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Achtung, enthält keine heißen Flüssigkeiten!

 

Es gibt spitzfindige Menschen, die im Spielfilm Troja ein Flugzeug entdeckt haben wollen. Es sei in einer Szene über Achill hinweggeflogen. Und sie haben noch etwas Brisantes herausgefunden: Achill sei gar kein sagenhafter Held, sondern bloß der schnöde Brad Pitt. Menschen, die sich ein Hobby daraus machen, anderen Fehler nachzuweisen, suchen auch gern den Himmel nach unerklärlichen Objekten oder chemischen Spurenelementen ab. In Spielfilmen entdecken sie oft noch tiefere Abgründe.

Das Online-Magazin Slate hat neues Material für Fehlerdetektive: In einem Video-Beitrag entlarvt es höchst unangenehme filmische Schwindeleien. Es gebe unzählige Szenen in Fernsehserien, in denen zwar Kaffeebecher gezeigt werden, sich aber darin gar kein Kaffee befinde! Herr Darboven findet das gar nicht lustig. Die Filmausschnitte im Video liefern eindeutige Beweise: Die Darsteller halten den Pappbecher so, wie man nur einen leeren Pappbecher halten kann. Sie kippen oder schütteln ihn oder laufen frei mit ihm herum. Nur verschütten tun sie nichts.

Wen das zur Weißglut treibt, der findet auf Instagram unter #EmptyCupAwards noch mehr verräterische Clips. Dem Slate-Autor gehe es dabei nicht darum, ganze Serien zu entzaubern. Er wolle vielmehr eine Botschaft an alle Regisseure senden, dass es respektlos gegenüber den Zuschauern sei, Kaffeetrinken im Film nur vorzutäuschen.

Die Gilmore Girls sind übrigens die allergrößten Kaffeebetrügerinnen. Fernsehzuschauer bestellen ihr Abo ab. Wir kochen uns erstmal einen Espresso.

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Einige Autoren dieses Blogs

10 Kommentare

  1.   Hans Lang

    Bin ich der einzige der beim Überfliegen des Autorennamen „Claudio Pizarro“ liest? ^^

  2.   freund-der-worte

    Nein, mal mindestens der zweite… :-)

  3.   MacHobbes

    „Wir kochen uns erstmal einen Espresso.“

    „Kochen“ – das ist ja noch schlimmer als ein leerer Kaffeebecher …

  4.   Oops

    Viel schlimmer ist, dass im Film niemand aufisst. Immer müssen alle weg, kurz, nachdem serviert wurde.

  5.   karl-ton

    Natürlich essen die in den Filmen auf. Mehr isst man nicht, wenn man in Hollywood wer ist. Und sicher muss direkt nach dem „Cut“ der personal trainer erstmal versichern, dass man das problemlos wieder weg trainieren kann.

    Ernsthaft: Fernsehen und Essen hat immer das Problem, dass man jede Szene mehrmals dreht und die jedes Mal essen müssen. Wenn man etwa fünf Mal einen Teller Nudeln essen muss…

  6.   Agent lemon

    Wer mal als Komparse gearbeitet hat, weis das das voellig normal ist. Uch bin schon vor einer Spaghetti Bolonese fast verhungert. Es wird selten bis nie echt gegessen oder getrunken. Dazu gibt es Regieanweisungen(Nicht wirklich essen und trinken bitte, nur so tun) Dazu stundenlanges Warten und Scenenwiederholungen. Ist auch logisch. Man bedenke in einer grossen Restaurantscene muesste bei einer Scenewiderholung Jeder neues Essen und Trinken bekommen. Viel zu aufwendig. Bei Nahaufnahmen der Hauptdarsteller ist das natuerlich meisst anders. In Glaesern und Tassen ist eh meisst nur Wasser…..wenn ueberhaupt.

  7.   Oops

    Man könnte ja die fast leeren Teller filmen.

  8.   Norbert der Hamster

    Was noch krasser ist: in Kriegsfilmen sterben die Menschen nicht wirklich !

    Was für ein Haufen elender Betrüger…

  9.   Blabla Leberkas

    Mich stört eher der massenhafte Einsatz der Kaffeebecher selbst.

  10.   surfer_xxx

    Schlimm finde ich es auch, wenn Schauspieler mit leeren Koffern „verreisen“ und dies sofort an der Haltung erkennbar wird.