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Donald Trump – radikaler als Reagan und Bush

 

Für viele Republikaner in den USA ist Ronald Reagan der beste Präsident seit dem Zweiten Weltkrieg. Er brachte dem Land nach dem Ende der liberalen 1970er Jahre eine konservative Wende, baute den Sozialstaat ab, senkte die Steuern, und vor allem – das glauben viele – zwang er den Kommunismus in die Knie. Ein harter Hund also. Doch womöglich war er lange nicht so hart wie die Kandidaten der Republikaner heutzutage.

Der US-Sender CNN hat einen Videovergleich zusammengestellt. Der Clip stellt Szenen einer Kandidatendebatte zwischen Reagan und seinem damaligen republikanischen Kontrahenten George Bush (senior) neben heutige Aufnahmen von Donald Trump und Ted Cruz. Es geht nur um Einwanderungsthemen. Hier eine Kostprobe:

Reagan: "Wir sollten die Grenze (zu Mexiko) in beide Richtungen öffnen."

Trump: "Wir bauen eine Mauer. Sie wird stark sein, sie wird massiv sein, und sie wird bewacht."

Was in den Aussagen von Donald Trump Dichtung ist und was Wahrheit, darüber darf freilich gestritten werden. Die meisten Lügen im US-Wahlkampf verbreitet zumindest ein anderer Kandidat. Die Simpsons-Macher gehen dennoch davon aus, dass ein US-Präsident Donald Trump jede Menge Unheil über das Land bringen würde.

Mehr Teilchen? Hier werden Sie fündig.

Und hier haben wir weitere Informationen zur US-Präsidentschaftswahl zusammengetragen.

11 Kommentare

  1.   Kelhim

    OnTheIssues.org zufolge ist Donald Trump kein radikaler, sondern „nur“ ein rechter Konservativer. http://www.ontheissues.org/Donald_Trump.htm

    Natürlich nicht für unsere deutschen Verhältnisse, aber vielleicht im Vergleich zu Kandidaten wie Ted Cruz, der noch weiter rechts als Trump steht, aber mittlerweile Hoffnungen der Parteiführung nährt, Trump zu verhindern.

    Hoffentlich verschonen uns die amerikanischen Wähler vor einem Präsidenten Trump! Aber als Antwort auf den Artikel: Vielleicht ist Trump weniger radikal als einfach ein totaler Opportunist und Populist (kürzlich spendete er den Demokraten noch mehr als den Republikanern, das sagt ja schon fast alles).

  2.   Saralyan

    Offene Grenzen nach beiden Seiten zu fordern ist viel „radikaler“ als kontrollierte Grenzen zu fordern, wie es im größten Teil der Welt normal ist.

    Wobei mir gerade auch auffällt, dass Trump von einer Mauer spricht, nicht von der Grenze. Die Grenzstationen können ja weiter offen sein. Kleiner aber feiner Unterschied.

  3.   Am_Rande

    Wieder einer dieser Artikel.

    „Liberal“ im Deutschen und „liberal“ im amerikanischen Englisch sind nicht dasselbe!

    Aber der Autor verwendet „liberal“ im Sinne von „links“.

    Nur, weil er über Amerika schreibt?

    „Sozialdemokratisch“, „sozial-staatlich“ oder eben „links“; es gibt genug Wörter im Deutschen, die ausdrücken, was Carter mit Amerika im Sinn hatte.

    Die Begriffsverwirrung, die sich in Amerika vollzogen hat, sollte man im Deutschen nicht nachmachen.

    Im Deutschen schwingt bei „liberal“ immer noch ein gutes Stück Staatsskepsis und – distanz mit – hier hat es noch (etwas) von seinem guten, alten Sinn behalten.

  4.   weiblich denken

    LAUTER weisse Fahnen verhindern nicht die Wende.
    Wir müssen das Denkschema verlassen.
    Rechts und links ist Illusion. Was zählt ist, wir müssen Stärke beweisen. Kuschelpolitik geht nicht mehr. Auch bei uns. Man sieht es wie Merkel Lorbeeren bekommt, aber scheinbar ferngelenkt schwach wirkt. Nur wer dem Kuschelkurs folgt darf eine Stimme haben.
    Wir werden unseren TRUMP bekommen. TIMES OF CHANGES…

  5.   dieter bischoff

    Wirklich nur radikaler? Nicht auch noch blöder?
    Da wird es einem doch angst und bang, wenn man hört und sieht, was dieser Nabob verzapft.

  6.   Flinx

    @Kelhim #1

    ZITAT: „Vielleicht ist Trump weniger radikal als einfach ein totaler Opportunist und Populist“

    Das ist er ohne Frage und das macht ihn so gefährlich. Außerdem glaube ich nicht daran, dass er als Präsident unabhängig von den üblichen Interessensgruppen agieren kann und wird. Das wird ja gerade von hiesigen Trump-Fans als sein größter Vorteil herausgestellt (dass er seinen Wahlkampf angeblich selbst finanzieren würde).

    Jedenfalls sind seine Positionen zum großen Teil grober Unfug und werden nur noch von dem noch dämlicheren Gequatsch von Ben Carson übertroffen. Das und die Tatsache, dass er ständig gegen die zahlenmäßig immer größer werdenden Minderheiten in den USA polemisiert, bestärkt mich in der Hoffnunf, dass Trump niemals US-Präsident wird.

    Die große Frage ist daher, ob es ihm gelingt die GOP-Kandidatur in diesem Jahr völlig zu sabotieren, so dass Clinto quasi im Spaziergang zur Präsidentin gewählt wird.

  7.   Trump ist ein Narzisst

    Trump ist weder konservativ noch liberal – er ist ein Narzisst – its all about HIM……. problematisch
    Clinton ist schwer angeschlagen (Bengasi – e-mail Affaire)
    es wird spannend
    Cruz mach im Moment alles richtig (fuer einen der eigentlich ein ExtremIdeologe ist )

  8.   Narzissmus und deal making

    die entscheidene Frage ist wie stark schraenkt sein sehr stark ausgepraegter Narzissmuss (den jeder Politiker wahrscheinlich zu einem gewissen Grad hat) seinem common sense im weg gute ‚deals‘ zu machen……

  9.   Lumpaci

    Nee; Trump ist nicht konservativ.
    Er ist ein ungehobelter pöbelnder und polternder Schwätzer ohne Anstand und Manieren.
    Für echte Konservative ein echter Graus der Mann.

  10.   USA TOMORROW

    Wer Trump allen ernstes als „konservativ“ bezeichnet, kann sich nicht wirklich mit dessen Person und den von ihm vertrenen Positionen beschäftigt haben.

    Trump war bis 2009 Demokrat. Er hat haufenweise Geld an demokratische Kandidaten (inklusive Hillary Clinton) und Organisationen wie Planned Parenthood gespendet. Er befürwortete öffentlich eminent domain, single payer, Bankenrettung, partial birth abortions, amnesty für illegale Einwanderer und zahlreiche andere Lieblingsthemen der Linken in den USA.

    Tierisch ‚konservativ‘ dieser Trump.