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Hilfe, ich bin ein Hochstapler!

 
Hilfe, ich bin ein Hochstapler!
Sie haben es einfach nicht verdient, oder? Quelle: Buzzfeed / Kristin Chirico

Kennen Sie das? Sie sind ausnahmsweise mal erfolgreich, schließen ein Projekt ab, werden vom Chef vor allen anderen gelobt oder sogar auf einen richtig guten Job befördert. Und was machen Sie? Sie fühlen sich unsicher und auch ein bisschen schuldig. Wie ein Hochstapler. Und schreiben Ihren Erfolg äußeren Umständen zu. "Ich habe einfach nur Glück gehabt!", heißt es dann im besten Fall. Oder auch: "Ach, der Chef will nur nett sein." Und bei Komplimenten: "Was für ein Lügner."

Wer dieses Gefühl kennt, leidet unter dem Hochstapler-Syndrom. Buzzfeed hat nun für 13 solcher Karrieresituationen in launigen Grafiken die Gedanken von Menschen visualisiert, die unter dem Syndrom leiden. Aber keine Sorge, das ist weder krankhaft, noch unnormal. Die allermeisten Menschen – insbesondere die bescheidenen mit einem normalen Selbstbewusstsein und der Fähigkeit zu Selbstkritik – empfinden so.

Studien zufolge fühlen sich Frauen allerdings häufiger als Männer wie eine Hochstaplerin und schätzen ihre eigenen Fähigkeiten zu niedrig ein. Ein Grund, warum sie weniger stark ihre Erfolge kommunizieren und infolge dessen auch seltener Karriere machen. Wenn Sie richtig erfolgreich werden wollen, haben wir hier noch ein paar Tipps für Sie.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

7 Kommentare

  1.   Lignite

    Bemerkenswert, dass es Menschen gibt, die sich für Job´s bewerben, die sie nicht können, Chef´s haben, die das nicht bemerken und über einen Personalberater angeworben wurden, der genauso wenig Ahnung hatte, was in dem Job an Fähigkeiten und Fertigkeiten gebraucht wird, wie der Bewerber und der Chef.

    Organisierte Inkompetenz.

    Im Mittelalter hat keine Landsknechtwerber einen Mann genommen, der keine Beine hatte. Das zu machen, ist eine Errungenschaft der modernen Zeiten.

  2.   SPNR

    Hallo Lignite,

    mobilisieren Sie mal schnell ihre Internetkompetenz und googlen Sie „Idiotenapostroph“. Dann reden wir weiter.

  3.   Man_Ray

    Danke, SPNR, ich habe sehr gelacht. Bei Lignite können wir jedenfalls den Hochstapler ausschließen. Solche schlimmen Sachen kommen in einem so von Besserwisserei strotzendem Kommentar natürlich noch besser:) Ich empfehle auch die Apostroph-Gruselgalerie: http://www.apostroph.de/

  4.   Hochbegabung

    Wer dieses Gefühl kennt, leidet vielleicht unter dem, was Sie „Hochstapler-Syndrom“ nennen. Vielleicht ist er/sie aber auch extrem intelligent/hochbegabt? Denn solche Menschen – und erst recht hochbegabte/extrem intelligente Frauen – haben oft ähnliche Empfindungen (wie die beschriebenen). Das „Hochstapler-Gefühl“ bei Hochbegabten hängt u.a. damit zusammen, dass sie aufgrund ihrer mentalen Kapazitäten, ihrer schnelleren geistigen Verarbeitung usw. das Gefühl für ihre tatsächliche Leistung verlieren. Weil ihnen die Dinge so leicht fallen, bringen sie die Ergebnisse nicht mit „Leistung“ in Verbindung. Außerdem sind Hochbegabte auch sehr perfektionistisch. Und ihr eigener innerer Vergleich mit ihrem enorm hohen, perfektionistischen Anspruch vermittelt vielen eben auch das (angebliche) „Hochstapler-Gefühl“. Dazu kommt, dass Hochbegabte von klein auf eher negative Rückmeldungen von ihrem Umfeld erhalten, was sich ebenfalls negativ auf das eigene Selbstwertgefühl auswirkt und eher an sich zweifeln lässt („Hochstapler-Gefühl“).

  5.   HorstBiermann

    Interessant.
    Der Artikel beschreibt haargenau das, was in mir vorgeht.
    Könnte daran liegen, dass ich im Büro sitze, diesen Artikel gelesen habe und nebenbei die ganze Zeit Backgammon spiele.

  6.   Renate Gregor

    Als Personalberaterin mit Branchenfokus wirtschaftsberatende Anwaltskanzleien habe ich beruflich häufig mit Frauen zu tun. Sie stellen ihr Licht in ganz vielen Punkten unter den Scheffel.

    Ursache sind oftmals die Botschaften, die man ihnen schon als kleines Mädchen mitgegeben hat: „nimm dich nicht so wichtig“, „stell dich nicht so in den Vordergrund“, „lass die anderen zuerst“.

    Jungen wird viel eher „erlaubt“, sich wichtig zu nehmen und in den Vordergrund zu stellen.

    Schön wäre es, wenn Eltern diese Unterschiede als alten Zopf erkennen und abschneiden. Dann werden auch Frauen ihren Erfolg genießen können. – Ich tu’s :-)

  7.   Siri W.

    Kennen Sie das? Sie sind „ausnahmsweise“ mal erfolgreich,…

    Nein diesses kenne ich nicht! :-) Nur, das liegt an folgendem: Bevor man allzu sicher sei, kann man vorher seine Unischerheit entfernen indem man noch mal nachliest! Ob der Fakt stimmt! :-)