden Sexulität finden, wenn die sich auf 2-5 Partner beschränkt? Soziale Kontakte „auch etwas weiter als Händeschütteln“ sind ausnehmend wichtig.
    .
    Seit dem Sex von Schwangerschaft entkoppelt ist, sind wir zu 1. mal in der Geschichte der Menscheit in der Lage, Gefühle Triebe nicht nur auszuleben, sondern auch ohne Angst, die zu kultivieren, zu „ERLEBEN“!
    .
    Ich meine damit nicht die YOUPORN Nummern, die sind so langweilig, das es weh tut, zum Gähnen ist.
    .
    Ich meine damit Face to Face, Body to Body, spüren, fühlen. erleben, anfassen…. die ganzen Möglichkeiten. die für zwei Menschen da sind, die sich mögen:-))
    .
    Und dann lassen sich die Kids (so sorry junge Leute) von irgendwelchen alten Dummschwätzern, diesen Freiraum wieder weg nehmen.
    .
    Na ja, böse gesagt „Ihr habt es nicht besser verdient!“ wenn ihr Euch das gefallen lasst!
    .
    Zärtliche Gruesse
    (es gib nichts SCHÖNERES als mit eine „lieben“ Menschen gemeinsam nackt im Bett (oder auch anderswo) zu sein, zu liegen und zärtlich miteinader um zu gehen!)
    Sikasuu

  8.   vincentvision

    Ist nicht überraschend! In einer multimedial befeuerten Partywelt der Gegenwart entsteht viel schneller die Illusion, dass alles um einen herum feiert, attraktiver ist, mehr Sex hat, bessere Drogen nimmt, mehr erlebt und hipper ist.

    Die Realität war aber immer schon dröger, langweiliger und alltäglicher.

    Nur, dass sie eben in der heutigen Zeit noch einen deutlich verzerrteren Spiegel der Ekstase vorgehalten bekommt – der Absturz in die Niederungen des statistischen Normalmaßes ist da vorprogrammiert.

  9.   suchenwi

    Mit 59 in Altersteilzeit, glücklich geschieden, Studium 1979-83, kann ich natürlich nur begrenzt mitreden…
    aber des inzwischen verstorbenen Loriots Weisheit trifft es für mich immer noch am besten: „Männer und Frauen passen einfach nicht zueinander.“

    Spart enorm viel Stress…

  10.   vonZeitzuZeit

    Ob man sehr viele Partner/innen zwingend „braucht“ um zu wissen, was das „Beste“ ist möchte ich mal dahingestellt sein lassen. Ich glaube, dass das Geheimnis guten Sexes in den Gefühlen liegt, die man dem Partner entgegen bringt und in der individuellen Entspanntheit und Bereitschaft sich auf den/die andere einzulassen. Das geht bei mir nur bei intensiver Bekanntschaft und wirklicher Liebe, nicht im one night stand.

    Sexuell gesehen hätte ich nicht das Gefühl gehabt, etwas verpasst zu haben, wäre es bei meiner ersten Freundin geblieben. Tatsächlich habe ich erst mehr als 20 Jahre später wieder jemand kennengelernt, mit der es ebenso schön oder noch besser ist (weil die Gefühle perfekt stimmen).

    Die Idee möglichst nur mit 1 Menschen im Leben Sex haben zu wollen finde ich sympathisch und nachvollziehbar und sie wäre auch was für mich gewesen, auch wenn ich das offensichtlich nicht dogmatisch verfolgt habe ;)

    Und das obwohl ich einer Jugend-/Studentengeneration entstamme die mal wieder im etwas lockereren Bereich des ewigen Auf- und Abs des Paarungsverhaltens lag, verglichen mit den interviewten Studenten. Wäre mir aber herzlich egal gewesen, ob ich jetzt mehr oder weniger Sex hatte als „alle anderen“.